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Zwischen Liebe, Eifersucht und heftigem Kontakt

S
Es ist nicht leicht ein Thema zu eröffnen, wo der Andere nicht mitwirken kann.
Ich versuche deshalb es hier fair zu beschreiben.

Wir kommunizieren durchaus miteinander, auch über schwierige Themen. Ich habe ihn mehrfach gefragt, was ihn verletzt, wie er bestimmte Situationen wahrnimmt und was er sich von mir wünscht.
Mir ist dabei wichtig, nicht nur meine eigene Sicht darzustellen. Wenn er hier selbst schreiben würde, würde er manche Situationen sicherlich anders schildern und auch erklären können, warum ihn bestimmte Dinge verletzt oder verunsichert haben. Und ich möchte seine Perspektive nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
Wir haben beide unsere Vorgeschichte, unsere Empfindlichkeiten und sicherlich auch Fehler gemacht. Es gab zwischen uns durchaus Gespräche, in denen wir einander verstanden und Lösungen gefunden haben.
Was mir Schwierigkeiten bereitet, ist nicht grundsätzlich fehlende Kommunikation, sondern dass manche Konflikte unverhältnismäßig eskalieren. Dann wird es schwer, überhaupt noch sachlich miteinander zu sprechen.
Ich möchte verstehen, was bei diesen Wechseln passiert und ob wir lernen können, anders damit umzugehen. Dabei geht es mir nicht darum, sein Verhalten zu entschuldigen oder die Verantwortung einseitig bei ihm abzuladen. Beschimpfungen und Drohungen sind für mich trotzdem eine klare Grenze. Das weiß er und als wir mal darüber sprachen, ob ich mich körperlich trotz seiner Wut sicher fühlte, konnte ich das mit ja beantworten und er hat gesagt, dass er mir nicht körperlich weh tun würde. Es geht um seine Wut, Aggression, die er verbal raus lässt und mich dann abwertet. Was ich nicht verstehe, weil er sonst kein Problem hat sich adäquat zu artikulieren.

• #16


A
Zitat von SusanRex:
Mir geht es nicht darum, meinen Partner schlechtzumachen oder eine Ferndiagnose zu bekommen. Ich möchte die Dynamik besser verstehen und herausfinden, was ein gesunder Umgang damit wäre

Also weiterhin mit einem psychisch Ungesunden eine Beziehung führen, anstatt der Wahrheit ins Auge zu sehen um dich zu schützen? Na denn, gutes Gelingen. Der einzige gesunde Umgang mit diesem Menschen bist du nicht bereit, zu realisieren.

• x 1 #17


A


Zwischen Liebe, Eifersucht und heftigem Kontakt

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Heffalump
Zitat von SusanRex:
sondern dass manche Konflikte unverhältnismäßig eskalieren


In der Kennenlernphase gibt es sowas nicht, da hängt der Himmel voller Geigen.

• x 3 #18


S
Ich möchte meinen Partner hier ausdrücklich nicht als psychisch erkrankt darstellen. Dafür müsste es zunächst eine fachliche Diagnose geben, und eine solche liegt mir nicht vor.
Mir geht es vielmehr darum, unsere Beziehungsdynamik zu verstehen. Was löse ich möglicherweise durch bestimmte Aussagen oder Verhaltensweisen bei ihm aus? Welche Erfahrungen, Erwartungen oder Unsicherheiten könnten dabei eine Rolle spielen? Und welchen Anteil habe ich selbst an unseren Konflikten?
Ich möchte dabei auch seine Perspektive berücksichtigen und nicht so tun, als würde ich grundsätzlich alles richtig machen.
Gleichzeitig unterscheide ich zwischen einem möglichen Auslöser für einen Konflikt und der Art, wie jemand darauf reagiert. Dass sich mein Partner verletzt oder verunsichert fühlt, kann ich ernst nehmen. Beschimpfungen, Drohungen und Einschüchterungen werden dadurch aber nicht in Ordnung.
Ich suche deshalb keine Diagnose und auch keine pauschale Verurteilung meines Partners, sondern möchte verstehen, warum unsere Konflikte so eskalieren und ob wir diese Dynamik verändern können.
Wenn jemand Erfahrung hat oder Ahnung: Danke

• x 1 #19


Worrior
Drohungen, Abwertungen, vermeintliche Strafe durch Distanzverhalten, Drama und Gedöhns, schon in der Anfangszeit.
Ein Mann der ständige Validierung durch Aufmerksamkeit benötigt, mit sich selbst nichts anzufangen weiß.
Dann Lovebombing mit Eheversprechen usw.
Das alles in der Anfangszeit, welche durch Begierde, Leidenschaft und gegenseitige Anziehung, mit einer Leichtigkeit, geprägt sein sollte.
Da weiß man doch schon wo die Reise hingeht.
Man holt sich Probleme in die Hütte welche man zuvor niemals hatte.
Das ist keine bereichernde Beziehung welche auf fruchtbarem Boden gedeiht.
Run!

• x 6 #20


Heffalump
Zitat von SusanRex:
Was löse ich möglicherweise durch bestimmte Aussagen oder Verhaltensweisen bei ihm aus?

und woher sollen wir das wissen? Wir führen nichts mit ihm

• x 1 #21


Sretsnovicx
@SusanRex nochmal was für Drohungen meinst du? Würde es gern verstehen? Such woher seine Eifersucht kommt, so ganz plötzlich, was folgerichtiger selben Rückzug ja einfach erklären lässt

• x 1 #22


Heffalump
Zitat von Sretsnovicx:
@Heffalump und Wahrsagerinnen


@Forenleitung

ich will auch die Lottozahlen vom Samstag schon am Donnerstag wissen

• #23


S
Zitat von Sretsnovicx:
Was für Beschimpfungen? „Bist du doof?“ Oder „Halt dein fresse du dumme schl…mpe…?“

Es waren persönliche, teilweise sehr abwertende Beleidigungen, die deutlich über einen normalen Streit hinausgingen. Dazu kamen Aussagen, die ich als einschüchternd und bedrohlich empfunden habe.

Den genauen Wortlaut möchte ich aus Rücksicht auf unsere Privatsphäre nicht öffentlich wiedergeben. Mir geht es auch weniger um einzelne Wörter als darum, dass in Konflikten Grenzen überschritten werden, die für mich in einer respektvollen Beziehung wichtig sind.

• #24


Heffalump
Zitat von Sretsnovicx:
@Heffalump 49352 Beiträge deinerseits sind ausreichend, da brauchst du wirklich keine Forenleitung mehr…. Dein Leben scheint ja vor allem hier stattzufinden 🤭🫣

Beleidigen kannst ja schon, kannste noch mehr

• #25


Worrior
Es ist eigentlich pumpe ob er Narzisst, ADHS'ler, Borderliner oder einfach nur blöd ist.
Sichtbar und fühlbar ist, dass es nicht passt.
"Wir versuchens mal ob er sich ändert, das wird schon" geht garantiert in die Hose.
Auch wenn er das völlig unbewusst und unbeabsichtigt tut hat er doch gar keinen Grund zu einer Verhaltensänderung oder sich selbst zu hinterfragen und eventuell professionelle Hilfe einzuholen.
Er kommt damit durch, ihm entgleitet nichts, er spürt keine Konsequenzen, fühlt sich deshalb auf dem richtigen Weg.
Er bekommt Aufmerksamkeit für seine Opferinszenierung, eine Bühne und mit etwas Heitatei ist alles wieder gut.
Weg von solchen Menschen, bevor man selbst unter solchen dunkeln Schatten lebt.
Tut nicht gut, macht schlechte Laune und Trübsinn, kann weg.

• x 2 #26


S
@Worrior

Danke für deine offenen Worte. Ich verstehe, warum meine Schilderung diese Reaktion auslöst, und ich nehme die angesprochenen Punkte ernst.
Mir ist allerdings wichtig, meinen Partner hier nicht auf seine schwierigen Reaktionen zu reduzieren. Er hat auch sehr liebevolle, fürsorgliche und verbindliche Seiten, die ich selbst erlebt habe und die für mich genauso zur Wahrheit gehören.
Ich weiß auch, dass er manche Situationen anders wahrnimmt als ich. Deshalb möchte ich nicht behaupten, meine Sicht wäre die einzig richtige. Ich bin durchaus bereit, meinen eigenen Anteil an unseren Konflikten zu betrachten.
Was ich aber nicht ausblenden kann, sind die heftigen Eskalationen. Ich möchte verstehen, warum wir in solchen Momenten so weit voneinander wegkommen und ob es möglich ist, daran gemeinsam etwas zu verändern.
Ich schreibe hier nicht, um meinen Partner schlechtzumachen, sondern weil mir unsere Beziehung wichtig ist und ich versuche, meine Gedanken zu ordnen und andere Perspektiven zu hören.
Eine gemeinsame Zukunft wünsche ich mir weiterhin, allerdings mit einem Umgang miteinander, in dem sich beide auch bei Meinungsverschiedenheiten respektiert fühlen.
Er weiß, dass ich das so sehe und möchte. Was er daraus macht, weiß ich noch nicht.
Ich wünsche mir, dass er diese Beziehung mit mir so sehr möchte, dass er anfängt sich selbst zu reflektieren und nicht die Schuld mir gibt.

• #27


Heffalump
Zitat von SusanRex:
meinen Partner hier nicht auf seine schwierigen Reaktionen zu reduzieren.


ja dann - viel Spaß im bällebad

• x 3 #28


Worrior
Zitat von SusanRex:
Ich wünsche mir, dass er diese Beziehung mit mir so sehr möchte, dass er anfängt sich selbst zu reflektieren und nicht die Schuld mir gibt.

Er ist ja kein Monster, das sagt ja niemand.
Würden die positiven Momente überwiegen wärst Du aber gar nicht hier.
Die Art und Weise wie er mit Dir umgeht scheint aber sehr belastend für Dich.
Du verschiebst Deine Grenzen immer weiter nach hinten und überlegst mittletweile ob Du das Problem bist.
Wenn Du einen Schritt zurück gehst wird er einen nach vorne gehen.
Akzeptiere kein respektloses Verhalten, denn gegenseitiger Respekt ist die unterste Grenze für eine Beziehung.
Ohne Respekt also keine aufrichtige Liebe.

Verkaufe Deinen Selbstwert nicht.
Wenn jemand dumm genug ist Dich mies zu behandeln dann sei Du schlau genug zu gehen.
Der alte weiß(s)e Mann sagt Dir dass Menschen oft erst anfangen ihr Verhalten zu hinterfragen wenn das Schicksal ihnen einen Denkzettel verpasst.
Davon scheint er weit entfernt.

• x 3 #29


S
@Worrior

Vielen Dank für deine Worte. Deine Antwort hat mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht, weil du einen wesentlichen Punkt ansprichst.
Ich glaube, genau darin liegt mein innerer Konflikt. Auf der einen Seite habe ich mich in diesen Menschen verliebt, erlebe sehr viel Schönes mit ihm und bringe grundsätzlich viel Verständnis und Geduld mit. Auf der anderen Seite versuche ich immer wieder zu verstehen, was ihn in bestimmten Momenten dazu bringt, unsere Beziehung infrage zu stellen, sich zurückzuziehen oder mich herabzusetzen.
Ob dabei alte Erfahrungen, Verletzungen oder bestimmte Verhaltensmuster eine Rolle spielen, weiß ich nicht. Ich möchte ihm auch nichts unterstellen, was ich nicht beurteilen kann.
Ich selbst erlebe mich in meinen Gefühlen und in meinem Wunsch nach dieser Beziehung als ziemlich konstant. Natürlich bin auch ich nicht fehlerfrei, und selbstverständlich können meine Worte oder Handlungen bei ihm etwas auslösen. Ich bin bereit, darüber nachzudenken und meinen Anteil anzuschauen.
Was mich allerdings zuletzt besonders getroffen hat, das er innerhalb einer Krise/einen Konflikt, nichts mehr von Liebe, Fürsorge oder herzlichen Verhalten aufweist. Es geht dann nur noch um einen Rundumschlag oder Abrechnung. Das hat mich tief verletzt, gerade weil ich ihn sonst als sehr fürsorglichen Menschen kenne.
Ob er die Situation anders wahrgenommen hat, überfordert war oder sich bewusst zurückgezogen hat, kann ich nicht sagen. Ich möchte ihm keine Absicht unterstellen. Aber mein Gefühl in diesem Moment war real. Nämlich keine sichere Beziehung mehr.
Vielleicht beschäftige ich mich tatsächlich zu sehr damit, seine Beweggründe zu verstehen, und zu wenig damit, was diese Situationen mit mir machen.
Dein Hinweis auf meine Grenzen und meinen Selbstwert ist deshalb bei mir angekommen. Ich möchte die Beziehung nicht leichtfertig aufgeben, aber ich möchte mich darin auch nicht selbst verlieren.
Danke für diese Perspektive.

• x 1 #30


A


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