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ADHS und Liebeskummer

G

GoBo
Gast

Hallo liebe Community,

meine Partnerin hat sich vor ca. 4 Wochen plötzlich getrennt. Es lag nicht daran, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat oder es jemanden anderes gibt.

Sie und und ich haben diagnostizierte ADHS. Seit einem halben Jahr nimmt sie Elvanse ein. Dadurch kann sie sich gut selbst regulieren, besser organisieren und kommt allgemein besser mit Situationen zurecht, die ihr vorher Probleme gemacht haben.
Vor den Medikamenten haben wir es immer wieder geschafft über uns selber zu regulieren.

Da liegt auch der Grund der Trennung. Meine Impulsstörung, die sich nie gegen sie gerichtet hat und dass ich mich immer über sie regulieren konnte. Das alles lief eher unterbewusst ab. Das war auf Dauer so eine große Last für sie, dass sie sich getrennt hat.

Seit kurzem haben wir erstmal den Kontakt unterbrochen. Weil sie auch nicht von mir los kommt und bei mir wieder alles aufreißt. Wofür ich auch Verständnis habe.

Was ich mir von diesen Forum versprechen ist, darüber zu reden und sich speziell mit anderen Menschen auszutauschen. Vielleicht kann man sich gegenseitig helfen. Durch diese Zeit zu kommen.

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Z
Hallo GoBo,
Ich fühle extrem gut mit dir, da ich mich in einer ganz ähnlichen Lage befinde (siehe auch meinen eigenen Thread), es genügt wenn du. mienen letzten Beitrag dort liest..
.
Zu deinen Gedanken möchte ich dir ein paar Punkte mitgeben, die mir selbst gerade bewusster werden:

1. Medikation kann helfen
Ich denke, dass eine passende Medikation bei ADHS extrem viel Positives bewirken kann – gerade was die Impulskontrolle angeht. Es nimmt oft die sprichwörtlichen Spitzen aus den Emotionen.

2. Die eigene Verantwortung
Aber die Medikamente sind nur das eine. Als denkende Menschen haben wir auch unseren Mitmenschen und Partnern gegenüber die Pflicht, uns selbst regulieren zu wollen.
Ich selbst habe das in der Vergangenheit auch viel zu wenig aktiv gemacht – leider mit demselben Resultat wie bei dir: der Trennung.

3. Selbstregulation statt Fremdregulation
Wie ein anderer Forist hier im Forum vor kurzem so treffend geschrieben hat: Der Partner ist nicht dazu da, dich zu regulieren. Das musst du selbst übernehmen.
Wenn man sich immer auf den anderen verlässt, baut man selbst kaum eigene Resilienz auf. Das überfordert das Gegenüber auf Dauer massiv – selbst wenn die Gefühle eigentlich da sind.

Nimm den Kontaktabstand jetzt als Chance, genau an diesem Punkt anzusetzen - vor allem für dich selbst.

Kopf hoch, du bist mit dem Thema nicht allein !

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A


ADHS und Liebeskummer

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Ouabain
Hallo @gobo ,

willkommen im Forum
tut mir leid zu hören, dass Deine Beziehung zerbrochen ist. Hier ist eigentlich immer jemand zum Austauschen.
In letzter Zeit gibt es hier relativ viele Threads, wo ADHS eine Rolle spielt. Meist allerdings von der anderen Seite. Also von Verlassern, die sich schwer tun mit ihrer Entscheidung, doch für sich keinen anderen Weg gesehen haben.
Da ihr beide diagnostiziert seid - wie kommt es, dass sie Medikamente nimmt und Du nicht? Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

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G
@ZeitlosEcht
Hallo,ich möchte dir erstmal für deinen Beitrag danken und für deine Ratschläge. Ich setze sehr große Hoffnungen in die Medikamente und hoffe, dass sie mir bei den Problemen mich selbst zu regulieren helfen und dass sie merkt,dass wenn das alles kein Thema mehr ist,sie sich wieder für mich entscheidet.
Welchen Thread mein du genau?ich würde den gerne lesen.

#4


G
@Ouabain
Hallo, vielen Dank für dein Mitgefühl und Beitrag.
Ich habe mich lange Zeit dagegen gesträubt, weil ich Angst davor hatte,dass die Medikamente meine Persönlichkeit verändern. Doch ich habe gemerkt,dass ich Stress und die negativen Gedanken nicht mehr kontrollieren kann. Mein Leidensdruck wird immer größer und hat sich nach der Trennung natürlich noch verschlimmert.

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Ouabain
Zitat von GoBo:
ich Angst davor hatte,dass die Medikamente meine Persönlichkeit verändern.

So wie ich das hier von anderen Betroffenen gehört habe, tun sie das teilweise wohl auch. Allerdings baut sich die Wirkung sehr schnell wieder ab. Einige Menschen lösen das für sich so, dass sie die Medis nur unter der Woche nehmen. Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob da alles in gleicher Weise wirkt. Müsste Dein Arzt Dir sagen. Oder hat er vielleicht ja schon auch.

Hast Du es inzwischen denn jetzt versucht?

#6


G
@Ouabain
Den Termin habe ich erst in 3 Wochen. Ich werde mich natürlich vollumfänglich beraten lassen und ihn meine Probleme erörtern.
Momentan muss ich nur diesen Leidensdruck überwinden. Der durch den Liebeskummer noch verstärkt wird.

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Z
@GoBo
nach-20-jahren-am-abgrund-brutale-ungewissenheit-t77270-s75.html

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G
@ZeitlosEcht es liest sich wirklich sehr interessant und ich erkenne einige Parallelen.
Wie war es bei dir nachdem du Medikamente bekommen hast? Wie war das mit der emotionalen Selbstregulation und bist du ausgeglichener?

#9


Z
Bei mir ist die Wirkung von Ritalin ein zweischneidiges Schwert...

Tagsüber hilft es mir zwar, aber mein Problem ist der Abend wenn die Wirkung weggeht: Ich erlebe dann einen regelrechten emotionalen Absturz mit extremer Gereiztheit, schlechter Laune und Traurigkeit - klann ab er sein, dass sich das noch einpendelt.

Hier in der Schweiz bestehen die Krankenkassen aus Kostengründen meist darauf, dass man zuerst mit Methylphenidat (also den Ritalin-artigen Präparaten) anfängt, bevor Alternativen übernommen werden.

Dabei ist Elvanse wohl wegen des Wirkstoffs deutlich sanfter und weniger stark in den Schwankungen, deshalb werde ich wohl wechseln...

Aber nochmals: Das Medikament wird dir nicht alles wundersam heil machen - du hast vermutlich Jahrelang vieles an deinen Partner abgeladen, du musst bewusst versuchen dich selbst zu regulieren...

#10


G
@ZeitlosEcht Retalin ist für mich wahrscheinlich nicht ganz so gut geeignet. Weil es meinen Hyperfokus verstärken könnte. Dann bin ich zwar abgelenkt aber mein Problem der gestörten Impulskontrolle könnte sich vielleicht verstärken.

Dein Beschreibung der Wirkung bei dir klingt wirklich schlimm. Denn genau das ist doch das was man nicht mehr möchte.
Deswegen ist Elvanse auch das Mittel der Wahl für mich.

Heute habe ich wieder ein Schritt in die richtige Richtung gemacht und habe mir schon ein EKG schreiben lassen. Was für die Verschreibung notwendig ist.

Natürlich weiß ich, dass dieses Medikament nicht all meine Probleme lösen wird oder mich auf wundersame Weise heilt. Den Großteil davon muss ich selber angehen. Ich habe schon nach Psychotherapie geschaut aber hier in Deutschland ist es wirklich schwer ein Therapieplatz zu bekommen. Trotzdem bleibe ich dran.

Das makabere daran ist, dass ich seit der Trennung mich ganz gut regulieren kann. Dinge die mich früher geärgert haben lassen mich kalt. Doch ich glaube, dass mein Kopf gerade zu sehr mit der Trennung beschäftigt ist um mich mit anderen trivialen Dingen zu beschäftigen. Trotzdem habe ich mir schon Strategien rausgesucht die mir helfen. Atemübungen, Meditation und kleine Lifehaks für den Alltag.

#11


A


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