Chris79
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Meine Freundin und ich teilen uns eine gemeinsame Wohnung und unsere 9 Monate Alte Labrador Hündin Ivy gehört mit zu uns und ich gerade mir sehr ans Herz gewachsen.
Es kriselte in der Vergangenheit schon etwas das es dazu kam das meine Freundin ihren Beruf aufgab und sich auf World of Warcraft (Online Rollenspiel) konzentrierte.Alle Arbeiten die es gab blieben zu einem großen Teil an mir nach der Arbeit hängen. Dieser Zustand war für mich natürlich schwierig da ich mich massiv ausgenutzt fühlte und ich dies auch offen angesprochen habe.
Meine Freundin ist, wenn schwierige Themen auf den Tisch kommen, sehr schnell in sich gekehrt und zu keinem Dialog fähig.
So ging es einige Zeit und sie investierte sehr viel Zeit in das Spiel, ich war allerdings immer für sie da weil sie mir wichtig ist und ein Teil meines Lebens darstellt.
Nun kam es das ich vor einigen Wochen Arbeitslos geworden bin, da die Firma für die ich tätig war in die Insolvenz geriet.
Just an diesem Tage als ich diese Nachricht erhalten habe, kam meine Freundin zu mir und erklärte mir auf freundschaftliche Art das sie Veränderung haben will und ihre Sachen packt und nach Cuxhaven zieht. Neben dem Schock der frischen Entlassung kam also noch diese Bombe. Natürlich war aber zu einem Gespräch bereit um auszuloten was nun passiert. Die Quintessenz war, dass sie schon seit geraumer Zeit daran zweifelte ob es so mit uns weitergeht. Aber anstatt sich mit mir hinzusetzen und offen die Probleme zu besprechen, hat sie für sich entscheiden das ich ihr ein besserer Freund gewesen war als sie mir eine Freundin.
Ein Gespräch über eine gemeinsame Veränderung wurde vom Dialog zum Monolog und ein Ergebnis gab es nicht da sie sich wieder einmauerte.
Ich rechnete noch damit das sie ihre Kündigungsfrist einhalten wird und gegen Dezember auszieht.
Das käme mir natürlich entgegen da so alles geordnet in die Bahnen gelenkt werden kann und nichts überstürzt passiert.
Als gestern begonnen wurde Kisten zu packen fragte ich wann es denn losginge und sie mir sagte das kommenden Sonntag der größte Teil schon geholt wird und sie am 21.09.10 ein Vorstellungsgespräch in Cuxhaven hat und der Hund kommt mir ihr.
Nun kann ich einer Frau die ich sehr mag beim Packen von Kisten zusehen und noch das bisschen Zeit was noch ist, mit dem Hund verbringen bevor sie ohne darüber nachzudenken was es für mich bedeutet über 300km in die Ferne verschwindet und ich sie vermutlich nie wieder sehe.
Was mich zusätzlich wirklich verletzt ist die Tatsache, dass sie überhaupt nicht zu verstehen scheint das ihre Entscheidung nicht nur für sie allein Konsequenzen hat.
Durch die Arbeitlosigkeit fühlte ich mich schnell ungebraucht und nutzlos zugleich.
Nun kommt der doppelte Trennungsschmerz dazu und das Gefühl ungeliebt und allein zu sein.
Ich bin zwar erst 30 Jahre alt, aber meine Party Zeiten sind vorbei und ich kam in der Vergangenheit nicht oft mit anderen Frauen in Kontakt und damit steigt das Gefühl das bald eine sehr schwierige Zeit anbricht.
Nun habe ich mir meine Probleme von der Seele geschrieben und möchte (falls das wirklich jemand bis hierher gelesen hat) mich für die Aufmerksamkeit bedanken.
Chris79