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Nach 28 Jahren vor 3 Jahren verlassen- noch traurig

Asari

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Ich würde vor 3 Jahren nach 29 Jahren Beziehung von meinem Mann verlassen und trauere immer noch oft. Wenn ich arbeite, geht es, aber freie Zeit, an den Wochenenden ( am schlimmsten sind Feiertage) frisst mich die Trauer um die schönen gemeinsam erlebten Momente fast auf. Mir kommt dann alles so sinnlos vor.
Ich bin 49 und lebe mit meinen 2 Kindern 12 und 19) in unserer alten Wohnung. Er kommt regelmäßig bei uns vorbei, um die Kinder zu besuchen, was es für mich nicht einfacher macht, loszulassen.
Ich sehne mich so sehr nach Zweisamkeit und danach, geliebt zu werden. Die Hoffnung auf eine neue Partnerschaft habe ich auch aufgegeben (es interessiert sich keiner für mich).
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute in einer ähnlichen Situation?

24.03.2019 12:18 • x 1 #1


Traumwandler


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Phu liebe asari

29 jahre ist ne lange zeit. Ich kann mir vorstellen, dass so etwas sehr lange dauert zu verkraften. Ich selbst habe bei trennungen auch immer lange zu knabbern. Aber etwas vergleichbares habe ich noch nicht erlebt.
Magst du vielleicht noch mehr schreiben wie es zur trennung kam? Hast du zuvor etwas bemerkt, dass es in diese Richtung laufen könnte?

24.03.2019 12:47 • #2


Susanne7005


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Oh nein,du leidest immer noch?das ist ja schrecklich,bin gerade auch in so einer Situation,aber das es solange dauert hätte ich nicht gedacht

24.03.2019 12:50 • #3


Mira_


Zitat von Susanne7005:
Oh nein,du leidest immer noch?das ist ja schrecklich,bin gerade auch in so einer Situation,aber das es solange dauert hätte ich nicht gedacht

Entspann Dich. Wenn Du ein Mensch bist, der nicht loslassen will und kann, dann wirst Du auch noch nach 10 Jahren deine Probleme damit haben. Es liegt an Dir.

Zitat:
(es interessiert sich keiner für mich).

Das denke ich nicht. Du wählst Dir dein Gefängnis nur selbst aus. Hast Du mal überlegt Hilfe in Anspruch zu nehmen?

24.03.2019 13:01 • x 1 #4


Löwenherz4

Löwenherz4


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Hallo @Asari und ein herzliches Willkommen.

Was tust du um diese Leere zu füllen?
Hast du Hobbies?

Fang doch mal was ganz neues an, etwas was du schon immer machen wolltest.

3 Jahre ist eine lange Zeit, aber nicht ungewöhnlich so 29 Jahren Beziehung.

Hast du mal über eine Gesprächstherapie nachgedacht?

24.03.2019 13:05 • #5


KleineDistel


Ich kann dich soooo gut verstehen. Mein Mann (wir sind bisher nicht geschieden) hat mich vor fast 5 Jahren für eine Kollegin verlassen und ich trauere ihm noch immer nach. Mit der Zeit hat sich daraus eine Depression entwickelt, Zukunftsängste und Traurigkeit sind mein ständiger Begleiter geworden. Ich habe mich daher vor kurzem in Therapie begeben und hoffe, dass ich neue Denkansätze bekomme und der Schmerz irgendwann nachlässt. Ich ziehe dieses Jahr aus dem Haus (er wohnt seit 2 Jahren bei der Neuen) - das wird für mich und meine Tochter auch nochmal eine ganz harte Nuss - aber vielleicht auch eine kleine Chance auf einen Neuanfang.

06.04.2019 20:31 • x 2 #6


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hey Asari, das Ganze klingt allerdings auch so, dass es mit Deinem Selbstwert nicht gut gestellt ist. Eure Kinder sind schon groß und selbständig. Warum machst Du keine konkrete Ansage, dass solche Treffen nicht mehr in Deinen Räumlichkeiten stattzufinden haben? Der KV wird wohl auch eine Wohnung haben und kann die Kinder von der Ausbildung / Schule kontaktlos abholen. Würde Dir viel Leid und Konfrontation ersparen.
Wann hast Du das letzte mal etwas für Dich getan? Wann mal wieder rausgegangen? Wann mal wieder sich vorsichtig ans Dating herangetastet?

06.04.2019 20:35 • x 1 #7


Frigga

Frigga


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]ch würde vor 3 Jahren nach 29 Jahren Beziehung von meinem Mann verlassen und trauere immer noch oft. Wenn ich arbeite, geht es, aber freie Zeit, an den Wochenenden ( am schlimmsten sind Feiertage) frisst mich die Trauer um die schönen gemeinsam erlebten Momente fast auf. Mir kommt dann alles so sinnlos vor.
Ich bin 49 und lebe mit meinen 2 Kindern 12 und 19) in unserer alten Wohnung. Er kommt regelmäßig bei uns vorbei, um die Kinder zu besuchen, was es für mich nicht einfacher macht, loszulassen.
Ich sehne mich so sehr nach Zweisamkeit und danach, geliebt zu werden. Die Hoffnung auf eine neue Partnerschaft habe ich auch aufgegeben (es interessiert sich keiner für mich).
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute in einer ähnlichen Situation?[
Hallo Asari,
ich bin vor 2 Monaten auch nach 29 Ehe von meinem Mann verlassen worden. Ich bin im Moment eigentlich nur noch voller Wut.
Ab 1.6. ist er dann komplett ausgezogen. Danach will ich ihn nicht mehr sehen. Meine Kinder können ihn dann treffen wenn Sie es
wollen, aber garantiert nicht hier im Haus. Du brauchst auch Abstand. Ihn immer wieder zu sehen ist unerträglich wenn du noch so voller Trauer bist. Und ja es ist ein großes Problem mit den vielen Erinnerungen umzugehen. Auch mir tut das sehr weh. Aber versuche nach vorne zu schauen. Er hat sich von dir getrennt. Und es gibt mit Sicherheit auch genug negative Erlebnisse.
Und ich schließe mich Gorch Fock an. Dein Selbstwertgefühlt liegt am Boden. Du stemmst doch das Leben mit deinen Kindern
alleine. Und du bist nicht alleine, du hast deine Kinder. Ich empfinde meine Kinder als großes Glück und bin dankbar dafür das es
Sie gibt. Und wenn Du Dir eine neue Partnerschaft wünscht, dann musst Du schon etwas aktiv werden. Du kannst nicht darauf
warten bis Poten. Partner vor der Türe stehen. Wenn ich irgendwann mal das Gefühl habe ich habe das Ganze abgeschlossen
kann ich mir vielleicht mal was Neues suchen oder es auch blieben lassen. War mein ganzes Leben nicht alleine. Zuerst finde ich
es ist wichtig zu lernen selbständig ohne Partner auszukommen, dann wird man weiter sehen.

Lass dich von mir ganz herzlich drücken und umarmen. Ich weiß es ist unvorstellbar schwer nach so vielen Jahren alleine zu sein.

15.05.2019 08:56 • x 4 #8


Fliederbeere


Hallo Asari,

ich bin vor 4 Jahren nach 20 Jahren verlassen worden, auch bei mir war schon Next am Start und auch ich bin in der Wohnung geblieben. Mir ging es am Anfang grottenschlecht, fühlte mich wie Müll, weggeworfen und entsorgt. Ich habe dann angefangen Dinge zu tun, die ich immer schon einmal machen wollte. Das hat zumindest für eine kurze Zeit ein bisschen geholfen und ich habe Freundschaften ganz neu und oft viel intensiver gelebt. Der Zuspruch, die Gespräche und die Wertschätzung die ich dadurch bekam, haben mein Selbstbewusstsein wieder wachsen lassen. ich konnte die Opferrolle langsam abstreifen. Und natürlich habe ich die Wohnung komplett umgestaltet...Und trotzdem kreisten meine Gedanken ununterbrochen. Aber es ging mir sehr langsam besser, der graue Schleier über meinem Leben wurde wieder bunter. Partnerschaft? Keine Ahnung, im Moment geht es mir gut mit mir alleine.

Meine Erkenntnisse daraus: Ich kann Dir nur raten den Kontakt zu minimieren, genau das was schon die Vorschreiberinnen genannt haben. Erst ab dem Zeitpunkt wo ich das endlich geschafft hatte, ging es bei mir langsam aber stetig bergauf. Hat bei mir 2 Jahre gedauert, naja. Ich denke heute noch des Öfteren an die gemeinsame Zeit, aber es tut kaum noch weh. Und das was geholfen hat war, das wir fast keinen Kontakt mehr haben. Was noch geholfen hat war, den Kopf anderweitig zu beschäftigen. Ich habe mir ein neues Interessensgebiet erarbeitet, das viel Zeit und Hirnschmalz kostet. Ab da hatte ich z.B. an den Wochenenden immer etwas zu tun. Und ich kann Dir sagen, mittlerweile genieße ich jedes freie Wochenende.

Diese Erfahrung hat Narben hinterlassen aber mir auch ermöglicht mich noch einmal neu im Leben aufzustellen. Dazu musste ich das Vergangene ein Stück weit loslassen. Mich nicht mehr an die guten Erinnerungen hängen, mich aber auch nicht mehr an meiner Opferrolle festklammern.

Asari, ich glaube es braucht Zeit, aber auch die Konsequenz sich nach vorne auszurichten. Vielleicht brauchst Du noch einmal Hilfe für Dich, zum neu sortieren. Dann suche dir Gesprächspartner, vielleicht auch Profis. Und geh in die Welt, die wartet wieder auf Dich und Du darfst sie entdecken. Dafür wünsche ich Dir viel Kraft und Neugier

15.05.2019 15:57 • x 5 #9


Milafree

Milafree


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Hallo asari
Auch ich bin Anfang März nach 34 Jahren verlassen worden. Die Wochenenden empfinde ich auch am Schlimmsten. Die Vorstellung das es auch bei mir so lange dauern könnte macht mich traurig. So viel verschwendete Lebenszeit. Erst mit dem nebenher lebenden Ehejahren. Immer nur Firma, Arbeit, oder Aktivitäten meines Mannes. Auch das waren oft sehr einsame Jahre. Und nun wo wir alles fertig haben, unsere Kinder sind groß, möchte er nochmal was anderes leben. Hat sich verliebt und weg ist er mit unseren Träumen und geplanten Dingen, das lebt er jetzt mit jemandem anderen. Es ist sicher richtig, das jeder für sich selbst verantwortlich ist und seines eigen glückes Schmied ist, aber mir fällt es auch schwer los zulassen, unsere Zeit unser Leben und unsere Vertrautheit. Ich wünsche dir, das du es bald schaffst, mehr für dich zu sorgen und das Leben wieder mit Lebensfreude zu begegnen. Das wäre toll. Lg

17.05.2019 20:25 • x 5 #10


U-I-B


Zitat von Asari:
Ich würde vor 3 Jahren nach 29 Jahren Beziehung von meinem Mann verlassen und trauere immer noch oft. Wenn ich arbeite, geht es, aber freie Zeit, an den Wochenenden ( am schlimmsten sind Feiertage) frisst mich die Trauer um die schönen gemeinsam erlebten Momente fast auf. Mir kommt dann alles so sinnlos vor.
Ich bin 49 und lebe mit meinen 2 Kindern 12 und 19) in unserer alten Wohnung. Er kommt regelmäßig bei uns vorbei, um die Kinder zu besuchen, was es für mich nicht einfacher macht, loszulassen.
Ich sehne mich so sehr nach Zweisamkeit und danach, geliebt zu werden. Die Hoffnung auf eine neue Partnerschaft habe ich auch aufgegeben (es interessiert sich keiner für mich).
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute in einer ähnlichen Situation?



Hallo Asari!

Fühl Dich mal gedrückt, 29 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Menno, sch...ß Beziehungen. Ich kapiers einfach nicht, was da abgeht und so.

Mein eigenes "Drama" ist jetzt etwa 5,5 Jahre her und die Konsequenzen ziehen sich noch heute durch. Ich denke auch, dass wird nie besser. Habe mich daher das letzte 3/4-Jahr komplett zurückgezogen, verlasse die Wohnung nur zum Einkaufen, zum Arbeiten und andere wichtige Dinge, die ich nicht von daheim aus erledigen kann.

Ich will keine Beziehung mehr (oder doch?), aber nicht zu den heutigen Konditionen, quasi Tod auf Abruf oder so. Die Welt ist verändert, aufhalten kann ichs nicht - leider. Aber darin wohlfühlen kann ich mich auch nicht. Es gibt ein Lebewesen, wofür ich noch lebe. Wäre das nicht mehr . . . . Na ja, gefühlsmäßig bin ich ja schon unter der Erde, der Rest kommt absehbar. Ich habe es nicht verhindern können, das Beziehungsende, mein größter Fehlschlag in meinem Leben, gefolgt von weiteren Nackenschlägen.

Die Traurigkeit ist gewichen, zurückgeblieben ist eine Leere, unheimlich viel Wut und Hass, wenig bis nichts Positives. Da helfen auch keine Therapeuten oder sonstige Gadgets - nur Erfolgserlebnisse, die vom Himmel fallen (ich weiß, klingt dumm, kanns aber nicht anders beschreiben irgendwie). Denn selbst ist mein Antrieb gleich null, erloschen. Der schönste Moment des Tages ist, wenn ich schlafen gehe, wie jetzt gleich. Muss die nächsten 7 Tage ranklotzen, juchhuh. Wieder unter Menschen. Die sind nett, mehr werden sie nicht sein, nie werden. Nie wird es wieder so sein wie früher. Aber nur das will ich. Es kommt jedoch nie wieder.

Rumjammern ist nicht, ich habe mich meinem Leben und den Widrigkeiten ergeben. Es schlaucht, nervt, kotzt mich an. Aber ich habe es angenommen, wie es ist. Jeder Mensch hat Probleme, die ganze Welt ist ein Problem, denke ich oft. Nicht meine Zeit, nicht mein Leben.

Tja, liebe Asari, Du bist nicht alleine. Es gibt hier viele tolle Menschen, die auch einfach viel Mist hinter sich haben, denen gebührt Ehre und Respekt wie auch Dir, dass ihr sogar noch z.B. Kinder großzieht und so. Bewundernswert. Davor ziehe ich den Hut. Manche schaffen es eben irgendwie, andere eben nicht. Zu letzteren zähle ich mich. Und Du?

Liebe Grüße

17.05.2019 20:49 • x 2 #11




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