@robrt
Zitat von robrt: Heute bin ich irgendwie platt und leer. . . Irgendwie fühle ich nichts.
Hab ich mir das vielleicht zu sehr zu Herzen genommen? Ist es vielleicht überhaupt nicht so schlimm was meine Frau gemacht hat?
Manchmal ist nichts zu fühlen ein unbewuster, automatisierter Selbstschutz, der hilft eine schlimme Situation irgendwie zu überstehen.
Deine Verzweiflung vielleicht ein Versuch ihr Verhalten zu verstehen.
Zitat von robrt: Muss ich es nicht einfach akzeptieren und tolerieren? War es überhaupt die letzten 20 Jahre auch anstrengend für mich wegen Ihrer psychischen Erkrankung? Vielleicht stelle ich mich einfach nur an.
Ist jetzt vielleicht alles weg bei ihr und sie normal?
Es wäre aus meiner Sicht schon übermenschlich es auszuhalten, ohne selbst Spuren in irgendeiner Form davonzutragen mit einer an Depressionen, Angst- und Panikstörungen erkrankten Frau und der Kinder zu leben, die ja auch beachtet werden müssen und angehalten werden Rücksicht auf diese nehmen zu müssen.
Sekundär hat sie ja ihren zweibeinigen Stimmungsaufheller, wenn ihre rosa Brille abfällt ist sie nicht geheilt, ihre Erkrankung wird sehr wahrscheinlich wieder durchkommen, mit einer Art Wunderheilung ist da eher nicht zu rechnen.
Das Gedankenkreisen wird oft auch wegen unbewusster Schuldgefühle angeregt und kann auf eine Art von Selbstbestrafung hinweisen um einen anderen zu schützen und dessen Verantwortung auf sich zu nehmen. Du kannst überprüfen ob das bei dir eine Rolle spielen könnte.
Dir wird es langsam besser gehen wenn du diese Erfahrungen, mit all dem Schmerz, annehmen und akzeptieren kannst. Das braucht dazu eine Aufarbeitung, Zeit, Geduld und viel Selbstfürsorge.
Sorge so oft wie möglich für Momente, die dir Kraft und Atem geben können.