TinTin1980
Gast
Zitat von WhosThatGirl:@blackeyed
Guter Beitrag.
Bei der Geschichte ist nur noch abzuführen, dass die damals "Betrogene" das einzig richtige gemacht hat und dabei unfassbare Stärke bewiesen hat, als sie sich getrennt hat. Sie war es, die das ausgesprochen hat, was TinTin aus "falschem" Pflichtbewusstsein nicht konnte.
Gleichzeitig aber auch seine AF nicht loslassen wollte und gar nicht verstanden hat, warum diese in der Position so gelitten hat.
Ihr dann aber das vorwerfen, nämlich Treffen mit einem anderen Mann, nachdem er ihr noch deutlich gesagt hat, dass er sich nicht trennt.
Diese (seine) Geschichte ist ja prädestiniert für die Dynamik, welche entsteht, wenn man sich nicht konsequent für eine Entscheidung durchringen kann. Wenn Ambivalenz und "falsches Zuwarten" jedes Vertrauen entzieht und die Beteiligten sich zurückziehen aus Verletztheit, nicht zu einem stehen oder eine andere Form der Ablehnung.
Nicht ganz richtig.
Ja, sie hat das Richtige gemacht und sich von mir getrennt. Ich habe ihr unfassbar weh getan - das weiß ich und ich könnte mich heute noch dafür ohrfeigen so einen tollen Menschen so enttäuscht zu haben. Es war schlicht und ergreifend falsch von mir.
JA, ich war zu feige mich zu trennen, da es auch nicht nur einen Suizidversuch gab. Es war Pflichtbewusstsein - richtig, falsch. wer weiß. Darüber denke ich nicht mehr nach.
Warum sie litt, kann ich schon verstehen. Natürlich kann und konnte ich das. Und ich habe es mit ihr damals beendet. Ich habe ihr dann NICHT vorgeworfen, dass sie sich mit einem anderen Mann trifft (hatte sie ja vorher auch schon). Ich hatte ihr vorgeworfen, dass sie es mir hätte sagen können - ich habe immer mit offenen Karten gespielt. Ein "Hey, Tin. da gibts jemanden mit dem habe ich was am laufen/anbahnen" wäre nett gewesen. Mir das aber zu verschweigen, weiterhin mit mir zu schlafen, Zukunftspläne mit mir aufzustellen um dann zu sagen: "Hm, da war noch was - ich habe seit dann und dann einen Freund und will mit dem meine Zukunft gestalten." Das wäre doch schon nett gewesen.
Aber du hast in dem Sinne auf jeden Fall recht, dass ich das hätte auch nie soweit kommen lassen sollen und mich entscheiden hätte sollen. Viel früher und vor allem viel früher mit meiner damaligen Freundin sprechen sollen, es mehr versuchen sollen. Heute können wir es wieder. Wie sehr vertraute Freunde.
Ich habe daraus gelernt und es wird mir nicht noch einmal passieren. Ich habe gesunde Abgrenzung gelernt und auch, dass ich als Partner kein Therapeut sein kann. Da kann noch so viel Emotion im Spiel sein - aber manchmal reicht das einfach nicht.
Wie ist es heute? "Simone" ist mir ziemlich egal. Ich habe den Kontakt abgebrochen und mein Leben geht nach dem Gesamtkollaps letztes Jahr sehr gut weiter. Grade heute früh hatte ich einen Termin bei meiner Psychologin, die mir bestätigt hat, was für einen guten Weg ich eingeschlagen habe und wie Zufrieden sie mit unserer gemeinsamen Arbeit ist.
Derzeit kann ich mich wirklich nicht beklagen. Eine liebevolle, menschlich hammermäßige, neue Freundin bei der ich nicht so ein Pflichtbewusstsein habe(n muss), ein tolles Verhältnis zu meiner Ex, ein anspruchsvolles Projekt was ich betreue und die Erkenntnis, dass "Simone" nur eine Projektion war.