Andi1211
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vielleicht klingt es klischeehaft, aber aus einer langjährigen Freundschaft wurde Liebe, die uns beide unerwartet traf. Überraschend war besonders die Intensität. Wir waren beide gebunden und begannen eine Affäre. Es war für uns ein Rätsel, wie das geschehen konnte. 1000 Fragen kamen nun auf, die wir beantwortet wissen wollten. Ein Jahr haben wir uns gegenseitig geprüft, ob wir das Richtige machen und haben uns dann für uns entschieden. Wir waren wie eine Art Seelenverwandte, sodass wir uns gegenseitig spiegeln konnten. Ich war der 100%-igen Überzeugung, dass sie die Frau ist, mit der ich mein Leben zu Ende führen möchte. Auch in ihrer Einschätzung war ich 100% für sie. Wir betrachteten gemeinsam unsere Liebe als großes Geschenk.
Meine damalige Beziehung endete während unserer Affäre. Auch sie trennte sich von ihrem Mann. Sie nahm sich eine Wohnung, die schon so von uns ausgewählt wurde, dass wir beide darin leben können. Wir konnten aus zwei Gründen noch nicht sofort zusammenziehen. Erstens wegen ihrer kleinen Tochter von 7 Jahren und zweitens hatte ich noch ein Haus, welches ich vermieten oder verkaufen wollte. Von Beginn an nach ihrer Trennung wurde sie von ihrem Mann und der Familie unter Druck gesetzt. Vorrangig mit ihrer kleinen Tochter, die sie nicht bekommen wird, wenn sie ihren Mann verlässt. Sie ließ sich mit ihrem Mann auf eine Teilung der kleinen Tochter ein. Das bedeutet, einen Monat ist sie bei ihm und den nächsten Monat bei ihr. Mein Verhältnis zu ihrer kleinen Tochter war gut. Sie hat auch noch eine große Tochter von 22 Jahren und ich habe zwei Töchter mit 19 und 15 Jahren. Wir beide haben einen sehr ausgeprägten Familiensinn, deshalb war für uns auch sehr wichtig, alle unsere Töchter so viel wie möglich einzubinden. Untereinander war ein sehr angenehmes freundschaftliches Verhältnis unter den Mädchen. Eigentlich beste Voraussetzungen für unsere Liebe.
Jedoch entwickelte sich zunehmend eine Distanz zwischen ihrer kleinen Tochter und mir. Es brauchte zunehmend immer länger bis sie gelöster und kindlich natürlich zu mir wurde, wenn wir aufeinander trafen. Besonders stark war dieser Effekt, nach dem die kleine Tochter bei ihrem Vater war. Ohne das jetzt beurteilen zu können, hatte ich den Eindruck, dass die kleine Tochter von ihrem Vater instrumentalisiert wurde. Auch wurde der Druck immer größer, weil er jetzt auch mit finanziellen Mitteln drohte.
Das ging letztlich soweit, dass sie nach 4 Monaten nervlich zusammengebrochen ist und sie auch keine Unterstützung und Hilfe mehr von mir wollte. Sie wollte alleine sein und jetzt ihre Gedanken und Gefühle ordnen. Ob ein Weiterleben mit mir möglich ist, darauf wollte sie nicht antworten, außerdem wurde ihr bewusst, dass sie ihre Ehe noch gar nicht richtig verarbeitet hat. Natürlich spielt auch ihre Mutterliebe eine große Rolle und sie leidet an diesem monatlichen Wechsel und dem Zusammenbruch ihrer Familienvorstellung. Nach weniger als zwei Wochen wurde ihre Wohnung ausgeräumt und diese existiert nur noch als Scheinobjekt. Unseren gemeinsamen Freunden erzählt sie aber, dass sie dort noch wohnt, jedoch wohnt sie wieder bei ihrem Mann.
Nach anfänglichen Kontakten nach der Trennung meldete sie sich fürsorglich jeden Tag, um zu erfahren, wie es mir geht. Ich habe das als Mitleid mir gegenüber interpretiert und habe nur knapp geantwortet. Wenn ich mich nicht meldete, versuchte sie alles mögliche, um etwas über mich zu erfahren. Vier Begegnungen zwischen uns verliefen ohne Aussprache, obwohl sie mir eine Aussprache zuvor signalisiert hat. Und auch ich hatte zu ihr gesagt, dass sie mich nicht leiden lassen soll und besser klare Kante zieht. Das wollte sie aber auch nicht. Nur als wir uns dann gegenüber standen, haben wir uns im ersten Moment sehr gefreut, den jeweils anderen zu sehen, aber recht schnell haben wir dann auch unsere komplizierte Situation erfasst und dann wurde es traurig und still. Ich habe diese Begegnungen dann immer freundlich zu ihr beendet. Heute haben wir keinen Kontakt mehr und meiden ihn auch gegenseitig, wenn es geht. Ich vermute, dass wir beide große Angst haben. Das Sprechen über Gefühle kann sie sehr schlecht. Sie hat es nie zuvor gelernt. Sie zieht es dann vor zu schweigen und ist auch durch mich nicht zum Sprechen zu bewegen.
Ich für meinen Teil erlebe Schmerzen, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe. Über sie, wie es ihr geht kann ich wenig sagen. Sie ist anders geworden, sie ist nicht mehr der Mensch, der sie noch vor ein paar Monaten war. Ihr immer vorhandenes bezauberndes und gewinnendes Lächeln ist nicht mehr vorhanden.
Viele meiner Freunde sagen, ich solle sie vergessen, weil sie mich nur ausgenutzt hat. Vielleicht war es mein Fehler ihr voll und ganz zu vertrauen. Das glaube ich jedoch nicht. Es gab zu keinem Zeitpunkt vorher nur irgendeinen Anlass, ihr nicht zu vertrauen.
In dieser Geschichte habe ich sehr viel verloren. Meine Liebe, meine beste Freundin und das macht es so unendlich schwer. Sie war jahrelang einfach für mich da und ich auch für sie und jetzt ist auch ein wichtiger Ansprechpartner einfach nicht erreichbar.
Wer hat ähnliche Erfahrungen in seinem Leben gemacht oder eine Meinung über meine Geschichte? -
Danke für's Zuhören
Ich selbst halte die Lösung - Monatsweise - zu lang... Das Kind kann sich dem Einfluß des Vaters und dessen Familie gar nicht entziehen, was sich letztendlich gegen deine Person richtet... Und hier kommen die Muttergefühle ins Spiel.... Es ist ein Spagat als Mutter, welchen man da vollziehen muss...
Ein Jahr später habe ich mich im vollen Bewusstsein auf diesem Mann erneut eingelassen und gleichzeitig Trennungsgespräche mit meinem Mann geführt...Soweit alles gut...bis es dann aufgeflogen ist...Richtig böse Geschichte...
ich denke nicht, dass man dann nochmal unbedarft von Vorne anfangen kann...