Mendacium
Gast
ich bin eine, die zwanghaft lügt. Seit nunmehr sicherlich 20 Jahren.
Neben einer sehr großen Lebenslüge, die sowohl meine Eltern als auch meinen Mann betreffen und die ich als Jugendliche konstruiert habe, sind es immer mal wieder Lügen, die sich fast tagtäglich in meinen Alltag schleihen.
Ich wollte schon dreimal eine Therapie beginnen, aber der erste Therapeut hat mich abgelehnt (er behandelt "solche" Fälle nicht), den zweiten fand ich extrem unsympathisch und der dritte (wo ich gerne geblieben wäre) hat mich abgelehnt mit der Begründung, er würde überwiegend Gruppentherapie machen und dafür sei ich nicht geeignet.
Dass ich jeweils monatelang auf die Termine gewartet habe, erübrigt sich, glaube ich, zu sagen.
Seit über 3 Jahren suche ich nun Hilfe und finde keine.
Wohin kann ich mich noch wenden?
Ich lüge mehrmals pro Woche. Meist fällt es nicht auf, also besteht mein Leidensdruck darin, dass ich einfach nicht mehr so sein will. Ich will das nicht mehr. Aber noch ehe ich es mich versehe, spreche ich eine Lüge aus. Auch Leuten gegenüber, die mir auf emotionaler Ebene gar nicht bedeuten. um mich interessant zu machen und Anerkennung zu bekommen.
Ich WEIß dabei sogar sicher, dass diese Leute mich auch ohne diesen Klimbim gut finden würden. Trotz dem erwische ich mich dabei wie ich was erzähle um NOCH spannender zu wirken.
Niemand ahnt etwas davon. Niemand.
Die Lebenslüge aus meiner Jugend ist so krass, dass es für mich ausgeschlossen ist, die jemals zurückzunehmen, die wird mich bis ins Grab begleiten
Aber ich möchte gerne anders leben. Jetzt. Und ich finde niemanden, der mir hilft. Was soll ich nun nochmal 8 Monate auf einen Termin warten?!
Hat jemand noch eine Idee, bitte?