pablito
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Ich (29) habe vor etwa einem Jahr eine Frau kennengelernt. Ich hatte davor eine 4 jährige Bez. und sie war seit 3 Jahren Single, hatte davor eine 2 jährige Bez. Wir haben uns von Anhieb sehr gut verstanden, die Chemie hat gestimmt. Beim ersten Date gabs bereits Küsse, haben uns die ersten Wochen oft gesehen und hatten dann auch Sex. Guten Sex. Unterdessen fragte sie mich, in welche Richtung es für mich ginge. Ich sagte ihr, dass es sich gut für mich anfühlt, dies bestätigte sie mir auch.
Etwa 5- 6 Wochen nach dem Kennenlernen wollte sie aus dem Nichts den Kontakt abbrechen. Ich war zunächst völlig überrascht, da ich das absolut nicht vorhergesehen habe. Ich ging natürlich erst von einem anderen Kerl aus, den sie nicht vergessen konnte, jedoch wars anders. Sie hat mir unter Tränen gesagt, dass sie noch nie einen Mann wie mich traff, bei dem sie sich so öffnen kann. Sobald sie merkt, dass es ernst wird, möchte sie am liebsten flüchten. Habe mit ihr geredet und sie dann dennoch umgestimmt.
Dann war einen Monat lang alles einigermassen okay, aber ich spürte, dass sie sich von mir zurück zog. Dies eskalierte abermals. Sie kann das nicht, sie würde mich damit verletzen etc. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht unter Druck setzen möchte. Jedoch war ich selbst nicht mehr zufrieden, da ich spürte, dass sie mich schlicht nicht in ihr Leben liess, d.h. sie wollte mich ihren Freunden nicht vorstellen, da sie das unter Druck setzen würde. Dies machte mir immer wie mehr zu schaffen, da ich langsam das Vertrauen in sie zu verlieren begann. Ich konnte nicht verstehen, wie jemand seine grosse Zuneigung mir ggü zeigte, mich jedoch wieder wegestiess, sobaldvich nicht mehr in Reichweite war. Ich malte mir vielerlei aus, jedoch hatte ich keine Erfahrung mit Bindungsangst, weswegen ich leider viel zu ignorant auf ihre Einwände zu Beginn einging und mich nicht richtig damit auseinandersetzte.
Danach folgte eine Kontaktpause von 2 Wochen. Sie wollte mich jedoch wieder sehen, ergo landeten wir abermals im Bett.
Von da an gings wieder bergauf, ich lernte ihre Familie, ihre Freunde kennen, sahen uns oft, redeten viel, hatten Spass zusammen. Manchmal sahen wir uns eine Weile nicht, aber der Kontakt war immer da. Wenn wir uns sahen, dann waren das magische, intensive Momente. Sowas erlebte ich davor noch nie. Danach sahen wir uns wieder unheimlich oft, sie öffnete sich mir, es wurde wieder emotional, wir kamen uns nahe. Sie sagte mir, dass sie einem Mann noch nie so nahe stand, aber dass ihr das gleichzeitig die Luft zu atmen nehmen würde, obwohl ich sie sich überhaupt nicht bedrängt fühlen würde.
Eines Tages meldete sie sich unter Tränen, sie beichtete mir, dass sie am Vorabend einen alten Freund traf und betrunken mit ihm im Bett landete. Sie wisse selbst nicht wieso, es täte ihr unendlich leid, ich hätte das nicht verdient. Sie wäre so gerne mit mir zusammen, ich würde ihr so gut tun, sie liebte meine Anwesenheit, jedoch könne sie mit mir nicht zusammen sein. Ich brach deswegen den Kontakt ab und nicht wegen ihrer Bettgeschichte. 2 Monate Funkstille, bis sie sich wieder meldete, mich immer wieder fragte, wie es mir geht etc. Ich ignorierte sie zunächst, aber litt sehr darunter. Sie vermisst mich und denkt ständig an mich, was auch immer sie tut. Sie sprach mir aus der Seele. Wir entschlossen uns, uns auf neutralem Terrain zu treffen. Der Abend war fantastisch, die Chemie stimmte, als ob nie etwas geschehen war. Ich ging es diesmol jedoch langsam an und zwar einfach aus dem Grund, dass ich mir selbst nicht weh tun wollte. Wir sahen uns hin und wieder, hatten wieder Sex und es wurde wieder ernster.
Bis zu diesem Abend im Juli.
Wir verbrachten das Wochenende bei mir, die Zeit verging viel zu schnell, es waren die wohl intensivsten Stunden meines Lebens. Das war einen Tag vor ihrem langen Sommerurlaub. Ich spürte, dass bei ihr etwas geschah. Von ihrem Urlaub aus sagte sie mir, dass sie am liebsten bei mir geblieben wäre und dafür den sündhaft teuren Urlaub gestrichen hätte. In ihrem Urlaub hatten wir dann täglich Kontakt, die Kontaktaufnahme ging wie so oft von ihr aus. Sie schrieb mir sehr romantische Dinge, die sie davor nicht getan hatte. Sie hat sich verliebt, das war mir klar. Ich spürte einfach, dass sie emotional voll drin war. Als sie von ihrem Urlaub zurück kam, sahen wir uns wieder, die Wiedersehensfreude war gross bei beiden. Wir traffen uns die ersten Tage unheimlich oft. Für mich war es eindeutig, dass wir nun endgültig in Richtung Beziehung gingen.
Eines Abends lud sie mich ein, kochte für uns. Schon als ich zur Türe reinging, merkte ich, dass was nicht stimmte. Wir müssen über uns reden. Wieder das Gleiche wie früher. Völlig aufgelöst sagte sie mir, dass sie mit mir nicht eine Beziehung führen kann. Sie wiederholte zum 1000sten Mal, wie wichtig ich ihr sei etc, aber eben. Für mich ein Schlag ins Gesicht. Sie sagte, dass bei diesem einen Abend im Juli etwas in ihr passierte, dass sie von sich nicht kennt und Angst davor hat. Sie hätte während ihres Urlaubs mich nicht aus dem Kopf gekriegt und kontinuierlich an uns gedacht. Dass man nach so etwas den Schlussstricht zieht, war für mich nicht nachvollziehbar. Habe ich ihr auch gesagt. Sie wisse nicht, wieso sie so tickt, denn sie wünsche sich eig. eine Beziehung mit mir. Heulend haben wir uns voneinander verabschiedet. Wenn sie sich selber im Weg steht, so möchte sie mir nicht im Weg stehen. Die nächsten Tage schrieben wir noch. Sie sagte mir, dass sie unter Bindungsangst leidet wahrscheinlich als Folge ihrer Kindheit. Die Scheidung der Eltern konnte sie nie verkraften, die Beziehung zur Mutter war nicht so eie sie sein sollte. Ihre beste Freundin habe ihr eine Therapie empfohlen und sie wird es auch durchziehen, wenn sie die Kraft dafür findet, jetzt sei der Schmerz zu gross. Danach brach sie den Kontakt ab, da sie es verdauen müsse. Sie wolle mich jedoch nicht verlieren. In der Zwischenzeit habe ich mich intensiv eingelesen und leider erst jetzt den kompletten Verlauf unserer Geschichte verstanden. Ich komme mir dabei so dämlich vor. Vor einigen Tagen resp 1 Monat Funkstille hat sie mir noch zum Geburtstag gratuliert, jedoch blieb es dabei. Seit meinem Geburtstag geht es mir nur noch schlecht, der Gedanke an sie verfolgt mich ständig. Bewusst und unbewusst.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein ewiges hin und her.
Was soll ich eurer Meinung nach tun? Sie zu bedrängen bringt ja nichts. Ich weiss, dass ich ihr nicht helfen kann und nur sie selbst sich helfen kann. Ich wünsche ihr nichts sehnlicher als Glück. Was soll ich tun, ausser auf meine eigene Gesundheit achten?
Ich würde sie bspw. so gerne fragen, wie es ihr geht, habe aber Angst davor es zu bereuen. Bin völlig ratlos. Grüsse und Verzeihung, falls der Text verwirrend ist