@citty
Eine einfache und zugleich komplizierte Frage: Warum? Weil die Hoffnung zuletzt stirbt?
Ich kann es nur aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. Ich kenne meinen G. schon sehr lange. Es ist eine lange Geschichte. Für mich ist sie einzigartig, für andere vielleicht nicht. Einzigartig war auch unser Treffen nach vielen Jahren: es hat uns beide einfach umgehauen und so begann diese Liebes"geschichte".
Schon vor vielen Jahren - war es ein Kuss, der mich verrückt gemacht hat. Für mich war aber damals die Tatsache dass er verheiratet und zwei kleine Kinder hatte ein Tabu. Jetzt nach vielen Jahren, sind die Kinder erwachsen und natürlich dachte ich, dass wenn uns das Leben wieder zusammengeführt hat, es ja einen Sinn hat und wir vielleicht jetzt eine Chance haben. Zu dem Zeitpunkt war ich in meiner damaligen langjähärigen Beziehung nicht wirkllich glücklich und natürlich dachte ich mir, dass mein G. wohl in einer ähnlichen Gefühls-Situation ist. Das sagte er auch von sich häufiger. Zuerst haben wir die Notbremse gezogen, weil wir es unseren Partnern nicht antun wollten und dann geschah es doch. Wir konnten es nicht lassen. Wir taten uns einfach gut. Ich hatte noch nie so gefühlt! Ich habe mich daraufhin bald von meinem Lebensgefährten getrennt. Vielleicht war das DER SINN dieser erneuten Begegnung. Ich weiß es nicht....Jedenfalls hat mir mein G. niemals etwas konkretes versprochen. Ich habe immer nur gehofft, dass er zu seinen Gefühlen steht! Aber: er tut es nicht, warum auch immer...jedenfalls sicher nicht weil die Gefühle fehlen...Feigheit, falsches Verantwortungsbewußtsein, soziales Umfeld...und wichtig in dem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass ich nie wollte, dass er sich wegen mir trennt, sondern dass er sich für SICH entscheidet, weil er in seiner Ehe wohl sehr unglücklich zu sein schien. Nun ja, jetzt will er die Normalität, die vor unserer Beziehung herrschte wieder zurück und ich wünsche ihm Alles Glück der Welt.
Warum also war ich bereit so lange "mitzumachen"? Weil ich an UNS geglaubt habe und weil ich hoffte, dass er es irgendwann schafft, sich durchzusetzen und über seine Gefühle offen zu sprechen! Er hat aber leider andere Prioritäten als ich. Mir ist es nämlich egal, was die Leute denken, was meine Familienmitglieder sagen...wenn ich liebe, dann tue ich alles damit diese Liebe wachsen und gedeihen kann...wir haben doch nur das eine Leben und wenn uns das Glück zuteil wird eine solche Liebe zu empfinden, dann sollen wir doch alles erdenkliche tun um sie am Leben zu erhalten in Respekt und Achtung zueinander...
Tja, es ist wohl die Hoffnung....
...und ich denke nicht, dass ich reingefallen bin...ganz und gar nicht...ich bin froh und dankbar, dass ich diese Gefühle empfinden durfte....
