Zitat von Asari:Ich würde vor 3 Jahren nach 29 Jahren Beziehung von meinem Mann verlassen und trauere immer noch oft. Wenn ich arbeite, geht es, aber freie Zeit, an den Wochenenden ( am schlimmsten sind Feiertage) frisst mich die Trauer um die schönen gemeinsam erlebten Momente fast auf. Mir kommt dann alles so sinnlos vor.
Ich bin 49 und lebe mit meinen 2 Kindern 12 und 19) in unserer alten Wohnung. Er kommt regelmäßig bei uns vorbei, um die Kinder zu besuchen, was es für mich nicht einfacher macht, loszulassen.
Ich sehne mich so sehr nach Zweisamkeit und danach, geliebt zu werden. Die Hoffnung auf eine neue Partnerschaft habe ich auch aufgegeben (es interessiert sich keiner für mich).
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute in einer ähnlichen Situation?
Hallo Asari!
Fühl Dich mal gedrückt, 29 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Menno, sch...ß Beziehungen.

Ich kapiers einfach nicht, was da abgeht und so.
Mein eigenes "Drama" ist jetzt etwa 5,5 Jahre her und die Konsequenzen ziehen sich noch heute durch. Ich denke auch, dass wird nie besser. Habe mich daher das letzte 3/4-Jahr komplett zurückgezogen, verlasse die Wohnung nur zum Einkaufen, zum Arbeiten und andere wichtige Dinge, die ich nicht von daheim aus erledigen kann.
Ich will keine Beziehung mehr (oder doch?), aber nicht zu den heutigen Konditionen, quasi Tod auf Abruf oder so. Die Welt ist verändert, aufhalten kann ichs nicht - leider. Aber darin wohlfühlen kann ich mich auch nicht. Es gibt ein Lebewesen, wofür ich noch lebe. Wäre das nicht mehr . . . . Na ja, gefühlsmäßig bin ich ja schon unter der Erde, der Rest kommt absehbar. Ich habe es nicht verhindern können, das Beziehungsende, mein größter Fehlschlag in meinem Leben, gefolgt von weiteren Nackenschlägen.
Die Traurigkeit ist gewichen, zurückgeblieben ist eine Leere, unheimlich viel Wut und Hass, wenig bis nichts Positives. Da helfen auch keine Therapeuten oder sonstige Gadgets - nur Erfolgserlebnisse, die vom Himmel fallen (ich weiß, klingt dumm, kanns aber nicht anders beschreiben irgendwie). Denn selbst ist mein Antrieb gleich null, erloschen. Der schönste Moment des Tages ist, wenn ich schlafen gehe, wie jetzt gleich. Muss die nächsten 7 Tage ranklotzen, juchhuh. Wieder unter Menschen. Die sind nett, mehr werden sie nicht sein, nie werden. Nie wird es wieder so sein wie früher. Aber nur das will ich. Es kommt jedoch nie wieder.
Rumjammern ist nicht, ich habe mich meinem Leben und den Widrigkeiten ergeben. Es schlaucht, nervt, kotzt mich an. Aber ich habe es angenommen, wie es ist. Jeder Mensch hat Probleme, die ganze Welt ist ein Problem, denke ich oft. Nicht meine Zeit, nicht mein Leben.
Tja, liebe Asari, Du bist nicht alleine. Es gibt hier viele tolle Menschen, die auch einfach viel Mist hinter sich haben, denen gebührt Ehre und Respekt wie auch Dir, dass ihr sogar noch z.B. Kinder großzieht und so. Bewundernswert. Davor ziehe ich den Hut. Manche schaffen es eben irgendwie, andere eben nicht. Zu letzteren zähle ich mich. Und Du?
Liebe Grüße