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Ambivalente Gedanken

unbel Leberwurs.


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Zitat von FrauDrachin:
Das sehe ich tatsächlich als Besitzdenken, auch wenn es in unserer Gesellschaft so üblich ist.
Jeder hat das Recht, zu tun und zu lassen, was er will, und davon zu erzählen, wem er will, solange er damit dem anderen nicht ernsthaft schadet.
Also, wenn wir davon ausgehen, dass nichts "verbotenes" (was immer das genau im Detail heißt) passiert ist, ist es schlicht ihre Entscheidung, ob sie davon erzählt oder nicht.


Da machst Du es Dir aber recht einfach.
Klar ist jeder ein freier Mensch, aber in einer Partnerschaft schränke ich mich FREIWILLIG ein und kann eben nicht mehr tun und lassen, was ich will.
Wenn ich das dennoch will, bleibe ich Single oder brauche einen Partner mit selbiger Einstellung wie man selbst.

Das hat nichts mit Besitzdenken zu tun sondern mit Vereinbarungen, Ehrlichkeit und Vertrauen.
(Ausdrücklich NICHT Treue. Denn auch in offenen Beziehungen wird niemand gern angelogen)
Und das "Detail" kannst Du wie in dem guten alten Spruch definieren:
"Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem andern zu."

06.01.2021 14:22 • x 3 #16


FrauDrachin


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@unbelLeberwurst , klares jein auf alles. Aber ich denke, das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.

06.01.2021 14:40 • #17



Ambivalente Gedanken

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unbel Leberwurs.


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Zitat von FrauDrachin:
@unbelLeberwurst , klares jein auf alles. Aber ich denke, das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.


Ich denke, es kann keine zwei Meinungen darüber geben, dass die Frau einen grossen Vertrauensbruch begangen hat.

Es steht aber auf einem anderen Blatt, warum es dazu gekommen ist.

06.01.2021 15:21 • x 1 #18


FrauDrachin


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Zitat von unbel Leberwurst:
Ich denke, es kann keine zwei Meinungen darüber geben...


Doch. Ich stimme dir aber zu, dass die meisten Menschen spontan dir zustimmen würden.

Wen der Partner wirklich konkret plant, die Fliege zu machen, ja, dann wäre es ethisch notwendig im Vorfeld den Mund aufzumachen, idealerweise damit der Partner auch noch eine echte Chance bekommt.
Wenn der Partner sich "nur" geschmeichelt fühlt, Gedankenspiele anstellt, rausfindet, was ihm in der bestehenden Partnerschaft fehlt... Dann sehe ich das anders. Lass es uns vom anderen Ende der Beziehung aus betrachten: Stell dir vor, deine Partnerin erzählt dir am bei der Silberhochzeit: "Erinnerst du dich, damals, von 15 Jahren, als wir dauernd gestritten haben? Da war ich schwer verschossen in meinen Golflehrer... Manchmal habe ich schon alles in Frage gestellt. Aber ich wußte immer was wir zusammen haben, deshalb war das nie eine Option für mich. Schön, dass wir jetzt an diesem Punkt sind." Im Nachhinein gesehen immer noch ein Vertrauensbruch?

Ganz abgesehen davon, wenn ich ausnahmsweise mal ein Klischee bedienen darf: meiner Erfahrung nach sind es eher die Männer, die Dinge mit sich selber ausmachen, und Partner vor vollendete Tatsachen stellen. Vielleicht deshalbe die Angst, dass Frauen auch Dinge mit sich selber ausmachen könnten?

06.01.2021 15:38 • #19


unbel Leberwurs.


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Zitat von FrauDrachin:
Stell dir vor, deine Partnerin erzählt dir am bei der Silberhochzeit: "Erinnerst du dich, damals, von 15 Jahren, als wir dauernd gestritten haben? Da war ich schwer verschossen in meinen Golflehrer... Manchmal habe ich schon alles in Frage gestellt. Aber ich wußte immer was wir zusammen haben, deshalb war das nie eine Option für mich. Schön, dass wir jetzt an diesem Punkt sind." Im Nachhinein gesehen immer noch ein Vertrauensbruch?


Mein letzter Beitrag hierzu, weil das offtopic wird:

Ich käme mir ver@rscht vor, warum ich vor 15 Jahren im Dunkeln gelassen wurde.
Ich habe mir damals das Hirn zermartert, was mit uns nicht stimmt und hatte keine Ahnung von dem Golflehrer, vielleicht einen Verdacht.
Das hätte die Frau dann auch gerne für immer für sich behalten dürfen.

Ein Vertrauensbruch kommt darauf an, was damals passiert ist.

06.01.2021 16:30 • #20


MissGeschick

MissGeschick


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Bin ich die einzige, die das merkwürdig findet aufgrund einiger Unterhaltungen und Chats das ganze als Affaire zu bezeichnen?!
Grundsätzlich gilt: es ist wichtig was zwischen euch beiden die Abmachungen waren. Wie habt ihr beiden Treue und Loyalität definiert?
Und ich finde du hast eine ziemlich tolle Frau, die trotz deines jahrelangen (!) wirklich wirklich miesen Verhaltens (Wutausbrüche) noch immer an eurer Beziehung gearbeitet und sich eben nicht dem netten Kollegen ins Bett gelegt hat. Das hätten sicher viele Frauen anders gemacht und spricht für mich absolut für deine Frau. Sie hatte dermaßen große Probleme mit dir, ist jahrelang abgeblitzt im Versuch etwas mit dir zu verändern und du tust jetzt so, als sei das bisschen chatten und sich verstanden/sicher fühlen bei einem Kollegen ein Weltuntergang. Das finde ich echt eine bemerkenswert egozentrische Sichtweise. An deiner Stelle wäre ich sehr mit meinen eigenen Baustellen beschäftigt und ein kleines bisschen glaube ich, dass diese Emotionen bezüglich dem Kollegen auch genau davon ablenken. Es ist schwer den Blick nach innen zu wenden und wirklich an sich selber zu arbeiten.

06.01.2021 17:02 • x 3 #21


jaqen_h_ghar


Zitat von MissGeschick:
Bin ich die einzige, die das merkwürdig findet aufgrund einiger Unterhaltungen und Chats das ganze als Affaire zu bezeichnen?!

Nein, ich hab dazu auch eine Hypothese - aber das ist noch nicht die relevante Frage.
Mich interessiert in erster Linie erstmal, mit was für Gefühlen wir es hier beim TE zu tun haben.

06.01.2021 17:04 • #22


MissGeschick

MissGeschick


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Zitat von jaqen_h_ghar:
Nein - aber das ist noch nicht die relevante Frage.
Mich interessiert in erster Linie erstmal, mit was für Gefühlen wir es hier beim TE zu tun haben.


Das mag für dich gerade nicht relevant sein, da du etwas anderem auf der Spur bist. Das ist auch prima so, und wird dem TE sicher helfen sich zu sortieren. Aber da das hier kein Therapeuten/Klienten Zwiegespräch ist, sondern ein Forum, ist es sicher ok, wenn auch andere und in diesem Fall ich ihre Gedanken/Fragen dazu äußern. Am Ende entscheidet vielleicht der TE, was die relevanten Fragen für ihn sind? Ich denke er braucht da auch keinen Vormund. Er erscheint mir durchaus mündig? Einverstanden?

06.01.2021 17:07 • x 2 #23


jaqen_h_ghar


Zitat von MissGeschick:
Aber da das hier kein Therapeuten/Klienten Zwiegespräch ist, sondern ein Forum, ist es sicher ok, wenn auch andere und in diesem Fall ich ihre Gedanken/Fragen dazu äußern. Am Ende entscheidet vielleicht der TE, was die relevanten Fragen für ihn sind? Ich denke er braucht da auch keinen Vormund. Er erscheint mir durchaus mündig? Einverstanden?

Interessant wie Du das jetzt verstoffwechselst.
Ich habe Dir nur zu verstehen gegeben, dass ich das auch auffällig finde, aber das es für meine Fragen nicht die höchste Priorität hat. Hab ich irgendwas davon gesagt, dass ich hier die Gesprächs- und Deutungshoheit hab? Wie ist dieser Eindruck entstanden?

06.01.2021 17:14 • #24


MissGeschick

MissGeschick


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Zitat von jaqen_h_ghar:
Interessant wie Du das jetzt verstoffwechselst.
Ich habe Dir nur zu verstehen gegeben, dass ich das auch auffällig finde, aber das es für meine Fragen nicht die höchste Priorität hat. Hab ich irgendwas davon gesagt, dass ich hier die Gesprächs- und Deutungshoheit hab? Wie ist dieser Eindruck entstanden?


Durch das "Nein,aber" vielleicht? Ich hab es so verstanden. Aber dann sind wir ja einig. Weiter im Thema?

06.01.2021 17:18 • #25


jaqen_h_ghar


Zitat von MissGeschick:
Weiter im Thema?

Sobald der TE sich zu der ein oder anderen Frage, die ihm von verschiedener Seite aus gestellt wurde, äußert - gerne.

06.01.2021 17:19 • #26


FrauDrachin


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Zitat von unbel Leberwurst:
Ein Vertrauensbruch kommt darauf an, was damals passiert ist.


Dann sind wir uns scheinbar völlig einig, ob es ein Vertauensbruch ist, kommt darauf an, was passiert, und nicht darauf, was sie erzählt, und was sie mit sich selber ausmacht.

Nochmal andere Richtung: Es wird in einer Partnerschaft immer wieder aus verschiedensten Gründen die Situation sein, dass einer "komisch" ist, weil er persönliche Probleme hat, sich persöntlich weiter entwickelt, Sorgen wältzt... was weiß ich. Manchmal wird derjenige mit dem Partner darüber reden wollen, manchmal vielleicht aus den manigfaltigsten Gründen nicht. Manchmal wird es Auswirkungen auf die Partnerschaft haben, manchmal nicht.
Nur bei diesem einen, speziellen Grund sind wir alarmiert... Weil es noch ganz andere Dinge triggert.

06.01.2021 18:18 • #27


commitmentor

commitmentor


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Deine Frau schrieb stets klar, dass sie keine Affäre hätte eingehen wollen. Du schreibst dagegen, ihr hättet u.a. viel über die Affäre gesprochen. (Auch) hier herrscht Unstimmigkeit. Insofern ist dies nur OT, wenn ohne Bezugnahme auf den konkreten Thread pauschal über Affären diskutiert wird.

Die Gefühle Deiner Frau zu diesem Mann sind kein Vertrauensmissbrauch. Entscheidend ist, was sie daraus gemacht hat.

Aus heimlichen Treffen hätte mehr werden können, ohne Zweifel. Deine Frau hat in Ihrem Thread diesbezüglich auch Warnungen erhalten.

Sie hat sinngemäß aber auch geschrieben, dass sie sich erst trennen trennen würde, wenn sie nicht mehr dem Gefühlseinfluss dieses Mannes unterliegt. Das war sehr reflektiert. Es war ihr somit schon damals irgendwie klar, dass ihre Gefühle zu diesem Mann nicht von Dauer sein werden. Diese Sicht ist ganz sicher nicht selbstverständlich.

Und dass passt meiner Meinung nach dann auch wieder hiermit zusammen:
Zitat von ChaosImLimbus:
Sie sagt sie liebt mich und will um unsere Zukunft kämpfen

Und Du schreibst dagegen:
Zitat von ChaosImLimbus:
Ich denke es schmerzt mir das ich nach allem was wir zusammen erlebt haben für sie austauschbar sein könnte.

Aber ja, eine Beziehung erfordert auch Arbeit und ist keine Selbstverständlichkeit. Ist so.

07.01.2021 08:32 • x 1 #28


Isely

Isely


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Zitat von FrauDrachin:
Das sehe ich tatsächlich als Besitzdenken, auch wenn es in unserer Gesellschaft so üblich ist.
Jeder hat das Recht, zu tun und zu lassen, was er will, und davon zu erzählen, wem er will, solange er damit dem anderen nicht ernsthaft schadet.
Also, wenn wir davon ausgehen, dass nichts "verbotenes" (was immer das genau im Detail heißt) passiert ist, ist es schlicht ihre Entscheidung, ob sie davon erzählt oder nicht.

Abgesehen davon, vielleicht wären es die viel fruchtbareren Gedanken, sich zu überlegen, warum sie sich in der Beziehung nicht sicher(?) genug gefühlt hat, um dir davon zu erzählen?
Noch ein Erklärungsansatz ist, dass sie sich offenbar schon fast getrennt gesehen hat, zu dem Zeitpunkt, als es angefangen hat.


Das sehe ich etwas anders. Ich kann in einer Beziehung nicht tun und lassen was ich möchte.
Geheime Treffen und Flirts Chats zu führen , gehören für mich in keine Beziehung.

Der Rest wie von dir beschrieben, hat schon wieder so ein Geschmäckle von Schuldumkehr...

Ich sage nichts weil.... und das lässt sich von zu erwartenden cholerischen Reaktionen, bis nicht verletzen zu wollen, über jemanden nicht verlieren zu wollen, beliebig einfügen.
Das ist mir etwas zu platt.

07.01.2021 08:43 • x 1 #29


unbel Leberwurs.


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Zitat von ChaosImLimbus:
Ich denke es schmerzt mir das ich nach allem was wir zusammen erlebt haben für sie austauschbar sein könnte. Ich fühle mich auch verraten habe ich durch mein tiefes Vertrauen nie diese Bindung zum Kollegen hinterfragt habe und hätte mir gewünscht sie spricht mit mir über die Intensität dieser Beziehung zum Kollegen. Ich war immer froh das sie auf der Arbeit jemanden hat mit dem sie sich gut fühlt und dadurch der Arbeitsalltag angenehmer wird.


Das ist natürlich eine sehr optimistische, um nicht zu sagen naive Sichtweise.

Deine Frau schrieb davon, dass sie jahrelang ignoriert worden wäre.
Da kann es Dich noch nicht ernsthaft wundern, wenn sie sich jemand anderem zuwendet.

07.01.2021 09:05 • #30



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