allegra
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Nach 25 Jahren Ehe habe ich mich von meinem Mann getrennt. Die Trennung war schmerzhaft für mich. Begleitet von Beleidigungen und Anfeindungen meines Mannes. Ich verspürte Angst und war am Ende ein Wrack. Ausgezogen in meine neue Wohnung war ich federleicht am Herzen und konnte mein Glück nicht fassen.
Ich war glücklich aber einsam. Die Trennung dauerte zwei Jahre. Dann starb meine Mutter und ich kam mit meinem Ex wieder in Kontakt. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Die Trauer um meine Mama hat mir den Verstand geraubt. Am Anfang war es sogar schön. Er Ist tatsächlich anders geworden. Den Spruch Menschen ändern sich nicht habe ich außer Acht gelassen. Dazu kommt, dass ich wieder das Gefühl hatte, geliebt zu werden. Aus heutiger Sicht, war es die Einsamkeit und Angst alleine zu sterben, die mich zu ihm geführt hat. Heute bin ich an dem gleichen Punkt wie vor der ersten Trennung. Mit dem Unterschied, dass ich immer noch meine eigene Wohnung habe und finanziell total unabhängig bin. Aber emotional befinde ich mich in der gleichen Sackgasse wie damals. Man könnte sagen, ich musste nur das wiederholen, was ich schon damals gemacht habe. Nur dieses Mal ist es anders. Mein Mann versichert mir, dass er mit mir zusammen sein möchte, Ist aber wie früher. aufbrausend, launisch, schreit wenn es Ihm passt, das volle Programm einer unglücklichen Ehe. Gespräche diesbezüglich lehnte ab beziehungsweise, es macht alles nur noch schlimmer. Ich weiß, dass jeder Tag mit ihm ein verlorener Tag ist. Trotzdem stecke ich mitten drin in einer Hoffnung und Abhängigkeit. Wie blöd bin ich denn.
Vielen Dank fürs Lesen
allegra