Zitat von thegirlnextdoor:Sie schreibt doch selbst, dass es so ist - und dass es von Anfang an so war. Da ist mir eher ein Rätsel warum ihr Mann das so lange mitgemacht hat. Und, ehrlich gemeinte Frage: WAS hätte ihn bis jetzt daran gehindert zu der anderen Frau zu gehen, WENN es das wäre, was er wollte..?
Diese Antwort kann ich dir sehr leicht geben.
Weil sie ihn nicht will.
Das Ganze hört sich für mich so an (und habe ich schon sehr oft im Bekannten- und Kollegenkreis genauso erlebt).
Dass Sie einen Tröster gesucht hat, aufgrund ihrer Trennung. Er findet sie toll und hat sich angeboten (dieses sich-als-Tröster anbieten machen Männer (im Gegensatz zu Frauen) fast immer nur, wenn sie sich "mehr" erhoffen, da bin ich schon sehr hellhörig geworden).
Und weil die Frau sich ihm offenbart hat, erhofft er sich nun mehr.
Was wohl ein Trugschluss ist, die (andere) Frau hat ihm wohl nur das gesehen, was er für sie tatsächlich war - jemand der sie getröstet hat.
Und jetzt ist er in der Situation, dass er sich die TE (Ehefrau) warmhält, weil er langsam merkt, dass er bei der anderen nicht weiterkommt, aber gleichzeitig versucht er es noch bei der anderen, weil ganz aufgeben will er auch nicht.
Ähnliche Geschichten habe ich zu dutzenden miterlebt und klingt für mich wesentlich wahrscheinlicher als die Geschichte von der "platonischen Freundschaft".
Den Test könnte die TE leicht machten: Sie könnte ihren Mann vor die Wahl stellen, ihm sagen, ihr geht es bei dieser Freundschaft nicht gut und sie bittet ihn, diese Freundschaft nicht aufrecht zu erhalten.
Wenn er den Kontakt nicht abbricht, kann sie zu 99,9% davon ausgehen, dass die Möglichkeit oben eben doch die richtige ist. Wenn er bereit ist, den Kontakt abzubrechen, dann muss sie aber auch mit der Eifersucht aufhören.
Ich würde so ein Vorgehen nicht empfehlen, wenn der Mann diese Frau schon 5 oder 10 Jahre kennen würde, man sollte niemals von einem Partner verlangen, Freundschaften abzubrechen. Aber in diesem Fall ist es aus meiner Sicht völlig anders.