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Angst ist eine Illusion

Alena-52


Ängste sind ein grosses Thema hier im Forum, deshalb möchte ich diesen Thread eröffnen. Er soll unterstützen können Ängste anzunehmen, mit ihnen umgehen lernen, damit sie wieder gehen können.

Unsere Angst hat nur selten mit dem zu tun, was wir für ihre Ursache halten.

Meistens spiegelt die Angst „alte“ Erfahrungen, die in unseren Zell-Bewusstsein gespeichert sind, auf ein aktuelles Problem.

Die Angst ist feinstofflicher-kollektiver Natur und erhält Nahrung durch unser inneres Kind (Seele, auch Hohes Selbst) und durch unsere Gedanken. Diese Ängste werden als besonders schlimm empfunden und sie tragen mit dazu bei, dass sie immer wieder durch unsere Gedanken nach oben geholt werden - wir können sie nicht loslassen - glauben wir ... Angst zeigt damit das manipulierte, allein gelassene, ohnmächtige, sich hilflos fühlende Kind in uns.

Ursache sind nicht gelebte, unerwünschte Gefühle, die nicht zum Ausdruck gebracht werden durften - und deshalb immer wieder an die Oberfläche kommen, damit sie endlich angenommen, wertgeschätzt und integriert werden können - nur dann lösen sie sich auch auf!

Angst vor dem SO SEIN. Angst davor, nicht so sein zu dürfen wie man ist, Angst dann nicht wertgeschätzt, geliebt und geachtet zu werden, Angst vor Ablehnung, Zurückweisung, vor Bestrafung - Angst verlassen zu werden. wenn ich mich so zeige wie ICH BIN.

Die Illusion der begrenzten Existenz muss zuzulassen werden.

Was hilft?
Im JETZT bleiben ! Situation so akzeptieren wie sie ist!
Annahme ist wichtig - nicht die Angst verdrängen, sie voll durchleben, tief in die Angst hineinfühlen - ERLAUBEN, dass sich meine Angst mit vollster Stärke zeigen darf.
Áchtsam sein WO im Körper sie sich zeigt - im Magen ? im Kopf, im Herzbereich, im Rücken ... ?
Ruhig und regelmäßig, achtsam in diesen Bereich HINEINATMEN - da kommt man an einen Punkt, wo man glaubt es nicht mehr aushalten zu können - geht man über das Gefühl der Leere, was dann kommt, übers "Los" hinweg - ist die Angst weg!
Damit löst sich die Angst von dem Gefühl des Abgetrennt-Seins auf. Wir haben uns wieder verbunden ... einen abgespaltenen Seelenanteil von uns "eingebunden".
Angst will nur gelebt und angenommen werden - nur dann kann sie (wie alle anderen Gefühle auch) sich auflösen !

Vielleicht können ja hier auch Erste-Hilfe-Tips gesammelt werden ?

23.05.2012 18:37 • x 1 #1


TheGriffin


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Was genau bedeutet denn "Zell-Bewusstsein" und " feinstofflicher-kollektiver Natur"?

23.05.2012 21:47 • #2


Alena-52


Das Zellbewusstsein entsteht aufgrund unserer Sinnes-Wahrnehmung. Es steuert automatisch, meist unbewusst, über 90 % unserer täglichen Abläufe. Es ist zuständig für die automomen Steuerungsprozesse unseres Körpers, wie z.b. : Atmung, Herzschlag, Kreislauf, Zellerneuerung u.m.. Es steuert auf hormoneller Ebene auch unsere Gefühle. Hier speichern wir auch Gedankenmuster, Gefühle, traumatische Erfahrungen, Bewertungen, Urteile ...über uns und andere.

Feinstofflich bedeutet nicht sichtbar, aber spürbar, z.b. das Gefühl.
Du siehst es nicht, aber es ist dennoch da und wirkt.

Kollektiv ist ein soziologischer Begriff für die geistigen Eigenschaften und Werte einer Gesellschaft, die gemeinsamen Glaubensvorstellungen und Gefühle, Werte wie z.B. Moral, Gewissen u.m. spielen da eine große Rolle.

Z.B. warst du gern als Kind durch Regenpfützen gehüpft, klitschnass und schmutzig war dir egal - hat einfach Spass gemacht - zu Haus gabs Ärger und gesellschaftsfähig - auch euer Nachbar hat dich schräg angeschaut - warst du damit auch nicht: Könnte sein, dass du deshalb Schelte bekamst - möglich, dass du deshalb Schuldgefühle, Gefühle der Ablehnung, Ärger gespürt, und weil du diese Gefühle nicht zum Ausdruck bringen durftest, in dir gespeichert hast. All das ist in deinem Zellbewusstsein gespeichert. Wenn soetwas öfter vorkam und Reinlichkeit ein Thema deiner Eltern war, kann es sein, das du Heute vielleicht ein Sauberkeitsfanatiker bist, bei dir muss immer die Bude steril sauber sein - kein Fleck auf der Bluse o.ä. und oftmals hast du bei deinen Reinigungsaktionen noch dein altes Grummeln im Bauch, Kreislaufprobleme oder sonstwas - weisst blos nicht warum und woher - deine Zellen wissen es aber noch !

Du kannst mit Deinen Zellen kommunizieren, das machen wir täglich unbewusst dank unserer Gedanken. Denkst du an eine unangenehme Situation reagieren all deine Zellen darauf - z.b. deine Magenzellen - die Muskeln können sich deshalb zusammenziehen und du kannst ein Druckgefühl, Schmerz oder Übelkeit wahrnehmen oder du spürst Enge im Herzbereich oder woanders.

Das bedeuet auch, du kannst negatives Denken in positives umwandeln, damit ändern sich dann auch deine Gefühle. Wenn traumatische Dinge dahinter stecken genügt positives Denken nicht. Dann ist es wichtig sich dazu in einen meditativen Theta-Zustand zu versetzen (eine Tiefenentspannung-Hypnose-gleich-Zustand zwischen Wachen und Schlafen) oder in eine Meditation, (die meist aber nur den Beta-Zustand erreicht). Damit kannst Du dein Zellbewusstsein -durch neue Glaubenssätze- umwandeln - wieder liebevoller und achtungsvoller - damit verschwindet die Angst, sie wandelt sich um in ein Gefühl der Freude und des inneren Friedens.

23.05.2012 23:47 • #3


TheGriffin


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Zitat:
Das Zellbewusstsein entsteht aufgrund unserer Sinnes-Wahrnehmung. Es steuert automatisch, meist unbewusst, über 90 % unserer täglichen Abläufe. Es ist zuständig für die automomen Steuerungsprozesse unseres Körpers, wie z.b. : Atmung, Herzschlag, Kreislauf, Zellerneuerung u.m.. Es steuert auf hormoneller Ebene auch unsere Gefühle. Hier speichern wir auch Gedankenmuster, Gefühle, traumatische Erfahrungen, Bewertungen, Urteile ...über uns und andere.

Mit anderen Worten also das Gehirn.

Zitat:
Feinstofflich bedeutet nicht sichtbar, aber spürbar,

Mit anderen Worten befinden wir uns also auf der molekularen Ebene.

Das was du schreibst hat alles Hand und Fuß (zum dem Thema fällt mir übrigens das Buch "Ich bin ok, du bist ok" ein. Kennst du das?)
Aber warum diese verschwurbelten Esoterik-Bergiffe?

24.05.2012 07:05 • #4


Alena-52


Zitat von TheGriffin:
Mit anderen Worten also das Gehirn.

Das was du schreibst hat alles Hand und Fuß (zum dem Thema fällt mir übrigens das Buch "Ich bin ok, du bist ok" ein. Kennst du das?)
Aber warum diese verschwurbelten Esoterik-Bergiffe?

das sind keine verschwurbelten eso-begriffe - sie kommen u.a. in der entspannungs- und mentaltechnik vor. methoden, die das bewusstsein erhöhen und damit unser unterbewusstsein erreichen können - und auch mit bildern, umwandlungen, affirmationen arbeiten, selbst tief sitzende ängste und andere gefühle können sich damit auflösen - das wurde mittels EEG- und biofeedback-methoden u.m. eindeutig nachgewiesen.

ja, dass buch kenne ich auch, es geht um die transaktionsanalyse -nach eric berne, einem psychiater. sie weisst auf die verschiedenen reaktionen unserer Ich-Ebenen hin - eltern-Ich--Kind-Ich--erwachsenen-Ich und dessen verschiedenen unterteilungen. hatte vor gut 25 jahren einen lehrgang mitgemacht, da wurde das buch empfohlen.
finde es interessant - und unsere ängste liegen immer im "angepassten" kind-bereich.

24.05.2012 22:23 • #5


ba_

ba_


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danke für den thread !

obwohl ich nicht wirklich ein großer fan von esoterik bin, das muss ich gleich dazusagen..ich seh das eher aus der psychologischen sicht.
ängste sind schließlich auch wichtig und eine natürlich reaktion unseres körpers und unseres organismus... dass angst also eine "illusion" ist würde ich so nicht unterstützen. sie schützen uns vor potentiellen gefahren und hätten wir keine ängste gingen wir ständig enorme risiken ein ohne dass uns das bewusst wäre...sie haben also eine nicht zu verachtende wichtige funktion !

aber wenn ängste krankhaft werden sollte man natürlich rechtzeitig intervenieren...ich nehme an, dass der thread auf genau das hinauslaufen möchte.

24.05.2012 22:40 • #6


Alena-52


Zitat von ba_:
danke für den thread !

obwohl ich nicht wirklich ein großer fan von esoterik bin, das muss ich gleich dazusagen..ich seh das eher aus der psychologischen sicht.

aber wenn ängste krankhaft werden sollte man natürlich rechtzeitig intervenieren...ich nehme an, dass der thread auf genau das hinauslaufen möchte.
hallo ba

ja, es ist sogar (teilweise) tiefenpsychologisch zu verstehen - hat nichts mit esoterik zu tun ) letztendlich ist mir auch völlig wurscht woher was kommt. das, was mir wirklich hilft oder mich sogar heilt hat -für mich- IMMER recht!

ja, so sollte dieser thread auch verstanden werden, jeder kann etwas ändern - er muss es nur ernsthaft wollen - und es braucht zeit und macht arbeit und es ist nicht leicht - dennoch lohnt es sich seinen weg -für sich selbst- zu finden.

24.05.2012 22:51 • #7


Alena-52


Zitat von ba_:
dass angst also eine "illusion" ist würde ich so nicht unterstützen. sie schützen uns vor potentiellen gefahren und hätten wir keine ängste gingen wir ständig enorme risiken ein ohne dass uns das bewusst wäre...sie haben also eine nicht zu verachtende wichtige funktion !

aber wenn ängste krankhaft werden sollte man natürlich rechtzeitig intervenieren...ich nehme an, dass der thread auf genau das hinauslaufen möchte.
PS : ja, klar - es geht hier nicht um warnende Gefahr - die real ist - sondern einzig um ängste, die uns das leben schwer machen und uns lähmen - und uns damit schaden weil wir -sofern wir an diesen ängsten festhalten- am leben "vorbeileben" und manchmal sogar daran erkranken können - mit psychosomatischen symptomen und schlimmeren ....

24.05.2012 23:09 • #8


Salina81

Salina81


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Guten Morgen, also der Thread hier ist ja mal genial...SUPER...danke ! Alena!
Das baut mich gerade mal ein bisschen auf
LG Salina

25.05.2012 07:48 • x 1 #9


Mona


hallo Alena,

finde ich prima, dass Du dieses doch sehr weit verbreitete Thema ansprichst.
Ich selber habe vor ca. 2 Jahren mit der generalisierten Angststörung (hmmmm erkrankt hört sich blöde an) Bekanntschaft gemacht.

Zur Zeit habe ich sie gut im Griff, weiß aber, dass ich auch immer wieder etwas dafür tun muß.

Anfangs habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. "Wieso ist das Gefühl da? Das soll weggehen", usw....

Irgendwann habe ich versucht, mich nicht mehr dagegen zu wehren. Sie genauso anzunehmen wie die guten Gefühle in mir. Ich weiß, dass ich sie aushalten kann. UNd vor allem habe ich in meinem Freundeskreis keinen Hehl daraus gemacht. So wurde mir auch ein gewisser Druck genommen.

Habe ebenso nie versucht, eine Vermeidungstechnik anzuwenden.
Ich bekam z.B. mal einen Angstanfall in der Bibliothek. daraufhin, wurde mir immer schon ganz anders, wenn ich nur daran dachte, den Ort wieder aufzusuchen. Ich bekam regelmäßig weiche Knie, Herzrasen und Schwindel.
Habe aber immer wieder gezielt den Ort aufgesucht - bis das Gefühl immer weniger wurde.

Nun gut, manche Dinge bereiten mir immer noch Probleme, aber auch daran arbeite ich stetig weiter.

18.06.2012 20:10 • x 1 #10




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