Arnika
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Zitat von Multiversum:Nicht ausschließlich !
Doch! In der modernen Neuropsychologie unterscheidet man sehr strikt zwischen zwei Begriffen, die im Alltag oft fälschlicherweise gleichgesetzt werden: Psychopathie ist eine biologische Besonderheit des Gehirns. Kernspintomografien zeigen da klar, dass bei Psychopathen die Verbindung zwischen dem präfrontalen Kortex und der Amygdala massiv geschwächt ist. Wo bei normalen Menschen alle Lichter angehen wie ein Feuerwerk, ist beim Psychopathen maximal ein Teelicht. Deswegen keine Angst, keine Bindung, eigentlich kaum eine wirklich echte Emotion.
Was du meinst sind Soziopathen, da ist der Hau nicht angeboren, sondern erworben. Sie entsteht durch schwere Traumata, Vernachlässigung, Missbrauch oder ein extrem gewalttätiges Umfeld in der Kindheit, Babysoldaten sind zB der Klassiker. Diese Menschen haben im Gegensatz zu geborenen Psychopathen ein Gewissen und kennen emotionale Bindung – sie haben nur gelernt, diese Gefühle tief zu vergraben, und neigen zu impulsiver, emotionaler Wut und Gewalt.
Wobei du insofern recht hast, dass man Soziopathen manchmal auch als sekundäre Psychopathen bezeichnet. Ich meinte aber die echten, manipulativen. Im Gegensatz zum eiskalten, kalkulierenden Psychopathen, dessen Puls bei einer Lüge nicht mal steigt, ist der Soziopath impulsiv, sprunghaft und emotional labil. Wenn ihm etwas nicht passt, fliegt der sofort aus der Kurve, kriegt Wutanfälle, verliert die Beherrschung und bricht Regeln so offensichtlich, dass er sich selbst entlarvt, behält kaum eine Job, hat oft Vorstrafen, wütet rum, haben kaum Freunde etc. Da merkst sehr schnell, mit dem oder der stimmt was nicht. Einer Soziopathin würde es extremst schwerfallen, über Jahre hinweg eine perfekte, charmante Fassade aufrechtzuerhalten (wie die Ex des TE es getan hat).
Also klar, dass ich in dem Kontext primäre Psychopathen meinte und nicht Soziopathen. Das wär dem TE sehr viel früher aufgefallen 😅