@CleoK
Ich lese ja bisher nur still mit, aber ich muss mich hier doch mal einklinken angesichts der an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen, die Du hier aufstellst:
Zitat von CleoK: Ja, das war schon klar. Zumeist sind Kinder auch ein einseitiger Wunsch von den Damen. Es gibt wenige Männer, die von sich aus Kinderwünsche äußern. Wenn ja, sind sie meist auf der Suche nach der Familie, die sie selbst als Kind vermisst haben.
Ach ja? Hast Du da zufällig eine Quelle? Ich vermute, nicht, sondern Deine Behauptung ist nur anekdotisch. Die kann ich nämlich ebenso anekdotisch umgehend widerlegen: Mein Ex wollte unbedingt Kinder und hat diesen Kinderwunsch bereits zu einer Zeit geäußert, in welcher ich (noch Studentin) mich noch gar nicht bereit für Kinder gefühlt habe. Wir haben drei bekommen, sie sind sein ein und alles und er reißt sich mehrere Beine dabei aus, sie im Wechselmodel möglichst gleichwertig zu betreuen.
Mein jetziger Partner hatte ebenfalls einen ganz klaren Kinderwunsch, seine Exfrau aber nicht, sie bekamen keine. Er knabbert noch heute daran.
Zitat von CleoK: Wenn man sie zu Leittragenden macht, dann ja.
Wenn beide vernünftig genug sind, sich im Falle einer Trennung, sich niemals auf den Rücken der Kinder einen Krieg zu liefern, dann wird es keine leitenden Kinder geben.
Leid gibt es nur dann, wenn die Kinder als Erpressungsmittel dienen. Wenn gekränkte Frauen glauben, sie müssten ihm zeigen, dass sie das Spiel macht und er gefälligst nach ihren Karten zu tanzen hat.
Dort wo vernünftige Frauen in einer Trennung involviert sind, gibt es mit Sicherheit KEINE leittragenden Kinder. Deshalb liegen die Karten jeweils in der Hand der beiden Elternteile und deren Vernunft.
Ich bin fasziniert, woher Du Dein Wissen um das Leid oder Nicht-Leid von Trennungskindern im Allgemeinen nimmst.
Was meine Kinder angeht: hier ist nicht nur eine vernünftige Frau, sondern auch ein vernünftiger (was ist das eigentlich genau?) Mann involviert, und unsere Trennung ging absolut friedlich vonstatten, wir erziehen die Kinder im Wechselmodell in enger räumlicher Nähe, kommunizieren über verschiedenste Kanäle nahezu täglich, und zwar immer sachlich und sehr wertschätzend, feiern sogar Weihnachten und Geburtstage zusammen, und dennoch: unsere Kinder leiden. Sie leiden sehr. Selbstverständlich sind Kinder Leidtragende einer Trennung, ganz egal, wie friedlich sie vonstatten geht. Und das vollkommen unverschuldet und ohnmächtig.