GarstigeGräte
Mitglied
- Beiträge:
- 1879
- Themen:
- 13
- Danke erhalten:
- 4888
- Mitglied seit:
Wie aus dem Nichts hat es mich heute zurück geworfen. Du fehlst mir gerade sooo. unglaublich.
Das trifft mich jetzt völlig unvorbereitet. Die letzten 3 Wochen war ich schwer damit beschäftigt, zu verstehen, was da eigentlich mit uns passiert ist. Und warum. Ich war schonungslos ehrlich zu mir selbst, erkenne jetzt meinen eigenen Anteil und meine Muster. Habe begriffen, dass ich etwas für mich tun und an mir arbeiten muss. Und musste mir auch eingestehen, dass ich es alleine nicht schaffe.
Aber ich habe einen ersten, wichtigen Schritt gemacht und war seit Ewigkeiten sogar etwas stolz auf mich. Der Abstand zu dir hat mir gut getan. Ich konnte meine Gedanken sortieren und zur Ruhe kommen. Du hast dich sporadisch bei mir gemeldet und das war ok für mich. Ich habe mich ehrlich gefreut und konnte dir liebevoll-distanziert antworten. Deine Nachrichten haben mich nicht aus der Bahn geworfen. Ich hatte das Gefühl, auf einem guten Weg zu sein. Die Hoffnung auf einen Neuanfang, die mich anfangs beherrscht hat, war verschwunden. Ich habe es akzeptiert, wie es ist. Oder doch nicht?
Das Blechgerüst, das ich mir gerade erst aufgebaut habe, wackelt bedrohlich. Ich lüge mir schon wieder die Taschen voll: Natürlich habe ich es kommen sehen!
Seit einer Woche meldest du dich wieder täglich, schickst mir Fotos, schreibst mir, dass du mich vermisst und fragst nach einer Spritztour mit deinem neuen Auto. Selbstverständlich übergehe ich deine Andeutungen. Leider habe ich aber auch die leise Stimme in mir übergangen, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass unser Kontakt wieder enger wird als mir gut tut.
Ich habe meine Bedenken zur Seite gewischt. Hey, ich weiß doch jetzt, wie der Hase läuft. . . von wegen Verlustangst auf Grund schlechter Kindheitserfahrungen und so. Ich weiß doch, wie man das wieder hinkriegt, habe mich schließlich wochenlang eingelesen. Alles easy peasy. . .nicht!
Und jetzt sitze ich hier, vermisse dich fürchterlich und möchte dich bitten, nee, anbetteln, mir noch eine Chance zu geben. Wir wussten doch beide, worauf wir uns einlassen; dass in einer Beziehung zwischen Löwe-Frau und Widder-Mann Gegensätze aufeinander treffen und die Funken fliegen. . . oder waren es die Fetzen?
Erinnerst du dich noch? Wie wir zeitgleich gaaanz unauffällig unser Handy geschnappt haben, um die Kompatibilität unserer Sternzeichen zu googeln, ohne dass einer von uns ahnte, dass der jeweils andere genau das Gleiche macht?
Nur, wo bitteschön ist jetzt unsere leidenschaftliche Versöhnung, von der das Horoskop sprach?

...und hält heute noch...