SpuSi
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bin komplett neu und das erste Mal in einem Forum. Hab mich durchgelesen und es hat ein klein bißchen gut getan.
Nach 17 Jahren Beziehung (davonn 9 Jahre verheiratet, drei Kinder) hab ich vor drei Wochen gesagt bekommen - ich liebe dich nicht mehr, ich habe keine Gefühle mehr für dich und deswegen ziehe ich aus. Bereits zwei Tage später neue Wohnung angemietet und seitdem nur noch dafür da.
Für mich brach eine Welt zusammen, ich wollte mit der Frau "alt werden". Wir haben einen Altersunterschied von 7 1/2 Jahren, ich selber bin grade 50 geworden.
Seitdem hab ich echt zu tun, ich hab in meinem Leben nicht viel geweint - aber jetzt heul ich bei kleinsten Gelegenheiten einfach drauf los! Ich liebe diese Frau über alles, ich habe mich 17 Jahre um ALLES selbst gekümmert (Kinder, Haushalt, Finanzen, Fahrzeuge ...), wollte dass sie mehr Zeit für mich hat...!
Sie ist seitdem völlig verändert, 10 kg abgenommen, neues Outfit, spielt die starke Frau mit extremen Selbstbewußtsein und ist glücklich.
Eine Empathie ggü. den "Leidenden", nicht nur ich, auch unsere 17jährige Tochter, unsere 10jährige Tochter und sogar ggü. ihrem 19jährigen Sohn gibt es gar nicht. Sie ist der Meinung, sie muss noch einmal "durchstarten", hat bereits im Leben zu viel verpasst, muss Party machen, Tatoos stechen, Percings haben und andere Beziehungen knüpfen (also alles "Wichtige" im Leben).
Alles, was ihr lieb und teuer war, hat sie aufgegeben - (Haustiere, ihr geliebtes gestyltes Auto, selbst ihre kleine Tochter - die bei mir bleiben will!). Sie lebt wie in einer Art Midlife-Crisis.
Hoffnungen auf Rückkehr macht sie nicht.
Für mich besonders schlimm - seit 17 Jahren halten wir täglichen Kontakt über Telefon, SMS, WhatsUp etc., von einer Sekunde auf die andere auf 0 runter gefahren.
Jede Berührung zu mir wird tunlichst vermieden, ebenso Gespräche - nur das Notwendigste.
Bin ihr in allem entgegen gekommen - sie zieht nun nächste Woche endgültig aus. Ist schwer, mit seinem geliebten Wesen unter einem Dach zu leben in einer Eisesstimmung.
Hoffe, es wird danach besser, leider kann ich nicht einen völligen Kontaktabbruch zu ihr realisieren. Wir arbeiten in der gleichen Branche und werden uns da ab und zu über den Weg laufen. Zum Anderen ist unser kleiner Liebling mit seinen 10 Jahren zwar als HW bei mir, aufgrund der Schichten und Wochenende beinahe paritätisch aber auch bei seiner Mama. Hier müssen wir abstimmen und organisieren (hab zwar schon einen Quartalsplan gemacht, aber Kontakt bleibt mir nicht erspart).
Wie soll ich damit umgehen? Hat jemand eine sinnvolle Idee?
Denke, dass ich immer weiter falle, bin noch nicht unten angekommen - aber für meine kleine Maus tue ich alles!