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Affären und deren Ende

ElGatoRojo
Zitat von paulaner:
Es ist halt so, dass es etwas vollkommen anderes ist, ob man selbst ne Affäre hat(te) oder selbst betrogen wurde.

🎯

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E
Zitat von paulaner:
Es ist halt so, dass es etwas vollkommen anderes ist, ob man selbst ne Affäre hat(te) oder selbst betrogen wurde.

Da stimme ich mit dir überein. Aber die TE kennt ja beide Seiten aus erster Hand.
Du meinst, die eigene Affäre wiegt nicht so schwer wie die des Mannes? Das wäre aber eine ganz schöne Doppelmoral.

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A


Affären und deren Ende

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ElGatoRojo
Zitat von Eumelchen:
Das wäre aber eine ganz schöne Doppelmoral.

Gefühl kümmert sich nicht um Moral. Auch nicht um Gerechtigkeit.

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H
Zitat von ElGatoRojo:
Gefühl kümmert sich nicht um Moral. Auch nicht um Gerechtigkeit.

Ist das wirklich so? Ich weiß es nicht.

Es ist eine Frage des Gewissens, was durch eine relativ frühe Prägung entsteht.

Ich habe hier auch oft gelesen, dass es kein Konto der Liebe gibt. Für mich gilt das nicht.

Mit einem schlechten Gewissen gegenüber einem Menschen, dem ich Treue zugesichert habe, könnte ich ero. mit einem anderen gar nicht genießen. Jedenfalls nicht mehrere Male, im Bewusstsein des Betrugs. Daher rühren wahrscheinlich auch die oft zu lesenden und meistens völlig ungerechtfertigten Abwertungen des betrogenen Partners, um sich selbst eine Legitimation zu geben.

Auf der anderen Seite rechne ich es einem Partner sehr hoch an, was er für mich getan hat, da ist mein Sparbuch schon gefüllt. Bin ich so außergewöhnlich veranlagt? Ich glaube nicht.

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E
Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, wie kam deine Affäre zum Ende @Allesneu21 ?
Hast du sie beendet oder dein Affärenpartner?

#860


ElGatoRojo
Zitat von Heidemarie:
Auf der anderen Seite rechne ich es einem Partner sehr hoch an, was er für mich getan hat, da ist mein Sparbuch schon gefüllt. Bin ich so außergewöhnlich veranlagt? Ich glaube nicht.

Anständige Menschen vergessen nicht so schnell, was in ihrer Partnerschaft positives geschah und was einander versprochen wurde und berücksichtigen es in ihrem Verhalten. Bis zu einer gewissen Grenze.

Jenseits einer bestimmten emotionalen Grenze gilt weder Moral noch Gerechtigkeit noch positive Erinnerung. Zeigt jedenfalls die Praxis. Gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Zwar mag der Betrüger manchmal den Betrug bedauern, die betrogene Person bedauern und am liebsten die Folgen seines Tun ausblenden - aber nach einem bestimmten Kipppunkt ist das alles nicht mehr berücksichtigenswert.

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paulaner
Zitat von Eumelchen:
Du meinst, die eigene Affäre wiegt nicht so schwer wie die des Mannes? Das wäre aber eine ganz schöne Doppelmoral.

Nee, so meinte ich das nicht.
Das Gefühl betrogen zu werden ist nun mal "einzigartig". Und es fühlt sich IMMER schlimm an. Auch dann, wenn man selbst auch schon mal betrogen hat.

#862


A
@Eumelchen es ist totale Doppelmoral. Das weiß ich. Wobei ich verstehen könnte, wenn mein Mann auch Probleme hätte, mir zu verzeihen.

#863


H
Zitat von ElGatoRojo:
Anständige Menschen vergessen nicht so schnell, was in ihrer Partnerschaft positives geschah und was einander versprochen wurde und berücksichtigen es in ihrem Verhalten. Bis zu einer gewissen Grenze. Jenseits einer bestimmten emotionalen Grenze gilt weder Moral noch Gerechtigkeit noch positive Erinnerung. Zeigt ...

d`accord, doch bis zu diesem Point of no return haben wir doch alle eine Wahlfreiheit, niemand kann mir einreden, dass wir ausschließlich Opfer unserer Triebe sind.

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A
Zitat von paulaner:
Nee, so meinte ich das nicht. Das Gefühl betrogen zu werden ist nun mal "einzigartig". Und es fühlt sich IMMER schlimm an. Auch dann, ...

Ja! Das trifft es genau! Auch wenn es sicher unfair ist

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paulaner
Zitat von Allesneu21:
Ja! Das trifft es genau! Auch wenn es sicher unfair ist

Siehst du. Und du hast jetzt die seltene Gelegenheit zu erfahren und zu spüren, wie dein Tun beim anderen "wirken" kann.
Im Grunde genommen kann man mMn nämlich erst dann als Betrüger "mitreden".
Allerdings will ich damit nicht sagen, dass man einen Rache-Betrug starten sollte.

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ElGatoRojo
Zitat von Heidemarie:
doch bis zu diesem Point of no return haben wir doch alle eine Wahlfreiheit,

Logischerweise nur bis zu dem point of no return. Bis dahin ist man ja noch innerhalb des Beziehungsrahmens. Bis dahin hat man die Beziehung "gewählt".

Danach begibt man sich in das Fahrwasser von Freiheit und Abenteuer. Mit all seinen Klippen und Untiefen. Relevant ist dann eigentlich nur zu wissen, warum jemand das tut. Muss ja nicht immer am Partner liegen, kann es aber hin und wieder durchaus.

Vermutlich kann man 100 Fremdgänger nach ihren Motiven fragen, 30 werden garnichts sagen können, weitere 20 werden lügen, andere 40 dem Partner die Schuld gebern und nur 10 dir wahrheitsgemäß antworten, dass sie einfach mehr haben wollten, als im Leben bisher möglich war.

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E
Zitat von paulaner:
Das Gefühl betrogen zu werden ist nun mal "einzigartig". Und es fühlt sich IMMER schlimm an.

Vielleicht ist es eine Frage der Reihenfolge? Wer zuerst betrogen wurde und dann selbst betrügt, weiß ganz!, ganz! genau, was er tut. Läuft es andersherum, reibt man sich wahrscheinlich ungläubig die Augen, wie besch. sich das anfühlt und was es für Auswirkungen auf die eigene Seele haben kann.

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E
Zitat von ElGatoRojo:
Vermutlich kann man 100 Fremdgänger nach ihren Motiven fragen, 30 werden garnichts sagen können, weitere 20 werden lügen, andere 40 dem Partner die Schuld gebern und nur 10 dir wahrheitsgemäß antworten, dass sie einfach mehr haben wollten, als im Leben bisher möglich war.

@Allesneu21 Was waren deine Motive und unter welchen Umständen wurde es beendet?

#869


ElGatoRojo
Zitat von Eumelchen:
Wer zuerst betrogen wurde und dann selbst betrügt, weiß ganz!, ganz! genau, was er tut.

Nö, nicht unbedingt. Dödelt manchmal genau so blind in die Mausefalle

#870


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