BastiansZ
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Ich habe ähnlichen Thread schon mal geöffnet. Jedenfalls wurde er gesperrt, da ich zu der Zeit der instabil war. Bitte schaut noch einmal rein. Vielen Dank!
Ich (30) und meine Frau (30) sind am 22.07.2008 zusammen gekommen. Am 11.08.2018 haben wir geheiratet. Im März dieses Jahres hat sie sich von mir getrennt.
Als wir zusammen kamen, trennten sich gerade ihre Eltern. Sie hatte damit schwer zu kämpfen. Ich war ihr in dieser Zeit eine starke Schulter. Sie wohnte praktisch bei mir. Sie litt zu dieser Zeit auch unter sehr starken Bauchkrämpfen. Auch hierbei unterstützte ich sie beim Finden einer Lösung. Allgemein ging es in unserer Beziehung viel um ihre Probleme. Sie hatte ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, Oft Problemen mit Freundinnen oder ihrer Chefin.
2015 zogen wir in eine gemeinsame Wohnung. Ab da gab es ständig Streit wegen des Haushalts. Sie war einfach immer unzufrieden. Der Sex wurde immer weniger, da sie nun immer genervt wegen des Haushalts war. Es fehlte einfach zunehmend an sexueller Anziehungskraft zwischen uns. Ihre Zärtlichkeiten im Alltag nahmen auch ab. Sie küsste mich fast nie, umarmte mich fast nie oder kuschelte sich an mich. Mir kam es oft so vor, als sei sie nur wirklich glücklich, wenn wir im Urlaub waren. Aussagen wie Zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf ließen darauf schließen.
Ich muss zu mir sagen, dass ich im sexuellen Kontext unterwürfig bin, also ich Frauen gerne sexuell bediene. Hiermit konnte sie wenig anfangen. Ich versuchte immer wieder Möglichkeiten zu finden, wie wir meine Vorlieben mit ihren Vorlieben verbinden konnten. Ich bot ihr daher an, sie so oft, wie sie es wollte mit der Zunge zu verwöhnen, wenn sie es wünschte. Sie konnte sich allerdings nie überwinden auf mich zuzugehen. Was Sexualität anging war sie immer sehr unsicher. Oft war auch ihre Aussage, dass sie keinen Sex braucht, da es ihr wehtut, oder es ihr nichts gibt,
2018 einigten wir uns darauf, dass ich meine Sexuellen Fantasien mit einer Spielpartnerin ausleben würde. Dabei ging es nicht um konventionellen Sex, sondern eher um SM-Spiele. Ein halbes Jahr nach unserer Heirat fand ich eine Spielpartnerin mit der ich mich einmal die Woche traf. Diese Frau hatte selbst einen festen Partner, weshalb es ein reiner Kontakt war, bei dem es darum ging, BDSM zu praktizieren. Diese Frau gab mir emotionale Wärme. Sie gab mir mal wieder das Gefühl ein attraktiver Mann zu sein, sie streichelte mich und gab mir allgemein ein gutes Gefühl.
Meiner Frau gegenüber war ich immer vollkommen transparent, ich fragte während dieser Zeit oft, ob es ihr gut damit geht, worauf sie antwortete, dass ich gerne machen könnte wie ich denke und dass es ihr eigentlich egal sei.
Im Oktober 2019 trennte sie sich von mir (sie liebe mich nicht mehr). Einen Tag später konnte ich sie mir romantischen Whatsapp Nachrichten wieder zu mir bewegen. Sie sprach die Spielbeziehung nicht als Grund der Trennung an.
Im Januar 2020 stelle sie mich schließlich vor die Wahl, entweder ich beende die Spielbeziehung und unterdrücke meine Neigung oder sie trennt sich. Ich entschied mich schwere Herzens für meine Frau. Trotzdem war sie sich wieder unsicher, ob sie mich liebte, wollte am nächsten Tag die Beziehung jedoch fortführen, änderte ihre Meinung jedoch noch am selben Tag nach dem Besuch bei ihrer Mutter.
Nach einer Woche Beziehungspause in der ich zu meinen Eltern zog, wollte sie mich wieder. Wir wohnen 3 Wochen wieder zusammen, in denen ich mir sehr unsicher war, was ich nun wollte, BDSM ausleben oder weiterhin ein Leben mit meiner Frau, ohne nennenswerten Sex. Mich machte das sehr fertig, was sie merkte.
Schließlich trennte sie sich nach den drei Wochen von mir. Am nächsten Abend wollte sie mich zurück unter Tränen und dem Vorwurf, dass sie doch so langsam Kinder wollte. Ich hatte die Trennung akzeptiert und fiel in mich zusammen. Ich schlug ihr nun vor, dass wenn sie mich doch wieder haben wollte, sie bitte akzeptieren solle, dass ich meine Neigung einmal die Woche leben will.
Wir nahmen uns 3 Wochen Auszeit in denen ich Auszug. Nach den drei Wochen, verkündete sie mir, dass es keinen Sinn mehr mit uns mache. Ich hatte so ermaßen gehofft, dass sie mir die Spielbeziehung wieder erlaubt und wir weiterhin zusammen bleiben können, dass ich wieder in mich zusammenfiel. 2 Wochen hatten wir dann noch ein hin und her und sie trennte sich endgültig.
Ich wollte lediglich einen Weg finden, wie ich meine S. leben kann und wir trotzdem ein Paar bleiben können. Ich bot ihr ebenfalls an, S. Erfahrungen mit einem anderen Mann zu sammeln, wenn das alles fair abgesprochen wird. Sie sagte mir nämlich nach 12 Jahren!, dass sie davon träume einmal etwas mit einem Mann zu haben, zu dem sie keine emotionale Verbindung hat. Das wollte sie auch annehmen, tat es jedoch nicht.
Ich zog nach der Trennung zu meinen Eltern. Sie lebte noch drei Monate in der Wohnung, die wir kündigten. Nach den drei Monaten zog sie zu ihrem Vater, wo sie noch wohnt. Kurz nach dem sie bei ihrem Vater einzog gab sie unsere Katzen ins Tierheim.
Ein halbes Jahr lang kämpfe ich um sie. Schrieb ihr Whatsapp Nachrichten und E-Mails. Ich schrieb romantische Liebesbekundungen, jammerte und flehte. Sie war sehr genervt bzw. dadurch belastet, da ihr die Trennung natürlich auch schwer fiel.
Ich litt darunter so sehr, dass ich auf der Arbeit keine Leistung mehr erbringen konnte, ständig weinte und keinen klaren Gedanken mehr treffen konnte. Das ist bis heute noch so. Ich war die letzten 5 Wochen sogar in einer Tagesklinik. Ich komme ohne sie nicht klar.
Auf meine zahlreichen E-Mails antwortete sie oft nur, dass es ihr gut ging und sie die Trennung verarbeitet habe und sie Ruhe will.
Im August trafen wir uns nach langer Zeit wieder. Ich wollte noch einmal die Gründe der Trennung erfahren.
Sie sagte, dass die Spielbeziehung nur der letzter Todesstoß war. Allgemein habe sie sich nie von mir verstanden gefühlt und hatte nie das Gefühl, dass ich sie verstehe. Sie fand mich immer zu kalt und Gefühllos. Ärgerte sich, dass ich nie mit ihr über meine Probleme sprach. Sie schämte sich oft für mein Verhalten in der Öffentlichkeit. Außerdem litt Sie sehr unter dem wenigen Sex. Dass ich sehr sportlich bin und auf meine Ernährung achte, belastete sie auch, da sie immer das Gefühl hatte mithalten zu müssen. Hierzu sei gesagt, dass sie mit 12 stark magersüchtig und auch in einer Klinik deswegen war.
Außerdem verkündete sie mir, dass sie und einer ihrer Arbeitskollegen sich näher gekommen waren. Dieser ist 37, ebenfalls in einer kaputten Ehe und scheint 2 Kinder zu haben. Dass er Kinder hat verschwieg sie mir aber. Ich denke, dass sie bereits Sex gehabt hatte. Jedenfalls betone sie wie glücklich sie sei, ihr Naturell lebe und alle ihr bestätigen wie sie aufblühe. Sie fand es toll, dass er keinen Sport mache und auch mal jammere statt immer nur wie ich auf cool zutun. Jedenfalls sagte sie, müsse man als Singlefrau nicht viel tun, damit andere Männer einen anschreiben. Tinder brauche sie garnicht.
Ab dem Tag meldete ich mich einen Monat nicht mehr bei ihr. Ich schrieb ihr jedoch trotzdem per E-Mail nach diesem Monat wie es ihr geht. Ihre Antwort war Ganz okay soweit (!). Nicht mehr sehr gut. Sie bot mir sogar an wieder auf Whatsapp zu schreiben, was ich ablehnte und ob wie spazieren gehen wollen. Sie wollte dabei wie sie schrieb nicht über die Scheidung sprechen. Ich machte mir wieder Hoffnungen und nahm das Treffen an.
Sie war wie ausgewechselt während des Spaziergangs. Sie sagte, dass ihr ein halbes Jahr nichts Gutes passiert sei. Sie ständig Ärger mit ihrem Vater habe. Dass sie nicht weiß, wann sie wieder Jemanden kennenlernt und ob sie jemals Kinder haben werde. Dass die meisten Männer nur Affären wollen. (Die Sache mit dem Arbeitskollegen schien wohl erledigt zu sein). Sie weinte, weil ihr Vater sie gezwungen hatte, die Katzen abzugeben. Sie berichtete mir, dass sie 3 Wochen Urlaub hatte und niemand was mit ihr machen wollte. Sie war deshalb alleine in einem Wellnesshotel und meldete sich bei Tinder an. Sie sagte Dinge wie. Alle glauben, dass nur der Verlassene leidet, dem Verlasse geht es aber genauso. Ich schaue mir extra keine alten Fotos und Videos mehr von uns an. Ich vertraue hier einfach auf meine Eltern, die sagen, dass das vorbei geht. Sie litt also auch sehr unter der Trennung.
Ich beichtete ihr auch, dass es mir nicht gut geht, ich in einer Tagesklinik bin, weil mich die Trennung so fertig gemacht hat und ich echt Depression habe deswegen.
Wir verbrachten einen schönen Tag zusammen. Waren Eis esse, Kaffee trinken und später bei einem Italiener esse, wo wir uns über unsere Urlaube unterhielten. Sie kam sogar dann noch mit in meine neue Wohnung, wo sie sich nur über ihren Vater beschwerte. Als ich sie heimfuhr, schlug ich ihr vor, dass wir mal zusammen bei mir kochen könnten. Sie sagte ahja, wenn du willst.
Drei Tage später schlug ich ihr per Whatsapp vor, dass sie mich gerne besuchen könnte zum gemeinsamen kochen. Plötzlich war sie wieder vollkommen kalt. Antworte verspätet und knapp. Lies sich dann auf ein Treffen ein und schrieb, dazu, dass es aber nur Freundschaft sei. Meine Stimmung war wieder am Boden. Ich hatte mir solche Hoffnungen gemacht. Ab da drehte ich wieder vollkommen durch. Sagte das Treffen ab, schlug kurz darauf neue Treffen vor. Gemeinsam Urlaubsvideos schauen, dann wollte ich einen Ausflug organisieren. Mit ihr ins Kino, wozu sie erst zusagte und dann wieder absagte. Eine Woche später trafen wir uns noch einmal zum Kaffee und ich heulte nur rum, wie sehr ich noch an ihr hänge und nicht loslassen kann. Sie sagte, ich müsse aber loslassen. Sie war plötzlich ganz anders als während des Spaziergangs. Sie sagte, mir, dass es gut sei, dass ich diese Spielbeziehung hatte, sonst hätte sie sich nie von mir lösen und erkennen könne, wie sehr ihr Sex gefehlt hat.
Die ganze Woche darauf bombardierte ich sie wieder mit Nachrichten und sie blockierte mich mit den Worten Du hast nichts verstanden.
Das war vor einer Woche. Seit dem haben wir kein Kontakt.
Es wundert mich immer noch sehr, wie anders meine Frau war nachdem sie einen Monat keinen Kontakt zu mir hatte und wie sie wider abblockte als ich anfing zu klammern.
Ich habe mir nun überlegt ihr noch einmal zu schreiben und ihr zu zeigen, dass ich sie doch verstehe, damit ich den schlechten Eindruck wieder korrigieren kann.
Ich wollte etwas schreiben wie:
Ich weiß nicht, wie es dir damit geht, aber mich ärgert es, dass es jetzt so zwischen uns gelaufen ist.
Ich finde, dass die Situation zwischen uns einfach schwer ist. Ich meine, wir verbringen nach langer Zeit mal wieder einen Tag miteinander und merken, dass es sich gut anfühlt, aber beide wissen wir, dass es genug Gründe gibt weshalb wir mittlerweile getrennt sind.
Du hast mir geschrieben, dass ich nichts verstanden hätte. Doch hab ich. Ich verstehe, dass in unserer Beziehung eine wesentliche Komponente seit vielen Jahren gefehlt hat. Die sexuelle Anziehung. Auch wenn unsere Liebe zueinander das immer ausgleichen konnte, bist du dir mittlerweile bewusst, wie sehr dir das gefehlt hat und es hätte dir zumindest unterbewusst weiterhin gefehlt, wären wir weiterhin zusammen geblieben. Ich selbst war damit auch nicht zufrieden. Mir haben vor allem Zärtlichkeiten im Alltag gefehlt. In dieser Hinsicht warst du in den letzten Jahren sehr distanziert. Ich glaube aber, dass gerade solche Kleinigkeiten sehr wichtig für alles Weitere sind.
Uns ist das passiert was früher oder später in den vielen Beziehungen passiert. Sobald man sich vertrauter wird, sinkt die sexuelle Anziehungskraft, denn sexuelle Anziehungskraft geht in der Regel vom Unbekannten aus.
Dann würde ich erst einmal den Kontakt wider abbrechen. Gerade ist sie glaube ich eh happy, da sie im Dezember eine eigene Wohnung bezieht.
Ich will ihr das schreiben, da ich in einem Bericht zu dem THema nun gelesen habe, dass man seiner Ex das Gefühl geben soll, sie verstanden zu haben, anstatt nur eine Kontaktsperre einzuhalten.
Was sagt ihr zu dem ganzen?
Achso, während dieses Spaziergangs begrüßte sie mich sogar, in dem sie mich plötzlich umarmte. Und das nachdem sie monatelang vollkommen abwesend war. Allgemein umarmten wir uns mehrmals während des Treffens. Ich küsste sie dabei auch einmal auf ihre Schulter.
Wenn ich meine Frau analysiere:
Sie beschwerte sich immer, dass ich sie zu wenige beachte und wertschätze, sie vermisste immer kleine Geschenke wie Blumen und legte immer Wert darauf, dass ich sie begleiten, wenn sie z.B. verwandte besucht, weil sie sich alleine unwohl fühlte. Ich hingehen hatte nie Beschwerden, war immer sehr unabhängig und machte mein Ding. Und auch, wenn sie im Nachhinein sagte, dass sie darunter litt, dass ich so sportlich war, sagte sie auch mal, wie stolz sie ihrer Mutter erzählt habe, dass sie mich zum Vorbild habe, da ich so diszipliniert sei. Sie war immer schon Jemand, der sich anderen anpasst und deren Frame übernimmt. Auch im Bett will sie grundsätzlich geführt werden.
Ich glaube, dass sie zwar glaubt wie eine Prinzessin behandelt werden zu wollen, aber unbewusst es genießt in der Position zu sein, in der sie um Aufmerksamkeit kämpft.
Möglicherweise sollte ich ihr mit einer E-Mail klar machen, dass ich sie auch nicht mehr will und, dass es mir mittlerweile wieder gut geht