@Machiavelli Ich danke dir vielmals, dass du dir Zeit genommen hast für diesen langen Beitrag
👍 Finde das wahnsinnig interessant, was du da sagst und das du was Ähnliches durchmachst.
Zitat von Machiavelli: Ich habe oft Erfahrungen mit südländischen Frauen gemacht und verstehe dadurch sehr gut, dass manche Eigenschaften dieser Frauen sehr fesselnd sein können, wie zb das feurige Temperament. Nun, mein Blut ist selbst südländisch und daher habe ich ein paar typische Eigenschaften selbst, aber ich bin hier geboren und aufgewachsen und meine Mentalität geht auch eher in Richtung Autonomie und Gleichberechtigung und dennoch, (was paradox ist, das fällt mir jetzt gerade vermehrt auf, weil ich mich gerade sehr mit mir selbst auseinandersetze, da ich mich gerade von einer Frau getrennt habe, die meine Muster mal wieder bestens erfüllt hat, und ich mich frage warum), fühlte ich mich immer genau zu solchen Frauen hingezogen, die Schwierigkeiten damit haben, das zu akzeptieren, oder einfach anders sind als ich. Das möchte ich jetzt auch gar nicht auf die Kultur oder Herkunft der Damen schieben, manchmal war es schlicht und ergreifend auch einfach nur fehlendes Selbstvertrauen und dadurch Eifersüchtiges und Besitzergreifendes Verhalten, das gibt es in jeder Ethnie, nur waren es halt bei mir dann meist auch die südländischen Damen. Fehlendes Selbstvertrauen sehe ich bei deiner Herzdame, nach deinen Erzählungen, allerdings nicht.
Das ist fast schon lustig, weil mir auch schon der Gedanke kam, dass ich - wenn ich irgendwann mal soweit bin - auch wieder versuche, eine Südländerin kennenzulernen. Die Emotionen und das Temperament macht sich ja im Guten wie im Schlechten bemerkbar. Sehr angenehm und spannend, wenn sie gut gelaunt sind, aber auch schnell auf 180 und am streiten. Habe das Streiten aber echt nie als Gefahr wahrgenommen. Wusste nicht, dass das alles kleine Schritte auf dem Weg zur Trennung sind. Ich dachte mir halt, das hält die Flamme am Leben.
Aber bewusst wieder so eine ähnlich tickende Frau zu suchen, wird ohnehin nicht funktionieren. So einfach ist es leider nicht.
Zitat von Machiavelli: Ich sehe da eher, dass sie jetzt abgeschlossen hat mit dir und deswegen ist es ihr jetzt möglich, so ruhig und nett auf dich zu reagieren. Dieser Prozess hat wahrscheinlich begonnen, als du noch nicht mal daran gedacht hast und somit auch nichts davon gemerkt hast. Solange es die, wie von dir genannten „Kabbeleien“ gibt, ist dieser Prozess auch noch nicht abgeschlossen. Sobald es ruhiger wird und konsequenter, so wie bei deiner Lady jetzt und ihr Temperament nicht mehr zum Einsatz kommt, kannst du dir sicher sein, der Prozess ist beendet, sie hat abgeschlossen und aufgehört zu kämpfen. Das ist dann auch sehr wohl überlegt und oft dann auch Niet und Nagelfest, deswegen wollte ich dir erst schon schreiben, dass dein Versuch vor ihrer Tür mit großer Sicherheit nach hinten los geht, habe es dann aber gelassen, weil ich denke du brauchtest einfach nochmal einen ganz klaren Schlussstrich und hättest es so oder so getan.
Das macht leider sehr, sehr viel Sinn.Hätte ich das mal vorher gewusst. Sie war wirklich sehr ruhig, klar und vernünftig. Wenn ich ihr noch viel bedeuten würde, hätte sie sich vermutlich viel mehr aufgeregt

Was ich aber leider wirklich nicht verstehe - und am Donnerstag vergessen habe zu fragen - ist ihr Verhalten mir gegenüber in den Tagen und Wochen direkt vor der Trennung. Wir haben an dem letzten Wochenende viel Zeit zusammen verbracht, waren Frühstücken, Einkaufen und auf der Kirmes. Und sie schien extrem glücklich, hat meine Nähe gesucht, viel gelacht und über die Zukunftspläne gesprochen. Ich sollte sogar eine Mail bzgl. einer 3 Zimmer Wohnung abschicken. Die ganze Arbeitswoche haben wir uns dann nicht gesehen, 2 Ereignisse haben sie aber wohl ins Grübeln über ihre Zukunft gebracht. Und dann war am nächsten Samstag Schluss. Diesen Verlauf mit ihrer Zuneigung mir gegenüber noch kurz vor Schluss, da zerbreche ich mir den Kopf drüber. Das kann dich nicht geschauspielert gewesen sein. Aber jetzt kann ich sie nicht mehr danach fragen.
Zitat von Machiavelli: Jetzt beginnt bei dir aber was in deinem Kopf, was ich von mir selbst teilweise sehr gut kenne. Das passiert bei mir auch jetzt gerade wieder, nach meiner frischen Trennung. Ich fange an, die Frau in meinem Kopf zu idealisieren und die Fehler bei mir selbst zu suchen und habe Gedankengänge, wie: „Ich hätte ja dies und das anders machen können. Das wäre ihr zu liebe ja eigentlich gar nicht so schlimm, weil sie mir wichtig ist und wichtiger als dies und das. Das könnte ich locker hinten anstellen, damit sie zufrieden und glücklich ist und ich werde es dann auch sein.“
Das sind bei mir sogar fast die selben Dinge wie bei dir, außer das mit dem Geld. Bei uns liegt aber auch der Unterschied darin dass meine Ex Freundin nicht von mir verlangt hat, dass ich sie ständig einlade oder sowas. Oft wollte sie’s auch machen. Naja, hat mir nicht so wirklich gefallen, hab’s aber ab und an zugelassen, damit sie sich nicht komisch fühlt. Ansonsten: Ich hab’s einfach freiwillig und ohne Zwang gemacht und dadurch mit Freude. Wenn aber etwas gewissermaßen aus Zwang entsteht, mag es schon sein, dass man über Prinzipien nachdenkt, kann ich nicht genau beurteilen, da ich’s bisher selbst nicht erlebt habe.
Klingt echt sehr ähnlich wie bei mir...verrückt. Mir wurde auch schon Leuten in meinem Umfeld mitgeteilt, dass ich sie jetzt auf ein Podest hebe, obwohl ich vorher auch oft genug genervt von ihr war und über sie gemeckert habe. Hm, ist wahrscheinlich normal. Ich bin aber überzeugt, dass das eine ganz tolle Frau war, die ich zu wenig zu schätzen gewusst habe.
Zitat von Machiavelli: Gemeinsam haben wir allerdings, dass ich auch das ein oder andere Mal meine Freiheit brauchte und das zum Problem wurde. Zeit für Hobbies, Freunde, oder einfach mal allein sein, nach der Arbeit, ohne Input, entspannen, den eigenen Gedanken folgen können, reflektieren, Energie tanken.
Ich denke jetzt gerade auch: „hm, das könnte ich bestimmt ändern, mit ihr zusammen war’s ja auch schön und die Zeit mit ihr war angenehm und eigentlich wäre das voll in Ordnung“.
Aber das würde nur auf bestimmte Zeit funktionieren, dessen bin ich mir bewusst und ich glaube, das wäre bei dir genauso, denn am Ende kannst du den Wunsch nach Freiheit und Autonomie nicht abstellen. Dann wäre sie zufrieden, du aber unglücklich.
Und glaub mir, das würde passieren, denn du kannst deine Bedürfnisse nicht von jetzt auf gleich verändern.
Du bist jetzt davon überzeugt, weils dir ohne sie schlecht geht, du Liebeskummer hast, weil du diese Frau willst. Aber wenn du sie dann hast und deine Hormone wieder runterkommen, wirst du irgendwann wieder du selbst sein und deine Bedürfnisse kommen wieder durch.
Deine Bedürfnisse sind auch überhaupt nicht schlimm, völlig normal und okay. Ihre Bedürfnisse sind auch nicht schlimm und total okay. Sie passen nur auf Dauer leider nicht zusammen, denn du musst auch weiter denken und in der Zukunft, wird der Umgang mit dir höchstens nur noch fordernder und am Ende hast du all deine Prinzipien über Bord geworfen und bist nicht mehr du selbst, sondern hart ausgedrückt, die unglückliche Marionette deiner Frau.
Dieser Gedanke hilft mir gerade übrigens selbst, nicht wieder weich zu werden und mich in den Gedanken zu verlieren, es wäre meine Schuld und ich müsse mich für jemanden ändern.
Kann schon sein. Ich hätte es halt gerne noch etwas weiter herausgefunden, wie kompatibel wir sind.Alles nur auf sie ausrichten könnte ich auf Dauer sicher nicht. Aber mal versuchen, 100% in dieser Beziehung zu sein, mehr nette whatsapp Nachrichten zwischendurch, ein paar mehr Überrachungsaktionen oder Aufmerksamkeiten, 1-2 Tage mehr sehen, 1x pro Woche schön zum Essen einladen...und dann schauen, ob das nicht schon reicht. Denn das wäre schon möglich gewesen.
Zitat von Machiavelli: Es gibt unzählige tolle Frauen auf diesem Planeten, in jedem Land, in jedem Alter. Und sogar welche, mit denen wir wahrscheinlich vieel besser zusammen passen und uns am Ende nicht verbiegen müssen. Kompromisse sind immer okay, aber etwas ändern müssen, wonach man sich manchmal sehnt und was man für sich selbst braucht, sollte nicht sein.
Ich konzentriere mich jetzt erstmal auf mich, was mir gut tut, ohne Stress und Druck. Das Leben ist immer schön und lebenswert. Mit und ohne Partnerin. Ich weiß du hast jetzt Liebeskummer, du bist damit nicht allein, aber das wird vergehen. Und wenn du irgendwann eine tolle Frau triffst, dann vergleiche sie bitte nicht mit der jetzigen. Das wäre unfair.
Deswegen ist es wichtig, erstmal zu verarbeiten, darüber hinwegzukommen und sich nicht unter Druck zu setzen, weil man sich vielleicht einsam fühlt. Frauen sind ja keine Lochstopfer, sondern sollten einfach die Kirsche auf der Torte einer sowieso inneren Zufriedenheit sein.
Wahrscheinlich gibt es die, aber dass man gerade die dann zufällig demnächst im Supermarkt trifft und ins Gespräch kommt...das fällt mir schwer zu glauben. Werde jetzt auch erstmal längere Zeit niemand Neues kennenlernen, aber schön ist der Gedanke nicht. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, die würde ich gerne zu zweit geniessen.
Ich konnte eigentlich auch immer gut allein sein und mein Leben selbst füllen und gestalten. Aber das Gefühl, dass da jemand im Hintergrund ist, während ich gerade bei der Arbeit oder beim Sport bin, der auf mich wartet und mit dem ich den Tag oder die Woche planen kann, ich möchte das nicht mehr missen. Das macht es so schwierig.
Zitat von Machiavelli: Ich denke mit einer guten Frau an der Seite, mit der es wirklich passt und niemand sich verbiegen muss, hat man die beste Cheerleaderin, die einen Mann gerne supportet, aber sie sollte niemals die Retterin eines Mannes sein, die ihn davor bewahrt sich einsam zu fühlen oder ihn vor anderen inneren Unzufriedenheiten „retten“ muss/soll.
Jetzt hab ich echt übertrieben mit der Länge meines Textes. Ich hätte auch noch viel mehr dazu sagen können, aber das sollte definitiv reichen. Vielleicht hilft es dir, wenn du etwas von jemandem liest, der sich aktuell in manchen Punkten ähnlich fühlt wie du. Nicht exakt gleich, aber ähnlich.
Eine innrere Unzufriedenheit hatte ich eigentlich auch noch nie, dass verspüre ich in dieser krassen Form zum ersten mal. Das mir bspw. meine Hobbies allein ohne Frau an meiner Seite nicht mehr reichen. Ich denke, es ist das Alter und die Angst, allein alt zu werden.