Zu viele Verletzungen?

Kinis

6
1
Hallo,

ich heiße Daniel und bin 29 Jahre alt. Und ab nun wird Alles sehr kompliziert. Ich muss mir das mal Alles von der Seele schreiben. Bin ziemlich am Ende!

Zu meiner Geschichte:

Vor 3 1/2 Jahren habe ich meine Exfreundin kennengelernt in einer Abendschule. Wir waren beide sofort bis über beide Ohren verliebt. Sie hat zwei Kinder aus einer voherigen Beziehung. Nach 4 Wochen zogen wir zusammen. Ich hatte meine Wohnung eh schon gekündigt und meine neue "abgelehnt", weil wir beide die Einstellung haben "entweder es klappt oder halt nicht". Alles war gut. Mit ihren Kindern war es manchmal recht hart. Aber wir haben uns verstanden. Anfang 2012 sind wir in eine neue Wohnung gezogen. Ich war in einer anderen Abendklasse als sie. Dort lernte ich natürlich auch neue Leute kennen. Neue Freunde. Unter anderem auch eine andere Frau. Zu Anfang war Alles super. Freundschaft usw. Doch dann entwickelte sich mehr. Ich hatte mich verliebt und sie auch. Ich beendete die Beziehung mit meiner bisherigen Freundin (Mittlerweile Verlobten) im Juni 2012 und kam mit der "Neuen" zusammen. Und da beginnt das Debakel. Ich hatte Gefühle für die Neue, aber Liebe war nur für die Alte da. Ich trennte mich also von der neuen (Nach gut 2 Monaten) und ging wieder zu meiner Verlobten. Jedoch fehlte mir dann irgendwie das "Abenteuer" wieder. So wechslte ich entliche Male hin und her. War mal mit der Einen und mal mit der Anderen zusammen. Aber ich war nie wirklich glücklich. Immer vermisste dich die Andere. Dies hört sich jetzt hart an, aber es war die Hölle für mich! Nicht zu vergleichen mit dem Schmerz der Frauen, aber trotzdem sehr schwer. Ich wollte keine mehr verletzen. Hielt mich fern. Aber auch sie meldeten sich bei mir. Ich konnte einfach keine Entscheidung treffen. Ich dachte immer "Das ist jetzt deine Entscheidung und dabei bleibst du! ISt besser für ALLE!". Doch es ging nicht.

Mittlerweile ist die Phase zum Glück lang vorbei. Seit Ende letzten Jahres ist die "Neue" sowohl gefühlsmäßig, als auch vom Kontakt her gegessen. Doch es war viel zwischen mir und meiner Verlobten passiert. Wir wollten ende des Jahres (letztes Jahr) wieder zusammen ziehen. Doch ich habe einen Rückzieher gemacht. Wollte sie nicht verletzen, hatte Angst, ich könnte mir wieder Etwas mit ihr aufbauen. Daher, ich weiß ich war sehr dumm, hab ich sie verlassen und habe mir eine eigene Wohnung genommen. Im März und im Mai waren wir wieder kurz zusammen. Ihre Familie hält (verständlicher Wiese) Nichts mehr von mir und sagte, wenn sie mit mir zusammen kommt, ist sie für sie gestorben. Ich weiß schon seit Ende letzten Jahres, dass sie die Frau meines Lebens ist und ich nie wieder für ein dummes Abenteuer soetwas tun würde. Aber die Tatsache, dass ich "Schuld" am Kontaktabbruch zu ihrer Familie gewesen wäre, hat mich immer wieder zurück schrecken lassen. Seit Mai hatten wir keinen Kontakt mehr. Sie schickte mir meinen Verlobungring und sagte, es würde ihr unendlich weh tun, aber sie wolle nicht mehr weinen. Würde sich so wünschen, dass wir zusammen wären, aber sie könnte es nicht mehr ertragen. Sie würde mich gehen lassen.

Dies war Ende Mai. Es tat mir weh, so unendlich weh, aber ich dachte, damit tue ich ihr einen Gefallen. Ich sollte sie in Ruhe lassen und das tat ich. Bis zum Juni. Am 21. Juni hatte sie Geburtstag. Ich dachte "Egal, was war, es gehört sich, dass ich ihr wenigstens alles Gute wünsche" und schrieb ihr lediglich eine Glückwunsch-SmS. Da rissen auch meine "Wunden" wieder auf. Ich vermisste sie stärker als zuvor. Sie antwortete mir einen Tag später. Wir hatten vorsichtig Kontakt.
Eine Woche später war sie raus. Wir schrieben Nachts noch. Ich konnte nicht schlafen. Sagte, ich würde am Fenster stehen. Sie sagte, ich solle nicht mehr rausschauen, sie wäre schon wieder weg! Sie war bei mir vor der Tür (leicht angetrunken, nicht betrunken), aber traute sich nicht.
Nächsten Tag sagte sie, sie wüsste auch nicht, welcher Teufel sie da geritten hätte und sie würde nicht mehr daran denken wollen. Wir hatten weiterhin "normalen" aber schwachen Kontakt.

Letzte Woche Mittwoch schrieben wir wieder.Sie sagte mir, dass sie kein "uns" mehr sehen würde, diesen Schritt einfach nicht nochmal gehen könne. Wir schrieben viel. Sie sagte, es würde unglaublich weh tun, mir soetwas zu schreiben. Abends spassten wir dann rum. Sie schrieb, sie bestelle sich eine Pizza, ob ich auch eine wolle. Ich sagte ja. Sie war überrascht. Aber sagte ok. Ich fuhr zu ihr, wir redeten. Sie sagte wieder, dass es nicht mehr geht. Sie mich liebt, aber nicht mehr so wie früher. Und sie einfach keine Chance mehr sieht. Ich bin gefahren, sie sagte noch "Ich dachte, ich kriege wenigstens eine Umarmung". Die bekam sie dann auch.
Donnerstag waren wir zusammen einkaufen. Verbrachten ca 5 Stunden miteinander. Ohne irgendetwas Besonderes.
Freitag schrieben wir wieder. Freitag Abend ging sie mit Freunden raus. Ich war zum Grillen bei meinen Eltern. Nachts um 3 war ich zu Hause und schrieb ihr das. Sie las es und antwortete nicht. Ich fragte, warum sie nicht schreibt, wenn sie es schon liest. Hätte sie immer gemacht. Sie sagte, sie wolle jetzt nicht diskutieren und ein Wort ergab doch das Andere. Gegen 4 hörte ich Nichts mehr von ihr. Ich konnte nicht schlafen, wusste nicht, wo oder bei wem sei ist. Unterstellte ihr, sie ginge schlecht mit mir und würde mich wie Dreck behandeln. Und sie wäre bestimmt bei einem Anderen. Vormittags kam dann die Antwort, dass sie eingeschlafen wäre, aber sie sich bedanken würde, dass ich so von ihr denke. Und ich ihr die Entscheidung damit abgenommen hätte und es aus wäre. Ich schreib noch lange mit ihr. Wollte Abends vorbei kommen. Sie sagte, sie möchte mir zwar nicht in die Augen schauen, wenn sie mir das Herz bricht, aber ich könne ruhig kommen, wenn ich das unbedingt brauche. Wir redeten wieder viel. Sie hörte nur zu. Hatte ab und zu leicht Tränen in den Augen, sagte aber immer wieder, dass sie kein "uns" mehr sieht und es vorbei wäre. Wir nahmen uns in den Arm auf dem Balkon. Sie streichelte mir kurz den Rücken. Das war´s. Ich sagte ihr beim Abschied, dass wir vielleicht noch mal drüber nachdenken sollten und küsste sie auf die Stirn und ging.
Sonntag Mittag schrieben wir wieder. Sie sagte, sie hätte Jemanden kennengelernt, was aber Nichts mit unserer Situation zu tun hätte. Da wäre auch Nichts, er gäbe ihr nur ein schönes Gefühl. Ich bastelte ein riesen Herz mit einer entschuldigung und hängt es ihr draußen vor die Haustür. Sie schrieb, dass ich spinne und es richtig peinlich war, weil ihr Mutter zu Besuch war. Später sagte sie, dass sie einfach nur total überrascht war, aber sich auf eine Art und Weise gefreut hätte. Abends telefonierten wir wieder zwei Stunden. Ich luf sie morgens zum Frühstück ein und sie sagte "ok, aber ich will dich nicht verletzen oder dir zu viele Hoffnungen machen".
Montag war sie bei mir. Wir redeten viel. Ich öffnete ihr mein Herz. Machte ihr klar, wo meine Fehler waren und wie ich das heute Alles sehe. Und dass ich zu ihr stehen würde, egal was Andere sagen. Sie sagte wenig.
Dienstag hatte sie einen Termin beim Arbeitsamt. Es entschied sich, ob sie ihre Umschulung zur Steuerfachangestellten bekommen würde. Ich sagte morgens, dass ich mich noch mal hinläge. Fuhr aber schnell zum AA und wartete dort auf sie. Als sie kam, freute sie sich sehr. Sie bekam die Umschulung und sprang mir in die Arme. Wir fuhren erst zusammen Frühstücken und dann zu ihrem neuen Arbeitgeber zwecks der Unterzeichnung der Verträge etc. Redeten wieder zwischendurch, weil wir warten musste. Sie streichelte mir beim Gehen die Schulter. Ich drehte mich, so dass sie meinen Rücken streichelte. Sagte zu ihr "Das macht ja sonst keiner". Sie sagte, bei ihr würde es ja auch Niemand machen. Ich sagte, wir könnten es ja mal gegenseitig machen. Sie sagte ok, aber nur, wenn Niemand dabei einschläft. Wir verbrachten den Tag noch bis ca 14 uhr.
Gestern morgen schrieb sie mich an, dass sie schlecht geschlafen hätte. Ärger mit ihrem Exfreund (Vater der Kinder). Ich fragte, ob sie reden möge und sie fragte direkt, ob ich einen Kaffee für sie hätte, sie wäre in 20 min da. Wir verbrachten wieder den Tag zusammen, ich brachte sie um 14 Uhr zum kindergarten. Sie nahm mich wie immer in den Arm, kratze mir dabei über den Rücken (ich steh da so drauf), grinste und ging. Ich sagte, sie würde das zurück bekommen und sie sagte, sie würde auf meine Rache warten. Abends war sie in der Kneipe arbeiten. ich schrieb ihr vorher, dass ich ihr einen schönen Abend wünsche und sie schrieb nur "Danke schön, wünsche ich dir auch. Bis später".
Heute um 10 uhr habe ich erst wieder Etwas von ihr gehört. Sie fragte, was ich so machen würde. ich sagte ihr, dass ich im Moment nicht weiß, woran ich bin. Mal zeigt sie kaum Interesse und mal zerkratzt sie mir halb den Rücken. Und ich weiß nicht, wie ich das zu deuten habe. Sie schrieb, dass es wirklich momenten freundschaftlich ist und es ihr leid täte. Sie hätte da nicht drüber nachgedacht. Ich fragte sie, ob sie gern Gefühle zulassen würde, aber es nicht könnte? Sie sagte "Ich will momentan Nichts zu lassen". Ich fragte, ob ich Alles richtig mache. Oder ob es zu viel oder zu wenig ist. Sie sagte, dass ich Alles richtig und wenn es ihr zu viel wird, sage sie Bescheid. Aber ihr täte der Kontakt mit mir wirklich gut und sie möge es. Ich sagte, dass dies meinen Tag gerettet hätte und ich an sie danke. Sie meinte, sie müsse erstmal essen und sie würde sich später mal melden.

Das war in kurzen Worten, was mir so passiert ist. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe und ich weiß, dass ich sowohl sie, als auch die andere Frau unglaublich verletzt habe, nicht nur mich. Ich weiß, sie sollte gar nicht mehr mit mir reden und mich abgrundtief hassen! Aber sie sagt, dass kann sie nicht.

Lohnt es sich, um sie zu kämpfen? Ich renne auf und ab, gehe kaputt. Würde ihr am liebsten immer schreiben, aber will Nichts zerstören. Weiß nicht, was zu viel oder zu wenig ist. Weiß nicht, ob sie vielleicht nicht doch eine Hoffnung für uns sieht. Ich würde sie niemals mehr verlassen. Ich habe durch Krankheit und Verlust in meiner Familie gesehen, wie schnell Alles vorbei sein kann. Ich brauche kein "Abenteuer", wenn ich die Richtige an meiner Seite habe. Eine, die mir Halt und Kraft gibt und mich bei Allem unterstützt. Aber ich möchte auch für sie da sein. nur lässt sie mich nicht. Wir fahren am Samstag mit den Kindern zu meinen Eltern. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Vielleicht sieht mich nicht jeder von euch hier als das Monster, was man im ersten Moment vermuten könnte. Ich bereue Alles unglaublich! Habe mich zu 100000% für sie entschieden und würde sie für kein geld und keine Frau der Welt mehr verlassen. Aber ich weiß nicht, ob sie der Kampf lohnt oder ob es schon vorbei ist.


Liebe Grüße an euch und ich hoffe auf Rat von euch "Erfahrenen"

Daniel

11.07.2013 16:27 • #1


Kinis


6
1
Tut mir leid für den einen oder anderen Fehler, aber musste mir das Weinen verkneifen. Ich schreibe normaler Weise fehlerfrei Hoffe, dies stört euch jetzt nicht sooo

11.07.2013 16:36 • #2


Gast1

Na Hallo,

hast schei. gebaut, klar, aber wenn ich dich hier Lese, du Liebst diese Frau, Sie dich offentsichtlich auch.

Redet und laß Ihr Zeit, sei dir auch bewußt das zwei Kinder mit im "Spiel" sind, für Sie noch schwieriger Vertrauen dir gegenüber aufzubauen.
Auch dir muß klar sein was das bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, auch teilen, verzichten und " Abendwahnsinn" .
Kann aber auch ganz toll sein, dein Bild vom Leben verändern, auch mit viel Spaß und völlig neuen Erfahrungen.

Wünsch dir alles Gute,

LG

11.07.2013 17:08 • #3


Kinis


6
1
Danke dir. Ich habe bewusst die Kinder seit gut 7 Monaten gemieden, weil ich nicht mehr wollte, dass sie mit reingezogen werden. Das mit Samstag war mehr oder weniger ihre Idee bzw unsere gemeinsame.

Und das man ihre Liebe zu mir "offensichtlich" sieht, ist mir neu Vielleicht seh ich den Wald vor lauter Bäumen nicht, aber kannst du mir sagen, woran du das fest machst?

Lg Daniel

11.07.2013 17:12 • #4


Kinis


6
1
Ich bin´s noch mal Ich will eigentlich gar nicht schreiben. Aber einem fällt die Decke auf den Kopf. Was ist euer Gefühl? Woran macht man Liebe fest? Woran erkennt man Hoffnung? Wann kommt der Punkt, an dem man aufhören sollte zu glauben und zu hoffen und abschließen sollte? Lg

11.07.2013 18:57 • #5


KatzenKönigin

KatzenKönigin

138
1
20
Daniel,


sei mir nicht bös, aber Du solltest Dich bitte erstmal fragen was Dich so sicher macht, dass Du Dich nicht genau so wieder verhältst.

Woher weisst Du das?
Warum bist Du Dir so sicher?
Hast Du reflektiert was damals passiert ist und warum Du das getan hast?
Was hast Du an Dir ver- oder geändert?

Was an Sicherheit könntest Du ihr bieten, wenn sie erneut auf Dich zuginge?


Du hast ganz schöne Sch.eisse abgezogen. Mehrmals. Ich verstehe, dass sie Dir nicht mehr traut.
Leider sehe ich nicht, dass Du Dir darüber Gedanken gemacht hast warum all das passiert ist und wie Du das in Zukunft zu verhindern gedenkst.
Von daher ... versteh ich, dass sie sich das nicht nochmal geben will.
Exzurück ist immer harte Arbeit an sich selbst.

Aber vielleicht hab ich mich da auch versehen...


KatzenKönigin


P.S.: Willkommen im Forum.

11.07.2013 19:10 • #6


Kinis


6
1
Danke für deine offene Antwort

Und ja, ich habe Einiges eingesehen und verändert. Ich habe ihr unendlich weh getan. Dieses ständige Gefühl, den Menschen, den man liebt bei sich zu haben. Und jedes Mal ist die Angst und wohl auch die "Gewissheit" wieder größer, dass er wieder geht. Mit jedem Mal werden die Verletzungen tiefer!

Warum ich mir sicher bin, dies nicht wieder zu tun? Wie gesagt, hatte gesundheitliche Probleme und auch einen Trauerfall in der Familie. Die Zeit ist einfach zu kurz. Was wünsche ich mir? Wünsche ich mir "Freizeit" oder das "Abenteuer"? Nein, ich wünsche mir ein zu Hause. Einen PLatz bei einer Person, bei der ich mich wohl fühle. Geborgen. Jemand, der sowohl meine beste Freundin, als auch meine Partnerin ist. Jemand, der sich Gedanken um mich macht und einfach sieht, wenn es mir schlecht geht. Jemand, bei dem ich mich voll und ganz fallen lassen kann. Der, egal wie schlecht der Tag auch war, mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und genau dies hatte/habe ich bei ihr. Ich war nicht Herr meiner Sinne, habe Etwas gesucht, was ich eigentlich schon längst hatte. Hatte einfach Angst, den falschen Weg einzuschlagen. Wollte Rücksicht auf ihr Leben nehmen. Wollte nicht, dass sie den Kontakt mit ihrer Familie verliert.

Heute weiß ich, dass es darauf gar nicht an kommt. Sie war mit mir zusammen und ich mit ihr. Was andere Leute darüber denken, ist total egal. Denn mit ihnen verbringt man nicht sein Leben! Ich will ihr Halt geben. Will der Grund sein, warum sie morgens lächelt, wenn sie die Augen auf macht und der Grund dafür, dass sie Abends in aller Ruhe ihre Augen schließen kann. Will für sie und die Kinder da sein. Will mit den Dreien durch alle Schwierigkeiten gehen und mit ihnen zusammen wachsen und eine Familie sein.

Manchmal braucht man schwerwiegende und einschneidende Erlebnisse im Leben, um endlich die Augen zu öffnen!

11.07.2013 19:19 • #7




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag