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Alleine wohnen (Umzug, neue Wohnung, etc )

Riese84

Riese84

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Hallo zusammen,

ich weiß es nicht, wie es euch geht, aber ich fühle mich in unserer ehemals gemeinsamen Wohnung überhaupt nicht mehr wohl. Ich halte es dort nicht aus. Überall habe ich ständig nur "Flashbacks". Ich finde, das muss ich mir nicht geben. Habe seit unserer Trennung vor 10 Wochen nicht eine einzige Nacht dort geschlafen. Also dachte ich, dass ein Tapetenwechsel bzw. Umzug eine gute Idee wäre, um das alte hinter mir zu lassen.

Jetzt habe ich evtl. eine neue Wohnung (Vertrag ist noch nicht unterschrieben) und ich schlendere durch die Baumärkte, um diese einzurichten (Laminat, Tapeten, Vorhänge,...). Aber: Alles in mir wehrt sich dagegen. Der Gedanke, von nun an alleine in einer anderen Wohnung zu leben, ist eine echte Qual. Kann dem nichts schönes abgewinnen. Diese Stille, wenn man alleine in der Wohnung ist. Niemand macht Geräusche. Niemand redet mit einem. Aufwändig kochen nur für mich alleine, ist mir auch zu blöd...

Ich weiß noch, wie wir zusammen unsere gemeinsame Wohnung eingerichtet haben. Voller Vorfreude (gut, wir hatten zu der Zeit auch viel Streit, aber das ist ein anderes Thenma). Wir hatten zu der Zeit sogar ein gemeinsames Tagebuch (war natürlich ihre Idee... ), worin wir beschrieben, wie schön es werden wird und was wir dann alles ständig zusammen machen können.
Die Situation ist jetzt völlig anders. Keine Vorfreude auf das "neue Kapitel". Nur ein weitermachen, irgendwie...ein Umzug auf eine einsame Insel irgendwo im nirgendwo.

Mich würden eure Erfahrungen interessieren.
Wie seid ihr mit eurer Wohnsituation umgegangen?
Wie mit der Einsamkeit?
Wie lange hat es gedauert, bis ihr euch alleine wohl gefühlt habt?

LG
Riese

08.06.2015 16:10 • #1


minna


ich habe damals zu beginn eine kleine einweihungsfeier gemacht,
und alle, die ich mochte eingeladen,
jeder brachte ein kleines einweihungsgeschenk ,
ein bild, einen topf,
einen alten stuhl vom flohmarkt, eine badeente.....

oder was auch immer.....
danach hat man viele kleine lustige und persönliche erinnerungen
an nette menschen,

da fühlt man sich gleich viel wohler.....und mehr zu hause....

08.06.2015 16:19 • #2



Alleine wohnen (Umzug, neue Wohnung, etc )

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Phoeniix


Hey...

nach meiner letzten Trennung bin ich auch in meine eigene Wohnung gezogen... Gleich mal 500km weit weg
Ich fand es herrlich...

Das schleppen, das aufbauen, neu einrichten... hab mich ausgepowert ohne Ende...

Aber dann hatte ich mein Reich... und es lenkt wahnsinnig ab...

08.06.2015 16:23 • x 1 #3


Missus

Missus


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Hi,

ich fand die Wohnungssuche auch spannend. Durch Möbelhäuser schlendern, auf Niemanden Rücksicht zu holen beim Aussuchen..
( Ich habe mich aber getrennt, ist dann nochmal was anderes wohl. )
Ich muss sagen, dass ich einen relativ großen engen Mädelsfreundeskreis hab.. Wir haben das alles zusammen gemacht und die ersten 3 Nächte hat auch meine Beste bei mir übernachtet..
Ich muss ehrlich sagen bei mir hat es ein paar Wochen gedauert bis ich es tatsächlich genießen konnte..
Aber heute bin ich so froh und liebe meine Wohnung.

Du musst Zeit vergehen lassen. Ist einfach so.

08.06.2015 16:31 • #4


Chris2015


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Hallo Riese,
ich wohne jetzt seit über 2 Monaten alleine und es ist eine Qual.
Es ist so wie du beschreibst, die Stille, keiner redet mit dir,fühl mich nicht wohl.
Es fühlt sich ganz und gar nicht wie zu Hause an.
Einfach nur schrecklich.Diese Stille macht mich fertig.
Das Alleinsein hat mich sehr zum negativen verändert.
Körperlich sowie psychisch.

Gruß
Chris

08.06.2015 16:54 • #5


minna


Das Alleinsein hat mich sehr zum negativen verändert.
Körperlich sowie psychisch.


also das liest sich ja,
als wäre es die hölle mal ein bißchen alleine zu sein....
wir kommen alleine auf die welt und wir gehen alleine....

jeder....

klar sind die meisten von uns herdentiere und wir hoppeln gern gemeinsam...
aber man kann sich in einer beziehung genauso einsam fühlen,

ich bin der meinung, jeder sollte lernen sich mit sich selbst anzufreunden,
und es hinbekommen seine tage auch mal alleine schön zu gestalten....
denn

du musst nur die tür öffnen und die welt ist voller menschen....

und eine eigene wohnung ist nicht der mond
oder der mars ....
sondern mitten auf der überbeölkerten erde.......

ich liebe es heute noch, meine tür hinter mit zuziehen zu können,
alleine musst du keine rücksichten nehmen,
du kannst nachts um 4 ein bad nehmen,
bis 5 uhr fernsehen,

ständig das gleiche lied hören
und dir *beep* brote machen.....
und tagelang deine unattraktivsten sachen tragen......

was macht ihr denn mal später, wenn euer partner krank wird oder stirbt.....?
sofort einen neuen suchen ?
hinterherhüpfen ?.....




.....

08.06.2015 17:18 • x 2 #6


Dramaking


Ich wohne noch nicht so lang alleine(3,5 Monate in der alten Wohnung) Habe seit 3 Wo. neue Wohnung. In der alten ging gar nicht mehr. Aber die neue ist kein "zu Hause". Mir macht es auch kein Spass darüber nachzudenken was f schöne Couch ich bräuchte. Geschweige den danach suchen. Dann habe ich keine Couch. Lebe relativ auf Minimum. Hab eine grossen Teller und eine Tasse.

Vielleicht bin ich noch traumatisiert, dass sie mit mir Woche vor dem Ende händehaltend durchs Möbelhaus spazierte...

Hauptsache ich kann irgendwo schlafen und mich duschen. Alles andere ist bedeutungslos. Die Küchenplatte liegt noch auf dem Boden.

Die Einsamkeit ist unerträglich. Vor paar Tagen hörte ich wieder nach dem aufwachen ihre E- Zahnbürste.

Mensch, was ist aus mir geworden?

08.06.2015 17:20 • #7


Missus

Missus


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Jesses.. wollen wir ihm nicht eher ein bisschen Mut machen?

08.06.2015 17:50 • #8


Verfasser


Ich kenne das...

Nach meiner Trennung bin ich, obwohl mich dort nicht hielt, im gleichen Ort geblieben, alleine der Hoffnung wegen, dass wir das alles doch wieder in den Griff bekommen. Nach dem dann der Kontakt abbrach, bzw. sie wohl nur noch "Mitleidsbesuche" tätigte, fühlte ich mich auch tierisch alleine, wusste nicht wozu ich irgendwas anstellen sollte, weil ich eben dachte, dass ja alles gar keine Sinn ergeben würde...


Irgendwann dachte ich mir persönlich dann aber, dass ich, auch wenn die Beziehung zu Ende ist eine ganze Menge Wert bin und eine Verantwortung mir gegenüber habe. Und ich glaube mittlerweile, dass diese fehlende Selbstachtung und Selbstverantwortung der Grund dafür war, warum diese Beziehung überhaupt gescheitert ist.
Ich habe mir nun vorgenommen, erst mal nur auf mich zu achten, mir selber etwas Wert zu sein...im Sinne von Ernährung, von Sport, Arbeit.... alleine zu Recht zu kommen. Ich habe keinen großen Freundeskreis, hätte ich aber gern, das ist aber ein anderes thema...

Ich glaube, dass man immer erst mal alleine zu Recht kommen muss, damit es mit anderen Menschen funktionieren kann. Und das ist, auch wenn es anstrengend und schwierig ist, eine Sache, die wir lernen können, so lange wir auf unsere Gedanken aufpassen!

Vllt., nur vllt., hilft dir das ja schon. Ich wünsche es dir

08.06.2015 19:19 • #9


Jeanny80

Jeanny80


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Hallo Riese84

Ich bin nun seit 7,5 Monaten alleine und wohne auch so lange nun schon alleine. Mein Exfreund und ich haben mehr oder weniger zusammen gewohnt, in der Woche bei mir und am Wochenende bei ihm. Er ist nach der Trennung direkt ausgezogen, was sollte er auch noch bei mir?!
Wir hatten diese Wohnung gemeinsam eingerichtet, und deswegen war für mich klar, dass ich alles verändern muss, und diese Wohnung zu "meiner" machen muss.
Ausziehen wollte ich jedoch nicht. Sie ist objektiv gesehen für mich perfekt.
Ich habe also alles von ihm in den Keller gepackt, Hauptsache es war raus aus der Wohnung. Dann habe ich nach und nach die Wohnung umgestellt, umdekoriert und sie wieder Stück für Stück für mich erobert.
Ich denke es ist wichtig, wenigstens ein "Zuhause" zu haben, auch wenn es dauert, bis man sich dort wohl fühlt. Ich finde es ist der Grundstein, damit man weiter gehen kann nach der Trennung. Wenn schon die Eckdaten, wie Wohnung, oder Job, oder Freunde nicht stimmen, wie sollen dann die Gefühle hinterher kommen.
Deswegen solltest du schauen, wenn du in der alten Wohnung nicht mehr bleiben magst, dass du umziehst, und dass du die neue Wohnung dann für dich gemütlich einrichtest. Auch wenn du gerade keinen Sinn darin siehst, mach es für dich, denn nur in einer schönen Wohnung kann man stückchenweise wieder zu sich kommen.
Ich fühle mich auch alleine und einsam zuhause. Niemand ist da, der das gemütliche Heim mit mir teilt. Aber ich brauche eine schöne Umgebung um über die Runden zu kommen.
Versuch dich nicht hängen zu lassen, richtige die Wohnung ein wie sie dir gefällt und mach ein Zuhause für dich daraus.
Du musst einen Ort zum Wohlfühlen, Verstecken,... etc. erschaffen. Das ist wichtig!

LG
Jeanny

09.06.2015 10:49 • #10


mortal eclipse


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Eine andere Möglichkeit wäre es in eine WG zu ziehen. Es gibt heutzutage, besonders in den Großstädten, auch Wohngemeinschaften für alle möglichen Sachen. Studenten, Berufsanfänger, Berufstätige und "ältere Menschen".
Auch hier hat man die Möglichkeit sich zurückzuziehen, lernt neue Leute kennen und fühlt sich nicht einsam.

Ich bin zur Zeit auch nicht gerne alleine zuhause - deswegen arbeite ich viel und abends gehe ich noch lange spazieren/laufen. Dann noch ein bisschen Musik hören und schlafen. Jegliche "dunkle" Gedanken, schreibe ich in ein kleines Notizbuch. Das habe ich schon immer gemacht. Heute schmunzel ich, wenn ich die Gedanken und Texte an verflossene Liebeleien von vor 5 Jahren lese.

09.06.2015 10:56 • #11


KleinerKeks

KleinerKeks


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Hallo an euch,

schön zu lesen, dasses vielen auch so geht ... ich wurde verlassen bzw. habe mich getrennt als ich erfahren habe das er mich 6 Monate betrogen hat. Ich habe direkt unsere Wohnung gekündigt und die perfekte für mich gefunden, das war Anfang Mai, jetzt endlich nachdem dort noch die Heizungen und Türen gestrichen wurden bekomme ich am Mittwoch die Schlüssel.

Am Anfang fand ich es so toll, ich bin sofort durch die Möbelhäuser und habe nach Tapeten, Laminat geguckt und nach allem was mir so gefällt, doch nun wo der Tag näher rückt, bekomme ich auch etwas sagen wir mal angst, erstens habe ich noch nie ganz alleine gewohnt und zweitens obwohl es so ein Ar. ist habe ich noch Gefühle für ihn, ich WILLund MUSS sie abschalten, aber kann es auch nicht von heute auf morgen.

Wenn man erst mal alles fertig hat, hoffe ich das ich mich dann wohl fühlen werde, denn was soll man mit jemandem zusammen wohnen, der einen nicht mehr liebt und nur weiter verarscht ? Dann ist es wohl doch besser direkt alleine zu sein oder ?

13.06.2015 08:42 • #12


SelmasLaughing


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Hi. Ich bin auch getrennt wurden und habe es in unserem Haus nicht mehr ausgehalten und bin ausgezogen. Meine Frau hat gleich den neuen nachgelegt und damit meine Entscheidung untermauert sprich Druck erzeugt. Letztendlich ist das ganz knapp 3 Monate her und ich konnte mir am Anfang nicht vorstellen in unserem Haus weiter zu wohnen. Wir haben eine Tochter und eine Hündin. Nun bin ich allein und bereue diesen Schritt auf der einen Seite da ich denke das es unfair gelaufen ist und auf der anderen Seite habe ich den Schritt des Auszuges gemacht um mich zu schützen. Das meine Frau auf Partnerebene echt mies ist bei ihrer Gnadenlosen Entscheidungen ist sie Elterseitig eine gute Mutter. Nun ich könnte zurück und sie verlässt das Haus was bedeutet sie hat dann auch Umstände die ihr nicht passen und muss sich verändern. Ich habe alles verloren. Mein Heim, Frau, Kind und Hund. Mein Kind sehe ich nur sehr selten wir uns vorher immer in den Alltag reingeteilt haben. Das ist nun nicht mehr möglich. Also muss ich erstmal meine Frau und den Alltag zu meinem Kind verarbeiten und dazu noch die neue Wohnung. Ich seid ein paar Wochen dort aber ich fühle mich wie abgestellt und nun sieh zu wie du klarkommst. Mir fehlt es an nichts dort da ich kaum Möbel kaufen musste. Lediglich eine Couch, die alte wollte ich nich, obwohl sie mir diese Angeboten hat. Der neue Mann hat einen kompletten Hausstand und zieht bestimmt bald in mein Haus ein. Der Gedanke ist unerträglich. Aber komischerweise habe ich manchmal das Gefühl das der Rückzugsort den ich mir geschaffen habe wichtig ist um denken zu können und die Vergangenheit aufzuarbeiten. So gern würde ich zurück in mein Haus aber sicherlich würde ich dort ständig an sie und meine Tochter denken. Denn meine Tochter wollte sie nicht bei mir allein lassen was ich aber gemacht hätte. So nun in der Wohnung, verlassen, ersetzt, Teilzeitpapa ohne jegliches Zuhausegefühl. Ich weiß es geht vorbei aber mein Haus aufzugeben und ihm das Nest zu bereiten erscheint einfach zu einfach für die beiden. Am Anfang habe ich nur für mein Kind gedacht und wollte das sie in ihrer Umgebung bleibt. Aber das Gefühl das meine Frau das schamlos ausnutzt geht nicht weg. Es ist keine Rache sondern Gerechtigkeit die ich gern hätte. Nun stehe ich an der nächsten Weggabel und weiß nicht weiter. Am Anfang hat mich der Gedanke an Veränderung am Leben gehalten und nun bereue ich und fühle mich tot. Nun muss ich mit den Konsequenzen leben die ich nicht wollte. Hätte ich es aufgesessen wäre sie ausgezogen und sofort mit ihm zusammen. So war es aber für sie viel einfacher. Alle Umstände habe ich Auf auf mich genommen. Was nun?

13.06.2015 09:33 • #13



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