Zitat von mibed: Mir ist es wichtig das unsere Tochter ein Bezug zu beiden Eltern hat. Auch wenn ich und auch andere den anschein haben das sie sich tendenziell gerade etwas sicherer bei mir fühlt.
Das kann aber auch immer irgendwie emotional gefärbt sein, diese Wahrnehmung. Super ist wirklich, dass ihr versucht ein 50/50 hinzubekommen, wenn auch mal mit Abweichungen. Am Ende steht, wie du sagst, das Kind im Mittelpunkt. Das heißt nicht, dass ihr euch als Menschen selbst verlieren sollt, denn niemand ist nur Mama oder Papa, aber dass ihr eure Energie da richtig nutzt.
Zitat von mibed: Umso mehr es hätte klappen können, da wir einander mehr verstanden haben, desto schlechter ging es ihr. Sie zog sich mit jedem weiteren Entwicklungsschritt den ich machte immer weiter zurück, bekam mehr Panik, zog sich zurück, überforderte sie und ihr System.
Ich glaube, dass es an dem Punkt sehr vielschichtig wurde, gerade auch mit ihrer Geschichte dahinter. Je verbindlicher etwas wird, gerade dann auch als Familie, desto stärker natürlich auch irgendwo der Druck. Und du beschreibst ja, dass sie damit eigentlich große Probleme hat bzw. generell schwere Probleme in der Vergangenheit hat.
Unbewusst kann auch von deiner Seite sogar noch mehr Druck gekommen sein, wenn du sehr harmoniebedürftig bist. Ich kenne das von mir selbst, ich bin absoluter Harmoniemensch und versuche manchmal unbewusst, Probleme wegzureden oder nicht passend anzugehen, bis sie mir wieder ins Gesicht springen.
Vielleicht habt ihr ineinander auch ein wenig selbst die Eltern gesucht, die ihr so nie hattet. Und dann kommt ein Kind und ihr wollt/müsst es besser machen als das, was ihr erlebt habt.
Dazu dann eben Verletzungen durch dich (auch da danke an die Arm-Metapher) und man hat ein extrem fragiles Konstrukt.
Abgesehen davon: Wir haben doch einige Parallelen zueinander (abgesehen von meiner Kindheit, die glücklicherweise gut war) und man merkt, dass man nicht alleine ist. Ich kann dir leider von keinem Happy End oder so berichten, da bei mir ja auch noch aktuell, aber ich glaube daran, dass wir selbst wachsen werden, eine bessere Version von uns werden - fürs Kind, aber auch für uns selbst.