Puck
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Vornweg wird dieser Beitrag ein wenig länger, da ich soviel Info
wie möglich geben will.
Dies ist auch mein erster Bericht im Forum. Ich weiß nicht mehr
weiter und ich hoffe, dass ich diese "Horrorzeit" überstehen werde. Ich stehe vor einem persönlichen Scherbenhaufen.
Zur Geschichte:
Ich habe nach 16 Jahren Beziehung, davon 14 Jahre Ehe (mit
mehreren Hochs u. Tiefs), 2 Kindern (10+12) und eigenem Haus vor 1 1/2 Jahren eine Affäre begonnen. Aus dieser Ur-
laubsbekanntschaft wurde leidenschaftliche Liebe. Nach 4 Mo-
naten flog alles auf. Die Beziehung wurde aber trotzdem nicht
von mir beendet. Die Liebe und Zuneigung war einfach von beiden Seiten zu stark. Meine neue Liebe löste sich auch in
dieser Zeit nach 12 Jahren ohne Trauschein von ihrem Partner.
Nachdem alles rauskam, setzte meine Frau alle Hebel in Bewegung, um die Ehe zu retten.
Ich war selber hin-u. hergerissen. Auf der einen Seite die "Liebe meines Lebens" (solch Gefühle hatte ich noch nie, nicht mal bei meiner Frau... leider..), auf der anderen Seite
die Verantwortung für Familie, Kinder, Haus, Ernährer....) Der Druck wurde imens und brutal. Ich wußte nicht mehr weiter...
Doch ich blockte die Bemühungen meiner Frau immer mehr ab,
bzw war es für so, als wenn ich auf einen fahrenden Zug aufgesprungen wäre und jetzt nicht mehr aussteigen konnte.
Wir begannen im Sommer letzten Jahres eine Paartherapie. Sie
brachte aber nicht den gewünschten Erfolg (ich war ehrlicherweise nicht voll bei der Sache). Meine Frau gestand mir
in dieser Zeit auch eine kurze Affäre vor einiger Zeit. Darauf
hat sich bei mir der Drang zu der anderen Frau verstärkt. Der
Druck wurde mit der Zeit immer größer (beiden Frauen, Eltern,
Umfeld etc.) Schließlich bin ich Ende des Jahres für 1 Monat
ausgezogen um Ruhe zu haben. Doch leider kam ich auch dadurch keinen Schritt in meiner Entscheidungsfindung weiter.
10 Tage vor Weihnachten bin ich wieder eingezogen (Einlieger-
wohnung im Haus). Einen Tag vor dem Heiligen Abend bin ich
nach einem heftigen Streit (die immer häufiger und intensiver wurden) zu meinen Eltern gezogen. In dieser Zeit wollte sich
meine neue Partnerin zu mir niederlassen. (200 km) Der Zustand (wohnlicher und sozialer Art) veranlasste mich nach 4 Wochen "wieder" ins Haus zurückzukehren. Meine Frau hat sich
mit mir geeinigt. Ich könne so lange "unters Dach" ziehen, bis
sich eine endgültige Lösung findet. Doch keine 2 Wochen war
dieses Abkommen "über Bord" geworfen worden. Es gab häßliche Szenen vor den Kindern. Die Initative ging immer von
meiner Frau aus. Dies war im Februar 2003.
In dieser Zeit hat sich die "Neue" entschlossen, nicht zu mir zu ziehen (Grund: Angst vor Exfrau, nicht aufgenommen zu werden, einfach Ängste..) Dies war für mich natürlich der erste Schlag. Sie hat (verständlicher weise) mir die ganze
Zeit gedroht, bis "Weihnachten" spielt sie die 3-er-Beziehung nicht mehr mit. Also, im Januar (mit 2. Auszug) habe ich mich total
für "Sie" entschieden. Meine Frau hat sich im Frühjahr einen
neuen Mann "geangelt" und führt bis heute eine Beziehung mit
ihm. Ich bin dann wieder zu meinen Eltern gezogen um von dort aus mir eine kleine Wohnung (1 Zimmerloch gegenüber "Luxushaus") zu nehmen. Dies war im März diesen Jahres. Hab mir ein Auto gekauft und mich voll auf meine neue
Partnerin eingelassen. Nachdem sie nicht bereit war (auch verständlich) zu mir zu kommen, beschloß ich, die Zelte hier
abzubrechen und zu ihr zu ziehen. Dies war natürlich mit sehr
viel Stress und Aufwand verbunden. Fing also an, mich intensiv
um eine Stelle zu bewerben. Meine Partnerin wohnt immer
noch bei ihren Eltern (Einliegerwohnung). Wir wollten eine ge-
meinsame Wohnung nehmen. Ich kümmerte mich um einen Job,
sie sollte sich nach einer Wohnung umsehen.
Doch irgendwie spürte ich, dass der Elan nur halbherzig war.
Sie fragte mich kaum, wie es den mit den Bewerbungen aussehe und auf meine Frage, ob sie schon Objekte ausgesucht habe, kam nur ein "Ja, Ja..."
Dann kam im Mai für mich der 2. Schlag. Auf mein Ansprechen,
ob sie überhaupt wolle, dass ich zu ihr komme (das sie noch vor einem halben Jahr als ihren "Glücksfall" ansah), meinte sie:
"Auf der einen Seite schon (Partner), auf der anderen Seite nein (mit Ex-Partner, der sich immer noch im gemeinsamen Freundeskreis befindet, noch nicht richtig abgeschlossen hat und sie nicht sicher sagen kann, dass ihr nach 4 Wochen gemeinsamem Lebens unter einem Dach alles zu viel, zu eng wird)
Darauf habe ich vor 5 Wochen zu ihr gesagt, dass ich jetzt endlich wissen will, ob ich mich jetzt bewerben soll oder wir
weiterhin eine WE-Beziehung führen sollen. Darauf meinte sie,
dass es wohl unter "diesen Umständen" wohl es besser wäre,
vorerst alles so zu lassen. Sie wolle sich lieber eine kleine
Wohnung mieten. Sie meinte, dass dies auch besser für mich
sei, da ich sie dann öfters besuchen könne (hat mit ihren Eltern was mich betrifft ein Problem)
So, und vor gut 2 Wochen rief sie kurz an (10 min Gespräch),
dass sie momentan keine Beziehung führen kann. Dachte mich
streift ein Blitz. Auf meine Fragen warum, kam nur: "Mir wird alles zuviel, meine Liebesbeweise, das ständige Telefonieren,
nur am WE sehen usw" Ich meinte, dass ihre Probleme doch alle wegfallen, wenn wir an einem Ort wären. Doch sie fühlte sich von mir eingeengt. Dabei habe ich ihr immer und immer wieder beteuert, dass ich der Mensch bin, der Freiräume ohne
Ende (natürlich mit Grenzen) seinem Partner gibt und der auch
selber seine Freiräume braucht. (Hab ja Erfahrung mit Leben voller Kompromisse und Toleranz durch Ehe.., die sie nicht hat).
Dann fragte ich nach, ob es da jemand anders gibt. Sie sagte,
sie habe einen anderen kennengelernt und nur ein paar mal telefoniert. Das müsse ich ihr glauben und hat auch nichts, rein gar nichts damit zu tun.
Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich liebe diese Frau immer noch. Es waren bis zu meinem endgültigen Auszug
in keinster Weise irgendwelche Zeichen von "Liebesverlust" ihrerseits zu spüren. Im Gegenteil. Alles war total harmonisch.
Wir verstanden uns 1A, hatten Spaß, einfach traumhaft. Seit
dieser Zeit hat sie sich nur noch 5 mal per SMS gemeldet. Sie
meinte, sie hat mich immer noch sehr lieb, ich bin ein ganz besonderer Mensch für sie und von meiner Sorte gäbe es nicht
viel...... Darauf hin habe ich ihr 2 Mails geschrieben.
Sie hat mir gestern Nacht eine SMS geschrieben, dass sie in den nächsten Tagen auf meine Mail antworten wird und gefragt, wie es mir geht.
So enttäuscht und fertig war ich noch nie in meinem Leben. Die Art und Weise. Per Telefon. Warum hat sie nicht versucht
(falls ihr noch was an uns/Beziehung) liegt, mit mir eindeutig
über ihre Probleme, Sorgen, Ängste zu reden? Eine Lösung finden? Warum hat sie plötzlich alles hingeschmissen? Ich be-
greife dies alles nicht. Vor einem halben Jahr noch ihr "Traummann". Sie können ohne mich nimmer leben und Leben ohne mich macht keinen Sinn.... einfach 1.000 Liebes-
beschwörungen bis echt zum Schluß (1 Woche vor dem Telefonat noch auf ihre Initative getroffen, mit mir geschlafen usw....)
Wenn jemand ein Problem hat, dann will er doch mit dem anderen nicht mehr schlafen, zärtlich sein usw. Dann will ich
Abstand, rede über das Wetter oder die "Tagesschau". Warum
fährt sie vor 4 Wochen noch mit mir in Urlaub, der auch nach
ihrer Meinung (ehrlich) Traumhaft war. Sie meinte auch in dem
Gespräch, dass dies alles ihr erst nach dem Urlaub bewußt wurde. Die Liebe kann man nicht erzwingen.
Meine Frage: Kann jemand, der einem alles bedeutet innerhalb von 3 Wochen sein Gefühl dermaßen ändern? Hab mich ehrlich
nicht "aufgedrängt". Hab keinen Druck auf sie ausgeübt!
Sie meinte, sie weiß selber oft nicht, was sie will. Sie wollte auch schon mal eine Therapie machen, weil sie echt ein "Bindungsproblem" habe.
Soll ich mich jetzt bei ihr melden, oder soll ich ihren Brief abwarten? Ist es dieser Mensch überhaupt wert? Ich liebe diesen Menschen trotzdem über alles. Sieht sie nicht, was ich
alles geopfert habe? Welche Auswirkungen eine Trennung für
das weitere Leben bedeutet? Ich vermisse sie so sehr und verstehe ihre "Kälte" nicht. Warum schreibt sie nicht schon in
den SMS`s, dass es endgültig aus ist. Hat sie ein Gewissen?
Ist es Selbstschutz ihrerseits und Egoismus? (das sie manchmal wirklich ist)
Ich war immer gut zu ihr (vielleicht zu gut?) Gibt es charakter-
lose Menschen? Fragen über Fragen...
Sicher gibt es viele Menschen in meinem Umfeld, die jetzt hämisch Lachen und sagen: "Geschieht ihm recht...."
Doch ich habe alles verloren, was mir lieb war und wofür ich
so lang gekämpft habe. Jetzt wo ich es geschafft habe, mich
von meiner Ehefrau zu trenne, wo ich bereit war, mein ganzes
Leben umzukrempeln werde ich im Stich gelassen.
Fühle mich leer und einsam.....
Leider ist die Storry länger geworden. Ich hoffe nicht zu lang.
Was meint ihr dazu? Was soll ich machen?
Ratschläge, es wird schon wieder oder das Leben geht weiter,
helfen nicht....
Trauriger Gruß.....
P.S. Soll ich mir noch Hoffnung machen?