Hallo zusammen,
oh man, da habe ich ja richtig was in Gang gesetzt.....
Aber nicht nur ich, auch Ihr alle, egal was Ihr geschrieben habt, hat mich zu nachdenken angeregt. Ich weiß, dass ich nicht unschuldig bin an dieser Situation, dass ich genauso wie er in Kauf genommen habe, dass irgendwann einer oder auch alle unter den Konsequenzen leiden. Ich habe diese Gedanken aber wohl verdrängt und muss jetzt mit den Folgen leben.
Ich habe ihm noch gestern Abend folgendes geschrieben:
Hallo XY, ganz ehrlich, ich respektiere, dass Du trauerst und auch,dass Du ziemlich am Ende Deiner Kräfte bist, aber Dich gar nicht zu melden und mich hier im Ungewissen zu lassen ist unfair.... Ich habe Dir immer und bei allem zur Seite gestanden, ICH BIN NICHT SCHULD AN DIESER SITUATION !
Ich leide unter Deinem schweigen, mehr als Du Dir vorstellen kannst, ich zermarterte mir das Hirn darüber, was in Dir vorgeht, was schlimmes auf Sylt passiert ist, was gerade abgeht.... ich habe Angst um Dich, ICH LIEBE DICH... auch wenn Du das jetzt vielleicht nicht hören möchtest, es ist aber leider so und ich kann nichts dagegen tun... Stoß mich nicht weg als sei ich wertlos, das ertrage ich genauso wenig wie Du die Trennung von Deinen Kindern. Du lässt mich leiden wie Inbal Dich leiden lässt.... Ist es das was Du willst?
Vor 2 Wochen hast Du noch gesagt das Du mich liebst, dass Du mich nicht aufgibst...... was soll ich jetzt von dieser Situation halten? Ich bin verunsichert und unglücklich, Du bist nicht der einzige der leidet!
Du schläfst nicht? Ich auch nicht! Du kannst nichts essen? Ich auch nicht! Du bist verzweifelt und unglücklich? Ich auch!
WARUM SPRICHST DU NICHT MIT MIR?
Seine Antwort darauf war:
Ich brauche einfach etwas Ruhe um die Enden zusammen zu bekommen und alles sacken zu lassen. Dies hat alles nichts mit Dir zu tun. Es ist einfach viel zu viel zusammen gekommen in den letzten Tagen. Gib mir einfach noch etwas Zeit. Bitte !
Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich mich und unsere Beziehung 1000 mal von rechts auf links gedreht habe, habe ich mich hingesetzt und einen Brief an ihn verfasst. Ich weiß nicht, ob ich ihn abschicken soll, allerdings waren dies meine Gedanken der vergangenen. Ich war einfach mal ehrlich zu mir, angeregt durch Eure Beiträge.
Lasst mich bitte wissen, was Ihr von meinem Brief haltet und ob ich das senden soll. Ich weiß, ich bin erwachsen und kann und muss das selbst entscheiden aber im Moment bin ich einfach zu gefangen, um die Realität sehen zu können.
Sorry, aber das kann ich nicht!
Wann genau bin ich zu dieser Nebensächlichkeit in Deinem Leben geworden? In dem Moment als wir entdeckt wurden? Oder doch schon früher, und ich habe es einfach nicht gemerkt oder nicht merken wollen. Oder war ich es einfach schon immer?
Unfair, dass ich Dich gerade jetzt konfrontiere? Nein, unfair verhältst nur Du Dich. Du lässt mich im Regen stehen, mit meinem Kopfkino allein, mit meinen Ängsten allein.
Wir waren an Kirmessamstag verabredet, Du hast es nicht einmal für nötig befunden, mir abzusagen oder mich zu informieren. Ich habe zuhause gesessen und auf Deinen Anruf gewartet, frustriert, sauer, traurig.
Auf meine Gefühle und Bedürfnisse nimmst Du kein bisschen Rücksicht, alles dreht sich nur um Dich. Du bestimmst, wie und wann wir Kontakt haben. Du bestimmst, wie und wann wir uns sehen. Du bestimmst, was ich von Dir bekomme. Du allein bist unglücklich und in einer sch. Situation, ich habe zu funktionieren. Erkennst Du, was mir gerade klar wird. Du bist ein Egoist, der sich selbst bemitleidet, für etwas, was er ganz allein zu verantworten hat. Dir ist es einfach sch.gal wie es mir dabei geht.
Nach einer weiteren schlaflosen Nacht und tausenden von Fragen sind ein paar ganz entscheidende hängen geblieben.
1. Wirst Du Dich jemals zu mir bekennen?
Antwort: NEIN
2. Liebst Du mich wirklich?
Antwort: NEIN, Du liebst nur Dich
3. Haben wir eine Chance für die Zukunft?
Antwort NEIN, weil Du es nicht willst
Es gab mal eine Zeit, da hast Du alles mit mir geteilt, habe ich zumindest geglaubt, dass ist aber lange vorbei. Das einzige was geblieben ist, sind die wenigen Momente in denen wir Sex haben und dabei überwältigende Gefühle spüren, mehr nicht. So kommen wir zu einer nächsten Frage
- Liebe ich Dich wirklich?
Dazu fehlt mir leider die passende Antwort. Ich fühle großen Schmerz aber ist das Liebe oder ist das die Verlustangst. Laufe ich Dir nur nach, weil ich Dich nie haben kann und verwechsle ich das mit Liebe? Die Sehnsucht nach etwas, was ich glaube mit Dir zu haben oder haben zu können, was aber niemals zur Realität wird. Was genau macht Dich aus, dass ich denke Dich zu lieben. Dazu fehlt mir mittlerweile auch die passende Antwort. In der Vergangenheit ist es mir leicht gefallen, ganz viele Aspekte aufzuzählen warum ich Dich liebe, davon ist leider wenig übrig geblieben. Das einzige was mir klar geworden ist, ist die Tatsache, dass ich mich immer mehr für Dich verbogen habe. Das Du zum Zentrum meines Lebens und Handelns geworden bist. Das ich auf Abruf jederzeit für Dich verfügbar war. Und was bin ich für Dich? Eine Person, die zu Deiner Verfügung steht, wenn Du sie brauchst und wann es Dir passt, diese Dienstleistung abrufen. Ein Person, die viel Empathie mitbringt und Deine Sorgen als ihre annimmt, eine Art Therapeutin, die Du abrufst, wenn Du es brauchst.
WARUM SPRICHST DU NICHT MIT MIR? Das habe ich Dir gestern geschrieben.
Diesen Hilferuf ignorierst Du einfach, meine Gefühle ignorierst Du einfach, Du ignorierst mich.
Sorry aber damit kann und will ich nicht leben.
Für mich gibt es keinen dauerhaften Platz an Deiner Seite, das habe ich jetzt erkannt. Du wirst mich niemals als Deine Partnerin an Deiner Seite etablieren. Das wäre meine Bedingung an Dich, damit ich bei Dir bleibe, damit ich uns noch eine Chance gebe. Zugegeben, es schmerzt sehr, aber ich bin ein Realist, leider in vielen Dingen auch ein zu großer Idealist, aber dennoch auch ein Realist.