@robrt
Zitat von robrt: Schwierig ist für mich der regelmäßige Austausch wegen der Kinder. Die sind emotional sehr belastet.
Sollte ich persönliche Nachrichten wie "wie geht es Dir" schreiben bzw. überhaupt beantworten wenn ich gefragt werde? Auch ein "Guten Morgen, ich wünsche einen schönen Tag" oder "Ich bin traurig" sollte unterbleiben. Wobei dies auch von meiner Frau kommen kann.
Ich würde versuchen den Kontakt, sofern unbedingt erforderlich, so neutral wie möglich halten. Persönliches unterlassen um mehr Abstand zu bekommen.
Zitat von robrt: Es ist verdammt schwer die Finger oder den Mund ruhig zu halten (wenn man sich bei der Kinderübergabe sieht).
Sehen kann ja vermieden werden, wenn die Kids bis vor deine Tür gebracht werden können sie allein zu dir in die Wohnung oder wenn du dich vor eurem Haus bemerkbar machst wenn du sie holst und sie dann zu dir kommen-ohne den Kontakt mit NF zu haben. Ich würde den Kindern auch den Grund erklären warum es für dich so besser ist und du erstmal Abstand brauchst.
Zitat von robrt: Ich möchte nicht alle Kommunikationswege beenden sondern auch offen halten und Bereitschaft signalisieren ohne mich anzubiedern.
Entscheide dich für einen Weg, den du für deine NF offen lassen möchtest, sprich das offen aus, dass mit ihr hierüber kommuniziert werden kann wenn es Wichtiges zu klären gibt, bzgl. der Kinder und wichtige organisatorische Angelegenheiten.
Ihre Gefühlskälte kann auch Selbstschutz, Abgrenzung und Angst bedeuten, Angst vor der eigenen Courage und um wegen des Anderen nicht rückfällig zu werden weil sie ihm bevorzugt weiter ihre Gunst schenken will.
Deine längjährig an Depressionen erkrankte Frau hat mit euren Zwillingen und den beiden anderen - 4 Kinder großzuziehen mit Haushalt, Garten, Kochen, Schule, usw. , teilweise auch mit Arbeit ungewöhnlich viel leisten können. Depressionen kosten viel Kraft und das Ruhebedürfnis ist wegen der Erschöpfungszustände hoch, allgemein können sie sich nicht so gut auf mehrere Personen konzentrieren und ziehen sich schnell zurück, manchen ist sogar schon die Körperpflege und Wohnungsreinigung zuviel, sie würden am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. So gesehen war sie wohl mit vielem überfordert, was ihr vielleicht noch nicht so anzumerken war weil sie den Schein aufrecht halten wollte, dafür wurden dann vielleicht auch ihre Panikattacken mehr.
Das, was in einem Depressiven vorgeht können selbst Therapeuten manchmal nur ahnen wenn die Patienten nicht offen darüber reden, deshalb sind auch ihre Vorwürfe du hättest es erkennen müssen unfair.