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Affäre aus der Sicht eines Mannes

Tina84

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@gibby.... ja ist immer schwer hier jemandem für einen Beitrag zu danken, wir sind ja hier Grad nicht in einer Gruppe für Lotto Millionäre...

Dennoch dank ich dir, weil's so respektvoll euch beiden gegenüber geschrieben ist... das ist eine schöne Abwechslung bei diesem Meer an gebrochenen Herzen inkl dem meinen, die soviel Mut und Kraft ( verständlicherweise) noch nicht aufbringen, es so anzugehen wie du

01.02.2017 21:41 • #16


KBR

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Zitat von gibby:
@selbstliebe: Ja. Das habe ich sehr intuitiv gespürt. Der Drang sie ziehen zu lassen war enorm. Ich wollte das nicht mehr aushalten. Es hat mich zerrissen. Ich dachte auch, ich ziehe besser die Reißleine an einem Punkt, wo die Liebe noch nicht todgeritten ist. Denn wenn sie ginge, was sie dann tat, würde sie sich eher der schönen Momente erinnern und es meine Chance erhöhen, dass sie wiederkäme. Aber da habe ich mich geirrt. Und selbst wenn sie so leidet wie ich, dann gibt es nach ihrem Brief kein Zurück. Denn an der Tatsache, dass ich Kinder habe und mich selbstverständlich um sie kümmern werde, sie mich also nie wirklich so exklusiv haben kann, wie sie sich das von einem Mann wünscht, ändert sich nichts. Ihre Klarheit ist die meine. Und damit kann ich mittlerweile gut umgehen. Ich verkläre das auch nicht mehr als die große Liebe. Denn dann wäre sie hier und die Kompromisse wären für sie tragbar. Dieser Gedanke hilft mir beim Abschließen enorm.


Das Leben ist schon verrückt. Die wichtigsten Männer meines Lebens hatten immer Kinder und ich war immer bereit, diese zu akzeptieren und als Nr. 1 in den Leben der Männer zu verstehen, obwohl (oder vielleicht weil) ich nie Kidner wollte. Trotz dieser Einstellung WAREN es die Männer meines Lebens, denn es hat aus anderen Gründen nie funktioniert. Wobei ich sagen muss, dass auch die Erfüllung der großen Liebe aus meiner Sicht an den Umständen scheitern kann. Ergo würde ich dem nicht zusitmmen, dass die große Liebe zwingend immer funktioniert.

01.02.2017 22:10 • #17



Affäre aus der Sicht eines Mannes

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VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Die Herzdame von gibby wusste von Anfang an, dass er Kinder hat. Die, wenn ich es richtig verstanden habe, ja noch nicht einmal bei ihm leben, sondern unter der üblichen, meinetwegen auch großzügigeren Besuchs- und Wochenendregelung bei ihm sind. Sich daran zu stören, grade wenn man sich in einen Mann verliebt, der ein klitzekleineswenig nen Altersvorsprung hat, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich verstehe durchaus, dass Liebe nicht ausreichen mag, wenn man einer Patchwürg-Situation ausgesetzt ist und sich im Alltag nicht mehr damit arrangieren kann, weil es zu viele Probleme gibt.

Aber soweit waren der TE und seine potentielle Partnerin ja noch gar nicht. Sie mochte nicht akzeptieren, dass es Menschen - nämlich seine Kinder - gibt, die ihm immer bedingungslos nahe sein werden. Von daher denke ich leider auch, dass ihre Liebe nicht groß genug war.

Ich wünsche Dir alles Gute, gibby!

01.02.2017 22:26 • x 2 #18


jägermeisterin

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@victoria
naja und sie war ja nun auch frisch verheiratet - reichte da die Liebe auch für den Ehemann nicht aus, sich einer Affäre zu entziehen?

Finde Deinen Beitrag anrührend und verstehe Dein niemals wieder sehr gut. Unterm Strich schmerzt es nur -
Es gibt einfach in den allermeisten Fällen derlei Konstellationen nur Verlierer und auch wenn es unendlich abgedroschen klingt, eine Beziehung auf den Scherben von 2 anderen aufbauen birgt mit Sicherheit Schwierigkeiten.
Darüber hinaus seit ihr altersmäßig schon etwas weiter auseinander, ggf. spielte das eine Rolle - wenn sie mit Anfang/Mitte 30 Kinder haben möchte bist Du bald an die 50 - das ist nun mal ein Unterschied. Weiß nicht, wie alt der Ehemann ist ...

auf alle Fälle schreibst Du, Du hast mit offenen Karten gespielt und zu ihr gestanden, während sie sich da schwerer getan hat - dennoch hat sie im Gegensatz zu Dir ihrem Mann reinen Wein eingeschenkt. Vielleicht Du nicht aus falsch verstandener Rücksichtnahme ... aber alles hätte wenn und aber nutzt ja auch gerade nix.
Du wirst jetzt Deine Zeit brauchen um zu verarbeiten und abzuschließen und es gibt sicher hier auch ne Menge Beiträge anderer, die Dir helfen können ...
alles Gute

01.02.2017 22:56 • x 2 #19


Tina84

77437
@jägermeisterin. . Eine Beziehung auf den Scherben von 2 anderen aufzubauen ist keine gute Basis ...Du hast das in Worte verpackt was ich fühle und mich mit deinem Beitrag berührt
Danke

02.02.2017 06:29 • x 1 #20


Tina84

77437
@gordon
..hab lachen müssen bzgl deines Briefbeitrags... und ich muss dir recht geben. ..
Frau hat glaub ich im Vergleich öfter das Bedürfnis noch per Brief einiges klarzustellen.. ich denke einerseits um gehört und verstanden zu werden, andererseits ist das sehr wohl im eigenen Sinne, um die Dinge so zu positionieren damit man selber damit besser leben kann..
So etwas drückt für mich schon meist Verzweiflung oder einen angeknacksten Selbstwert aus bitte anzumerken dass ich höchst selbst schon geistig einige Briefe verfasst habe. ..dennoch in Grunde wäre es (noch nicht) freien Herzens, wenn nicht sogar manipulativ...welches Szenario der Enttäuschung daraus resultieren kann, ist Geschichte.

02.02.2017 06:48 • #21


Assi07

Assi07

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@Tina84

Warum ist ein Brief, der ehrlich ist und die innersten Gefühle offenbart, manipulativ? Muss man immer gleich vom negativsten ausgehen? Natürlich schafft er vor allem der Verfasserin Erleichterung, aber ist das nicht auch verständlich? Und kann so ein Brief nicht auch für den Empfänger unter Umständen erleichternd sein? Ich wäre froh, hätte ich von meinem AM mal ehrlich und persönliche Worte, auch gerne in einem Brief, vernommen.

02.02.2017 06:54 • x 1 #22


Tina84

77437
@assi07... Nein bei Gott nicht immer aber ich bin schon der Annahme dass des Öfteren Briefe ( vorallem kurz nach der Trennung ) völlig unbewusst manipulativ ( nenn es hoffnungsvoll ) verfasst werden ist ja auch klar. ..im Idealfall. ..ich darf annehmen so wie leider nicht in deinem, bekommt man oder gibt man Erklärung für Geschehenes...lässt Wunden damit heilen. ..
Nur ist das doch selten der Fall das ist meine Realität im übrigen finde ich es aus fraulicher Sicht sehr schade, dass sich offenbar in Beziehung 9 Seiten Brief anstauen müssen, die offenbar den Weg zum Gegenüber in all der Zeit über Gespräche nicht gefunden haben

Und nur um die Briefthematik mal von der anderen Seite aufzurollen...wenn ich, so wie gibby hier, diese sicher von Herzen ehrliche Offenbarung annehmen und richtig deuten kann, sprich die Trennung dann akzeptabel wird...dann ist das doch perfekt..
Nur wie oft ist's der Fall dass man als Schreiberling auf Antwort hofft bzw als Beschriebener um Antwort ringt....ein Danke für deine Zeilen ( und mehr ist es eigentlich dann schon nicht mehr) erscheint mir aus emotionaler Sicht meist (die Betonung liegt auf meist gerade in frischen Trennungsphasen ) fast unmöglich

Wie ich bereits sagte.
.daraus resultierende Hoffnung bzw zwischen den Zeilen lesen kann, muss natürlich nicht, dem Elend wieder Anstoss geben

02.02.2017 07:11 • x 1 #23


gordon

77437
Zitat von Tina84:
dennoch in Grunde wäre es (noch nicht) freien Herzens, wenn nicht sogar manipulativ...welches Szenario der Enttäuschung daraus resultieren kann, ist Geschichte.


Dont get me wrong, ich hab nichts gegen nen netten Brief ich hab aber was gegen ich lad mal eben mein *beep* bei Dir per Post ab, damit ich ihn los bin - und mich besser fühl.

Dann klebt der kram naemlich an mir, und damit kann man(n) ja in der Regel nichts anfange ausser im Kopf Achterbahn darauf fahren.

Meiner Meinung nach Kategegorie : ich pinsel mal eben alles auf was mir gerade so durch die Birne schiesst und eher nen Fall von erzaehls deinem Friseur

Wer Redebedarf hat kann in diesen gern bei mir anmelden, muss dann aber eben auch damit Leben, das dem nicht stattgegeben wird und wenn doch dann Vice a Vice am Küchentisch mit nem Glas wein drauf.

Gruss,
g.

02.02.2017 08:57 • x 1 #24


gibby

77437
Vielleicht hilft es, wenn ich einmal schreibe, was der Brief in mir bewirkt hat, um zu vermeiden, dass über sie gerichtet wird, ohne sowohl den Inhalt als auch sie zu kennen.

Ihr Brief war voller Liebe. Er hat mir gezeigt, dass sich hier eine Frau gegen eine tiefe Liebe entschieden hat und zwar einfach deshalb, weil ihr Sicherheitsbedürfnis zu groß ist. Es liegt in den Grundzügen ihres Wesens verankert, alles planen zu wollen, die Zukunft in deutlichen Bahnen vor sich zu sehen, auf denen sie nur noch wandeln muss, damit alles gut wird.

Nun aber, mit mir, hat ihr das Leben gezeigt, dass es durchaus in der Lage ist alle Pläne in Schall und Rauch aufgehen zu lassen.

Die Lehre daraus hätte sein können, ein Leben mit mir zu führen, dessen Verlauf und Ende noch im Nebel der Zukunft verborgen liegt. Aber so ist es nicht gekommen. Zu groß waren ihre Ängste. Und so ist sie wieder in die (vermeintliche) Stabilität und Kontinuität eines Lebens mit ihrem Mann zurück. Vielleicht war die Lehre für sie also einfach, dass sie sich, dass sie sich beide nun dessen bewusst sind, was sie aneinander haben, fortan daran festhalten, es bewahren und beschützen. Ich schrieb ihr dazu: Vielleicht ist es es manchmal besser eine weniger tiefe und leidenschaftliche Liebe zu leben, anstatt eine, die so licherloh brennt wie die unsere. Denn ein solches Feuer kann einen Geist, den es so nach Sicherheit dürstet wie den ihren, auch verzehren.

Wie auch immer es sich verhält. Ich bin ihr nicht böse.

Ich habe ihr Wesen recht schnell durschaut und habe sie bewusst angenommen, bewusst geliebt - obwohl ich diesbezüglich anders bin. Eben weil mich das Leben schon gelehrt hat, dass nichts sicher ist, dass das Leben gerade dann andere Bahnen nimmt, wenn man es am wenigsten erwartet. Neuestes Lehrstück war diese Liebe.

Der Brief hat mir meinen Frieden wiedergegeben. Denn er hat jegliche Hoffnung auf ein Leben mit ihr zerstört. Und dafür bin ich ihr dankbar. Aber die Liebe, das was wir hatten, schmälert das in keinster Weise. In mir bleibt das Gefühl zurück, dass sich hier zwei Menschen begegnet sind, die sich am Ende aus Liebe loslassen mussten. Das hat der Brief bewirkt. Und so hat sie es auch gesehen. In meinem vorigen Posting habe ich geschrieben, dass die Liebe nicht groß genug war, denn sonst wäre sie bei mir. Ich will das jetzt etwas relativieren. Sie war es. Aber ihre Ängste waren zu groß, die Hindernisse schienen ihr unüberwindbar. Daran kann eine Liebe scheitern und ist nichtsdestotrotz Liebe.

Und das kann ich ertragen. Denn ich habe sie geliebt, wie sie ist. Wie könnte ich da, nur weil wir scheiterten, sie an ihren Ängsten scheiterte, alles in Frage stellen?

Unser beider Lieblingszitat war:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.(Vaclav Havel)

PS: Und nun glaube niemand, ich sei so selbstlos oder blind vor Liebe, dass ich zwischenzeitlich nicht auch Wut empfunden habe.

PPS: Nicht alles endet wie in Hollywood. Hollywood zeigt auch immer nur, wie sich zwei Menschen nach möglichst vielen Umwegen finden. Aber wie das Leben danach weitergeht, wie man sich vielleicht wieder verliert, das zeigt es nicht.

02.02.2017 11:02 • x 7 #25


Yosie

Yosie

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Meine Erfahrung ist, dass es Trennung in Liebe gibt, warum auch nicht. Liebe trägt viele Kleider, zu erwarten, dass Liebe = Zusammensein- ist ein kleingeistiger Trugschluss .Manchmal soll es einfach nicht sein, dass zwei Menschen aus Liebe zusammen sind, dann sind sie eben in Liebe getrennt. Alles menschlich.

02.02.2017 12:21 • x 4 #26


Dummda2

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Ich habe mich von meinem ersten Parzner getrennt, obwohl ich ihn noch geliebt habe. Aber ich wußte, dass ich mit ihm nicht das Leben haben kann, das ich haben wollte. Ich bereue meine Entscheidung nicht.

02.02.2017 12:35 • #27


gibby

77437
Zitat von Selbstliebe:
Meine Erfahrung ist, dass es Trennung in Liebe gibt, warum auch nicht. Liebe trägt viele Kleider, zu erwarten, dass Liebe = Zusammensein- ist ein kleingeistiger Trugschluss .Manchmal soll es einfach nicht sein, dass zwei Menschen aus Liebe zusammen sind, dann sind sie eben in Liebe getrennt. Alles menschlich.


Weswegen sowohl sie als auch ich unseren jeweils letzten Brief aneinander mit In Liebe schlossen.

02.02.2017 12:41 • #28


Dummda2

77437
Mein damaliger Partner sagte zu mir, er ließe mich gehen, weil er mich liebt. Ich habe lange gebraucht um es zu verstehen. Klar, wenn man liebt, dann glaubt man, dass alles möglich ist und nur beide daran arbeiten müssen. Aber letztlich haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Er war halt auch mehr als zehn Jahre älter und wußte, dass er sich nicht ändern würde. daher war es wohl tatsächlich ein Liebesbeweiß (oder Verantwortung), dass er mir keine wilden Versprechungen gemacht hat, sondern mich hat ziehen lassen. Vielleicht wollte er mich auch loswerden ,-) Vor ein paar Jahren kontaktierte er mich mal über FB. ich spürte, dass ich ihn nicht mehr liebe. Aber der gegenseitige Respekt und Wohlwollen war immer noch da und wird wohl auch bleiben. Damit ist es für mich dennoch eine gute Geschichte. Damals war es jedoch hart für mich. Sich gegen die Liebe zu entscheiden ist eine grausame Entscheidung.

02.02.2017 12:52 • #29


Kaetzchen

77437
Zitat von gibby:

PPS: Nicht alles endet wie in Hollywood. Hollywood zeigt auch immer nur, wie sich zwei Menschen nach möglichst vielen Umwegen finden. Aber wie das Leben danach weitergeht, wie man sich vielleicht wieder verliert, das zeigt es nicht.


Ich war heute im Kino. La la Land. Auch Hollywood entwickelt sich

04.02.2017 00:04 • #30



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