maori1981
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ich bin neu und komme euch gleich mit einem Mega Text. Entschuldigt
Derzeit bin ich sehr verwirrt und verletzt obwohl ich sicherlich einiges zu dieser Situation beigetragen habe und viele sagen werden das ich selber schuld habe. Mich würde eure Meinung Interessieren.
Ich habe mich vor 3 Monaten von meiner Freundin getrennt mit der ich fast 13 Jahre zusammen war (nicht verheiratet) - Ich habe Sie kennengelernt als Sie 16 Jahre alt war. Wir haben einen gemeinsamen fast 2 Jährigen tollen Sohn der natürlich gerade die Hölle durch macht. Zur Trennung kam es weil in der Zeit nach der Geburt immer und immer häufiger teils extrem gestritten wurde. Wir haben uns auch vor der Geburt unseres Sohnes gestritten und es war teilweise nicht ohne aber in den letzten 12 Monaten war das wirklich zu Doll. Wir haben uns alle möglichen dinge an den Kopf geworfen die nicht hätten sein sollen. Ich bin ein Mensch der sehr viel weiter denkt und meine EX ist eher der..naja langsamere Mensch wenn es ums Denken geht (das ist nicht böse gemeint). Mein Problem war sehr oft dass ich nicht verstehen konnte wie sie die einfachsten Dinge nicht begriffen hat und es ihr schwer viel tägliche Dinge des Lebens zu meistern...Post aufmachen, Haushalt führen (Ich habe das Geld nach Hause gebracht), Auto Fahren obwohl sie einen Führerschein hat. Halt dinge die heute selbstverständlich sein sollten...meiner Meinung nach. Darunter waren auch viele Dinge die das Kind betrafen. Sie hat sich nie darum gekümmert soziale Kontakte zu Knüpfen. Spielgruppen oder Turngruppen für das Kind etc. etc. Also wirklich viele Dinge die eine normal Denkende Mama anders macht weil es Ihrem Kind gut tun würde. Sie hat das alles irgendwie nicht geschafft....ich weiß nicht warum oder wo da eine Blockade war...es gab aber eine.
Mein Leben und mein Herz läuft schnell und ich habe in den letzten 1 1/2 Jahren versucht Ihren Trott an meinen anzupassen was dann immer zu Streitigkeiten geführt hat. "Mein Herz schlägt schneller als Deins"...so wie das Lied. Und natürlich habe auch ich mich verändert nach 13 Jahren. Ich bin ehrgeiziger geworden nach der Geburt unseres Kindes. Habe mehr gearbeitet und mehr Geld verdient als 95% der schwer arbeitenden Bürger in Deutschland. Das ganze bedeutet natürlich auch Stress der irgendwie teilweise mit nach Hause gekommen ist obwohl ich dies nie wollte. Wir hatten uns vor der jetzigen Trennung bereits knapp 1 Jahr zuvor schon einmal getrennt..bzw. ich habe mich getrennt.
Ich muss sagen das ich das größte Ar. war das die Welt sich vorstellen kann! Ich habe mit dem Entschluss mich zu trennen nicht nur meine Ex sondern zu dem Zeitpunkt auch gleich meinen Sohn mit vor die Tür gesetzt. Das hat mir natürlich fürchterlich das Herz gebrochen aber was hätte ich tun sollen und tut es immer noch? Ich hatte das Gefühl es geht nicht mehr. Meinen Sohn wollte ich dennoch wenn möglich jeden Tag sehen....wir rauften uns also nach 3 Monaten wieder zusammen und versuchten es noch einmal. Hey...wir haben fast 13 Jahre geschafft. Das kann nicht einfach so das Ende sein..auch für unseren Sohn nicht. Obwohl ich meine Ex dadurch natürlich sehr verletzt habe ist sie wieder zurück gekommen was ich Ihr sehr hoch anrechne denn wer lässt sich schon gerne verletzen.
Nun im Dezember 2014 ist es erneut eskaliert. Dem ganzen ging ein 3 Wöchiger Streit voraus. Eigentlich wegen Nichtigkeiten aber ihr wisst ja wie das ist wenn ein mal der Wurm drinnen steckt. Beide mit dem Schädel durch die Wand...extrem! Es ging bis zu dem Punkt an dem ich sagte:" Das war´s nun...wir schaffen es scheinbar nicht mehr. Ich Trenne mich von dir!" Noch in der Wohnung gab es hitzige Debatten...unser Sohn hat teilweise alles mitbekommen und ich habe meiner Ex gesagt (die natürlich aufgelöst war) sie soll mir den Jungen geben und zu Ihrem Papa ziehen erstmal...Der Junge würde Nachts hier schlafen in seiner Gewohnten Umgebung damit er nichts mit bekommt und Sie kann ihn jeden Morgen abholen und bringt Ihn zum Schlafen wieder damit sein Rhythmus behalten bleibt bis die Mama eine neue Wohnung hat.
Es vergingen 3 Wochen und ich habe meinem Sohn natürlich zu keinem Zeitpunkt seine Mama vorenthalten. Alles lief wie abgesprochen (auch wenn man sich noch mal angezankt hat) und nahm seinen Lauf. Bis zu dem Abend an dem die Polizei an meine Türe klingelte...
Vor mir standen 2 Beamte die mir einen Brief überreichten. Auf meine Frage was passiert sei sagten die Polizisten nur das dies ein Brief vom Familiengericht ist. Ich war verwundert weil ich sowas ja noch nie erlebt hatte.
Ich setzte mich also gefasst auf die Couch und öffnete den Brief. Eine einstweilige Verfügung durch Ihre Anwältin bzw. das Familiengericht. Ich war geschockt. Dann fing ich an die Begründung zu lesen und musste bereits nach den ersten 5 Sätzen fürchterlich Weinen. Meine Ex behauptete das Kind wäre bei mir in Gefahr und ich hätte Sie unter Gewalt der Wohnung verwiesen. Ein Schlag ins Gesicht...10 Schläge! 1000 Schläge! ICH bin eine Gefahr für meinen Sohn? Ich würde für diesen Jungen durch die Hölle gehen und mein Leben an Ort und Stelle Opfern...ich habe nie ein böses Wort gesagt geschweige denn meinen Sohn auch nur ein mal angefasst. Ich bin ein Papa der seinen Sohn liebt. Das hat mich sehr getroffen. Warum macht man sowas? Solange ich lebe gibt es einen Grundsatz in meinem Leben. Fasse niemals eine Frau an und schreite ein wenn eine Frau angefasst wird. Ich würde niemals eine Frau anfassen. Beim besten Willen nicht. Diese beiden Sätze haben gereicht um mich eine Woche am Stück Weinen zu lassen....einfach so unfair und weil es nicht stimmt.
Die Mutter bezweckte damit das Aufenthaltsbestimmungsrecht und den Lebensmittelpunkt für unseren Sohn. Das ganze ging dann vor Gericht und ich habe darum gekämpft meinen Sohn nicht nur alle 2 Wochen am Wochenende zu sehen so wie es die Kindesmutter wollte. Am Ende war es so das ich meinen Sohn 3 Tage die Woche bei mir habe am Stück und den Rest bei der Mama. Ein toller Erfolg für einen Papa in der heutigen Zeit denke ich oder? Die Richterin hat sehr wohl verstanden das man einem 20 Monate altem Kind sowas nicht antun kann. Darüber bin und war ich sehr glücklich!
Nach dem Gerichtstermin mit Dezember 2014 beruhigte sich die Lage zwischen und wieder stark. Leider fing dann mein Sohn an sich auffällig zu verhalten. Er fing an mit Kopfschlagen (Kopf gehen Boden, Schrank, Tisch etc.). Schlagen der Mutter. Nächtliches aufwachen und langes Weinen Nachts bei der Mutter. Das alles hat er bei mir Zuhause nie getan. Ich kannte das gar nicht von Ihm. Dann fing er an mit dem Kopf "Nein" zu sagen (er kann ja noch nicht sprechen) wenn ich ihn fragte ob wir zu Mama wollte. Teilweise fing er an zu weinen und klammerte sich an mich fest. Teilweise musste ich bis zu einer Stunde in der Wohnung der Mutter verbringen weil er mich nicht losgelassen hat. Er hat sich in der Zeit weder von der Mutter anfassen lassen noch hat er sie angesehen. Er brauchte immer 20 bis 60 Minuten um mich überhaupt langsam loszulassen. Ich fragte die Kindesmutter ob irgendwas geschehen sei und warum er sich so verhält...sie sagte sie wisse es auch nicht.
Nun waren zwischenzeitlich fast 8 Wochen vergangen. Mein Sohn sagte mir immer deutlicher das er nicht zum Mama will wenn er hier war. Die Kindesmutter gewährte mir auch über die abgesprochenen festgelgten Tage des Gerichts hinaus einige Tage mit meinem Sohn sodass ich am Ende meinen Sohn zwischen 16 und 18 Tage bei mir hatte. Dann kam eine Anruf einer alten Freundin die noch gar nicht wusste das wir getrennt waren. Sie berichtete mir dass Sie meine EX gerade in der Stadt Küssend mit einem anderen Mann gesehen hat. Ich war natürlich zuerst geschockt und sagte das ich später zurückrufen werde weil ich das erstmal klären muss.
Ich rief also meine Ex an und fragte Sie ob an dem Gerüchte etwa sein. Sie war sichtlich verwundert und fühlte sich ertappt. Sagte mir dann dass Sie eine neue Bekanntschaft seit Anfang Januar hat ( 1 Monat nach unserer Trennung) aber selber noch nicht so recht wisse wie es da weiter geht. Man lerne sich noch kennen und wenn es ernst wird würde sie bescheid geben. Auf meine Frage ob unser gemeinsamer Sohn bereits nach so kurzer Zeit schon Kontakt zum Mann habe verneinte sie. Als Vater horcht man natürlich auf und fängt an den Dingen nachzugehen. Nicht was die neue "Beziehung" angeht sondern vielmehr ob meine ex unseren gemeinsamen Sohn auch wirklich vorerst aus der "Affäre" raus hält. Ich denke das sowas aus anstand, Sorge und der Psyche eines Kindes das gerade die Trennung seiner Eltern erlebt nicht sein muss. Einem so kleinen Kind muss man sowas nicht zumuten wenn man selber nicht mal was ob dies eine Beziehung ist oder nicht.
Naja...nach 1 Woche herum hören fand ich heraus dass meine Ex bereits regen Kontakt zwischen Kind und neuem Mann erlaubt. Bereits seit 6 Wochen ohne mir etwas zu sagen. Der neue geht ein und aus und es wird vor unserem Kind geknutscht und gekuschelt Öffentlich auf der Straße was einige Bekannte und Freunde beobachtetet haben - Das ist ein kleines Nest hier...hier sieht jeder alles. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen weil ich mir dann nur vorstellen kann was Zuhause Passiert und was der Junge sehen muss. Wie kann man einem Kind sowas nur zumuten? Schrecklich wenn man doch selber nicht mal weiß was aus der Liebschaft wird. Zumal doch erst 4-5 Wochen seit unserer Trennung zurückliegen. Kommen Frauen so schnell über eine 13 Jährige Beziehung hinweg? Unfassbar irgendwie und ich kann es mir nicht vorstellen. Macht Sie das vielleicht aus Trotz mir gegenüber?
Ich habe die Mutter dann zur Rede gestellt und war sicherlich nicht freundlich zu Ihr. Sie sagte mir ich soll mich mal entspannen...dies sei Ihr leben und nicht meins. Sie wollte nicht verstehen das es mir um die Seele und die Psyche unseres Sohnes geht und nicht um sie oder Ihren neuen (klar hat es mich verletzt nach so kurzer Zeit auch wenn ich Schluss gemacht habe) "Freund". Ich fing also wieder an zu bemerken dass Sie nicht zum Kindeswohl Denken würde so wie es früher oft passiert ist und sagte Ihr das auch. Ich erwähnte dass sie unseren Sohn in Loyalitätskonflikte bringt mit einem neuen nach nur 4 Wochen und er verwirrt wird da er doch eh noch drunter leidet das wir nicht mehr gemeinsam für ihn da sind. Sie möchte das bitte sofort unterlassen zum Wohle es Kindes denn das kann ich nicht gut heißen und dem Kind tut es zu 100% auch nicht gut. Sie fing an zu Diskutieren und sagte mir dann:" Er ist ein guter Vater...du brauchst dir keine Sorgen machen".
Ich habe fast den Telefonhörer gefressen und bemerkt das ich bei Ihr nicht weiter komme wenn es um das Kindeswohl geht. Ich habe noch am gleichen Tag eine einstweilige Anordnung an das Gericht gehen lassen um den Lebensmittelpunkt zu mir zu bekommen und das Aufenthaltbestimmungsrecht zu erhalten. Für mich ist das alles ist nicht nur eine "Beeinträchtigung des Kindeswohls durch ein bestimmtes Verhalten oder Unterlassen der Kindesmutter sondern auch und vor allem die nachhaltig negative Wirkung dieses Verhaltens / Unterlassens also die geistige oder seelische Schädigung des betroffenen Kindes" wie in §1666 Absatz 1 BGB erwähnt. Ich spreche über andauernde und wiederholte Unterlassung fürsorglichen Handelns sorgeverantwortlicher Personen welches zur Sicherstellung der physischen und psychischen Versorgung des Kindes notwendig wäre.
Ich hätte mir so sehr gewünscht erstmal ruhe rein zu bekommen in die Sache und abzuwarten was unsere Gefühle sagen denn man war ja 13 Jahre zusammen. Sowas vergisst man nicht nach einem Monat. Und dann kommt sowas das ich nicht fassen kann...neuer Freund...Kind beim neuen Mann nach 4-5 Wochen.
Was geht da in einer Frau vor? Will Sie mir beweisen das es auch ohne mich geht? Warum wird nicht an das Kind gedacht? Und vergisst eine Frau tatsächlich so schnell 13 Jahre Ihres Lebens und ist bereit für eine neue Beziehung? Reagiere ich über wenn ich das Kindeswohl in Gefahr sehe weil es Seelisch und Psychisch nicht vertretbar ist?
Ich stelle diese Fragen weil euch allen sicher nicht entgangen ist das ich "mein Mädchen" gerne noch mal kennengelernt hätte wenn wir Zeit gehabt hätten uns runter zu fahren. Mit der Nummer hat Sie mir und unserem Sohn gerade die letzte Hoffnung genommen noch einmal anzusetzen um zu versuchen in einiger Zeit unsere 13 Jahre fortführen zu lassen und dem Kind eine Familie zu bieten. Der Zug ist abgefahren leider und ich bin am Ende. Wie verhalte ich mich nun Ihr gegenüber? Ich glaube ja nicht mal dran das Ihre neue "Beziehung" was ernstes sein kann weil ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen kann nach 4 Wochen Trennung.
Sorry der vielen Worte...ich hätte noch 10.000 Wörter Schreiben können. Nun muss ich schon wieder Heulen weil ich den text geschrieben habe. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr es mich auffrisst meinen kleinen Sohn da zwischendrinnen zu haben. Schrecklich.....
Lieben Gruß und DANKE!