Freundye
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Schon beim ersten Treffen erzählte sie mir allerdings, dass sie einen Partner hat, sich aber in einer aus ihrer Sicht sehr toxischen Beziehung befindet. Sie beschrieb ihn als kontrollierend und respektlos und sagte, dass sie schon seit etwa neun Monaten regelmäßig fremdgeht und andere Männer trifft. Sie meinte außerdem, wir würden uns höchstens alle zwei Wochen sehen. Sie hat auch einen 5 Jährigen Sohn aus einer vorherigen Beziehung.
Daraus wurde aber etwas völlig anderes. Wir trafen uns alle drei bis vier Tage, schrieben viel und bauten eine immer engere emotionale Bindung auf. Für mich entwickelte sich daraus längst keine reine Affäre mehr. Ich verliebte mich stark in sie und hatte das Gefühl, dass sie ebenfalls Gefühle für mich entwickelte.
Mit der Zeit kamen immer mehr Informationen ans Licht. Sie erzählte mir, dass sie mit ihrem Partner im Jahr davor ein Kind erwartet hatte, das sie leider in der 19. Schwangerschaftswoche verloren hatten. Außerdem hatten die beiden bereits mit dem Bau eines Hauses begonnen, das nun im August fertig werden sollte. Trotzdem sagte sie immer wieder, dass sie sich von ihrem Partner trennen wolle und mit ihm keine Zukunft mehr sehe.
Über mehrere Monate nannte sie immer wieder Termine, wann die Trennung stattfinden sollte. Diese Termine verstrichen jedoch jedes Mal. Irgendwann zog ich zweimal selbst die Reißleine und sagte ihr, sie solle sich erst wieder melden, wenn sie wirklich getrennt und emotional frei sei. Trotzdem kam sie jedes Mal wieder auf mich zu und versprach erneut, dass sie sich trennen werde.
Das Ganze zog sich ungefähr vier Monate hin.
Schließlich beendete sie den Kontakt zu mir. Damals sagte sie sogar, sie wolle ihrem Partner alles beichten. Danach herrschte etwa vier Wochen Funkstille.
Nach diesen vier Wochen meldete sie sich überraschend wieder von sich aus. Sie schrieb unter anderem, sie habe “nicht auf Reset gedrückt” und ich sei ihr noch oft im Kopf. Wir trafen uns wieder mehrfach. Allerdings war ein Thema von Anfang an tabu: ihr Partner. Immer wenn ich nachfragte, blockte sie das Thema ab.
In dieser Zeit sagte sie außerdem immer wieder Dinge wie, dass sie Zeit brauche, erst einmal heilen müsse und aktuell keine Beziehung eingehen könne. Gleichzeitig stellte sie mich ihrem Sohn vor, was mich zusätzlich verwirrte, weil ich das als Zeichen von Vertrauen und Ernsthaftigkeit wahrnahm.
Bis heute weiß ich nicht, wie ihre tatsächliche Situation aussieht. Ich weiß nicht, ob sie inzwischen wieder mit ihrem Partner zusammen ist oder ob sie tatsächlich alleine sein wollte. Vor etwa drei Wochen habe ich ihren Partner mit ihrem Auto gesehen. Ob das etwas bedeutet oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Seit ungefähr drei Wochen besteht nun wieder kompletter Kontaktabbruch. Sie meldet sich gar nicht mehr.
Ich tue mich mit der ganzen Situation sehr schwer. Einerseits habe ich das Gefühl, dass zwischen uns echte Gefühle entstanden sind. Andererseits frage ich mich, ob ich über Monate nur hingehalten wurde und ob sie letztlich nie wirklich vorhatte, ihre Situation zu verändern. Gerade diese Ungewissheit macht mir bis heute am meisten zu schaffen.
Mich würde interessieren, wie Außenstehende diese Geschichte einschätzen. Glaubt ihr, sie war einfach emotional überfordert und hin- und hergerissen? Oder würdet ihr eher sagen, dass ich über Monate hingehalten wurde? Ich suche eure möglichst ehrliche Einschätzung.
Drang ihr zu schreiben habe ich zum Glück nicht mehr. Dennoch würde ich gerne wissen was dort abgeht. Für Sie war das Thema aber in den letzten Monaten nach der ersten Trenung absolut Tabu. Sie hatte auich eine Psychologin die aber in Schwangerschafturlaub gehen musste und seitdem hat Sie die Frau nicht mehr. Mir kam es immer so vor als würde Sie vor all Ihren Problemen davon laufen. Ich habe noch nie so starke Gefühle für eine Frau entwickelt. Sie hat sich wirklich sogut um mich in der gemeinsamen Zeit gesorgt etc. Immer soviel Zeit für uns freigeschaufelt und nun hat sie angeblich keine Kapazität mehr. es ist zum kotzen.