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Arbeitsunfähigkeit Liebeskummer / Trennungsschmerz

Umfrage: Ist Arbeitsunfähigkeit bzw. die klassische Krankschreibung bei Liebeskummer legitim?

Die Abstimmung ist anonym.

Ja, absolut!
9
41%
Nein, definitiv nicht.
4
18%
Es kommt darauf an (Erklärung)
9
41%
 
Abstimmungen insgesamt : 22
BeLateAgain

BeLateAgain
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Diesen Thread würde ich gern dazu nutzen, um über das Thema Arbeitsunfähigkeit im Rahmen von akutem Liebeskummer / Trennungsschmerz etc. zu debattieren.

Dass dies höchst individuell und von den jeweiligen Beschwerden abhängt, dürfte klar sein. Dass entsprechende Diagnosen vorhanden sein müssen, ist ebenso Grundvoraussetzung. Dem entgegen stehen bzw. steht der Grundgedanke, dass Arbeit vor dem Hintergrund des „Ablenken“ wohl auch als adäquate Maßnahme dienen kann.

Was aber, wenn man so sehr in seiner Lebensfähigkeit eingeschränkt ist, dass eine Arbeitsfähigkeit einfach nicht mehr gegeben ist?

Wie steht ihr persönlich zu dem Thema? Wie schätzt ihr das moralisch ein? Hattet ihr selbst auf Grund von „Kummer“ schon mal eine Arbeitsunfähigkeit und wenn ja, wie lange dauerte diese an?

• #1


A


Arbeitsunfähigkeit Liebeskummer / Trennungsschmerz

x 3


DieSeherin
@Forenleitung könnt ihr aus den drei fäden bitte einen machen?

• x 1 #2


BeLateAgain
@Forenleitung auf dem Handy kommen beim erstellen und öffnen des Posts nur Fehlermeldungen, daher auch die mehrfach Threads. Bitte um Entschuldigung und Löschung, danke!

• #3


C
Zitat von BeLateAgain:
Wie schätzt ihr das moralisch ein?


Wieso Moral? Wer es sich leisten kann, bleibt zu Hause, wer Angst um seinen Arbeitsplatz haben muss geht arbeiten.

Luxusproblem würde ich sagen und nur für wenige umsetzbar wegen Liebeskummer zu Hause zu bleiben.

• x 3 #4


FoolishHeart
Hängt davon ab, wie übel es ist... Bei einer DE oder einer ausgewachsenen Depression bist du gar nicht in der Lage zu arbeiten...

• x 2 #5


Blind-Meg
Ich war mal krankgeschrieben nach dem Tod meiner Mutter, das war aber mit meiner damals noch Chefin (heute Kollegin) abgesprochen und sie hat es sogar selbst vorgeschlagen.
Ich finde es ziemlich irrelevant, ob man wegen körperlicher oder seelischer Probleme temporär arbeitsunfähig ist. Ich finde auch, dass seelischen Themen im Allgemeinen deutlich zu wenig Beachtung geschenkt wird und finde es ungerechtfertigt, dass die Seele immer den Körper untergeordnet wird. Meiner Ansicht nach sollte es geneu umgekehrt sein.
Aber: dauerhafte Krankschreibung bildet an sich halt keine Lösung, und zwar weder bei seelischen noch bei körperlichen Beschwerden. Man sollte die gewonnene Zeit also aktiv nutzen um gesund zu werden und nicht einfach nur "abwarten" oder "ausruhen". Klar, wer Grippe hat, gehört ins Bett und ausgeruht. Aber wer Depressionen hat, gehört halt nach draußen, in die Aktivität. Wer Rückenschmerzen hat, gehört (oft) zum Sport zwecks Muskelaufbau usw. Wer also wegen Liebeskummer temporär au ist, der sollte schon was aktiv dafür tun, drüber hinweg zu kommen. Also angenehme Aktivitäten, moderat ablenken, aber auch trauern und den Gefühlen Raum geben.
Solange es konstruktiv bleibt und nicht allzu lang anhält, finde ich das okay.

• x 4 #6


E
Vermutlich spielt auch die Art der Arbeit eine Rolle. Für mich ist zum Beispiel wichtig, ob ich flexibel sein kann, auch im Krankheitsfall. Würde es heißen, alles oder nichts, würde ich eher zu Krankmeldung tendieren, wenn ich mich angeschlagen fühle.

Ich habe die Umfrage mit nein beantwortet, also Krankmeldung ist in meinen Augen nicht ok, wenn es sich um Liebeskummer handelt. Aber wenn ich etnsthafze Symptome bekomme, womöglich noch eine chronische Krankheit aktiv wird, halte ich es für voll angemessen, sich krank schreiben zu lassen. Ebenso, wenn ich große Verantwortung trage - Beispiel Lokführer, Pilot, Busfahrer - und aufgrund von Schlafmangel wegen Liebeskummer fahig und und aufmerksam bin.

• x 2 #7


Ouabain
Muss doch jeder für sich selber wissen. Wenn die seelischen Probleme zu arg sind, kann man halt nicht arbeiten. Normal.
Ich meine - zumindest früher - hat man sowas z.B. exogene Depression genannt, womit es dann sogar einen medizinischen Titel hatte.
Wenn man sich trotz Kummer konzentrieren kann, hilft vielen die Arbeit als Ablenkung

• x 1 #8


Charming
Ist Arbeitsunfähigkeit beim Tod deines Haustieres legitim?

🤔🤔🤔

Fällt mir spontan dazu ein.

• #9


B
Finde das kommt drauf an wie man sich fühlt. Wenn man sich gar nicht konzentrieren kann und man so einen großen Kummer hat, dass man sich unfähig fühlt würde ich das mit krank gleich setzen.

Kommt auch auf den Job an. Bei manchen Jobs muss man freundlich sein oder viel reden. Das stelle ich mir mit argen Liebeskummer schlimm vor.

Andererseits kann der Job auch ablenken. Sich mehrere Tage verkrümmeln und nichts tun, kann den Liebeskummer verstärken. Ich selbst war schonmal zuhause geblieben bei Liebeskummer. Aber auch nur maximal einen Tag. Sich jetzt wochenlang krank zu schreiben davon halte ich nicht viel. Wie gesagt Ablenkung tut oft auch gut. Aber man kann das natürlich auch nicht pauschalisieren. Wenn jemand sich gar nicht in der Lage fühlt nach einer schlimmen Trennung, da habe ich auch Verständnis.

• x 1 #10


D
Ich denke, es kommt auf den Job an, aber auch darauf, welche Bedeutung die Beziehung für jemanden noch hatte. Und natürlich auch darauf, wie die Situation in der Firma gerade ist. Wenn genügend Leute da sind, dann ist es ja überhaupt keine Frage, dass jemand daheim bleiben kann, wenn es ihm oder ihr nicht gut geht, finde ich.

Der erste Liebeskummer für ganz junge Leute ist nach 6 Monaten Beziehung manchmal schlimmer als wenn ein Paar, das sich schon lange auseinandergelebt hat, nach gemeinsamen 20 Jahren den finalen Schritt der Trennung setzt.

In der Arbeit hatten wir mal eine Kollegin wo sich der Mann 1 Jahr nach dem Tod des gemeinsamen Kindes getrennt hat. Vollkommen nachvollziehbar, dass die sich krankschreiben hat lassen.

Viele sagen ja auch nicht gleich, dass sie wegen Liebeskummer krankgeschrieben sind. Das findet man dann oft erst später raus. Aber ja, wenn jemand nicht arbeitsfähig ist, aus welchen Gründen auch immer, ist es legitim zuhause zu bleiben. Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht und wenn da verheulte und unkonzentrierte Mitarbeiter rumlaufen - in so einer Firma hätte ich keinen Bock zu arbeiten. Bei uns wird Rücksicht genommen, auch auf Haustiere - weil wir wissen, wie wichtig sie für das Wohlbefinden sind und weil wir aufeinander schauen.

• x 1 #11


Pinselstrich
Das kann ich pauschal so nicht sagen. Richtig starker Liebeskummer kann ja sehr belastend sein & physische als auch psychische Symptome zur Folge haben, weshalb ich eine vorübergehende Krankschreibung, in solchen Fällen, legitim finden würde.

Wenn die Arbeit dadurch nicht angemessen bewältigt werden kann & der Körper und die Psyche nach einer Pause schreien, ist das mMn ok.

Für jemand anderen kann die Arbeit auch stabilisierend sein. (Ablenkung, Struktur…)

Das muss man wohl individuell betrachten. Je nachdem, was jemand braucht & wie es ihm/ihr geht.

• x 2 #12


B
Zitat von Pinselstrich:
Das kann ich pauschal so nicht sagen. Richtig starker Liebeskummer kann ja sehr belastend sein & physische als auch psychische Symptome zur Folge ...

Ja, das stimmt. Ich bin eher der Typ "Ich will dann raus und mich ablenken" von daher würde ich wohl auch zeitnah wieder arbeiten. Aber Jeder empfindet das anders. Und es gibt ja auch Jobs wo man hoch konzentriert sein muss oder durch Freundlichkeit präsent sein muss, das stelle ich mir bei starkem Liebeskummer so ziemlich unmöglich vor. Ich arbeite alleine und habe keinen Kundenkontakt. Da funktioniert das ganz gut, auch wenn ich nicht so konzentriert oder in einer nicht so guten mentalen Verfassung bin.
Mir fallen aber auch viele Berufe ein, wo das viel schwieriger wäre.

• x 2 #13


CanisaWuff
Ich gehe zum Arzt, wenn es mir nicht gut geht und der Arzt entscheidet, ob er mich krank schreibt.
Liebeskummer wird er nicht als Diagnose aufschreiben.
Ich konnte jedenfalls nicht arbeiten, als meine Beziehung zu Ende ging. Ich lag eine Woche im Bett. Hatte Beruhigungsmittel und habe vor mich hin vegitert.

• x 2 #14


A
Es geht um die Arbeitsfähigkeit.

Bin ich fähig den Aufgaben nachkommen, die von mir erwartet werden? Ja oder nein. Wenn ich das nicht bin,sei es mental oder körperlich, AU.

Es hat keinen Sinn sich kaputt zu machen.

• x 1 #15


A


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