Feliciia
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Ich glaube, ich bin langsam an einem Punkt angekommen, an dem ich anfange zu zweifeln. Kurz zu mir: Vor zwei Jahren habe ich mich aus einer sehr schlimmen Beziehung gelöst. Es hat lange gedauert, bis ich das alles verarbeiten konnte.
In dieser Zeit gab es einen guten Freund meines Ex-Partners, mit dem ich mich eigentlich schon immer ganz gut verstanden habe – vielleicht sogar ein bisschen zu gut. Als er das wahre Ausmaß meiner damaligen Beziehung erkannte, wurde er zu einem wichtigen Teil in meinem Leben. Mittlerweile sind wir so weit, dass wir uns regelmäßig treffen und Zeit miteinander verbringen.
Nur. meine Gedanken kreisen ständig. Ich will mir vielleicht nicht eingestehen, dass ich anfange, Gefühle zu entwickeln. Das Problem dabei: Manchmal wirkt er so distanziert. Es gibt Momente, da ist er voller Gefühl, und dann legt sich plötzlich ein Schalter um und er geht auf Abstand. Ich muss dazu sagen, dass ich eine extreme Overthinkerin bin. Ich analysiere alles bis ins Detail, und mein Kopf malt mir natürlich sofort die schlimmsten Szenarien aus. Ich sehe in allem eine Gefahr – vielleicht sind das noch kleine Überreste meiner Ex-Beziehung.
Wir reden kaum über Gefühle, weil uns das beide schwerfällt. Dennoch hält ihn das nicht davon ab, Dinge auszusprechen, die mich verwirren – zum Beispiel, dass er unsere Treffen vermisst und mich am liebsten schon am nächsten Tag wiedersehen würde. Doch dann kommt den ganzen Tag lang nichts von ihm. Oft liege ich nachts in meinem Bett und frage mich: Was ist das eigentlich, was wir hier führen? Bisher habe ich nie den Mut aufgebracht, das anzusprechen – ich möchte ihn nicht in die Enge treiben. Aber ich merke gerade selbst, wie tief ich eigentlich schon in der Sache drinstecke. Es fühlt sich langsam an wie ein echter Liebeskummer.
Ist das Angst bei ihm? Hat er Angst davor, sich wirklich auf etwas einzulassen oder sich seinen Gefühlen zu stellen?
Ich bin ehrlich: Das Ganze macht mich langsam ratlos und fertig. Ich möchte nicht diejenige sein, die schwach dasteht, weil sie sich in etwas verliert.
Hatte das schon mal jemand? Und wie seid ihr damit klargekommen?