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Aus den Fehlern lernen nach der Trennung

FLUUKE86

FLUUKE86

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Ach ja lange her dass ich hier etwas richtig Positives schreiben konnte mich dass meine Kiste mit Ex-Freundin und der Anzeige durch ist aber dafür habe ich endlich oder was heißt endlich ich habe wieder Kontakt zu einigen Damen die durchaus ihre Fehler im Leben ein gesehen haben. Ich habe also das unglaubliche Glück einen riesigen neuen Freundeskreis aufbauen zu können oder besser gesagt nicht wieder mit Freunden beschäftigen zu können soweit es in meiner Natur ist Menschen auch wieder zu treffen die bereuen mich verletzt zu haben wirklich bereuen und eine neue Chance nutzen möchten das ist etwas sich der letzte Dame niemals im Leben zugestehen werde genau wie noch jemanden davor denn manche Wunden sind tief und den Verursacher möchte man einfach nicht wieder sehen es ist halt so jedes Mal im Leben schließt sich eine Tür und öffnet sich irgendwo eine andere ob seine also deine neue ist man kann selber entscheiden ob man durchgeht. Was mir hier beim Lesen immer häufiger auffällt und ich weiß nicht ob es euch auch auffällt ist die Tatsache dass ich sehr sehr oft einfach höre das Verliebtsein das Kribbeln fehlt ich brauche diese märchenvorstellung vom Mister Right oder Mister Big oder Edward oder oder oder.

Ich bin mir nicht einmal sicher ob die meisten Menschen überhaupt wissen was sie für sich selber möchten es ist einfach das unreflektierte grundsätzliche Verlangen nach mehr ich bekomme Aufmerksamkeit ich bekomme liebe das statt selber etwas zu investieren und daran zu arbeiten ein begegnen auf Augenhöhe bei dem Menschen die sich eine Beziehung wünschen heißt es immer nein der andere tut was ich fühle nichts ich investiere nichts und das muss jetzt passen und wenn es nicht passt werde ich ausgewechselt oder ich wechsel aus was soll das?

Ernsthaft ich kann mir soviel Ratgeber durchlesen wie ich will ich kann dir diese Fremdwörter Invest fails gaslighting und noch viele weitere um die Ohren klatschen lieber Leser aber was will doch eigentlich alle wissen ist das ein einer Partnerschaft zwei Leute arbeiten und noch jeder der das liest weiß das eigentlich auch dieses Problem ist ich kann mich nicht verlieben dann tut doch einfach was nimmt Initiative von euch aus raus wartet nicht darauf dass der andere Flash das ist euch umhaut wie ein Schlag von Mike T. in der ersten Runde.

Mir ging es schlecht wenn ging es echt schlecht ich habe mich total kacke gefühlt nach alle unheimlich verraten und habe mich verletzt nicht über das Schluss machen sondern die Art wie es danach behandelt wurde aber ich habe für mich selber daran gearbeitet ich tue etwas für mich interessieren mich um einem anderen Menschen begegnen zu können euch doch einfach mal diesen Gedankenanstoß und bis zum nächsten mal euer Flu

07.02.2018 22:31 • x 2 #1


Ricky

Ricky


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Also zu allererst: Kauf Dir mal ne Tüte Satzzeichen.

Dann... natürlich liegt es daran, dass Emotionen über alles gesetzt werden. Das passiert doch im Moment nicht nur in Beziehungen. Du siehst das doch überall. Das Postfaktische, die "alternativen Fakten", "Fake News", die "Mir egal, ich glaube das was ich will"-Einstellung sind doch im Moment einhergehend. Von diesem Schlag gab es immer Menschen, aber im Moment ist es gesellschaftlich chic alles irgendwie so zu handhaben.

Das ging doch sogar soweit, dass z.b. in texanischen Staten Evolutionstheorie nicht gelehrt werden sollte, sondern der Kreationismus, der uns weiß machen will, wir stammten alle von Adam und Eva ab. Auch so eine Entwicklung, die sich nur deshalb begibt, weil wir grundlegend keine wirklichen Probleme mehr haben. Uns mangelt es an nichts außer an Verteilung von Luxusgütern. Die jetzige Generation macht sich nunmal keinen Eindruck mehr davon wie es ist Krieg zu haben, zu hungern etc. Und das ist per se eine gute Sache, leider geht damit meist eine Bequemlichkeit einher, von der sich niemand freisprechen kann. Und die wandert irgendwann von den Gemütern in den Kopf.

Wir sind mittlerweile in einer Zeit angekommen, in der es in erster Linie um Emotionen geht. Als man nach dem Krieg langsam wieder alles aufbaute, waren viele Glaubensideen vorerst mal ad acta gelegt. Institutionen wie die Kirche waren zwar wichtig, aber der Blick auf das Leben war wichtiger. Da hat man eben viel auf Wissenschaft gegeben, weil 1. die Verbreitung recht eindeutig war und 2. vieles neu entwickelt wurde. Jetzt haben wir eine Entwicklung, die auf bereits vorliegenden Erkenntnissen basiert, sich oft nur im Kleinen abspielt und wenig hochtrabende Neuentwicklungen bietet. Neue Smartphones etc. sind letztlich nur die Weiterentwicklung des Computers und nichts Bahnbrechendes mehr.

Du wirst also mit der Technik zu einer bequemen Generation getrieben. Auch das ist nichts Schlechtes, so lange Du nicht ausschließlich konsumierst. Durch die Verbreitung von Wissen, was natürlich durch diverse Medien immer weiter voranschritt, sind auch küchenphilosophische Ansichten, Glaubensideen und Ideologien immer weiter verbreitet. Da sich eben diese Medien in den 1990er Jahren in der westlichen Welt immer mehr auf Emotionen und Reaktionismus (Hier in seiner ursprünglichen Form zu verstehen) versteiften, weil man damit eindeutig Geld machen konnte (s. Quengelstudie, Talkshows etc.), entwickelte sich irgendwann ein ganz normales Verständnis für überzogene, hochtrabende Emotionen. Das siehst Du allein daran, dass heute immer mehr TV-Formate nur noch darauf ausgelegt sind, Drama zu kreieren, am besten soweit, dass es zu einer heftigen Eskalation kommt. Die Idee dahinter ist zweierlei. Einmal die Emotionen erleben zu lassen, die man sonst nicht erlebt, zum anderen die Abgrenzung von den heftigen Emotionen, indem man sich darüber stellt. (ergo: Eskapismus gepaart mit Erlebnistendenzen vs. Negierung und Abspalten vom Rezipient).

Da dies natürlich auch Einfluss auf den Rest nahm. Und gerade bei "Liebe" eine romantisierte Form schon im 18 Jhd. vorlag, weil meist depressive oder meinetwegen melancholische Schreiberlinge ihren Herzschmerz niederschrieben, der letztlich nur das perfide Gedusel von priviligierten Leuten war, hat eben dieses "Verlangen nach mehr" schon frühzeitig Einzug in unser aller Leben gehabt. Und da der Mensch ja sehr auf Traditionen baut, wurde das wohl selten hinterfragt, sondern eher in Popkultur übernommen. Die Märchenstunde der alles umfassenden Liebe, die gottgleich auf einen einwirkt und jeden Alltag überlebt, ist eben nichts Weiteres als die Sehnsucht der Melancholischen nach einem "Liebe mich", das sie natürlich nur aus sich selbst erfahren könnten, stattdessen aber propagiert haben, es müsse jemand von außen kommen, der das übernehme.

Und da wir mittlerweile in einer Gesellschaft leben, wo Emotionen jetzt eben über allem stehen, weil das "Erleben" nur noch im Vordergrund steht (Ich meine, es gibt mittlerweile offene "Folterhäuser" in den USA, in denen man die Torturen in Kriegssituationen erleben kann. Da rasieren sie Dir zur Not sogar die Augenbrauen ab und misshandeln Dich.), entwickelt sich nichts mehr nach logischem Denken, sondern nur noch nach tagtäglichem Blödsinn, der sich wandeln kann wie Du gerade Schokolade isst. Leute, die es nicht verstehen ihren Serotonin Spiegel zu decken, die es nicht verstehen mit ihren Endorphinen hauszuhalten, die glauben, der "Kick" müsse jeden Tag auf sie einwirken, sind ebenso abhängig wie jeder Raucher (was wir beliebig auf diverse andere Dro. ausweiten können). Das Gros findet keine Befriedigung mehr in sich selbst, dabei ist exakt DAS, sogar was selbst der Kreationismus in seinen Büchern von Bibel bis Tora predigt.

Irgendwann wird dieses Extrem auch wieder abflachen. Aber im Moment sind wir halt auf einem Höhepunkt bei dem Fakten klar negiert werden, weil man eben - wie gesagt küchenphilosophisch - alles in Frage stellen kann. Das ist vielleicht der Reiz derjenigen, die glauben, sie seien nicht intelligent genug, sich selbst zu positionieren mit einem "Ich habs Dir ja gesagt", sich so einen anderen Stellenwert zu verschaffen. Der Punkt dahinter ist jedoch eine Form von Minderwertigkeit, die sich stets nur in übermäßigem Demut äußert. Und um dieser Spirale zu entgehen, entkräftet man das bestehende System mit einer alternativen Welt, in der man selbst seine eigene Ohnmacht nicht sieht bzw. sehen muss. Das Problem ist nur: Wenn man sich nie mit seiner eigenen Ohnmacht auseinander setzt, dann sucht man vergebens über Jahrzehnte hinweg nach der Allmacht von außen. Und die schlägt sich dann auch in "Liebe" nieder. Ein Irrglaube, der seit Jahrhunderten Leute in den Wahnsinn treibt.

Vielleicht ist ja jetzt die Zeit des Aufwachens, denn ab jetzt wird es wichtiger denn je mit sich selbst im Reinen zu sein. Und das nicht aufgrund von Yogi-CDs oder halbmystischen Büchern, sondern in der Tat einem inneren Verständnis, das Spiritualität und Wissenschaft miteinander vereint. Da werden einige hinten rüber fallen. Vermutlich ist das auch gut so.

08.02.2018 08:33 • x 9 #2


KBR


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Soweit ich das verstehen konnte, ist es inhaltlich schön und gut. Aber bitte nutze Satzzeichen. So ist das eine Zumutung.

08.02.2018 09:15 • x 2 #3


vorbei


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darum wollte ich auch bitten, sonst versteht man das so schlecht
oder mach punkte und pausen und absätze

bitte

08.02.2018 12:46 • #4


FLUUKE86

FLUUKE86


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Ja ich Krieg mein Voice schon dazu das es da mit spielt, aber erst einmal danke ich für den sehr schönen vor allem aufwändigen Beitrag.

08.02.2018 13:55 • #5




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