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10 Gebote an die Verlasser

Olympon

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Liebe Leser,

gerade vorhin, sind mir ein paar Dinge in den Sinn gekommen, wie die sogenannte Verlasser sich und dem anderen eine Trennung erträglicher machen könnten. Dies hab ich mal anhand von "10 Geboten" probiert. Wohlwissend, daß dies nur eine subjektive Sicht der Dinge ist, und es nicht viel bewirken wird, würde mich eure Meinung interessieren.

1. Behandle deinen Ex mit Würde und Respekt, ziehe nicht über ihn her und rede ihn nicht schlechter als er ist.

2. Vermeide Sätze wie: "Mir gehts jaaaaa so gut ohne dich"

3. Versuche nicht Freunde auf deine Seite zu ziehen, sondern respektiere sie als Personen, die sich selbst ganz gut ein Bild von der Situation machen können

4. Drücke dich nicht vor einer klärenden Ausprache und spiele nicht den Gefühlen von Ex.

5. Gib dem Ex nicht intime Geschenke zurück, die er dir aus Liebe gegeben hat, behandle solche Erinnerungsstücke mit Würde, auch gegenüber dem Neuen

6. Ansonsten gib ihn die Dinge zurück, die ihm gehören und verstehe auch wie schwer es für Ex ist, wenn du ihn einlädst und die Unterhosen von dem Neuen auf dem Boden rumfahren und die Kissen zerwühlt sind - Räum vorher auf oder treff dich mit ihm oder ihr an einem neutralen Ort

7. Schiebe nicht die ganze Schuld an der Trennung dem Ex in die Schuhe. Jeder hat seinen Anteil daran, wenn man überhaupt von "Schuld" sprechen kann

8. Biete dem Ex keine Freundschaft an, wenn du es nicht wirklich von Herzen willst

9. Reagiere nicht genervt, wenn Ex in der frühen Phase der Trennung Kontakt sucht. Sei höflich zu ihm, aber mach ihm keine falsche Hoffnungen.

10. Gehe nicht mit Neuen/er an Orte, wo er/sie sich aufhalten könnte es gibt noch genügend andere Orte

Grüße,

Olympon

::)

15.02.2004 18:23 • x 2 #1


Ehemaliger User




hi olympon!

11.

15.02.2004 20:30 • #2



10 Gebote an die Verlasser

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Ehemaliger User


2. versuch *grinsschief*
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


11.1  
-----

und vergiss einfach, dass dein ex/e ein für sich selbst
verantwortlicher, denkender, entscheidender, fühlender
und erwachsener mensch ist  ??!!

oder wie/was ????


viele grüße

M-N-P

*empörte verlasserin*        

15.02.2004 20:44 • #3


Sonnenstrahl140.


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Hi Mrs Presley,

wie wär´s dann mit 10 Geboten für die Verlassenen?  ::)


Eine gar nicht empörte Verlasserin UND Verlassene

Sonnenstrahl


PS. Hey Oly, gute Idee *zwinker*

15.02.2004 20:56 • #4


Hami


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Hallo Olympon,

finde deine Gedanken in Ordnung!
Es sind die Gebote, die du selber - und sehr viele andere - beherzigen würden, wären sie in der Position des Verlassers.

Aber jeder Mensch denkt und fühlt anders. Einige halten sich an wenige, manche an überhaupt keine dieser deiner Gebote!
Aber warum teilen wir diese dann dem Verlasser nicht mit?

Kenne leider deine Geschichte nicht! Hast du denn so gehandelt und dir Entsprechendes verbeten?

Das Leben verläuft leider nicht nach Check-Liste!

Ich sehe sie mittlerweile als Fingerzeig der Leidenden, eine natürliche Reaktion auf Schmerzen!

Gruß
Hami

16.02.2004 01:25 • #5


Ehemaliger User


Hallo....


wozu braucht man denn solche Gebote wenn man sich immer daran erinnert das der Mensch der einem da gegenübersteht derjenige ist, den man mal geliebt hat, mit dem man eine lange Zeit zusammen war? Wenn beide Seiten sich dessen bewusst sind braucht man kein Gebot, oder?

LG Charly

18.02.2004 18:13 • #6


Ehemaliger User


Oh Weh, Olympon das war ein regelrechter Aufschrei einer armen, geschundenen, verlassenen Seele!

Ich hoffen sehr, es geht Dir nach dieser  ergreifenden Predigt besser.

Ganz Richtig, schuldig sind immer die "Anderen", aber vermeide dabei lieber den Blick in den Spiegel.

rät Dir ein Verlasser




18.02.2004 23:55 • #7


Olympon


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Hallo,

Danke für eure Meinungen und Empfindungen zu diesem Thema. Daß ich mit den "10 Geboten" in ein Wespennest steche war mir bewußt und auch erwünscht. Es ist aus meiner subjektiven Sicht der Dinge ein "Wunsch" wie ich mir eine Trennung aus der Sicht eines Verlassenen wünschen würde, wohlgemerkt als sogenanntes "Optimun", daß wohl in der Realität sicher nicht so eintreffen wird. Der Hintergrund ist eher die Frage, wie könnte einen Trennung aussehen, die für beide Beteiligten mit möglichst wenig Schmerz und Trauer verbunden ist. Ich denke hier in Richtung einer immanenten "moralisch menschlichen" Sicht der Dinge, getreu dem Kantschen Imperativ, was du nicht willst, daß man dir tut, das füge keinem anderen zu. Der Begriff "Gebote" ist hier vielleicht irreführend, es sollen keine Gesetze kein, die einen einschränken oder behindernm, sondern der Versuch eine Trennung möglichst schonend für beide Seiten zu vollziehen. Aus diesem Grund würde mich auch die Meinung derjenigen interessieren, die verlassen haben, und was sie aus ihrer Sicht der Dinge, von den Verlassenen erwarten bzw. Wünschen. Wenn zwischen beiden Sichtweisen ein Konsens in möglichst vielen Dingen bestehen würde, gäbe es weniger Hass und Leid auf dieser Welt.

Soweit mal für Heute,

Liebe Grüße,

Olympon

19.02.2004 01:08 • #8


crazyydiamond


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Hi Olympon, deine "Gebote" sollten eigentlich als selbstverständliche Verhaltensweisen in allen Beziehungen gelten. Ehrlichkeit natürlich, auch wenn es weh tut. Das Problem ist aber oft, dass der/die Verlassende selbst noch gar nicht weiß, wohin der Weg führt, diesen Schritt noch nicht - bewußt - vollzogen hat. Als die ersten Gedanken auftauchten, war ich erstmal sehr erschrocken und hab sie natürlich nicht sofort hinausposaunt. Dann irgendwann eine Andeutung, etwas stimmt nicht mit meinen Gefühlen zu dir und auch mit mir selber. Es kommt mir vor, als ob die Landkarte verwischt ist. Und ich weiß noch nicht, inwieweit, die Ursachen nur in mir liegen und wieviel davon aus meiner Beziehung zu meinem Partner kommt. Bis ich das herausgefunden habe, und das werde ich allein wohl nicht schaffen, wird es dauern und er wird verwirrt sein, zweifeln, hoffen. Hoffentlich nicht sich selbst verleugnen und das, was am Ende das Ergebnis ist, akzeptieren.
Zu Verlassen erfordert sicherlich Stärke, Großmut, schließlich sollte man schon einen Schritt weiter sein als der Verlassene, aber es ist auch nicht einfach, wenn man genau weiß, dass der andere sicher unweigerlich verletzt und zurückgewiesen fühlen muss.
Wohl stimme ich aber M-N-Presley zu, dass ein erwachsener Mensch gelernt haben sollte, zu denken und dadurch die schmerzhaften Gefühle nach und nach in Gelassenheit umzuwandeln und die Einsicht zu haben, dass das Leben immer noch Überraschungen bereithalten kann.
LG
Crazyydiamond

19.02.2004 11:12 • #9


Ehemaliger User


Hallo Olympon,

das ist nen schwieriges Thema, vor allem weil Verlasser und Verlassende in dem Moment der Trennung völlig verschiedene Sichtweisen haben, da einen Konsens zu finden ist in den meisten Fällen unmöglich. Es ist für beide Seiten eine "Ausnahmesituation" und in solchen handeln die wenigsten Menschen "normal". Auch wir Verlassenen tun das nicht, wie viele Ratschläge bekommt man von Freunden usw. die man am Ende doch nicht einhält weil man sie einfach aus den Gefühlen nicht einhalten kann. Und auch der Verlassende wird ständig mit neuen Situationen konfrontiert das da keiner nach einer "Gebotsliste" seine Trennung abarbeiten kann. Wenn es uns nicht weh tun würde, dann hätten wir nicht geliebt, wenn es dem Verlasser nicht leichter fallen würde könnte er sich nicht trennen. Man lebt in der Trennungsphase in zwei völlig verschiedenen Gefühlswelten, man denkt so verschieden da ist ein Konsens doch sehr schwer zu bewerkstelligen. Ich meine mal, auch die Verlassenden würden sich in dieser Situation wünschen das wir auf bestimmte Dinge anders reagieren, können wir in der ersten Zeit aber nicht und andersrum ist es eben genauso.

LG Charly

19.02.2004 11:43 • #10


Ehemaliger User


Lieber Olympon,

zunächst einmal ein Dank an dich für die 10 Gebote. Mir ist schon klar, was du damit ausdrücken möchtest. Im Rückblick wäre ein solches Verhalten nach diesen 10 Geboten wahrscheinlich für dich und mich (und viele andere) eine Möglichkeit gewesen, die Trennung als weniger schmerzvoll zu empfinden.

Natürlich sind deine "Gebote" aus deinem rein subjektiven Empfinden entstanden, aber ich glaube jeder Verlassene sagt bei einigen (oder gar allen ) diesen Punkten: Ja so hätte ich es mir auch gewünscht.

Ich weiss, dass viele Verlasser es scheinbar nicht mehr für nötig halten, den ehemals geliebten Partner respektvoll und mit Achtung zu behandeln. Sicher tragen auch die Verlassenen zB durch klammern, Szenen etc dazu bei, dass der Verlasser sich verlogen oder eiskalt zeigt.

Was du sagen möchtest, ist, dass ein Verlasser doch dem Zurückgebliebenen ein Stück Selbstachtung und Selbstwertgefühl lassen sollte, und es nach Möglichkeit vermeiden sollte, dem sowieso schon am Boden zerstörten Verlassenen noch mehr Schmerzen zuzufügen.

Ich kann mich auch noch sehr gut an meine Rolle als Verlasserin zurück erinnern. Ich habe mich immer bemüht, fair und respektvoll zu sein, meine Gründe für die Trennung möglichst genau darzulegen, um meinem (EX-) Partner so wenig wie möglich weh zu tun.
Auch empfand ich Mitleid und Mitgefühl für denjenigen, den ich zurückliess, und so manches Mal habe ich mich gefragt, ob ich nicht mehr hätte tun können, um die Beziehung zu retten.

Schlussendlich aber siegte mein Egoismus und die innere Überzeugung wirklich alles versucht zu haben (obwohl ich mir dennoch Jahre später erneut überlegt habe, ob ich nicht NOCH mehr hätte tun können).


Wenn du mich nach MEINEN Wünschen an den Menschen, den ich verlassen habe fragst, dann würde ich da schon viel früher ansetzen und sagen: Bitte höre mir zu, rede mit mir, hilf mir diese Beziehung aufrecht zu erhalten, lass uns unsere Probleme gemeinsam lösen, weil wir uns lieben, Verantwortung füreinander tragen und einander wichtig sind.

Wenn Menschen so handeln könnten, dann gäbe es vielleicht weniger Hass, Schmerz und Leid auf dieser Welt.


Es grüsst dich

Thilde

19.02.2004 17:29 • x 1 #11


Miss Blues


Hallo

Schon mal darüber nachgedacht, dass die Verlasser zu Verlassern werden, weil sie vorher wie Dreck behandelt wurden?

Gelten Deine Gebote dann auch?

Ich konnte nicht anders, als zu verlassen, weil er mich fix & fertig gemacht hat.

Stell bitte 10 Gebote zusammen, wie man mit seiner Freundin umgehen sollte, bevor sie aus lauter Verzweiflung und Verletzung das Weite sucht.

Miss

04.10.2015 16:24 • #12


11 Jahre


nun, von 2004 bis 2015 hatte der Themenersteller bestimmt genug Zeit dazu

04.10.2015 16:34 • #13


Miss Blues


@ 11 Jahre

Das hat gesessen.

Schäm.

04.10.2015 17:34 • #14


Hopeless821


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Ich sehe das auch so wie Miss Blues.

Es gibt immer 2 Seiten der Medaille. Ich habe auch verlassen. Mit dem Hintergrund, dass er mich betrogen hat. Da rein rational nach einer Trennung zu handeln, fällt mir gerade sehr schwer.
Zumal er sich allergrößte Mühe gibt weiteren Zorn auf sich zu ziehen, weil er derjenige ist, der sich völlig daneben benimmt, obwohl er den schei. gebaut hat.

05.10.2015 07:57 • #15



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