DeprivE93
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ich wende mich heute an das Forum, weil ich in einer ziemlich schwierigen Lage in der Kennenlernphase feststecke.
Ich habe in meinem Leben leider schon diverse Erfahrungen mit toxischer Beziehung und ungesunden Dynamiken gemacht.
Daher sind bei mir jetzt in der Kennenlernphase direkt viele Alarmglocken angegangen, da ich nicht wieder da durch möchte.
Ich habe Anfang des Jahres über den Geburtstag eines Freundes eine bisher ziemlich tolle Frau kennen gelernt. Sie ist 31 und ich 30. Beruflich sind wir sehr verschieden. Sie hat die fachliche Leitung in einer kleinen Praxis und ich bin Angestellter bei einem IT-Dienstleister.
Mal abgesehen von ihrer Optik, hat mich von Anfang an ihre Ausstrahlung, Auftreten und einfach ihre Art sehr angezogen.
Sie ist sehr klug, hat ein hohes Allgemeinwissen - alleine schon durch den medizinischen Background - und tickt meiner Meinung nach etwas anders.
Sie lebt hart Öko - also nur Bio, isst vegetarisch, trägt nur Naturkleidung und vermeidet meist Supermärkte (Sozialphobie, wie sie sagt). Sie kauft daher nur im Bioladen, auch was Kosmetik, Zahnpasta usw. angeht.
Das aber nur am Rande - ist ja eigentlich vorbildlich.
Was mich ziemlich getriggert und wachsam hat werden lassen ist die Dynamik mit der sich das Kennenlernen entwickelt hat.
Sie war von Anfang an sehr aufreizend zu mir, ist extrem schnell sexuell geworden, hat mir ungefragt anziehend Bilder via Messenger geschickt - wir sind dann auch schnell in der Kiste gelandet.
Sie hat mir sehr schnell gestanden, dass sie in mich verliebt ist und sich viele Zukunftspläne mit mir ausgemalt (ich wäre Heiratsmaterial usw.)
Ich habe dann mitbekommen, dass sie wohl eine schwere Kindheit hatte (emotionale und psychische Misshandlung durch den Vater, Mutter musste immer arbeiten und war nie da). Weiterhin wurde sie in der Schule viel gemobbt.
Sie hat sich nicht gegen Covid impfen lassen und hat durch Corona fast ihre Zulassung für ihren Job deshalb verloren, ist da ziemlich auf Kriegsfuß. Die Beziehung zu ihrem Expartner muss wohl auch nicht gerade toll gewesen sein (laut ihrer Aussage Borderliner, der sie betrogen hat). Sie hat mir jetzt noch erzählt, dass sie vermutlich eine PTBS hat und eventuell eine Depression (ist nicht diagnostiziert, nur ihre Aussagen). Sie drückt sich aktuell vor einer Therapie.
Was mir eigentlich richtig aufstößt, dass sie wirklich extrem Anhängerin von Verschwörungstheorien ist. Sie folgt da vielen Persönlichkeiten wie Ken Jebsen, wenn der euch was sagt. Außerdem hat sie ein extremes Misstrauen gegen die WHO, Politik, der Menschheit allgemein und auch modernen Technologien (hab ich als IT-ler extrem gemerkt - wobei da ja jeder selber wissen muss, was er nutzen möchte und was er an Google usw. weitergibt).
Was jetzt auffällt, dass das anfängliche Honig ums Maul schmieren plötzlich aufgehört hat. Ich habe das Gefühl sie will mich in die Richtung drängen ihre Ansichten als die einzige Wahrheit anzuerkennen (die Verschwörungstheorien usw.) Jetzt findet sie es auch nicht gut, dass ich Fleisch esse.
Weiterhin durfte ich mir anhören, dass ich emotional sicher abgestumpft bin, weil ich Horrorfilme mag (finde ich völlig lächerlich).
Sie ist jetzt eher kühl, distanziert und redet auch gar nicht mehr von Zukunftsplänen usw.
Ich hab mich da emotional auch rausgenommen, da ich in keine Abhängigkeit rutschen möchte.
Irgendwie hat sie ein Talent dafür, die Worte in Diskussionen immer so hinzubiegen, dass ich mich irgendwie schlecht fühle.
Ich bin ein sehr empathischer und emotionaler Mann und habe auch viel Verständnis und Mitgefühl für den Schmerz und das Leid anderer. Ich hab auch schon viel durch im Leben und Verlust erlitten. Aber ihre Ansichten mit den u.a. Verschwörungstheorien geht mir mittlerweile zu weit. Ich hinterfrage auch vieles kritisch und bin mit Politik, WHO und Corona defintiv nicht auf einem grünen Zweig - aber irgendwie habe ich ein seltsames Gefühl.
Das sind nur Ausschnitte, ich kann noch mehr Infos preisgeben, falls ihr da was braucht.
Ob sie durch die Traumata in der Vergangenheit so geworden ist? Vielleicht ist man anfälliger für Ideologien, starkes Misstrauen usw. Sie ist wohl auch extrem sensibel und sehr emotional.
Sollte ich das ganze lieber lassen? Ich bin sehr geerdet und steht fest im Leben, weiß was ich will und was eine gute Beziehung ausmachen sollte. Ich weiß auch, dass nach der Honeymoon Phase die Realität mit allen Macken des anderen kickt. Aber ich fühle mich aktuell nicht wohl mit dem ganzen Konstrukt.
Danke für Eure Hilfe.
Viele Grüße
auf den Punkt gebracht....so ist es und nicht anders.