Zitat von SchlittenEngel:Ja, wie überraschend, dass in einer Beziehung, in der der EM, statt sich um seine bereits erkrankte EF und die 4 Kinder zu kümmern, lieber eine Affäre gepflegt hat, nun Zoff ist. Ist bestimmt für die ganze Familie, insb. auch die Kinder, sehr positiv. Aber schön, wenn wenigstens Du deine, billige, Genugtuung ...
Ebenso billig ist es, sich immer, aber auch immer wieder auf dieselbe Thematik einzuschießen und darauf herumzuhacken, obwohl das der TE derzeit ersichtlich null weiterhilft. Die leidet nämlich, hat alles Recht der Welt auf ihren Schmerz und auch auf Trost und Beistand, vollkommen unabhängig vom (vermuteten) Schmerz und Leid der Ehefrau. Für deren Gefühle ist die TE nicht verantwortlich. Und deshalb hat die TE hier ihren Thread - im Schutzraum des Affärenforums - eröffnet, weil sie Trost und Beistand und Hilfe sucht. Aber darum gehts Dir offenbar nicht, sondern lediglich darum, sie anzugehen, sie runterzumachen und Schuldgefühle in ihr zu erzeugen, begründet auf Deinen eigenen - nachvollziehbar schlimmen - Erfahrungen.
Wenn die TE wirklich aus der ganzen Misere herauskommen und nie wieder in eine solche Situation geraten will, dann muss sie als allererstes (und mindestens als zweites und drittes) auf
sich schauen.
Zitat von SchlittenEngel: Nun zB. Indem sie mal ins reflektieren über ihren eigenen Anteil an der Situation kommt, anstatt sich nur als Opfer vom Bösen Betrüger und dessen irrationaler EF sieht.
Gegenfrage : Warum sollte es ausgerechnet hier der TE nicht helfen, ihr zu spiegeln, wo ihr Verhalten nicht ok ist? Das wird schließlich in praktisch jedem anderen Thread , meist deutlich vehementer, eingefordert, dass der/ die TE bei sich anfängt zu gucken?
Ja, sie muss natürlich auf ihren eigenen Anteil schauen, ganz wichtig. Jeder sollte auf seinen eigenen Anteil schauen, aber in
seiner Beziehung. Nur auf die hat er/sie nämlich unmittelbaren Einfluss. Und die TE hatte eine Beziehung mit dem fremdgehenden Ehemann, sie hatte und hat aber keine Beziehung mit der Ehefrau. "Ihr Verhalten ist nicht ok" ist eine moralische Bewertung der Eingehung der Affäre, kein unmittelbares Verhalten gegenüber der Ehefrau, die sie persönlich gar nicht kennt. Ihr immer wieder aufs Brot zu schmieren, ihr Verhalten sei moralisch nicht tragbar, bringt sie null weiter. Das wusste und weiß sie eh.
Ich finde die Aussage der TE, sie sei froh zu wissen, dass beim EM Zoff ist, auch etwas kindisch, aber absolut menschlich - und gesund für sie. Und sie tut mit solchen Gedanken niemandem weh, sie haben keinerlei Auswirkungen auf irgendwen. Wut auf den EM und damit verbundene Rache-/Genugtuungsgefühle werden ihr - im Gegensatz zu deinen Moralpredigten - bei der Verarbeitung und Abgrenzung ganz klar weiterhelfen.
Wenn die TE hier aber stellvertretend zu Kreuze kriecht, alle Schuld und Verantwortung auf ihren Schultern auflastet, sich 1000mal entschuldigt für das von der Ehefrau und den Kindern empfundene Leid, dann wird das
Dir sehr wahrscheinlich auch nicht weiterhelfen.