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Wisst ihr was Liebe ist? Woraus besteht Liebe?

E

Ehemaliger User
Gast

Wisst ihr was Liebe ist?
Ich kann es euch erklären:
-Liebe besteht aus :
-31,91% Schmerz
-19,34% Seelenverwandtschaft
-48,75% Glücksgefühl und
-0% Verstand

#1


E
Hallo Pepem,

sorry, das ist nicht korrekt. Du beschreibst mit diesen Prozent-Zahlen die leidenschaftliche (geschlechtliche) Verknalltheit/Veliebtheit, aber nicht die menschliche Liebe. Die basiert nämlich auch auf verstandsmäßigem Erkennen des anderen und persönliche Erfahrungen bzw. Einsichten. Nur ein geringerer Teil basiert auf Leidenschaft. Was nicht heißt, daß "kopfmäßige" Liebe keine Leidenschaft und Tiefe kennt, im Gegenteil.
Versuch mal, Dich selbst und den anderen als Mensch mit Fehlern und Eigenheiten anzunehmen und nicht Deine eigenen Wünsche in ihn hineinzuprojizieren. Kein Fehler ist zu gering, um nicht etwas daraus lernen zu können, kein schlechtes Gewissen groß genug, um es nicht durch Einsicht zu bekämpfen.

cu

#2


A


Wisst ihr was Liebe ist? Woraus besteht Liebe?

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E
Liebe heißt ruhig genug sein, alles zu fühlen, was im Innern vorgeht, und sodann zu lernen, sich Empfindungen einzugestehen und sie zu akzeptieren.

#3


Nellwin
Das Problem ist,

das manche einfach nicht sehen wollen, dass Liebe eben nicht nur das ist was man fühlt, sich wünscht und erhofft, sondern Liebe auch das ist, was man tut.

Liebe drückt sich nicht nur über Gefühl aus, das vergessen die meisten und verlieren so den Blick für das Wesentliche und wissen einfach nicht richtig einzuschätzen, dass der Partner einiges einfach aus liebe für einen tut....

LG
Nellwin

x 1 #4


P
Der Beitrag ist von 2003 zunge raus strecken
Wo kramt man denn so einen alten Thread aus?

#5


Hey
Zitat von Nellwin:
Das Problem ist,

das manche einfach nicht sehen wollen, dass Liebe eben nicht nur das ist was man fühlt, sich wünscht und erhofft, sondern Liebe auch das ist, was man tut.

Liebe drückt sich nicht nur über Gefühl aus, das vergessen die meisten und verlieren so den Blick für das Wesentliche und wissen einfach nicht richtig einzuschätzen, dass der Partner einiges einfach aus liebe für einen tut....

LG
Nellwin


Stimme dir zu. Unreife Liebe wird oft auf die Glückseligkeit reduziert, die im eigenen Blutkreislauf rauscht, ohne das eigene System überhaupt zu verlassen oder einen Mehrwert für den Geliebten zu erschaffen. Dabei sind die eigenen Gefühle in erster Linie ein Mehrwert für seinen Besitzer. Ich finde auch, dass die Liebe sich in dem erweist, was man tut.

Liebe ist auch wie ein Magnetismus und ein Gefühl des Einsseins, aus dem ein heillos chaotischer, psycho-dynamischer Prozess entsteht und das Schicksal unaufhaltsam seinen Lauf nimmt. lustig

#6


N
Das Schenken von Fürsorge, Aufmerksamkeit, Zeit, aufrichtigem, herzlichem Gefühl und Verantwortung. Das Verzeihen von Fehlern sowie das Akzeptieren bei Verändungsbedürfnissen. Summe all dessen könnte man Liebe nennen. Liebe erwartet nichts, Liebe schenkt und das vom Herzen und Liebe lässt los zum Wohle des Geliebten.

#7


H
Zitat:
Liebe erwartet nichts


Davon ist hier im ganzen Forum aber weit und breit nichts zu lesen zunge raus strecken
Klar erwartet "Liebe" etwas...meistens sogar das Höchstmaß Glücklich
Wenns das nicht gibt, dann eben das höchste Strafmaß für den (ehemals) Geliebten Glücklich

#8


N
Ja Öhm, darum hab ich es hier rein geschrieben!

#9


G
Zitat von pretend:
Der Beitrag ist von 2003 zunge raus strecken
Wo kramt man denn so einen alten Thread aus?


Die Thematik ist nie alt.
Liebe ist heutzutage aktueller denn je.
Gerade in der Zeit der zunehmenden Gleichgültigkeit und der "Ellenbogentaktik".

Vielleicht möchte ich Liebe in zwei verschiedene Arten einteilen...
Die Liebe im allgemeinen... zum Leben, zur Natur, zur Umwelt, zur Familie und zu allem was das lebt und atmet.
Viele Menschen haben z.B. Haustiere, auch die "lieben" sie.
Auch die Liebe zu einem "gesundem" Selbst, möchte ich mit einordnen, sie ist Voraussetzung um auch alles andere zu sehen.

Und die Liebe zum Gefährten, der unser Innerstes mit uns teilt, unsere intimsten Gefühle und Gedanken. Dem wir auch körperlich und seelisch angehören und uns voll "öffnen".
Ich denke gerade um DIESE Liebe geht es in diesem Forum....
SIE ist die verletzlichste und schmerzhafteste.

Aller Liebe zur Grundlage ist für mich Respekt und Vertrauen, Akzeptanz und das Begreifen wollen des Gegenüber, oder mich umgebenden.
Ich kann lieben, wenn ich sehen kann, mit mir im Einklang bin und in mir ruhe. Dann sind meine Sinne und Augen für die "anderen" mich umgebenden Dinge geöffnet, klar und nicht getrübt.

Die Liebe zum Gefährten, zum Lebenspartner ist eine noch tiefere und emotionalere Art, meines Bewusstseins.
Sie wünscht oder "fordert" von mir, ein Arrangement, ein Geben und auch sie möchte ein "Nehmen".
Mir soll keiner erklären, wahre Liebe sei uneigennützig.
Gerade in einer Partnerschaft, sind oftmals Kompromisse, ein "Aufeinanderzugehen", ein Erkennen und Akzeptieren des anderen Sein erforderlich.
Jeder Mensch ist ein Individuum und auch ein Seelenpartner mag vielleicht so scheinen, als wenn er auf "dergleichen Welle" schwingt, wir empfinden es oft so, aber keiner ist gleich.
Das allein begründet sich durch Herkunft, Gesellschaft und Ansichten.
Wie man natürlich das Geben und Nehmen sieht, ist individuell.
Eine ausgewogene Balance ist gerade in einer "intimeren" Beziehung das Wichtigste. Man muss oder möchte es, ein Leben lang mit diesem Menschen verbringen.

Auch Streit und viel Reden gehört dazu...Kommunikation, Austausch, über alles was das Leben und Lieben betrifft.
In "jungen" (man verzeihe mir dieses Wort) Jahren, ist oft das "Körperliche" erstplaziert.
So mag es sein, man ist jung und voller Hormone. Gut so! Ich habe nicht dagegen...

Aber wie viele Partnerschaften trennen sich, wenn der "Alltag" mit Sorgen und Problemen lauert. Wenn Stress und z.B. Arbeitsplatzsorge, materieller Verlust und eventuell Krankheit drohen?
Dann erweist sich die sogenannte Liebe, die Verbundenheit und auch das einmal etwas mehr Geben, denn Nehmen.
Auch äußere Einflüsse verändern... Gesellschaft, Medien...Ansichten, materieller Ruhm u.ä.
Ist es dann noch der Mensch der "PASST", dem ich meine Innerstes zu eigen gab?
Ist es der Mensch der mich weiterhin versteht, begreift?
Der mit mir geht?

Ich könnte noch seitenweise "sinnieren" und doch hat jeder Mensch für sich SEINE Ansicht von der Liebe, so verschieden wie die Menschen, sind auch diese.

Ein Freund sandte mir einmal in einer sehr (für mich) schlimmen Lebenskrise, folgende Worte:
"Nur ohne dies geliebt zu werden und Liebe zu empfinden, sind wir am Ende innerlich tot.
Das heißt, Liebe gehört zum Leben, du brauchst es, jeder braucht es."

Er musste leider dieses Jahr gehen... aber seine "freundschaftliche" Liebe, bleibt immer in mir.

#10


N
Das Gefühl von Verliebtheit ist ein bio-chemischer Prozeß, der durch Anziehung und übermäßige Begeisterung im Körper ausgelöst wird. Dadurch sinkt der Seretoninspiegel, wir geraden in einen emotionalen Ausnahmezustand, die Schmerzgrenze ist höher. Dadurch besteht auch die Gefahr, sich zum Ideoten zu machen, wird die Liebe nicht erwiedert. Nach 24 bis 36 Monaten hat der Körper sich daran gewöhnt und die Liebesgefühle flachen ab. Dann kommt die Vernunft ins Spiel, die entscheidet über Fortbestehen oder Beendigung der Beziehung. Viele führen dann noch Jahren aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit die Beziehung weiter. Andere wiederum lieben dann wirklich und führen eine glückliche und harmonische Beziehung.

#11


H
Habe mich ja die letzten Tage auch intensiv mit dem Thema beschäftigt, einiges dazu gelesen und mit meinem eigenen Befinden verglichen. Ich unterscheide da nochmal die Phasen verknallt sein, verliebt sein und vertraut sein.

Verknallt:
- ich finde eine Person attraktiv und merke nach einigen Kontakten, dass wir auf einer Wellenlänge schwimmen
- trotzdem möchte ich mich möglichst nur von meinen besten Seiten zeigen
- bisher wurden meine Hoffnungen/Erwartungen in den Partner fast oder vollständig erfüllt

Verliebt:
- ich bin schon etwas länger in eine Person verknallt und trotz intensivem Kontakt schwimmen wir auf einer Wellenlänge und haben auch schon ein paar Höhen und Tiefen hinter uns
- ich spüre Gegenliebe und fühle mich dadurch in meinem Sein und Tun bestätigt (geht mir zumindest so, wäre manchmal schöner ich brauche dafür nur mich, aber der Grat zum Egomanen ist mir dann doch zu spitz)

Vertraut:
- die Schmetterlinge sind nicht mehr so häufig da, aber ich fühle tiefe Verbundenheit durch viele Erlebnisse und Situationen die wir durchlebt haben, fast wie ein Teil von mir
- ich fühle mich wohl und kann mich gefühlsmäßig völlig öffnen (nicht zu verwechseln mit gehenlassen)


...leider birgt die Vertrautheit das Risiko, dass man selbstzufrieden und träge wird und ganz ohne Schmetterlinge geht's nicht. ist zumindest meine Erfahrung nach einer Ehe, an deren Scheitern ich auch Mitschuld trage

#12


A


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