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Zwischen Ich liebe dich im Oktober und neuem Partner

A
Zitat von mibed:
Ich finde es moralisch nicht in Ordnung mich immer um Hilfe zu rufen wenn es ihr mal nicht gut geht

Wen hätte sie den rufen sollen?

Aber wenn das ein Problem ist, wird es ja in Zukunft bald weniger.

x 2 #31


alleswirdbesser
Zitat von mibed:
nicht in Ordnung mich immer um Hilfe zu rufen wenn es ihr mal nicht gut geht, zu heulen weil ich ausziehe und zu behaupten das es jetzt alles real wird, das ich schon so oft einspringen musste um mich um das Kind zusätzlich kümmern zu müssen obwohl ich selber von der Kapazität her sehr ausgelastet bin.

Was wäre denn in deinen Augen angemessen? Auf deine Hilfe zu verzichten, obwohl du der Vater des Kindes bist? Du bist diesbezüglich noch der erste Ansprechpartner, ihr seid Eltern

x 2 #32


A


Zwischen Ich liebe dich im Oktober und neuem Partner

x 3


Harry_50
Zitat von Akelei76:
Wen hätte sie den rufen sollen?

Das ist in solch einer Situation eigentlich nicht schwer. Hilfe kommt vor EGO.

x 1 #33


GreenTara
Es kommt ja auch darauf, welche Hilfe die Frau erwartet. Der TE ist nicht ihr Therapeut, und einen anderen Partner hat sie auch. Wenn sie Unterstützung wegen des gemeinsamen Kindes benötigt, ist er schon der Ansprechpartner.

x 2 #34


Harry_50
Zitat von alleswirdbesser:
Was wäre denn in deinen Augen angemessen? Auf deine Hilfe zu verzichten, obwohl du der Vater des Kindes bist? Du bist diesbezüglich noch der erste Ansprechpartner, ihr seid Eltern

Genauso sieht es aus. Ich stelle mir das gerade bei einem Verkehrsunfall vor. Die/der hat mich verlassen. Dafür bin ich nicht zuständig. Da wird einfach ohne Ansehen der Person geholfen und gut ist. Kann auch eine Brücke bauen.

x 2 #35


alleswirdbesser
Zitat von GreenTara:
Es kommt ja auch darauf, welche Hilfe die Frau erwartet. Der TE ist nicht ihr Therapeut, und einen anderen Partner hat sie auch. Wenn sie ...

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie den anderen Mann eventuell gerade kennengelernt Anfang des Jahres. Partner wäre da noch zu großes Wort, man ist sich noch recht fremd. Und wenn der TE nicht ablehnt, sondern hilft (einkaufen? Haushalt? Kind?), dann nimmt sie das dankbar an. So habe ich es zumindest verstanden. Er hätte ja ablehnen können. Für solche Hilfe erwartet man doch keine Gegenleistung?
Klar, ich sehe schon, dass er sich ausgenützt fühlt, weil sie damals schon den anderen Mann getroffen (?) hatte, aber da war dieser Mann wahrscheinlich noch nicht in der Position sie zu unterstützen. Aber ich verstehe schon, dass es im Nachhinein weh tut, weil man sich noch Hoffnungen gemacht hat. Das ist das Problem mit der Hoffnung.

x 2 #36


M
Zitat von Akelei76:
Wen hätte sie den rufen sollen?


Zitat von alleswirdbesser:
Was wäre denn in deinen Augen angemessen? Auf deine Hilfe zu verzichten, obwohl du der Vater des Kindes bist? Du bist diesbezüglich noch der erste Ansprechpartner, ihr seid Eltern


Zitat von GreenTara:
Wenn sie Unterstützung wegen des gemeinsamen Kindes benötigt, ist er schon der Ansprechpartner.


Zitat von alleswirdbesser:
Partner wäre da noch zu großes Wort, man ist sich noch recht fremd. Und wenn der TE nicht ablehnt, sondern hilft (einkaufen? Haushalt? Kind?),

Ich glaube ich werde missverstanden. Das ich für mein Kind da bist ist meine oberste Priorität! Ohne wenn und aber! Es kommt mir aber schon Recht lange so vor als würde das Kind vorgeschoben werden um am ende selber davon zu profitieren. Sie weiss ganz genau das sobald sie sagt "ich brauche Hilfe wegen (bitte Name einsetzten)" das ich alles in Bewegung setzte um auch die Rolle, die ich mehr als ernst nehme, auch bestmöglich zu bewältigen.

Das ist keine Rechtfertigung! Es ist auch gerade nicht leicht da wir hier auch einfach keine Familie haben und wirklich nur auf uns gestellt sind.
Ich bin aber auch gerade in der Pflicht zu lernen für die Ausbildung, selber irgendwie runter zu kommen und an mir arbeiten mit dem Schlag der Beziehung endlich klar zu kommen.

Es ist absolut richtig das wenn etwas ist, ich der jene welche bin der für mein Kind da ist, nicht der andere. Andersherum wäre es schließlich genauso.

Es geht auch nicht speziell um den Unfall denn das war mein Bedürfnis für die Familie da zu sein.

Es geht mir ganz und gar um das Prinzip mich (unwissend) glauben zu lassen das wir nach und nach gut harmonieren und eine gewisse Chemie im Raum steht.

Eine Art der Gegenleistung habe ich auch nicht erwartet denn was ich mache, mache ich aus Leidenschaft zu der Familie.
Mich aber zu belasten um sich zu entlasten war mit Sicherheit kein böser Wille von ihr. Das habe ich leider auch immer als Pflicht gesehen da sie mir schon oft genug gesagt hat das ich sie kaputt gemacht hab. Eine Art wieder gut machung.

Offenbar wissen wir das der Ursprung mit unter woanders liegt und das es wahrscheinlich durch andere Ereignisse eh zu diesem Dilemma gekommen wäre.


Eine Familie hatte ich leider nie. Von daher sind beide unabhängig von ihrem Status die wichtigsten Personen für mich, auch wenn ich es ab jetzt nur noch meiner kleinen Prinzessin so wirklich zeigen kann.

#37


A
Zitat von mibed:

Es ist absolut richtig das wenn etwas ist, ich der jene welche bin der für mein Kind da ist, nicht der andere.

Wie würdest du in prozentualen Anteilen die Verteilung der Carearbeit für deine Tochter zwischen dir und deiner Ex vornehmen?

x 1 #38


M
Zitat von Akelei76:
Verteilung der Carearbeit für deine Tochter

Auf Grund meiner Schichtdienste ist es manchmal garnicht so leicht die 50/50 einzuhalten. Es gibt aber Monate (wie diesen hier) wo die Rechnung perfekt aufgeht und sie jeweils eine Woche bei mir und die andere bei ihr ist. Es gibt aber auch Monate wo sie tendenziell mehr bei mir ist aber auch bei ihr. Das richtet sich leider sehr stark nach meinem Dienst. Wenn ich Frühschicht hab kann ich sie nicht in die Kita bringen / bei spät nicht abholen. Aber auch da gab es immer ne Einigung. Glücklicherweise kann ich mit meinem Arbeitgeber gut kommunizieren. Ich gehe auch deshalb mit den Arbeitsstunden runter um das noch besser ausbalancieren zu können.

Mir ist es wichtig das unsere Tochter ein Bezug zu beiden Eltern hat. Auch wenn ich und auch andere den anschein haben das sie sich tendenziell gerade etwas sicherer bei mir fühlt.

Ist aber auch logisch da unsere Tochter die hoch Empathie ihrer Mutter vererbt bekommen hat. Allerdings auch mein Humor und die Dreistigkeit 😄.

x 2 #39


M
Zitat von Akelei76:
deine Tochter


Zitat von Akelei76:
und deiner Ex

Ich muss noch was ergänzen. Es geht mir primär darum um zu verstehen warum es überhaupt soweit kommen konnte. Ich weiß, der verlassene hat immer die A-Karte und ist der der mehr am leiden ist.
Auch wenn ich mir wünschen würde eines Morgens aus dem Schlaf aufzuwachen und festzustellen das es nur ein Albtraum war. Meine Ex ist kein böser Mensch! Beide Parteien kämpfen darum unserer Tochter das zu geben was wir nicht hatten. Sie in der Mutter Rolle = ihre Mutter trieb sie in die Abhängigkeit, meiner war ich schlichtweg egal und wurde ebenfalls ständig als ein Problemkind dargestellt.
Meine Rolle als Vater = ihr Vater zog als sie sehr klein war fast 800 Kilometer weit weg, meinen durfte ich anfangs nur am Wochenende alle zwei Wochen sehen und später garnicht mehr.

Ich glaube das ist auch mehr oder weniger ein ausschlaggebender Grund für ihre Flucht in ein sicheres Netz. Bei mir der innerliche Wunsch nach Zusammenhalt / Familienglück und dem gemeinsamen alt werden, auch nach diesen harten Kampf den wir geführt haben.

Ich fand die Metapher großartig mit dem gebrochenen arm denn das hatte sie mir vor einiger Zeit ebenfalls gesagt. Sie glaubte echt das sie mir nochmal Vertrauen könne und sah den Prozess.

Umso mehr es hätte klappen können, da wir einander mehr verstanden haben, desto schlechter ging es ihr. Sie zog sich mit jedem weiteren Entwicklungsschritt den ich machte immer weiter zurück, bekam mehr Panik, zog sich zurück, überforderte sie und ihr System.

Die Begründung das sie Angst hatte vor mir weil sie nicht wüsste was passiert wenn sie sich trennt, ist nur die Halbwahrheit. Die Chats und die Worte die wir uns immer sagten, waren Tage vor der Trennung noch ne ganz andere Sprache. Emotionen, Unterstützung, rückhalt und echte Liebe. Selbst Monate nach der Trennung bedauerten wir das es soweit gekommen ist (trotz neuer Beziehung).

Ich akzeptiere die Distanz die sich in den letzten Wochen ergeben haben. Ich verstehe nur nicht wie zwei Menschen sich gegenseitig so viel liebe zeigen konnten, daran gearbeitet haben, sich entwickelt haben, ein sicheres Umfeld für unsere Tochter geboten haben, als sehr starkes Team zusammen gehalten haben und denn Schluss.

Sind das mit unter gründe bezüglich der kPTBS ? Kann das echt so schnell kippen ? Denkt sie irgendwann wieder an den Mann der aus seinen Fehlern lernte und wir alles dafür getan haben das wir die Basis haben gemeinsam alt zu werden ?

#40


PapaInWarteschl
Zitat von mibed:
Mir ist es wichtig das unsere Tochter ein Bezug zu beiden Eltern hat. Auch wenn ich und auch andere den anschein haben das sie sich tendenziell gerade etwas sicherer bei mir fühlt.

Das kann aber auch immer irgendwie emotional gefärbt sein, diese Wahrnehmung. Super ist wirklich, dass ihr versucht ein 50/50 hinzubekommen, wenn auch mal mit Abweichungen. Am Ende steht, wie du sagst, das Kind im Mittelpunkt. Das heißt nicht, dass ihr euch als Menschen selbst verlieren sollt, denn niemand ist nur Mama oder Papa, aber dass ihr eure Energie da richtig nutzt.

Zitat von mibed:
Umso mehr es hätte klappen können, da wir einander mehr verstanden haben, desto schlechter ging es ihr. Sie zog sich mit jedem weiteren Entwicklungsschritt den ich machte immer weiter zurück, bekam mehr Panik, zog sich zurück, überforderte sie und ihr System.

Ich glaube, dass es an dem Punkt sehr vielschichtig wurde, gerade auch mit ihrer Geschichte dahinter. Je verbindlicher etwas wird, gerade dann auch als Familie, desto stärker natürlich auch irgendwo der Druck. Und du beschreibst ja, dass sie damit eigentlich große Probleme hat bzw. generell schwere Probleme in der Vergangenheit hat.
Unbewusst kann auch von deiner Seite sogar noch mehr Druck gekommen sein, wenn du sehr harmoniebedürftig bist. Ich kenne das von mir selbst, ich bin absoluter Harmoniemensch und versuche manchmal unbewusst, Probleme wegzureden oder nicht passend anzugehen, bis sie mir wieder ins Gesicht springen.
Vielleicht habt ihr ineinander auch ein wenig selbst die Eltern gesucht, die ihr so nie hattet. Und dann kommt ein Kind und ihr wollt/müsst es besser machen als das, was ihr erlebt habt.
Dazu dann eben Verletzungen durch dich (auch da danke an die Arm-Metapher) und man hat ein extrem fragiles Konstrukt.

Abgesehen davon: Wir haben doch einige Parallelen zueinander (abgesehen von meiner Kindheit, die glücklicherweise gut war) und man merkt, dass man nicht alleine ist. Ich kann dir leider von keinem Happy End oder so berichten, da bei mir ja auch noch aktuell, aber ich glaube daran, dass wir selbst wachsen werden, eine bessere Version von uns werden - fürs Kind, aber auch für uns selbst.

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A


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