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Zurück mit der ersten Liebe und doch Liebeskummer

KessRose

KessRose

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Ich brauche echt euren Rat :/

Vor 4 Jahren:
Ich war zusammen mit der Liebe meines Lebens (nennen wir ihn John) (wie junge erste Liebe nun mal so ist)
Wir waren bereits 1 Jahr zusammen, als wir zusammengezogen sind (noch als Teenager). Bis dahin hatten wir beide eine eher schwierige Kindheit. Ich hatte sowieso immer große Schwierigkeiten mich jemandem emotional zu öffnen, aber als ich dann mit ihm zusammen wohnte, habe ich endlich aufatmen können und war nicht länger unter Druck: Tadaaa ich bekam tiefe, starke Depressionen.
Ihr müsst wissen, er war fast schon perfekt: klar war er manchmal faul und unordentlich, aber er war auch sehr intelligent und immer für mich da, sehr zuvorkommend, Empathievoll und hatte immer guten Rat auf Lager. Unsere Beziehung verlief ohne Streit und ohne Respektlosigkeit. Bei Meinungsverschiedenheiten haben wir zwar diskutiert, aber wir wurden nie laut und wir haben alles mit liebe geregelt. Wir galten als das vorzeige paar schlechthin und er hat mir sogar einen Heiratsantrag gemacht.
Aber meine Depression war so schwer und anstrengend, dass es für ihn auch zu viel wurde. Irgendwann war keine Liebe mehr da und kurz danach hat er mit mir Schluss gemacht.
Das war der letzte Strohhalm der für mich gerissen ist damals und nach dem Versuch mich selbst umzubringen, in unserer Wohnung aus der er damals schon ausgezogen war, bin ich für 3 Monate in der PsychoKlinik gelandet.
Ich denke, weil wir beide so jung waren konnten wir nicht gut mit dieser Krankheit umgehen. Er hat sich nie wieder gemeldet, weil er dann eine andere Freundin hatte (nennen wir sie Lola) und ich war einfach nur am Boden und erst am Anfang meiner therapeutischen Behandlung die 3 Jahre andauern sollte.

Zuerst hatte ich den typischen ersten Liebeskummer. Danach hatte ich Jungs als Ablenkung. Irgendwann gings mir besser, weshalb ich mich Bildungstechnisch weiterentwickeln konnte.
Hatte zwischendurch zwei kurze Beziehungen, die wirklich schön waren (beide Männer waren wundervoll, aber es hat einfach nicht geklickt wenn ihr versteht was ich meine). Die eine beendete ich im guten, die andere beendete er auch im guten.
Ich bin nach Berlin gezogen und hab mein Studium angefangen, als ich eine Nachricht von meinem ersten Ex bekomme.

4 Jahre später:
Ich bekomme also eine Nachricht (meine Nummer ist seit 6 Jahren die selbe) von John. Er möchte sich entschuldigen für das was alles so passiert ist, für das was er damals falsch gemacht hat, er fühlt sich gar nicht gut und merkt dadurch, dass er mich anders behandelt hätte, jetzt wo er älter und erfahrener ist. Mein erster Instinkt war: hat deine Freundin Schluss gemacht? Aber natürlich habe ich ihn erzählen lassen.
Er war mit dieser Lola 4 Jahre zusammen. Sie muss echt anstrengend gewesen sein, aber er ist für sie geblieben weil er Angst hatte auch noch sie alleine zu lassen. Wollte den Fehler nicht 2 mal machen. Nach 2 anstrengenden Jahren ging es ihr besser aber ihm nun schlechter (ich weiß, sehr viele Leute mit sehr vielen psychologischen Problemen). Anstatt dass sie für ihn da ist, verlässt sie ihn. Davor aber betrügt sie ihn mit einem gemeinsamen Freund.
Dann haben sie es nochmal versucht und sie betrügt ihn wieder, aber diesmal im selben Raum (während er so tut als würde er schlafen), mit seinem besten Freund, der auch noch sein Arbeitskollege ist.
Er hatte sich mehrere Monate so isoliert, dass er keine Freunde mehr hatte.
Ich wurde also für die nächsten 3 Monate sein einziger Kontakt der ihm zuhört und für ihn da ist (auch wenn es per Handy ist weil er ja eigentlich in Bayern wohnt).
Irgendwann, haben wir uns getroffen. An diesem Wochenende kam dieser plötzliche lockdown (wegen corona) also verbrachte ich tatsächlich länger als beabsichtigt meine Nächte bei ihm.
Wir waren nervös aber irgendwie auch sehr vertraut. Ich wollte eigentlich nur für ihn da sein, weil ich weiß wie sehr man einen vertrauten Menschen braucht wenn es einem schlecht geht. Aber es entwickelte sich auf natürliche, harmonische Weise viel mehr.

Seit ich weiß dass ich ihn liebe, geht es mir gar nicht mehr so gut. Ich genieße die Zeit mit ihm, er macht - wie ich es so schon von ihm kannte - nichts falsch, macht mich glücklich, zeigt mir liebe und Zuneigung. Er ist ein echt guter Freund und versucht auch echt ein guter zu sein. Aber ich fühle mich so unsicher wie bei sonst keinem bisher. Irgendwie bin ich die ganze Zeit auf Ablehnung vorbereitet. Mein Misstrauen ist größer als sonst, obwohl ich doch sehr vertraut mit ihm bin, aber ich habe größere Angst vor Ablehnung und Angst ihm meine negativen Gefühle zu zeigen.
Wenn ich an ihn denke fühlt es sich nicht nur an wie liebe sondern auch wie Liebeskummer. Bittersüß.
Es könnte alles echt schön sein und logisch gesehen ist das auch möglich. Aber ich bin nicht so glücklich, manchmal sogar sehr traurig dabei scheint es keinen richtigen Grund zu geben.
Das nervt mich echt, weil ich es bisher sehr gut geschafft habe, emotional stabil zu sein.

Ich weiß nicht was ich denken soll

02.10.2020 21:36 • #1


AaronB


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Meine Meinung dazu:

1. Du solltest ernsthaft eine Therapie in Betracht ziehen.
2. Zu ihm: wer sich einige Monate zurückzieht und danach keine Freunde mehr hat, der hatte vorher schon keine.
3. Glück muss man auch aushalten können, das wäre ein gutes Thema für 1.

02.10.2020 22:00 • x 2 #2



Zurück mit der ersten Liebe und doch Liebeskummer

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fitzgerald71


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Das klingt alles nicht gesund, Ich kann mich da meinem Vorredner nur anschliesssen,

Versuche mal über Dich nachzudenken.

02.10.2020 22:23 • x 1 #3


KessRose

KessRose


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Irgendwie fühlt sich das wirklich vergiftet an...
wird Zeit mal wieder meinen Therapeuten anzuklingeln

02.10.2020 22:39 • #4




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