Cloppy
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Meine Ex und ich haben uns vor rund 8 Jahren kennen gelernt. Die Umstände waren etwas speziell, vor Allem jedoch der Altersunterschied war enorm. Sie ist 23, ich 34. Nach einem guten halben Jahr ist unser Kontakt enger geworden. Wir haben die ersten 1.5 Jahre Fernbeziehung geführt, ich bin jedes oder zumindest jedes zweites Wochenende zu ihr gefahren. Die Liebe war extrem innig, wir haben Pläne geschmiedet und uns nach rund einem Jahr sehr erfolgreich selbstständig gemacht. Dieses gemeinsame Projekt hielt gut 3 Jahre, ging jedoch genau so schnell kaputt wie es Erfolg hatte. Also standen wir 2016 erneut vor dem Nichts. Naja, nicht ganz. Bereits in der Zeit habe ich ein Burnout durchlebt, was mich emotional sehr Needy und weinerlich machte. Needy waren wir im Grunde beide. Wir haben uns wirklich gebraucht, waren füreinander da, haben uns im Leben weiter gebracht und immer zu unterstützt. Die Offenheit und der Respekt in unserer Beziehung war enorm. Vor rund einem Jahr hatte sie dann ihr Studium abgeschlossen, was wir uns mit der Selbstständigkeit ermöglicht hatten und stieg in das Berufsleben ein. Ich war noch ein wenig auf der Suche nach meinem Karriereziel, bin jedoch auch inzwischen in einem Job, der mich erfüllt.
Soweit die Vorgeschichte. Natürlich gab es auch Schattenseiten der Beziehung. Ich leide sehr unter der Angst, Verlassen zu werden und sie sehr unter der Angst vor Gewalt. Es kam, wie es kommen musste, wir haben uns gegenseitig immer mal wieder damit erpresst, den Anderen zu verlassen oder auch gegenseitig angegriffen. Die Gründe dafür sind mir inzwischen klar, wir selbst. Wir haben uns viel Mühe gegeben, dass unsere Schwachstellen keine bleiben, so wurden diese immer weniger und auch weniger intensiv.
Anfang Oktober eröffnete sie mir, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat. Es kam aus dem Nichts! Ich natürlich direkt gebrochener Mann, nur am heulen, sie wusste auch nicht so recht und ist dann direkt 3 Tage weggefahren. Bei mir hatte der Stress dadurch heftige körperliche Auswirkungen. In den kommenden Wochen haben ich alles dafür gegeben, ein freundlicher, liebenswerter Mann für sie sein zu können. Wir sprachen sogar über Ehe und Kinder
Vor 5 Wochen dann lachte sie mich den ganzen Abend vor Freunden aus, weswegen ich sie fest hielt und um ein Gespräch bat. Ihre Reaktion "Es ist aus, ich habe gestern den Mietvertrag unterschrieben." Ihr könnt es euch vorstellen
Sie war dann noch eine Woche in der gemeinsamen Wohnung, ist unter Tränen gegangen und es ging in die KS; die ich ziemlich versämmelt habe. Ende vom Lied: Ich wurde blockiert, überall.
Natürlich habe ich dann auch den nächsten Fehler gemacht und einen gemeinsamen Freund eingespannt (Inzwischen bat ich ihn darum, sich da völlig rauszuhalten, worüber er doch sehr dankbar war). Es kamen in den folgenden Tagen also über Weihnachten und Neujahr diverse Sticheleien von ihr. Heiligabend hat sie mich auf den restlichen Plattformen blockiert, am 2. Feiertag kam eine Mail mit "Ich hoffe, du hattest ruhige und besinnliche Feiertage" und so ein Zeug, während ich einfach nichts tat, außer Sport, mich beschäftigen. Am 29. hat sie mich entblockt, vollgespammt und stand auf einmal vor der Tür. Zu dem Zeitpunkt war ich schon im 2. Ex-Zurück-Ratgeber. Ich habe sie rein gelassen, wir hatten 2 sehr lustige Stunden zusammen verbracht. Kurz darauf kam ein Kumpel über Sylvester, der hat natürlich mich als Emotionsbestie miterlebt. Tut mir sehr Leid für ihn Am 2.1. stand sie wieder hier, was abholen, natürlich. Dieses Gespräch habe ich eröffnet, indem ich mich bei ihr einmalig für mein Fehlverhalten entschuldigt habe. Darauf folgte eine Erniedrigung sondersgleichens. Es fielen von ihr Sätze wie Geh doch zu einem Psychologen, Such dir ne neue Wohnung, Zieh hier besser weg und lauter so ein Zeug. Ich habe versucht, mich zusammen zu reisen, ihr viele Fragen zu stellen um sie zu verstehen, ihr zugehört, in die Augen gesehen die ganzen Tipps aus den 21312351 Ratgebern befolgt. Wir haben uns zum Abschied umarmt. Am 3.1. habe ich ihre Hilfe gebraucht wegen unserer gemeinsamen Katze (Ihre Idee, ich wollte kein Haustier. Jetzt hab ich ihn). Sie kam an, übelst zickig, nur am meckern, dass ich doch so doof bin das nicht hin zu bekommen, sie hat es selbst nicht hinbekommen (Der Kater filzt sehr schnell, dafür braucht es meist 4 Hände). Ich habe sie danach noch gefragt, ob wir was futtern gehen wollen, worauf ihre Aussage war Mit dir zeige ich mich nicht in der Öffentlichkeit, meine Freunde sagen, du bist Assozial!. Ich bin ruhig geblieben, hab sie rausgebeten.
Ich habe die Sache dann selbst gelöst, ihr das mitgeteilt, seit dem ist Funkstille
Gestern dann traf sie sich mit meinen Eltern, da es nochwas mit einer Versicherung zu klären gab. Sie sagte dort u.A., dass ich sie bei dem letzten Treffen angebrüllt hätte, was defacto nicht stimmt. Und das sie von mir nichts mehr wissen will.
Mal ganz im Ernst, ich mache seit Wochen gar nichts, null. Und bekomme eine Stichelei nach der Anderen ab. Ich weiß nur, dass sie hier im Ort wohnt, nicht aber wo. Sie habe Angst davor, dass ich ausraste. Und ich mache weiterhin NICHTS.
Auf der anderen Seite bekomm ich von gemeinsamen Freunden immer wieder mit, dass sie gerade schaut, wie sie die Situation mit mir ausnutzen kann, so lange ich noch Gefühle habe. Kurzum, sie zettelt alle paar Tage aufs Neue einen Rosenkrieg an, ich verhalte mich völlig still. Klar, könnte ich den Rosenkrieg mitmachen, ich könnte ihr auf ganz legale Weise ihr Leben zerstören. Aber will ich das? Nein!
Nichts desto trotz will ich eine echte 2. Chance und bin diesbezüglich auch sehr heftig an mir am Arbeiten. Und so langsam weiß ich nicht mehr, was ich noch tun soll und brauche dringend Leidensgenossen zum gegenseitigen Austausch. Darum bin ich hier. Ich lese hier schon eine Weile mit und . ja, möchte mich nun doch aktiv mit anderen hier austauschen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Über den schlimmsten Liebeskummer bin ich hinweg, momentan klebe ich so zwischen Wutphase und Mir-Egal-Phase. Wenn man den ganzen "Ratgebern" da glauben mag, ist das ja die Voraussetzungen, um überhaupt eine Chance sich aufzubauen.
