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Abhängigkeit loswerden für Neuanfang?

Ameliee

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EDIT: Ich sehe gerade, dass der Text richtig lang geworden ist, sorry dafür

Ich bin nicht sicher, ob mein Beitrag in diesem Unterforum richtig ist, oder ob er besser in den Bereich "Liebeskummer & Trennungsschmerz" gepasst hätte, weil meine Situation eigentlich beide Themen recht stark betrifft.

Kurz zu meiner Situation:
Mein Ex-Freund hat sich Ende November nach 3 Jahren von mir getrennt.
Bereits in den Wochen und Monaten davor war es sehr schwierig für uns. Ich leide seit einigen Jahren an leichten Depressionen, die immer phasenweise auftreten und habe mich seitdem ich ihn kenne einfach sehr auf ihn fixiert, weil es mir dadurch besser ging. In bestimmten Phasen wurde das Klammern dann wieder weniger, wenn es mir generell besser ging, so auch letztes Jahr, wo wir schließlich zusammengezogen sind. Ab dem Sommer wurde meine Angst (vor dem Allein-Sein) wieder schlimmer und ich wurde richtig abhängig von ihm. Er hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt und hat daher oft auf sich selbst vergessen und sich nur um mich gekümmert, obwohl er mehr Freiheiten gebraucht hätte.
Im November 2016 ging es dann eben nicht mehr und er hat Schlussgemacht.
Ich verstehe die Entscheidung total, hätte er das nicht gemacht, hätte ich wahrscheinlich nie wirklich angefangen an meinem Problem zu arbeiten, sondern hätte es mir immer wieder leicht gemacht und ihn als Lösung hergenommen.

Ich habe mittlerweile sehr viel an mir gearbeitet, wohne seit mehreren Wochen in einer eigenen Wohnung, was ich mir noch vor einem Jahr niemals vorstellen hätte können und es geht mir darin auch eigentlich sehr gut!

Mein Ex-Freund und ich hatten die ganze Zeit über regelmäßig Kontakt. Am Anfang deswegen, weil es mir wirklich sehr schlecht ging (weil ich wieder sehr stark unter depressiven Phasen litt) und er für mich da sein wollte (und ich auch wollte, dass er für mich da ist, weil ich in dieser Zeit nicht wusste, wie ich anders handeln sollte), der Kontakt war aber natürlich sehr schwierig, weil ich immer nur viel geweint habe und er nicht wirklich mit mir reden konnte.
Seit Anfang Februar hat er jetzt eine neue Freundin - als ich das erfahren habe, ging es mir einige Wochen noch schlechter, auch da war er aber immer für mich da. Ab da haben wir uns dann aber drei Monate nicht gesehen (weil ich das so wollte), hatten aber telefonischen Kontakt oder über WhatsApp.
Ende April haben wir uns dann das erste Mal wieder getroffen, das Treffen war auch echt toll, weil ich es auch geschafft habe, das Beziehungs-Thema außen vor zu lassen und wir hatten einige Stunden wirklich Spaß.
Seitdem haben wir uns regelmäßig gesehen, auch weil ich noch Sachen in unserer alten Wohnung im Keller hatte und als ich meine Wohnung bekommen habe, mussten wir die dann "umsiedeln".

Grundsätzlich hat das auch immer alles gepasst. Ich möchte halt immer noch mit ihm zusammen sein und wünsche mir, dass wir das irgendwann schaffen. Er weiß das auch.
Wenn ich ihn danach frage, sagt er immer wieder, dass er es nicht ausschließt, dass wir wieder zusammenkommen. Er sagt er weiß, dass ich mich verändern und selbstständiger werden möchte und er kann sich schon vorstellen, dass er diese Frau in mir dann wieder sehr interessant findet und dann mit mir zusammen sein möchte. Er sagt, dass wir jetzt beide unsere Wege gehen müssen und dass wir dann sehen, ob sie uns wieder zusammenführen oder nicht. Und er möchte eigentlich Kontakt mit mir haben und versuchen, dass wir uns neu kennenlernen und eine andere Basis zueinander aufbauen (ob Freundschaft oder Beziehung).
Momentan bin ich für ihn ein bisschen wie ein kleines Kind, um das er sich kümmern muss und auch möchte, aber keine Frau, mit der er sich vorstellen kann Kinder zu bekommen. Und auch das verstehe ich.

Ich weiß, dass viele nicht verstehen werden, warum ich immer noch mit ihm zusammen sein möchte und wieso ich nicht verstehen kann, dass er jetzt eben eine andere Freundin hat und nicht mehr mit mir zusammen sein möchte.
Manchmal verstehe ich es selbst auch nicht, aber wie wahrscheinlich viele, die in diesem Forum aktiv sind, ist es für mich so, dass er für mich "der Mann" ist, mit dem ich mein Leben leben möchte. Ich weiß, dass sich das jederzeit ändern kann, aber momentan ist es das, was ich möchte - dass er zu mir zurück möchte!

Wobei ich gerne eure Hilfe und Unterstützung hätte wäre, wie ich es schaffe, jetzt erst einmal mein eigenes Leben zu leben und andere Prioritäten in meinem Leben zu setzen.
Dass ich mit ihm Kontakt habe, erschwert mir das ganze natürlich, das weiß ich.
Aus verschiedenen Gründen lässt sich der Kontakt allerdings nicht komplett vermeiden, bzw. bekomme ich über gemeinsame Freunde und Bekannte sowieso irgendwann alles aus seinem Leben mit, deswegen habe ich mich dazu entschieden, den Kontakt mit ihm zu halten, um Dinge nicht irgendwann von irgendwem zu erfahren, sondern von ihm.
Natürlich schränke ich den Kontakt ein, so gut es geht.
Aber ein Teil von mir möchte ja, dass er sich wieder neu in mich verliebt, wenn er die Frau kennenlernt, zu dir ich mich hoffentlich momentan entwickle. Hoffentlich deswegen, weil ich mit meinem Leben selbst ja auch unglücklich war, auch schon bevor ich ihn kennengelernt habe.

Ich versuche daher, mich auf mein Leben zu konzentrieren, probiere gerade viele neue Freizeit-Aktivitäten aus, unternehme viele Dinge mit Freunden, habe auch einige neue Freunde kennengelernt und von dieser Seite aus, bin ich wirklich schon ziemlich glücklich. Ich bin ein sehr geselliger Mensch und unternehme gerne viel mit anderen Leuten und momentan ergeben sich von selbst sehr viele Dinge, was mich wirklich glücklich macht!
Leider fällt es mir seit einigen Wochen sehr schwer, mich für irgendetwas zu motivieren!
Obwohl ich nicht so gerne alleine bin, ziehe ich mich in letzter Zeit viel zurück und verbringe viel Zeit alleine in meiner Wohnung. Es freut mich dann aber auch nicht, etwas zu machen und da rede ich noch nicht einmal von Dingen, die ich machen muss, sondern auch von Aktivitäten, die mir Spaß machen und auf die ich mich eigentlich immer freue, wenn ich zum Beispiel in der Arbeit bin, wie etwa Serien oder Filme ansehen, lesen, Musik hören, Computerspielen, .
Ich habe auch eine Zeit lang sehr gerne Sport gemacht, war im Fitness Studio und viel laufen - auch dafür kann ich mich momentan nicht motivieren :/
Ich kann mich auch gerade sehr schlecht auf Dinge konzentrieren, egal was das ist.

Ich weiß, dass mir niemand genau sagen kann, wie ich das ändern kann, aber vielleicht war jemand von euch in einer ähnlichen Situation und hat ein paar Tipps für mich. Ich würde mich wirklich darüber freuen!


Liebe Grüße,
Ameliee

13.07.2017 09:14 • x 2 #1


Holunder

Holunder


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Zitat von Ameliee:
weil ich mit meinem Leben selbst ja auch unglücklich war, auch schon bevor ich ihn kennengelernt habe.


Hallo Ameliee,
schön dass du hier bist. Wir werden dir hier bestimmt etwas helfen können. Ich gehe gerne bald noch differenzierter auf dich ein, aber gerade fehlt mir die Zeit (Arbeit).
Hast du dir denn wegen deiner depressiven Phasen schon professionelle Hilfe geholt? es wäre nämlich ganz wichtig zu wissen, woraus sich deine Antriebsarmut gerade speist...
Liebe Grüße,
Holunder

13.07.2017 10:30 • x 1 #2



Hallo Ameliee,

Abhängigkeit loswerden für Neuanfang?

x 3#3


Ameliee


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Hallo Holunder,
vielen Dank für deine Antwort

Ja, ich bin seit ca. 2 Jahren immer wieder in psychotherapeutischer Behandlung. Leider ist über den Sommer meine Psychotherapeutin nicht da, weshalb ich erst im September wieder zur Therapie gehen werde.
Außerdem nehme ich unterstützend (in Absprache mit der Psychotherapeutin und einer Ärztin) seit Mitte Februar leichte Antidepressiva. Ich hatte ca. ein Jahr vorher schon einmal welche genommen, wegen meiner damaligen raschen Verbesserung und Nebenwirkungen (Gewichtszunahme und extreme Müdigkeit) wieder abgesetzt und nehme nun andere (bei denen ich diese Nebenwirkungen zum Glück nicht habe).

Das nur kurz noch zu meiner "psychologischen Situation".

13.07.2017 11:25 • #3


Pina

Pina


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HAllo Ameliee,

Willkommen hier
Deine Geschichte klingt mir etwas vertraut. Auch ich habe viel geweint in der Beziehung, auch er hat einen Beschützerinstinkt gehabt und fühlte sich immer schnell schlecht wenn es mir nicht gut ging.
Allerdings war ich vor unserem kennenlernen sehr selbstbewusst.

Hattest du hin und wieder in eurer Beziehung den Gedanken, dass er möchte dass du klein und abhängig bleibst? Damit er sich in seiner Rolle des Beschützers bestätigt fühlt?

Lieben Gruß
Pina

13.07.2017 11:37 • x 1 #4


Ameliee


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Hallo Pina,
danke für deine Antwort!
Ich freue mich, dass hier schon einige hilfsbereite Leute zu finden sind

Zitat von Pina:
Hattest du hin und wieder in eurer Beziehung den Gedanken, dass er möchte dass du klein und abhängig bleibst? Damit er sich in seiner Rolle des Beschützers bestätigt fühlt?


Nein, eigentlich hatte ich immer genau das gegenteilige Gefühl!
Ich bin nicht sehr selbstbewusst und traue mir oft nicht viel zu und hier hat er mich immer unterstützt und mir dabei geholfen meine Stärken auszubauen und "etwas aus mir zu machen" (einfach ausgedrückt), weil er mir immer mehr zugetraut hat, als ich mir selbst.
Es ist auch jetzt so, wenn er etwas mitbekommt von mir, wie das mit meiner eigenen Wohnung, dass man sofort merkt, dass ihn das furchtbar freut und er richtig stolz ist auf mich (das sagt er mir auch nach wie vor immer noch manchmal, eben in solchen Situationen).
Er ist zwar ein Beschützer, findet aber trotzdem selbstbewusste und starke Frauen interessant.
Das hat auch am Anfang bei uns eigentlich perfekt zusammengepasst - damals war ich gerade in einer Phase, in der ich sehr zufrieden mit meinem Leben war und relativ glücklich, wenn man die Zeit davor betrachtet. Da ich aber gerade in eine neue Stadt gezogen war und noch nicht viele Leute kannte, konnte er mich trotzdem hierbei unterstützen oder zum Beispiel auch im Studium.

Wir hatten in unserer Beziehung öfter Tiefpunkte, wir waren auch 2x getrennt (immer so 1-2 Monate, von ihm ausgehend) weil ich eben sehr abhängig von ihm war und immer, wenn ich hier wieder mehr zu mir selbst gefunden hatte, hat er gemerkt, dass er doch mit mir zusammen sein möchte. Nur wenn wir dann zusammen waren, habe ich es mir leider immer leicht gemacht und mich an ihn geklammert und mich nicht mit diesem Problem auseinandergesetzt.

Ich hoffe, ihr könnt euch damit ein bisschen ein Bild machen, ich habe immer das Gefühl, dass ich etwas wirr und unzusammenhängend schreibe

lg, Ameliee

13.07.2017 11:55 • #5


Pina

Pina


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Uuupppssss....

lese dir mal bitte meinen Beitrag vor "Vom Jein zu Nein ...."
mir kommt das gerade sehr bekannt vor.

13.07.2017 12:12 • #6


Ameliee


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Zitat von Pina:
lese dir mal bitte meinen Beitrag vor "Vom Jein zu Nein ...."
mir kommt das gerade sehr bekannt vor.


Ich habe mir deinen Beitrag gerade durchgelesen und ja, es gibt einige Parallelen, aber ich muss sagen, ich finde mich in vielen deiner Erzählungen nicht wieder.

Ich konnte die Gründe, die zur Trennung geführt haben immer nachvollziehen, es war immer dasselbe. Wir haben beide 2x geglaubt, dass wir diese Probleme aus dem Weg geschafft hatten, was auch für eine Zeit lang so war, aber wir sind dann immer beide wieder in alte Muster verfallen und haben es nicht oder zu spät gemerkt.
Der Grund, warum er sich im November getrennt hat war, dass er das Gefühl hatte, dass er auf mich aufpassen muss, dass er dafür verantwortlich ist wie es mir geht (weil ich mich so von ihm abhängig gemacht habe) und dass er nicht damit klarkommt, dass es sein kann, dass das unser restliches Leben so aussehen wird.
Er hat mir danach einmal gesagt, dass er nicht mehr darauf vertrauen konnte, dass es mit mir jemals möglich sein wird, eine Beziehung zu führen, wie er sie sich wünscht. Hier kam vor allem das Thema Kinder zur Sprache. Wir sind beide Ende 20, wollen beide in den nächsten Jahren noch keine Kinder, aber generell schon. Und er meinte, dass er Angst hatte, dass das mit mir nicht möglich wäre, wenn ich mein Leben selbst nicht im Griff habe.
Und das stimmt auch, dieselben Gedanken sind mir Monate vorher auch schon gekommen, ich hab sie nur nie angesprochen, weil das Thema ja nicht konkret war bei uns und ich außerdem das immer eher als Ansporn gesehen habe, dass ich mein Leben "auf die Reihe" bekommen muss und lernen, auch alleine sein zu können, etc. ...

Wir sind letztes Jahr, nachdem wir nach einer Trennung von 2 Monaten wieder zusammengekommen sind, eigentlich sofort zusammengezogen (davor hatten wir getrennte Wohnungen, was wir aber auch beide so wollten) und wir waren auch bis zuletzt glücklich mit dieser Entscheidung.

13.07.2017 12:32 • #7


Pina

Pina


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Ich war auch immer wieder abhängig, habe mich daraus befreien wollen. Es gelang mir nicht. Kaum war ich wieder stark durch eine Trennung, kam er wieder an. Beschützte und behütete mich.
Ich fühlte immer, dass ich zu abhängig bin, kämpfte gegen die Mühlen.
Er allerdings sprach nicht mit mir, so wie es dein Freund tat. Ihm zolle ich Hochachtung, dass er so ehrlich ist!
Meiner redete nicht, sondern lies mich verhungern.

Ich finde es gut, dass du so offen darüber sprichst.
Es gibt noch ein super Buch von Stefanie Stahl "Das innere Kind muss Heimat finden" Vielleicht hilft dir das etwas weiter

13.07.2017 12:45 • x 2 #8


Ameliee


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Ich habe es leider oft nicht gemerkt, weil er einfach immer darauf eingegangen ist. Er hat dann automatisch auf Dinge verzichtet, obwohl ich ihn nicht darum gebeten hatte, wenn es mir schlechter ging. Er hat das aber auch automatisch gemacht, hat es oft selbst nicht bemerkt und war dann unbewusst sauer auf mich, weil ich ihn von Dingen abgehalten habe.
Kurz vor der Trennung im November ist es uns dann beiden bewusst gewesen und wir haben auch beide versucht, alles zu tun, was in unserer Macht stand, aber zu diesem Zeitpunkt hat er mich dann eben nur noch als kleines Kind gesehen und nicht als interessante Frau, mit der er sein Leben verbringen möchte (was ich auch verstehe, mir ging es bei meinem ersten Ex-Freund ähnlich - nicht, dass ich ihn als Kind sah, aber dass sich meine Gefühle soweit geändert hatten, dass man zu diesem Zeitpunkt nichts mehr machen konnte).

Ich kann nur eben leider nicht damit umgehen, dass es so gekommen ist.
Und das Problem ist jetzt, dass er eben eine neue Freundin hat. Er will sich zwar wie gesagt weiterhin mit mir treffen und Kontakt haben, aber es ist eben etwas anderes als wenn er Single wäre.
Und ich möchte leider trotzdem alles versuchen, dass er doch bemerkt, dass diese neue Freundin nicht die Frau ist, mit der er sein Leben verbringen möchte (ich habe das Gefühl, dass das so ist und bin mir damit ziemlich sicher - immer, wenn wir uns sehen, sieht er mich an, als wollte er mir sagen "ich liebe dich ja, aber an der Gesamtsituation hat sich nichts geändert" und er kann nur schlecht alleine sein, war eigentlich immer in einer Beziehung, deswegen glaube ich das!) und dass wir es schaffen uns anders kennenzulernen und wieder zueinander finden.
Und leider schaffe ich es dabei nicht, mich auf mich und mein Leben zu konzentrieren, weil mir das die ganze Zeit im Kopf herumspukt. Obwohl ich eigentlich weiß, dass ich momentan nichts machen kann, außer zu versuchen, mein Leben so zu gestalten, dass es mich glücklich macht. Ich bin also noch immer abhängig von ihm bzw. von der Vorstellung von uns und weiß einfach nicht, wie ich das loswerden soll..

Danke für den Tipp, das Buch werde ich mir gleich mal ansehen

13.07.2017 13:02 • #9


Trauerstern


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Erinnert mich an meine Geschichte: Auch die ganze Zeit mit Ex Kontakt gehabt, er hat auch seit Monaten eine Neue. Unter diesen Voraussetzungen möchte ich aber keinen Kontakt mehr haben, weil es einserseits weh tut, andererseits auch wütend macht, wenn er eine andere mir vorzieht. Ich würde ihm sagen, dass er sich zuerst trennen soll, wenn es ihm wirklich ernst mit dir/euch ist. Alles andere macht dich nur kaputt.

13.07.2017 13:55 • #10


Pina

Pina


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Das täte mich auch runterziehen und hat einen Beigeschmack von "warmhalten"

13.07.2017 13:58 • #11


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von Ameliee:
...Er hat mir danach einmal gesagt, dass er nicht mehr darauf vertrauen konnte, dass es mit mir jemals möglich sein wird, eine Beziehung zu führen, wie er sie sich wünscht......



Zitat von Ameliee:
Und das Problem ist jetzt, dass er eben eine neue Freundin hat. Er will sich zwar wie gesagt weiterhin mit mir treffen und Kontakt haben, aber es ist eben etwas anderes als wenn er Single wäre.
Und ich möchte leider trotzdem alles versuchen, dass er doch bemerkt, dass diese neue Freundin nicht die Frau ist, mit der er sein Leben verbringen möchte ....


Du liebst doch deinen Freund, oder? Warum gönnst du ihm dann nicht sein neues Glück? Es passt halt mit euch nicht, dafür kann niemand was, ihr habt es ja oft genaug miteinander probiert....Ich finde, irgendwann muss auch mal gut sein mit dem "Neu Anfangen", und dann sollte man halt Loslassen, auch wenn es weh tut. Was meinst du?

13.07.2017 14:04 • #12


Holunder

Holunder


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Zitat von Pina:
Meiner redete nicht, sondern lies mich verhungern.

ja, das drückt es gut aus, so erging es uns auch.
Zitat von Ameliee:
Ich bin also noch immer abhängig von ihm bzw. von der Vorstellung von uns und weiß einfach nicht, wie ich das loswerden soll..

Genau da stecken viele von uns ja auch gerade drin - unabhängig davon, wie gute die Kontakte sind, sofern es denn welche gibt. Den einem Moment denke bzw. fühle ich, es geht weiter voran - die eigentliche Trennung war im Februar - im nächsten Moment möchte ich meinen Ex doch wieder wach rütteln, dazwischen möchte ich ihn beschimpfen , denn er hatte nicht die Courage so offen zu sein wie dein Ex.
Leider ist es wirklich so, dass aushalten und durchhalten die einzige Möglichkeit ist.

13.07.2017 14:15 • x 1 #13


Ameliee


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Zitat von Trauerstern:
Erinnert mich an meine Geschichte: Auch die ganze Zeit mit Ex Kontakt gehabt, er hat auch seit Monaten eine Neue. Unter diesen Voraussetzungen möchte ich aber keinen Kontakt mehr haben, weil es einserseits weh tut, andererseits auch wütend macht, wenn er eine andere mir vorzieht. Ich würde ihm sagen, dass er sich zuerst trennen soll, wenn es ihm wirklich ernst mit dir/euch ist. Alles andere macht dich nur kaputt.

Ich möchte schon Kontakt mit ihm haben, auch wenn wir nicht wieder zusammenkommen und er mit seiner Freundin zusammenbleibt. Deswegen würde ich ihn hier nie vor die Wahl stellen.
Es ist schwierig und vielleicht für die meisten unverständlich, aber dass wir gar keinen Kontakt haben, geht eben aus verschiedenen Gründen nicht, wir werden uns immer wieder irgendwo sehen und voneinander hören, deswegen ist es mir wichtig, dass wir das "richtig" machen, weil wenn ich dann nur beiläufig etwas mitbekomme, tut es mir noch mehr weh, als wenn ich es von ihm selbst höre.

Zitat von Selbstliebe:
Du liebst doch deinen Freund, oder? Warum gönnst du ihm dann nicht sein neues Glück? Es passt halt mit euch nicht, dafür kann niemand was, ihr habt es ja oft genaug miteinander probiert....Ich finde, irgendwann muss auch mal gut sein mit dem "Neu Anfangen", und dann sollte man halt Loslassen, auch wenn es weh tut. Was meinst du?

Ja, ich liebe ihn und ich gönne es ihm, dass es ihm gut geht.
Nur heißt das für mich nicht automatisch, dass ich plötzlich nicht mehr mit ihm zusammen sein will. Wenn das so einfach gehen würde, dass ich da einen Schalter in meinem Hirn umschalte, hätte ich das schon gemacht, aber für mich ist das leider nicht so. Wenn ich loslassen können würde, würde ich es tun, genau hier liegt mein Problem.

Zitat von Holunder:
Genau da stecken viele von uns ja auch gerade drin - unabhängig davon, wie gute die Kontakte sind, sofern es denn welche gibt. Den einem Moment denke bzw. fühle ich, es geht weiter voran - die eigentliche Trennung war im Februar - im nächsten Moment möchte ich meinen Ex doch wieder wach rütteln, dazwischen möchte ich ihn beschimpfen , denn er hatte nicht die Courage so offen zu sein wie dein Ex.
Leider ist es wirklich so, dass aushalten und durchhalten die einzige Möglichkeit ist.

Genau so geht es mir auch.
In meinen schlechten Phasen habe ich ihn leider auch beschimpft, dass er Schuld daran ist, dass es mir schlecht geht, usw. aber das tut mir mittlerweile auch sehr leid und darüber haben wir uns auch ausgesprochen und er ist mir deswegen nicht böse.
Ich merke ja auch, dass es voran geht bei mir, aber wie gesagt, ich komme von der Vorstellung nicht los, dass ich mit ihm zusammen sein möchte, selbst wenn ich es gerne möchte. Ich würde sehr gerne einfach loslassen können, das würde mir so vieles leichter machen.
Aber ich habe dieses Gefühl, dass er "der Eine" für mich ist, egal wie oft wir es schon versucht haben!

13.07.2017 15:27 • #14


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von Ameliee:
In meinen schlechten Phasen habe ich ihn leider auch beschimpft, dass er Schuld daran ist, dass es mir schlecht geht, usw. aber das tut mir mittlerweile auch sehr leid und darüber haben wir uns auch ausgesprochen und er ist mir deswegen nicht böse.....



Zitat von Ameliee:
Nur heißt das für mich nicht automatisch, dass ich plötzlich nicht mehr mit ihm zusammen sein will. Wenn das so einfach gehen würde, dass ich da einen Schalter in meinem Hirn umschalte, hätte ich das schon gemacht, aber für mich ist das leider nicht so. Wenn ich loslassen können würde, würde ich es tun, genau hier liegt mein Problem....


Vielleicht läuft bei ihm eine Art Selbstschutzmodus, weil er merkt, dass du ihm nicht gut tust? Deshalb hat er auch die neue Freundin, die nun wie eine unsichtbare Mauer wirkt und ihn davon abhält sich zu wiederholten Male mit dir einzulassen?
Wenn du ihn loslassen würdest, dann platzt dein Traum von dem gemeinsamen Leben mit ihm?
Aber zugleich hättest du auch Raum für Neues, für Selbstentwicklung und neue Erfahrungen mit dir selber.....diesen neuen Raum wirst aber du erst nach deiner selbst gewählten Ausbremsung erleben.

13.07.2017 19:23 • x 1 #15




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