J
jolly2012
Gast
Hallo zusammen,
ich habe lange überlegt ob ich mich hier anmelden sollte oder nicht oder ob das überhaupt was bringen soll/kann, aber ich probiere es jetzt einfach mal.
Ich glaube meine Probleme / Sorgen sind vielschichtig und haben sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Da ist zum einen der Faktor Familie und der Faktor Beziehung.
Ich fang mal mit der Familie an. Also eigentlich ist von meiner Familie nur noch meine Mutter übrig geblieben, aber zu ihr habe ich auch kein sonderlich gutes Verhältnis. Ich bin Einzelkind und meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich etwa 9 Jahre war. Mein Vater hat damals viel schei. gebaut (Alk., Schläge gegen Mutter und Kind) auch aufgrund von gesundheitlichen Problemen. Meine Mutter war allerdings auch nicht viel besser (Fremdgegangen, Hand erhoben gegen Kind). Die Polizei war öfter bei uns zuhause und musste die beiden trennen. Meine Großeltern (vom mütterlicher Seite), welche mit im Mehrfamilienhaus wohnten, haben dies nicht geschafft.
Bei den genannten Großeltern bin ich auch aufgewachsen. Meine Eltern waren immer arbeiten und wenn daheim, sind sie abends zusammen losgezogen. Deshalb habe ich auch in der Kindheit nie Ausflüge mit meinen Eltern gemacht, geschweige denn Essen, Spielen, Hausaufgaben etc. All dies haben meine Großeltern übernommen. Was ich genau studiert habe, hat sie immer nur mal zum Ausfüllen von irgendwelchen Formularen wissen wollen.
Nach der Scheidung wollte die Familienseite meines Vaters nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich mit meinem Vater auch nicht, nach dem was zuhause alles los war. Das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich nicht geändert oder ihre Einstellung gegenüber mir. Man kam halt klar, aber es war so ein nebeneinander her leben. Oft lies sie auch Ihren Frust oder Unmut an mir aus. Sie ist auch glaube in psychologischer Betreuung, zumindest geht sie ab und an zu einer Psychologin.
Mein Opa ist 2001, meine Oma vor 2 Jahren gestorben und ich habe den Großteil des Hauses geerbt. Auch die beiden konnten die Familie nicht zusammenhalten (Erbstreitigkeiten, etc.).
Meine Mutter lebt noch mit in meinem Haus, man sieht sich aber kaum, nur wenn mal irgendwas ist. Weihnachten ist auch eine schlimme, gezwungene Veranstaltung.
Nun komme ich zum Punkt Beziehung.
Ich hatte nie wirklich Glück in Bezug auf Mädels. Viele Monatsbeziehungen in jungen Jahren, welche oft durch Untreue ihrerseits beendet wurden. Dann hatte ich eine fünfeinhalbjährige Beziehung. Diese ist dann studienbedingt nach Leipzig und meinte kurz darauf „Ich habe hier wen neues, lass mich und meine Familie in Ruhe“. Wir waren zwischendurch auch mal kurz getrennt, da sie fremdgegangen ist. Sie hatte tolle Freundinnen, die der Meinung waren, dass man sich doch lieber durch die Welt *beep* sollte. Aber ich glaube so ganz konnte ich ihr das nie verzeihen bzw. voll vertrauen. Das hat mich ziemlich getroffen, da dies quasi meine Ersatzfamilie geworden ist. Ich habe damals auch mit Selbstmordgedanken gespielt. Saß auch mal auf einer Bahnbrücke, aber es kam kein Zug mehr.
Kurz darauf folgte eine zweieinhalbjährige Beziehung. Eigentlich war es nur ein Abenteuer, aber es entwickelte sich dann doch mehr daraus. Ich habe ihr meine Probleme geschildert, auch mit dem Verlust der Freundin und dass ich da wohl noch etwas geprägt bin. Sie hat es auch verstanden. Dann war sie ein Jahr in Berlin. Wir haben uns fast jedes oder jedes zweite Wochenende gegenseitig besucht. Als sie dann zurückkam, war irgendwie ein Bruch drin. Wahrscheinlich hat die lange Zeit / Trennung zu viel kaputt gemacht. Auch hier kamen wieder die tollen, alten Freundinnen dazu, die sich auch nur von einem zum anderen Bett hangeln.
Ich glaube ich habe das Problem jemanden vollends zu vertrauen, da ich bisher im Leben meist nur enttäuscht wurde von allen. Egal wie nah sie mir standen. Zu beiden Exfreundinnen besteht kein Kontakt mehr.
Abends sitze ich oft alleine zuhause und fühle mich einfach nur down und depri. Zeitweise hatte ich Nächte, in welchen ich nur 4 Stunden geschlafen habe. Meist hilft dann ein Gute-Nacht-Trunk. Ablenken klappt nur bedingt, da ich ziemlich antriebslos geworden bin, obwohl es viel zu tun gäbe hier in der Wohnung bzw. Haus. Sich mit Freunden treffen ist auch sehr schwierig. Die meisten sind in ganz Deutschland verteilt. Die ganz ganz wenigen arbeiten auch in der Woche, haben wenn nur am Wochenende zeit oder sind dort auch unterwegs.
Irgendwie fühlt sich alles an wie eine Abwärtsspirale, aus welcher man nicht mehr heraus kommt und auch kein richtigen Sinn sieht. Man fühlt sich einsam, minderwertig, von allen getäuscht und verarscht. Karrieretechnisch läuft komischerweise alles total optimal.
Vielleicht habt ihr ja ähnliches erlebt oder ein paar Tipps für mich.
Jolly2012
ich habe lange überlegt ob ich mich hier anmelden sollte oder nicht oder ob das überhaupt was bringen soll/kann, aber ich probiere es jetzt einfach mal.
Ich glaube meine Probleme / Sorgen sind vielschichtig und haben sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Da ist zum einen der Faktor Familie und der Faktor Beziehung.
Ich fang mal mit der Familie an. Also eigentlich ist von meiner Familie nur noch meine Mutter übrig geblieben, aber zu ihr habe ich auch kein sonderlich gutes Verhältnis. Ich bin Einzelkind und meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich etwa 9 Jahre war. Mein Vater hat damals viel schei. gebaut (Alk., Schläge gegen Mutter und Kind) auch aufgrund von gesundheitlichen Problemen. Meine Mutter war allerdings auch nicht viel besser (Fremdgegangen, Hand erhoben gegen Kind). Die Polizei war öfter bei uns zuhause und musste die beiden trennen. Meine Großeltern (vom mütterlicher Seite), welche mit im Mehrfamilienhaus wohnten, haben dies nicht geschafft.
Bei den genannten Großeltern bin ich auch aufgewachsen. Meine Eltern waren immer arbeiten und wenn daheim, sind sie abends zusammen losgezogen. Deshalb habe ich auch in der Kindheit nie Ausflüge mit meinen Eltern gemacht, geschweige denn Essen, Spielen, Hausaufgaben etc. All dies haben meine Großeltern übernommen. Was ich genau studiert habe, hat sie immer nur mal zum Ausfüllen von irgendwelchen Formularen wissen wollen.
Nach der Scheidung wollte die Familienseite meines Vaters nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich mit meinem Vater auch nicht, nach dem was zuhause alles los war. Das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich nicht geändert oder ihre Einstellung gegenüber mir. Man kam halt klar, aber es war so ein nebeneinander her leben. Oft lies sie auch Ihren Frust oder Unmut an mir aus. Sie ist auch glaube in psychologischer Betreuung, zumindest geht sie ab und an zu einer Psychologin.
Mein Opa ist 2001, meine Oma vor 2 Jahren gestorben und ich habe den Großteil des Hauses geerbt. Auch die beiden konnten die Familie nicht zusammenhalten (Erbstreitigkeiten, etc.).
Meine Mutter lebt noch mit in meinem Haus, man sieht sich aber kaum, nur wenn mal irgendwas ist. Weihnachten ist auch eine schlimme, gezwungene Veranstaltung.
Nun komme ich zum Punkt Beziehung.
Ich hatte nie wirklich Glück in Bezug auf Mädels. Viele Monatsbeziehungen in jungen Jahren, welche oft durch Untreue ihrerseits beendet wurden. Dann hatte ich eine fünfeinhalbjährige Beziehung. Diese ist dann studienbedingt nach Leipzig und meinte kurz darauf „Ich habe hier wen neues, lass mich und meine Familie in Ruhe“. Wir waren zwischendurch auch mal kurz getrennt, da sie fremdgegangen ist. Sie hatte tolle Freundinnen, die der Meinung waren, dass man sich doch lieber durch die Welt *beep* sollte. Aber ich glaube so ganz konnte ich ihr das nie verzeihen bzw. voll vertrauen. Das hat mich ziemlich getroffen, da dies quasi meine Ersatzfamilie geworden ist. Ich habe damals auch mit Selbstmordgedanken gespielt. Saß auch mal auf einer Bahnbrücke, aber es kam kein Zug mehr.
Kurz darauf folgte eine zweieinhalbjährige Beziehung. Eigentlich war es nur ein Abenteuer, aber es entwickelte sich dann doch mehr daraus. Ich habe ihr meine Probleme geschildert, auch mit dem Verlust der Freundin und dass ich da wohl noch etwas geprägt bin. Sie hat es auch verstanden. Dann war sie ein Jahr in Berlin. Wir haben uns fast jedes oder jedes zweite Wochenende gegenseitig besucht. Als sie dann zurückkam, war irgendwie ein Bruch drin. Wahrscheinlich hat die lange Zeit / Trennung zu viel kaputt gemacht. Auch hier kamen wieder die tollen, alten Freundinnen dazu, die sich auch nur von einem zum anderen Bett hangeln.
Ich glaube ich habe das Problem jemanden vollends zu vertrauen, da ich bisher im Leben meist nur enttäuscht wurde von allen. Egal wie nah sie mir standen. Zu beiden Exfreundinnen besteht kein Kontakt mehr.
Abends sitze ich oft alleine zuhause und fühle mich einfach nur down und depri. Zeitweise hatte ich Nächte, in welchen ich nur 4 Stunden geschlafen habe. Meist hilft dann ein Gute-Nacht-Trunk. Ablenken klappt nur bedingt, da ich ziemlich antriebslos geworden bin, obwohl es viel zu tun gäbe hier in der Wohnung bzw. Haus. Sich mit Freunden treffen ist auch sehr schwierig. Die meisten sind in ganz Deutschland verteilt. Die ganz ganz wenigen arbeiten auch in der Woche, haben wenn nur am Wochenende zeit oder sind dort auch unterwegs.
Irgendwie fühlt sich alles an wie eine Abwärtsspirale, aus welcher man nicht mehr heraus kommt und auch kein richtigen Sinn sieht. Man fühlt sich einsam, minderwertig, von allen getäuscht und verarscht. Karrieretechnisch läuft komischerweise alles total optimal.
Vielleicht habt ihr ja ähnliches erlebt oder ein paar Tipps für mich.
Jolly2012
