Zitat von Butterblume63:Naja, umgekehrt liest man es doch auch häufig,dass nette,liebevolle Männer für wahre Bad Boys verlassen werden.
Ich glaube es geht um den Jagdinstinkt um solche "Alpha-Menschen" für sich zu gewinnen. Wertet einen selbst auf oder zumindest glaubt man dies.
Das glaube ich in unserem Fall definitiv auch! Yes!
👏 Ich kenne ihren Mann nur vom Hören und Sagen anderer Dritter (sie hatte sich da stets komplett zurück gehalten) und von aktuellen Bildern.
Und ich bin auch NICHT besser oder schlechter, als jener eine, nur komplett anders:
• Er: 1,70 m; Ich: 1,88 m
• Er: 70 kg; Ich: 95 kg
• Er: Hauptschüler; Ich: Akademiker
• Er: Rocker; Ich: Bildungsmensch
• Er: Kinderlos; Ich: 3 Kids
• Er: angeblich langweilig und verbal nicht mitteilungsbedürftig (ich würde eher eingeschüchtert sagen); Ich: eloquent
• Er: eher sesshaft; Ich: stets unternehmungslustig (außer z. Zt.)
• Er: Kettenraucher; Ich: Nicht-Raucher
• Er: Motorradmechaniker; Ich: Unternehmensberater
• Er: tätowiert; Ich: Clean
• Sein *beep*: keine Ahnung; Meiner: angeblich wesentlich passgenauer
• Er: angeblich wortkarg; Ich: romantisch (und habe mir aus dem Stehgreif jede Nacht eine Gute-Nacht-Geschichte für sie ausgedacht)
• Er: Spiegeleier-Typ; Ich: Gourmet-Koch-Typ
• Er: abgerichteter Schoßhund; Ich: bis zum Schluss aufmüpfiger Revolutionär
• Er: Harley-Fahrer; Ich: A-8-Fahrer
• Seine Hobbies: Bikes &:Grillen; Meine Hobbies: meine Kids & Sport
• Berufliches Ansehen: Er: keine Ahnung; Ich: stark hofiert
Und so habe ich ihrem angestauten Ehealltag wohl nicht nur etwas Glanz verliehen.
Wie gesagt, ich teile nicht Grönemeyers "Männer kaufen Frauen". Aber ich habe ihr regelmäßig auch mal kleine Geschenke zwischendurch gemacht und nicht unbedingt etwas Großartiges, vielleicht mal eine Bluse oder ein Buch oder auch mal ihren Duft.
Und dann beschwerte sie sich vor kurzem darüber, dass ich ihr angeblich immer zu viele und zu große Geschenke mache. Da muss das schlechte Gewissen wohl schon in der Mahnstufe gewesen sein.
Und ihren Typen hat sie im Griff. Bei mir musste sie sich regelmäßigen konstruktiven Diskussionen stellen. Und sie wusste, dass, wenn mir etwas nicht passt, ich dies in all den Jahren auch zur Sprache gebracht hatte und zwar sehr direkt.
Und dass ich so etwas künftig nicht abstellen würde, war wohl auch ihr klar gewesen. Aber das waren gute Gespräche zwischen uns beiden gewesen und eben keine Streitgespräche.
Nur folgten jene Gespräche einem bestimmten Muster, nämlich, dass man neutral in das Gespräch, was den Ausgang anbelangt, hineingeht und sich später Logik und Verstand unterordnet.
Aber sie mochte zunehmend keine Unterordnung. Trotzdem verlor sie die meisten Diskussionen, obwohl sie von uns beiden der bessere Rhetoriker ist. Aber auch Rhetorik ist mit guten und zutreffenden Argumenten in ihre Schranken zu weisen. Aber ich habe innerhalb unserer Beziehung stets extremsten Wert darauf gelegt, nicht unter ihrem Pantoffel zu stehen.
Zum einen, weil mir so etwas grundsätzlich zuwider ist, zum anderen, weil jede Frau den Respekt vor einem verliert, wenn man(n) unterwürfig wird.
Ich habe nicht immer gemacht, was ich wollte, aber ich habe stets getan, was ich für richtig hielt, auch, wenn ich wusste, dass es ihr nicht passt, auch, wenn mir klar war, dass es danach 'dicke Luft' gab. Aber das hatte unsere Sache ausgehalten.
Z. B. wollte sie nicht, dass ich mir das letzte Auto kaufen. Der alte Wagen wäre noch gut genug gewesen, sagte sie, was definitiv auch stimmte.
Aber ich wollte schon immer mein aktuelles Fahrzeugmodell fahren. Und so kaufte ich mir den Wagen letztes Jahr, ohne sie vorher davon in Kenntnis zu setzen. Ehrlich gesagt, ich habe es sogar bewusst verschwiegen und sie dann damit überrascht.
Sie war darüber not very amused, weil sie der Ansicht war, dass eine solch relativ hohe Ausgabe gemeinsam zuvor besprochen gehört.
Auf der einen Seite gab ich ihr Recht. Auf der anderen Seite sagte ich ihr auch, dass ich so etwas, wenn wir unter einem gemeinsamen Dach wohnen, genau so sehen würde. Und ich gab darüber hinaus zu bedenken, dass ihre 'animalischen Wegbegleiter' im Laufe der Jahre mehr Geld verschlingen, als meine PKW-Differenzzusatzkosten.
Dies kann man argumentativ drehen, wie man will. Aber als sie vor drei Wochen das letzte Mal bei mir war, äußerte sie noch einmal ihr Unbehagen darüber, dass ich sie damals in die PKW-Kaufentscheidung nicht miteinbezogen hatte.
Außerdem hätte auch ich sie angelogen, was den Kaufpreis des Autos anbelangt, wie sie glaubte herausgefunden zu haben. Damit versuchte sie ihre Krankheitslüge zu relativieren. Aber ich hatte nicht gelogen, ich hatte ihr lediglich den Netto-Preis genannt, der für mich als Selbständigen maßgeblich ist. Aber auch, ja, um bei ihr nicht gleich so einen Schocking Moment auszulösen. Das stimmt wohl.
Aber ich stehe ja schließlich nicht unter ihrem Pantoffel und kann mit meinem Geld machen, was ich mag.
Aber jener Lügenvergleich entbehrte ohnehin jeglicher Grundlage, vergleichbar damit, als hätte ich ihr einen 'falschen Wetterbericht' geliefert, was ihre Krankheitslüge im Umkehrschluss nicht nur relativieren, sondern mehr als dies wohl auch noch egalisieren sollte.
Tritzdem hatte mir ihre Reaktion irgendwie auch gefallen, weil ich mir eingebildet hatte, darin auch ein gewisses Zukunftsinteresse herausgedeutet zu haben.
Aber jetzt bin ich wieder bei Euch Forum-Mädels: Ich bin ja keine Frau, sondern nur ein naiver Mittfünfziger.