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An wen oder was glaubt ihr?

Wasabix

Wasabix

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Hallo ihr Lieben,

Ganz spontan möchte ich dieses Thema eröffnen .
Den Wunsch hatte ich schon desöfteren und heute mach ich es nun.
Es geht mir wirklich um Glaubensfragen im herkömmlichen Sinne. Gott,Buddha bzw Buddhismus, Atheismus. Auch verwandte Themen wie Ethik und Moral.
Welche Glaubens- Erfahrungen habt ihr in eurem Leben gemacht.?
Wie seid ihr geprägt?
Habt ihr denn " Sinn des Lebens " hinterfragt. Etc
Ich finde das Thema tatsächlich auch sehr intim .
Aber das ist ja hier im Forum gang und gäbe.

Bin sehr gespannt, ob das Thema Zuspruch und Interesse findet und freue mich auf regen Austausch.

Lg Senta

13.07.2020 13:50 • x 4 #1


Alex-ander

Alex-ander


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Ich glaube an das Schicksal.

Aber frag mich nicht warum, es ist halt irgendwie so.
Für mich hat es etwas beruhigendes wenn einem was dummes passiert, und man weiß, man hätte eh nichts dagegen tun können Ich rege mich kaum über Missgeschicke auf.

Allerdings habe ich in letzter Zeit auch öfter mal nebenbei was über den Buddhismus gelesen. Das scheint mir ziemlich interessant zu sein, nur weiß ich noch zu wenig darüber um mir ein Urteil zu bilden.

Ansonsten bin ich Atheist.

13.07.2020 15:47 • x 1 #2



An wen oder was glaubt ihr?

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Marie_83


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Hallo Senta,
sehr schönes Thema hast du eröffnet. Danke dafür.
Ich bin katholisch erzogen worden und mein Glaube nie hinterfragt. Ich komme aus einem katholischen Land, und als ich mit 19 nach Deutschland kam, war ich oft in der Runde die einzige Gläubige/Katholikin. Es wurde kritisiert, und mir war es sooo unangenehm dass ich selber die Antworten auf so viele Kritikpunkte nicht hatte. Also habe ich mich auf die Suche gemacht, und gelesen gelesen und gelesen. Mein Glaube wurde somit noch fester. Ich glaubte schon felsenfest, aber jetzt habe ich auch noch Argumente.

Mein Glaube gibt mit Kraft und Zuversicht, dass Alles einen Sinn hat, ja, auch Leid. Ich glaube auch daran, dass dieses Leben nur der Weg ist, und nicht das Ziel. Ich glaube, dass jeder von uns Einzigartig, Gewollt, und Geplant ist. Ich glaube auch, dass Gott über uns wacht und uns die Antworten gibt (OK, vielleicht nicht immer ...). Ich finde, wenn wir einfach nur Seine 10 Gebote halten würden, so viel Leid erspart wäre. "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus", oft liest man hier, dass die Affärenfrauen ja nichts falsches tun, die sind ja nicht verheiratet, sie schulden keiner was.
Ich meine dunklen Stunden, wo kein Freund oder Therapeut mir weiter helfen konnte, habe ich nur noch gebetet. In der Tat ist das sehr beruhigend.
Ich glaube auch an die Heiligen, an die Jungfrau Maria, und nicht weil ich halt so aufgewachsen bin, sondern auch weil ich viel gelesen habe. Alles macht Sinn, finde ich.

Naja, irgendwie finde ich das ein sehr spannendes Thema. Ich könnte schreiben schreiben schreiben. Vielleicht schreibe ich später weiter!

Und an was glaubst du, Senta?

Liebe Grüße,

13.07.2020 16:54 • x 3 #3


Alex2020


Atheismus.

War bis 23 gläubig und weiß, dass es keinen Sinn macht, mit Gläubigen über ihr Glauben zu argumentieren. Die Kritik und die Neugier müssen von einem selbst ausgehen. Ausserdem bin ich zum Schluß gekommen, dass je bequemer ein Glauben / eine Religion ausgeübt werden kann, desto weniger tendieren Menschen den Glauben zu hinterfragen und ihn zu verlassen. Noch dazu kann ich keinem schwachen Menschen empfehlen, aus ihrem Glauben auszusteigen, Depression is garantiert, du fühlst dich verarVscht -- da bricht deine ganze Welt zusammen und du musst jetzt für dich andere Erklärungen, Werte, etc. festlegen. Woran orientierst du dich jetzt? Was ist richtig und was ist falsch? Irgendwann bin ich bei der Sozialpsychologie gelandet, habe in dem Bereich viel gelesen, viel über Menschen und ihr Verhalten in Gruppen gelernt. Sozialpsychologie erklärt auch, wie Ideologien=Religionen entstehen, haha. Lese immer noch gerne ab und zu Journal of Personality and Social Psychology.

Hier eine tolle Vorlesung, wo Philosophie mit Sozialpsychologie Hand in Hand gehen. Man kann sie als mp3 runterladen und unterwegs anhören: https://oyc.yale.edu/philosophy/phil-181

13.07.2020 17:23 • x 3 #4


KBR


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Ich glaube an mich und daran, dass in allem Schlechten auch etwas Gutes ist oder daraus wächst. Ich glaube daran, dass sich neue Türen offen, wenn andere sich schließen. Ich glaube an lebenslange Freundschaft und an die Macht der Gedanken.

13.07.2020 17:25 • x 10 #5


nimmermehr

nimmermehr


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Ich glaube, dass wir hier sind um an dem, was wir erleben, zu wachsen und zu lernen, uns selbst herauszufordern und Dinge zu erleben, die uns im Erfahrungsschatz der wieder und wiedergeborenen Seele noch fehlen. Ich glaube, dass wir uns das Leben, das wir hier leben, selbst so ausgesucht haben, um genau DAS zu erleben, weil wir der Meinung waren, dass wir das auch schaffen werden. Ich glaube, dass Menschen um uns mit (re)inkarniert sind, um unsere Prüfung zu sein und andere, um unsere "Engel auf Erden" zu sein, die genau dann in unser Leben treten, wenn wir sie brauchen, um die nächste "Challenge" zu bestehen. Ich glaube, dass manche sich selbst opfern für uns, damit wir sie hier verlieren und die damit verbundene Erfahrung machen können.

Diese Denkweise macht es mir leichter, auch Menschen zu verzeihen, die mich verletzen, weil ich dann denke, der ist so geworden und hat selbst vorher gelitten, UM so überhaupt zu werden, nur damit er hier zu meiner Prüfung werden kann. Ich bin daher davon überzeugt, dass jeder Mensch, den unser Schicksal mir uns verbindet, zu unserer Seelenfamilie gehört, die mit uns inkarniert ist, auch unsere Feinde.

Schaffe ich es immer und täglich, so zu denken und über den Dingen zu stehen? Nein, das tu ich nicht, ich bin noch nicht erleuchtet genug dafür. Aber vielleicht in
noch ein paar Leben.

13.07.2020 17:33 • x 4 #6


Wasabix

Wasabix


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Schön dass bereits Antworten von euch da sind

Morgen schreibe ich such auch etwas über meine Einstellung dazu
Und lese ganz im Ruhe eure Antworten
Gute Nacht erst mal

13.07.2020 22:19 • x 2 #7


Dediziert


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2021
Atheismus.

Geprägt als solches bin ich sicher durch diverse Kirchen- und Gottesdienstbesuche während meiner Konfirmationszeit (evangelisch-lutherisch).

Meiner Meinung nach hat das Leben oder das Dasein keinen tieferen Sinn und Zweck. Eine Art Zufall sozusagen.
Wichtig ist höchstens, wie ich, ein für mich sinnvolles Leben, gestalte und führe.

14.07.2020 06:50 • x 3 #8


Revell


Ich bin Atheist und vor 10 Jahren aus der Kirche ausgetreten, weil ich dem christlichen Glauben wenig abgewinnen kann.

Genauso wollte ich nicht monatlich für etwas zahlen , das ich nicht nutze.
Ich abonniere ja auch nicht die Wendy und schmeiße jede Ausgabe ungelesen weg...

Ich habe jahrelang in Einrichtungen mit christlichen Trägern gearbeitet und mehrmals die Erfahrung gemacht , dass meine Akzeptanz gegenüber gläubigen Menschen andersrum nicht immer funktioniert.

Höhepunkt war ein Diakonischer Nachmittag, also von 10- 20 Uhr, bei dem Mitarbeiter ohne Konfession bei gefühlt 35 Grad Raumtemperatur über die Bibel reden durften.
Ziel war es, genau diese Mitarbeiter für die Kirche zu gewinnen.

Ich habe erfolglos und mehrmals dem dortigen Pfarrer versucht zu erklären, dass ich nicht aus der Kirche ausgetreten bin um in die Kirche einzutreten

14.07.2020 06:57 • x 1 #9


Tin_


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An die Natur - ALLumfassend.

Natur regelt!

Auch wir sind Produkt eines reinen Zufalls der Natur, der Evolution (inkludiert in "Natur") und des seins.

An die Atheisten, die debattieren wollen: Glaube ist eine Wahrnehmung, eine Emotion. Das ist nicht diskutabel. Weder könnt ihr belegen, dass es kein höheres Wesen gibt, noch kann die gläubige Gemeinde das Gegenteil. Warum eigentlich darüber reden? Sowas ist eine ganz persönliche Entscheidung.

Gruß
Tin

14.07.2020 07:01 • x 2 #10


Mamelia

Mamelia


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Atheist. Schon lange und mit dem Thema habe ich mich sehr viel und oft auseinander gesetzt.

Ich bin offen für andere Religionen und akzeptiere diese, hab aber die Erfahrung gemacht, dass viele mich vom Gegenteil überzeugen wollen und sich fast schon angegriffen fühlen, wenn man sich "outet". So nach dem Motto: "Wie kannst du ohne Glauben zufrieden leben."

Mein Interesse an Geschichte hat auch nicht dazu beigetragen die Kirche in einem besseren Licht zu sehen.

14.07.2020 07:04 • x 3 #11


nimmermehr

nimmermehr


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Mit der Kirche und Religion kann ich auch nichts anfangen. Wie sagte ein Nachbar von mir kurz vor seinem Tod? 'Mit dem da oben habe ich meinen Frieden gemacht, aber mit seinem Bodenpersonal konnte ich nie was anfangen." Mich hindert das aber nicht daran, an einen Sinn hinter allem zu glauben.

Glauben - auch Nichtglauben - ist aber in meinen Augen etwas Persönliches, eine persönliche Entscheidung, zu der man in seinem Leben gekommen ist aufgrund persönlicher Erfahrungen und der Schlüsse, die man daraus für sich gezogen hat. Manche fühlen sich mit dem Glauben an einen höheren Sinn beschützt und geführt, anderen macht der Gedanke, dass sie nicht selbst die Zügel ihres Lebens in der Hand haben könnten Angst, während die Einen wiederum Angst bekommen bei dem Gedanken, dass alles zufällig und sinnlos ist. Bekehren kann man da keinen und sollte man auch nicht versuchen. Ausgenommen vielleicht Menschen, die mit ihrem (Nicht-) Glauben nicht glücklich sind, sondern aus Resignation und Depression dazu gekommen sind, solchen Menschen kann ein Rückblick auf ihr Leben und die Frage "Habe ich wirklich die richtigen Schlüsse aus allem gezogen oder gäbe es auch eine andere Möglichkeit, mit der es mir seelisch besser ginge?" auch ein Umdenken bieten, aber auch das muss von innen kommen. Nicht umsonst finden viele Straftäter hinter Gittern plötzlich zum Glauben, er bietet "verlorenen Seelen" manchmal einen Halt, einen Sinn hinter allem Unsinn, der vorher stattfand in ihrem Leben. Bei anderen ist es umgekehrt, die verlieren ihren Glauben an den Sinn, weil ihnen trotz aller Mühen, immer "gottgefällig" zu leben, zu viel Schlechtes widerfahren ist.

Ich möchte daher niemanden missionieren und auch nicht missioniert werden, ich finde aber den offenen Gedankenaustausch drüber schön und interessant, hinter die Kulissen zu schauen und zu erfahren, wieso jemand glaubt oder nicht glaubt. Sobald man da nämlich auf Fanatiker trifft, die keine andere Sichtweise akzeptieren können als die Eigene, steckt oft viel Leidensweg und Lebensenttäuschung dahinter, das sind meist Menschen, die blanke Angst haben, dass es auch anders sein KÖNNTE als sie glauben (wollen). Glauben ist eben nicht Wissen und daher ist da auch alles erlaubt. Man sollte sich selbst wohlfühlen mit dem, an was man glaubt, das ist das Wichtigste, wenn es sich gut anfühlt für dich, dann bleib dabei.

14.07.2020 08:02 • x 4 #12


Bumich

Bumich


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Ich glaube, es ist schnurtz egal an was wir glauben. Was es auch ist, es wird niemals die vollständige Wahrheit sein.
Der Mensch denkt und die Götter lachen...

14.07.2020 20:05 • x 1 #13


Finii


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Ich glaube an etwas, was in der Regel Gott genannt wird. Du kannst aber auch Allah oder Universum oder sonstiges dafür einsetzen. Religion hat gespalten, Gott führt zusammen. Gott bedeutet für mich die Gesetze des Universums, die es nunmal gibt, und dass ich mein eigener Schöpfer bin. Wie innen so außen, im grossen wie im kleinen, was du glaubst das wird passieren usw.

Es gibt Töne, die Tiere hören können, wir Menschen aber nicht. Es ist für mich daher kein überzeugendes Argument zu sagen, ich glaube nur an das, was ich sehe.

14.07.2020 20:15 • x 2 #14


WW-Bärchen

WW-Bärchen


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Ich glaube an die Moralische Botschaft der Bibel,
also an das Gute der Menschen
An einen direkten Gott glaube ich nicht,
außer an MC-Ripp & Doppel-Whopper

15.07.2020 07:47 • x 2 #15



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