OddCypher
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ich bin seit einigen Tagen bisher ein stiller Leser, aber es hat natürlich auch einen Grund, dass ich mich hier angemeldet habe. Und zwar Folgendes: Ich bin 34 Jahre alt, und seit ca. 10 Monaten wieder in einer festen Partnerschaft. Sie kommt aus einer 16 Jahre andauernden Ehe, mittlerweile ist sie seit über 1 1/3 Jahren von ihrem Mann getrennt (ist 200 km weg von ihrem Noch-Mann in meine Nähe gezogen). Er hat sie sehr schlecht behandelt, da er wohl auch auch Dro. und psychische Probleme hatte. )
Wir haben uns also kennengelernt, nachdem sie endlich den Mut gerfunden hatte, von ihm auszubrechen und ist zu ihrem Bruder hier nach Bayern gezogen, 5 Monate später haben wir uns über eine Dating-App kennengelernt. Wir sind nun seit September letzten Jahres zusammen, aber manchmal werde ich eine gewisse Sache in meinem Kopf nicht los. Sie hat ihren (noch-)-Mann betrogen, bevor es bei ihnen zu Ende ging, da er (nach ihren Angaben) ca. 2-3 Jahre nicht mit ihr geschlafen hat. Diesbezüglich hätte ich ja noch vielleicht IRGENDWIE Verständnis, weil es für sie laut ihrer Angaben ja für sie nicht möglich war, sich vorher zu trennen, und verständlicherweise der Trieb irgendwann zu stark war, so dass sie sich dann irgendwann für 1 Jahr einen Liebhaber/Freund/Seelenretter angelacht hat (sie arbeitet in der Pflege, er war natürlich ein Kollege).
Jetzt sind wir wie gesagt seit 9 Monaten ein Paar, können uns leider im Moment nur am Wochenende sehen, und unter der Woche mache ich mir manchmal schon Sorgen, was sie wann mit wem nach der Schicht treibt. Wir telefonieren jeden Tag, und sie gibt mir jetzt ansonsten keinen konkreten Anlass, misstrauisch zu sein. Nur, dass sie ungerne über ihre Vergangenheit erzählt, und ich will sie auch nicht darauf festnageln. Ich habe nur immer den Satz im Kopf "Einmal Fremdgänger/immer Fremdgänger"
Leider können wir uns im Moment nur am WE sehen und sie ist auch nicht der Typ, der sofort zurückschreibt, daher mache ich mir unter der Woche manchmal in schwachen Momenten schon Sorgen, ob sie sich nicht doch mit jemandem trifft. Dazu kommt, dass sie Russin ist, ich bin mittlerweile schon oft bei ihren Familiensachen dabei gewesen, aber natürlich bringen ihre Landesleute sie immer mehr zum Lachen und Jauchzen wie ich, weil ich nicht auf demselben sprachlichen Niveau mit ihr kommunizieren kann.
Ich weiß, dass die ganze Angst wahrscheinlich nur mit meinem Selbstwertgefühl zu tun hat, und ich einfach daran arbeiten muss, aber woher erkennt man, wo die Grenze ist, wo man locker sein muss, und wo man mal einschreiten muss, ich habe halt leider schon zuviele Horrorgeschichten hier gelesen, und Angst, dass mir das Gleiche passiert!
LG,
OddCypher
