Flin
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Am Freitag Nachmittag ist er also mit unserem Hund abgereist. Ich war das ganze Wochenende völlig alleine. Er wusste das. Er hat sich nicht ein einziges Mal gemeldet. Kein Anruf, kein SMS, gar nichts. Und ich (Esel) wollte ihm seine Ruhe gelassen und mich auch nicht gemeldet. Die Abende waren gaaanz schön lange. :-/
Er ist dann am Montag auch tatsächlich heimgekommen, wenn auch etwas zu spät. Er reagierte erstaunt und irritiert, dass ich gekocht hatte. Dabei war das wirklich (wörtlich) abgemacht. Tja, er hat sich dann hingesetzt und schweigend gegessen. Was ich am WE gemacht habe, hat ihn nicht interessiert. Was er getan hat, hat er nicht erzählt. Er hat kaum etwas gegessen und wollte dann reden (wie ja auch vereinbart).
Er hat sich im Wohnzimmer mir gegenüber hingesetzt und begann dann sofort. Ich wüsse ja, dass es nicht gut liefe. Er habe letzte Woche kaum geschlafen. Seit wir zusammen wohnen würden (seit zwei Jahren also), ginge es abwärts mit unserer Beziehung. Er sehe nun keinen Sinn mehr. *Zack* Das wars! Er würde vorübergehend zu seinen Eltern ziehen und zwar heute noch. Den Tanzkurs (geht bis 21.6.) möchte er aber noch beenden. Er liebt das Tanzen, ich mache es auch ihm zuliebe.
Ich war so geschockt, dass ich nicht zu reagieren wusste. Das mit dem Tanzen habe ich versprochen, weil ich ihm den Wunsch nicht abschlagen wollte. Er hat dann ein paar Sachen gepackt und ist gegangen. Er meinte noch, er sei jederzeit für mich und ein Gespräch da. Den Hund (Flin
Gestern Dienstag habe ich Flin morgens mit zur Arbeit genommen, am Nachmittag habe ich ihn aber zu ihm gebracht, weil es anders auch nicht ging. Ich habe ihn gebeten am Abend, dass er sich am Abend nach dem Tanzen noch etwas Zeit zum Reden nimmt. Klar, ich weiss, dass er dann eigentlich noch seine Musikgruppe trifft. Aber, das könnte man auch einmal absagen. Die anderen sind nicht auf einen einzelnen angewiesen, es fehlt immer einmal jemand. Mir tat diese Zurücksetzung weh. Aber vielleicht bin ich einfach zu empfindlich.
Für ihn kam das aber nicht in Frage. Er hat mir dann heute ein gemeinsames Mittagessen vorgeschlagen. Ein Essen mitten im Trubel war aber ehrlich gesagt nicht gerade meine Idealvorstellung vom Umfeld für ein schmerzhaftes, aber hoffentlich klärendes Gespräch.
Wir sind dann Tanzen gegangen und ich habe mich bemüht, mir nichts anmerken zu lassen vor all den anderen. Danach ist er sofort abgedüst.
Heute morgen (Mittwoch), als ich wie vereinbart den Hund zu ihm brachte, meinte er dann: Sieh zu, dass du Flin mehr selbst zur Arbeit mitnehmen kannst. Er weiss aber, dass das eher schwierig ist, weil mein Chef und zwei Kollegen Angst vor Hunden haben. Und hatte er nicht noch am Montag Abend gesagt, er würde Flin vorerst noch hüten? Jetzt ist ihm das schon zu anstrengend. Dabei liegt Flin brav bei ihm unter dem Tisch. Er macht höchstens mal eine kleine Runde von ca. 30 Minuten mit ihm. Den grossen Spaziergang übernehme ich dann schon.
Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das mit dem Essen nicht so das Ideale finde. Er war erleichtert und meinte, er wisse eh nicht, was ich reden wollte. Er macht mit kurzen Worten nach 10 Jahren Schluss und es besteht für ihn kein Redebedarf?!?
Ich bat um ein Gespräch in Ruhe am Wochenende. Aber am Sonntag hat er was vor und den Samstag möchte er bei seinen Eltern verbringen. Im Nachhinein erscheint mir das eine ziemlich klare Absage (besonders nachdem er schon die Musikgruppe vorzog) und es tut weh. In der Situation war ich aber so perplex, dass ich den Freitag Abend vorschlug. Er war wenig begeistert. Wir verblieben so, dass er "seine Agenda konsultieren würde".
Ähm, der Typ weicht mir doch aus, oder? Bin ich einfach zu empfindlich? Es ist meine erste längere Beziehung gewesen... Ich habe keine Erfahrung mit Trennungen. Ist so ein Verhalten normal. Er tut so, als wollte er gar nichts mehr wissen...