Zitat von Blind-Meg: Spüre den Schmerz, aber verlier dich nicht darin. Das ist aber das, was du tust und was du durch deine radikalen Vokabeln immer wieder unterstreichst und dir damit selbst suggerierst.
Das möchte ich unterstreichen, und nochmal auf den Tisch hauen:
Saperalott, hör auf auf den Schmerz zu starren!
Ich will jetzt positive Dinge von dir hören:
Was hast du dir heute gutes getan, bzw. was planst du heute noch dir gutes zu tun?
Was hat dich heute zum zumindest lächeln gebracht?
Was wird das erste sein, was du tust, wenn du wieder frei bist?
Wie war das Spiel am Wochenende?
Wie war der Mädelsabend danach?
Was planst du für diese Woche und das kommende Wochenende, um abgelenkt und nicht verfügbar zu sein?
Schau, du bist doch Sportlerin.
Was machst du, wenn dich jemand von den Beinen geholt hat? Heulen, dass es jetzt weh tut, und dich weigern aufzustehen, bis es nicht mehr weh tut? Die andere Spielerin verfluchen, und dich weigern aufzustehen, bis sie eine rote Karte bekommen hat?
Was sagt deine Trainerin, wenn ihr dabei seid, gegen einen übermächtigen Gegner zu verlieren? Ach, ihr armen Mädels, das ist ja bestimmt ganz schlimm für euch, am besten gehen wir nach Hause und legen uns den Rest des Tages ins Bett?
Hörst du den Sport auf, weil du einen Muskelkater oder eine Verletzung hast?
Würde die Trainerin die Taktik beibehalten, wenn ihr seit einem Jahr jedes einzelne Spiel damit verliert?
Nein. Und genauso gehst du jetzt, heute dein Leben an. Es wird der Tag kommen, da kannst du das alles analysieren. Da kannst du in Ruhe betrauern, was falsch gelaufen ist.
JETZT holst du deine Sportlerinnentugenden raus, gibst nicht auf, bloß weils weh tut, weil du weißt, warum und wofür du durch diese Tortur durchgehst. Um wieder frei zu sein. LOS LOS LOS