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Aus Freundschaft wurde Liebe, dann Verlust

Arnika
Zitat von Multiversum:
Nicht ausschließlich !

Doch! In der modernen Neuropsychologie unterscheidet man sehr strikt zwischen zwei Begriffen, die im Alltag oft fälschlicherweise gleichgesetzt werden: Psychopathie ist eine biologische Besonderheit des Gehirns. Kernspintomografien zeigen da klar, dass bei Psychopathen die Verbindung zwischen dem präfrontalen Kortex und der Amygdala massiv geschwächt ist. Wo bei normalen Menschen alle Lichter angehen wie ein Feuerwerk, ist beim Psychopathen maximal ein Teelicht. Deswegen keine Angst, keine Bindung, eigentlich kaum eine wirklich echte Emotion.

Was du meinst sind Soziopathen, da ist der Hau nicht angeboren, sondern erworben. Sie entsteht durch schwere Traumata, Vernachlässigung, Missbrauch oder ein extrem gewalttätiges Umfeld in der Kindheit, Babysoldaten sind zB der Klassiker. Diese Menschen haben im Gegensatz zu geborenen Psychopathen ein Gewissen und kennen emotionale Bindung – sie haben nur gelernt, diese Gefühle tief zu vergraben, und neigen zu impulsiver, emotionaler Wut und Gewalt.

Wobei du insofern recht hast, dass man Soziopathen manchmal auch als sekundäre Psychopathen bezeichnet. Ich meinte aber die echten, manipulativen. Im Gegensatz zum eiskalten, kalkulierenden Psychopathen, dessen Puls bei einer Lüge nicht mal steigt, ist der Soziopath impulsiv, sprunghaft und emotional labil. Wenn ihm etwas nicht passt, fliegt der sofort aus der Kurve, kriegt Wutanfälle, verliert die Beherrschung und bricht Regeln so offensichtlich, dass er sich selbst entlarvt, behält kaum eine Job, hat oft Vorstrafen, wütet rum, haben kaum Freunde etc. Da merkst sehr schnell, mit dem oder der stimmt was nicht. Einer Soziopathin würde es extremst schwerfallen, über Jahre hinweg eine perfekte, charmante Fassade aufrechtzuerhalten (wie die Ex des TE es getan hat).

Also klar, dass ich in dem Kontext primäre Psychopathen meinte und nicht Soziopathen. Das wär dem TE sehr viel früher aufgefallen 😅

• #301


M
Zitat von Arnika:
Doch!



Ich will mich nicht streiten !


Trägst Du einen Drachen auf dem Rücken @Kryptonit29 ? Lachendes Gesicht

• x 1 #302


A


Aus Freundschaft wurde Liebe, dann Verlust

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K
Zitat von Multiversum:
Ich will mich nicht streiten ! Trägst Du einen Drachen auf dem Rücken @Kryptonit29 ? Lachendes Gesicht

Auf dem Rücken ist noch nichts 😄

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M
Zitat von Kryptonit29:
Auf dem Rücken ist noch nichts



Was soll denn drauf ? Lachendes Gesicht

• x 1 #304


S
Das habe ich zur Psychopathie gefunden:
Die Genetik ist jedoch kein Schicksal. Die Umwelt entscheidet oft darüber, wie sich diese Anlagen manifestieren.
Schutzfaktoren: Ein Kind mit einer biologischen Veranlagung zur Psychopathie, das in einem stabilen, liebevollen und konsequenten Umfeld aufwächst, wird wahrscheinlich kein Krimineller. Es lernt soziale Regeln durch kognitive Einsicht (auch ohne tiefes Mitgefühl) und kann seine Züge in produktive Bahnen lenken (z. B. als Chirurg, CEO oder im Militär, wo Kaltblütigkeit und Entscheidungsstärke vorteilhaft sind).
Risikofaktoren: Missbrauch, Vernachlässigung oder ein gewalttätiges Umfeld in der Kindheit wirken wie ein Brandbeschleuniger. Die biologische Kälte wird durch soziale Kälte verstärkt, und das Kind lernt, dass Aggression und Manipulation die effektivsten Wege sind, um zu überleben oder Macht zu erlangen.

• x 2 #305


S
Zitat von Kryptonit29:
Auf dem Rücken ist noch nichts

In emotionale Ausnahmesituationen soll man keine weitreichenden Entscheidungen treffen....

• x 1 #306


K
Zitat von Multiversum:
Was soll denn drauf ? Lachendes Gesicht

Medusa 😄

• x 1 #307


K
Zitat von Sincerite:
In emotionale Ausnahmesituationen soll man keine weitreichenden Entscheidungen treffen....

Das war schon länger geplant, habs nur nie durchgezogen

• x 2 #308


S
Zitat von Kryptonit29:
habs nur nie durchgezogen

weil du unsicher warst?

• #309


Arnika
@Multiversum Gut. Die wesentlichere Frage ist ohnehin, und darüber sollte er wirklich nachdenken, wieso hat er sie damals wieder zurückgenommen.

Es gibt in Beziehungen Verfehlungen, die aus Schwäche, Chaos oder eben „menschlicher Verwirrung“ entstehen – wie ein Rückfall zum Ex, mit dem man neun Jahre und zwei Kinder teilt. Das ist verletzend, aber man kann es in einer emotionalen Ausnahmesituation unter sehr viel gutem Willen vielleicht noch als „Fehler“ verbuchen und verzeihen.

Aber der Satz „Hier ist kein Platz mehr für dich“ fällt in eine völlig andere Kategorie. Das ist kein Fehler aus Schwäche. Das ist eine Offenbarung des wahren Charakters.

Und sie hat diesen Satz - zu ihrem besten Freund (!) - genau in dem Moment gesagt, als sie dachte, sie hätte den Ex wieder sicher im Sack. Das beweist, dass ihre gesamte Zuneigung an einen reinen Nutzwert gekoppelt war. Nutzen weg = Platz weg.

Das hätte ihm doch viel nachhaltiger die Schuhe ausziehen müssen.

Dass sie ihn danach wieder zurückgefischt hat, als der Ex sie abservierte, macht die Sache noch unentschuldbarer. Sie hat ihn ja nicht zurückgenommen, weil sie ihren Fehler eingesehen hat, sondern weil sie plötzlich ohne Versorger, um nicht gleich zusagen, ihre Beute dastand.

Ich kann mir die zweite Chance von ihm nur damit erklären, dass er schon sehr tief in Manipulation, Gaslighting und Trauma-Bondings steckte. Er hat wohl den Betrug verhandelt, aber die Eiseskälte dieses Satzes ihm gegenüber komplett ausgeblendet, um seine Illusion von ihr zu schützen. Oder er hat massive Ängste, die er lösen sollte.

Denn mich als Unbeteiligter gruselt da immer noch. Die Hexe hätte ich zum Teufel gejagt. Wie eiskalt kann man sein? Also viel wesentlicher für ihn ist: Wieso ging er damals ernsthaft zurück?

• x 2 #310


S
@Kryptonit29
Was hast du empfunden, als sie zu dir sagte, hier ist kein Platz mehr für dich?

• x 2 #311


K
Zitat von Sincerite:
weil du unsicher warst?

Ne. Mein Tattoowierer ist ziemlich teuer. Mein rechter Arm hat schon 5k gekostet. Der Rücken wird noch teurer, deswegen 😄

• x 1 #312


K
Zitat von Sincerite:
@Kryptonit29 Was hast du empfunden, als sie zu dir sagte, hier ist kein Platz mehr für dich?

Ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Vorallem weil sie sich monatelang über ihn ausgekotzt hat, wie sch. er doch ist.

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K
Zitat von Arnika:
@Multiversum Gut. Die wesentlichere Frage ist ohnehin, und darüber sollte er wirklich nachdenken, wieso hat er sie damals wieder zurückgenommen. Es ...

Ich glaub meine größte Schwäche ist, dass ich immer an das gute im Menschen glaube. Sie hat sich danach sehr viel Mühe gegeben, Briefe geschrieben, erklärt wie sehr sie mich doch liebt und wie sehr sie es bereut. Zudem muss ich zugeben, dass ich ihr geglaubt habe dass sie nie wieder was mit ihm zutun haben möchte und das sie sich in Therapie begibt. Sie hat sich 12 Therapie Stunden geholt aber danach war Schluss, danach ging’s halt auch wieder bergab mit der Beziehung. Ich hab ihr das alles „verziehen“ aber ich glaube nie richtig verarbeitet und realisiert was da überhaupt passiert ist. Vertrauen viel mir unheimlich schwer danach, bzw schon davor, weil sie immer wieder gelogen hat.

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S
Zitat von Kryptonit29:
Ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggerissen.

Hattest du nicht das Gefühl, dass du nie mehr wieder in ihrer Nähe sein möchtest? Nichts mehr mit ihr zu tun haben möchtest? Dass du die ganze Zeit vorher vereimert und ausgenutzt worden bist?

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