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Aus nach 36 Ehejahren

Ouabain
Hallo @ManfredausEssen: ,

tut mir leid wegen Deiner Ehe. Aber bitte - zieh nicht freiwillig auf die Straße. Das Leben in einem Wohnmobil ist härter als man im ersten Moment so denken mag.

Es ist im Winter kalt. Eng sowieso. Mit ein bisschen Pech hast Du auf einmal ein teures Problem mit Wasser und teure Reparaturen an der Backe. Und das dauerhafte Leben auf der Straße bringt Dich früher oder später in Konflikte mit dem Ordnungsamt.

Alles Sachen, die Du oben drauf auf Deinen Liebeskummer mal so gar nicht brauchen kannst.

Auf Versprechen von Freundschaft kannst Du in der aktuellen Situation nichts geben.

Du sagst, eine zweite Wohnung ist nicht drin. Könntest Du denn die jetzige alleine halten?

Liebe Grüße

• x 6 #16


VictoriaSiempre
Du warst demnach 33 und sie 17 (oder vielleicht grade 18), als Ihr geheiratet habt? Das ist schon ‚ne Hausnummer, 16 Jahre Alterunterschied empfinde ich (meine Meinung, nicht allgemeingültig!) bei 18 und 33 als deutlich gravierender als z. B. bei 38 und 53jährigen. Ich war selber mal 18 und kann mich dunkel daran erinnern, wie unfertig ich damals war (und das nie zugegeben hätte!)

Ja, natürlich kann das auch gut gehen, ist es bei Euch ja auch immerhin 30 Jahre. Ich denke jedoch, dass es zu einfach ist, ihrer „Handysucht“ die Schuld zu geben. Irgendwas - und damit schiebe ich Dir nicht die Schuld zu und/oder halte Dich dafür verantwortlich! - wird dazu geführt haben, dass sie seit 6 Jahren im www abgetaucht ist, statt mir Dir eine Beziehung zu leben. Letztlich ist es sogar egal, was sie dabei konsumiert - es ist ne Flucht.

Habt Ihr Kinder, die Euch verbinden? Aber selbst wenn, sie möchte nicht mehr mit Dir zusammen sein. Das tut weh, das wissen die meisten hier Aufmunternde Emojis . Letztlich hilft da nur Akzeptanz; zu der kommt aber kaum jemand über Nacht.

Geh zu einem Fachanwalt für Familienrecht und lass Dich beraten. Die Variante „verheiratet bleiben und ich ziehe in ein Wohnmobil“ fände ich nur dann halbwegs charmant, wenn Du das Wohnmobil auch nutzt, um die Welt zu erkunden. Nicht, wenn Du darin im Vorgarten kampierst.

Eine Trennung tut weh, dabei ist es egal, ob man 26 oder 66 ist. In der Luft hängen, hoffen, ungeklärte Finanzen und unsichere Zukunftsperspektiven jedoch noch mehr, meiner Erfahrung nach. Ich denke, dass eine Scheidung besser ist - auch, wenn Du im Moment noch nichts davon hören magst.

Zitat von Blindfisch:
Die Frau die du einst geheiratet hast

… war damals 17, 18 (und er Ü30). Für mich wäre es eher ungewöhnlich, wenn sie mit Anfang 50 immer noch die Frau wäre, die er einst geheiratet hat.

• x 4 #17


A


Aus nach 36 Ehejahren

x 3


Z
@ManfredausEssen
Ich kann Dir nicht sagen, was DU machen sollst, weil da bestimmt viele andere Begleitumstände dabeisind.
Aber ich würde wie folgt reagieren:
1) Ihre SUCHT akzeptieren. Du erreichst sie nicht, solange sie es nicht selbst erkennt.
2) Ich würde auf gar keinen Fall den Weg räumen. Was machst, wenn Du im Wohnwagen sitzt und sie wechselt Zuhause die Schlösser aus. Rechtlich hast Du ungewollt damit Fakten geschaffen: das Trennungsjahr startet und Du bist erstmal aus dem Haus/Wohnung raus. Ein zurück geht dann erstmal nicht mehr ohne ihre Zustimmung.
3) Sie zieht aus für die Dauer einer erfolgreichen Therapie. Wenn ihr die Beziehung wichtiger ist als die Sucht, muss sie erkennen und zeigen, dass sie für die Beziehung kämpfen muss.
4) Getrennte Bankkonten mit der Trennung sofort.

• x 1 #18


J
@ManfredausEssen
Unabhängig was sie mit dem Handy macht, ihr im ersten Moment nichts unterstellen wie eine andere Person.
Die länge der WWW ist eine Sucht die man eigentlich behandeln sollte.
So leid es mir tut, so wie due es beschriebst, hat sie sich entschieden und möchte nicht mehr mit dir zusammen leben. Da sie keine Scheidung möchte, gehe ich im ersten Moment nicht von einem anderen Mann aus. Denn die meisten Männern würden es auf Dauer nicht akzeptieren mit einer verheirateten Frau zusammen zu sein - außer Affären. Ganz nach dem Motto - verheiratet petzen nicht.
Ich denke du solltest Rückgrat zeit und zeigen dass man mit dir keine Spielchen treiben kann. Wenn du dich in der Wohnung wohl fühlst und sie finanziell leisten kannst, sehe ich kein Grund weshalb du gehen sollst. Sie möchte die Veränderung und nicht du, also soll sie sich darum kümmern. Da sie viel im WWW unterwegs ist, denke ich dass sie es nicht schafft so einfach umzuziehen. Sie hat ja keine Zeit das zu organisieren.
Wenn du standhaft bleibst, ihre Sucht akzeptierst und nicht darauf rum meckerst sie zu anderen Dingen motivieren und sie von der Sucht ablenkst, sehe ich deutlich mehr Chancen die "Ehe" zu retten als ihr klein bei geben.
Wenn sie auszieht und noch die Freundschaft haben möchte, dann musst du dir überlegen ob du das noch möchtest. Mit 69 ist das Leben nicht vorbei du kannst dich ja auch umorientieren, viel unternehmen und evtl eine neue Beziehung anfangen.
Du bist etwas Wert und das muss jeder respektieren, du bist keine Marionette wo man einfach rum kommandieren kann.

• x 1 #19


St_Jappi
@ManfredausEssen Guten Morgen.
Du möchtest deine Frau zurückgewinnen, gleichzeitig planst du, in ein Wohnmobil zu ziehen. Da frage ich mich, ob du das auch dann noch möchtest, wenn deine Frau bei ihrer Entscheidung bleibt. Vielleicht wäre es gut, bei all deinen Hoffnungen auch deine eigene Zukunft im Blick zu behalten.

• x 5 #20


Löwenzeh
Zitat von ManfredausEssen:
solange,bis ca 14 Uhr.Dann muss sie zur Arbeit.Während der Arbeitszeit ca. 3 - 4 Stunden auch zwischendurch am Handy.Dann kommt sie um etwa 19 Uhr nach Hause,eben was Essen und dann bis tief in der Nacht wieder am Handy

Was arbeitet die Frau?
Anscheinend Teilzeit ( 14-19 Uhr) und in diesen fünf Stunden findet sie 3-4 Stunden Handyzeit?
Das ist schon krass.
Allerdings: woher weißt du das?
Bildschirmzeit angesehen? Oder Spekulation?

Zitat von ManfredausEssen:
sie möchte unbedingt ihre eigenen 4 Wände.

Dann soll sie Vollzeit arbeiten und eine Wohnung mieten.

Zitat von J_Eulenspiegel:
Da sie keine Scheidung möchte

möchte sie wohl den derzeitigen Lebensstandard ohne den störenden Mann dazu.
Finanzieren darf er aber weiterhin mit ihr Leben, bloß nicht teilnehmen.
Klingt scheußlich unfair.
Mach nicht mit, Manfred.
Ganz oder gar nicht.

Zitat von ManfredausEssen:
Einen neuen Mann scheint es nicht zu

Steht in den Sternen.
Wenn sie sich ohne anderen Mann so abweisend verhält, ist dein Stand dann ein besserer?
Wage ich zu bezweifeln.

Zitat von ManfredausEssen:
Ich hoffe aber immer noch,das ich sie zurück gewinne.

Von hoffen kommt nichts.
Hoffen heißt:
Ich lege die Hände in den Schoß und warte.

Wenn du was willst, musst du was machen. Und damit meine ich nicht, das Feld räumen und im Wohnmobil hocken.

Scheidung oder ins Gespräch kommen.
Für Letzteres braucht es zwei; also Scheidung, wenn sie nicht mitmacht.

Zitat von ManfredausEssen:
insgesamt war unsere Ehe bis vor etwa 5 Jahren ok.

Was hast du 5 Jahre lang gemacht?
Gehofft und gemeckert?

Ich hätte keine 5 Jahre neben so einem Smartphonejunkie ertragen.
Das ist doch grässlich.

Zitat von ManfredausEssen:
Natürlich habe ich auch meine Fehler,

Musst sie nicht benennen, aber vielleicht ist da was, dass sich ändern ließe?
Aber ehrlich gesagt halte ich den Kampf für aussichtslos.
Erstmal müsste das Handy weg und das ist ihre Baustelle, die sie beibehalten will.

Zitat von ManfredausEssen:
Basis.Vielleicht passt ihr inzwischen der Altersunterschied (16) Jahre nicht mehr

Das könnte ich ihr auch nicht verdenken.
Je pflegebedürftiger/eingeschränkter der ältere Part, desto stärker muss das Gefühl sein, die eigene (Rest) Jugend dem Altern des Anderen unterordnen zu müssen.

Überleg mal, vor 20 Jahren, Manfred.

Wie warst du da drauf, was wolltest du machen, was hast du mit deiner jungen Frau so getrieben?

Und blicke ins Heute, wo sie so alt ist wie du damals -
hat sie da die gleichen Bedingungen? Bist du noch fit und stets motiviert dabei? Könnt ihr noch was treiben und erleben?

Ich würde sie ziehen lassen, denn sie ist längst aufgebrochen.
Aber ihre Koffer kauft, packt und trägt sie selbst!
Und die Miete ihrer Wohnung selbstverständlich auch.

Was glaubst du, im Wohnmobil erreichen zu können?

• x 6 #21


GreenTara
Zitat von St_Jappi:
Vielleicht wäre es gut, bei all deinen Hoffnungen auch deine eigene Zukunft im Blick zu behalten.

@ManfredausEssen, ich denke auch, dass du genau darauf den Fokus legen solltest.
Was ist, wenn der Winter knallhart wird. Wenn du gesundheitliche Probleme bekommst? Eine zusätzliche Wohnung wird auch dann nicht finanzierbar sein, und schon garnicht spontan vorhanden.
Willst du dann auf ihre Gnade angewiesen sein? Vielleicht ist die in Aussicht gestellte Freundschaft ja nur als Gleitmittel gedacht, um dein Entgegenkommen zu sichern.
Wäre es nicht richtiger, deine Sicherheit in den Vordergrund zu stellen, statt der Hoffnung? Und sollte nicht sie die Verantwortung und Konsequenzen ihrer Entscheidung tragen?

• x 4 #22


St_Jappi
Ein paar Gedanken zum Thema Wohnmobil
Da ich selbst viel in meinem Wohnmobil lebe, möchte ich dazu mal ein paar Gedanken einwerfen.
So schön das Wohnmobilleben auch sein kann, man muss es wirklich wollen. Gerade im Winter sind die Heizkosten bei Minusgraden nicht zu unterschätzen. Die Wände sind dünner und die Wärme ist schneller weg. Ich selbst gehe deshalb in sehr kalten Zeiten auch mal in meine Wohnung.
Dazu kommt, dass man sich um alles selbst kümmern muss: Wo bekomme ich Wasser her, wohin mit dem Grauwasser und was mache ich mit den Fäkalien? Auch einen geeigneten Stellplatz zu finden, ist nicht überall einfach.
Ich möchte das Wohnmobilleben keineswegs schlechtreden, für mich ist es genau richtig. Aber es sieht von außen oft einfacher aus, als es tatsächlich ist. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob man diese Lebensform wirklich möchte – und nicht nur, ob sie gerade eine Lösung für die eigene Situation ist.

• x 8 #23


tauris
Lieber @ManfredausEssen
zuerst: Ich verstehe, wie weh das tut. Nach 36 Jahren zu hören, dass die Frau, mit der du dein Leben geteilt hast, ihren eigenen Weg gehen möchte, ist ein tiefer Einschnitt. Dass du dich festhalten und sie zurückgewinnen willst, ist nur menschlich.
Gleichzeitig möchte ich ehrlich zu dir sein, weil ich glaube, dass dir das mehr hilft als Schönreden. Du hast bisher vor allem versucht, ihr die Trennung auszureden. Aber du hast sie, soweit ich es lese, noch nicht gefragt, was ihr eigentlich gefehlt hat. Das Handy ist wahrscheinlich nicht der Grund, sondern eher ein Rückzugsort. Die spannende Frage ist, wovor oder wofür sie sich zurückzieht. Dass du darüber immer wieder gemeckert hast, hat vermutlich dazu beigetragen, dass sie sich noch mehr verschließt, auch wenn deine Sorge echt war.
Mein Rat: Hör auf, sie überzeugen zu wollen. Such stattdessen ein ruhiges Gespräch, ohne Vorwürfe und ohne Hintergedanken, und sag ihr ungefähr so: „Ich möchte verstehen, wie die letzten Jahre für dich waren. Ich höre dir einfach nur zu.” Und dann halte aus, was kommt, auch wenn es unbequem ist. Es geht nicht darum, ihr recht zu geben, sondern darum, ihre Sicht ernst zu nehmen. Wenn sie nicht reden mag, kann auch ein kurzer, ehrlicher Brief helfen, ohne Forderung und ohne Erwartung an eine Antwort.
Du schreibst, dass du auch Fehler hast. Schau sie dir ehrlich an, für dich selbst. Nicht, um dich zu geißeln, sondern weil darin vielleicht der Schlüssel liegt.
Zur Wohnung: Du hast den Vorschlag gemacht, ins Wohnmobil zu ziehen, und sie bleibt in der Wohnung. Das musst du nicht so lassen. Du darfst ihn zurücknehmen. Eine solche Lösung bedeutet für dich, dass du alles aufgibst, was dir vertraut ist, und das in einer Zeit, in der ohnehin so viel wegbricht. Frag dich ehrlich, ob du das wirklich willst, oder ob du es vorgeschlagen hast, um ihr entgegenzukommen. Wenn sie sich trennen möchte, ist es nur folgerichtig, dass sie auch die praktischen Folgen mitträgt und sich um eine eigene Unterkunft kümmert. Sag ihr das ruhig und sachlich, als deine Überlegung und nicht als Vorwurf. Bei Fragen zu Unterhalt, Wohnrecht und Vermögen lass dich bitte anwaltlich beraten. Und kauf das Wohnmobil auf keinen Fall, bevor das geklärt ist.
Und noch etwas, das mir wichtig ist: Mach dein Glück nicht allein von ihr abhängig. Pflege deine Freundschaften, deine Hobbys, deinen eigenen Alltag. Wenn es dir hilft, hol dir selbst Unterstützung, ein Gespräch mit einem Berater oder Therapeuten ist keine Schwäche. Ob aus euch irgendwann wieder ein Paar wird, kann niemand sagen, und erzwingen lässt es sich nicht. Manchmal entsteht Nähe wieder, wenn der Druck wegfällt. Manchmal bleibt es bei der Freundschaft. Beides wäre kein Scheitern, wenn du es für dich annehmen kannst.

• x 4 #24


darkenrahl
Zitat von Blindfisch:
Wen möchtest du zurück gewinnen? Die Frau die du einst geheiratet hast oder die Frau.....

Das hinterfrage ich auch gerade... die Dame versinkt die ganze Zeit im Handy und behauptet, da sei nichts dahinter 🤓
Da ist mehr dahinter als der TE denkt.
Und, lieber TE, lass sie im Wohnmobil wohnen, du bleibst in der Wohnung ohne Diskusion.

• x 4 #25


Rheinländer
Hallo @ManfredausEssen

Erst einmal tut es mir sehr leid, dass du nach 36 Jahren Ehe vor dieser Situation stehst. Ich kann aus eigener leidvoller Erfahrung sagen, wie sehr eine Trennung wehtut und wie sehr sie am Selbstwertgefühl knabbern kann. Das ist alles andere als einfach.
Auf einige Punkte möchte ich gerne eingehen. Dass deine Frau keine Scheidung möchte, kann ich einerseits nachvollziehen. Andererseits würde ich dir persönlich raten, nach dem Trennungsjahr über die Scheidung nachzudenken, damit auch du einen klaren Schnitt machen und irgendwann wirklich neu anfangen kannst. Nach 36 Jahren Ehe spielen dabei natürlich auch finanzielle Fragen und der Versorgungsausgleich eine Rolle, die du vorher gut prüfen lassen solltest.
Was mich allerdings nachdenklich macht, ist eure Vereinbarung, dass deine Frau in der gemeinsamen Wohnung bleibt und du dir ein Wohnmobil kaufst, um darin zu leben. Ich verstehe, dass du sie liebst und die Hoffnung nicht aufgeben möchtest, sie zurückzugewinnen. Aber bitte gib aus dieser Hoffnung heraus nicht alles auf, was dir Sicherheit und ein Zuhause bietet. Wenn deine Frau ihr Leben verändern möchte, ist das selbstverständlich ihr gutes Recht. Aber zu einer Veränderung gehören eben auch Konsequenzen und Eigenverantwortung. Wenn sie bisher nur drei bis vier Stunden am Tag gearbeitet hat, könnte eine solche Veränderung beispielsweise auch bedeuten, ihre Arbeitszeit aufzustocken und künftig mehr zum eigenen Lebensunterhalt beizutragen. Natürlich kenne ich eure finanzielle Situation und eure bisherige Aufteilung nicht im Detail. Aber ich finde, man sollte sich schon die Frage stellen, warum du dein bisheriges Zuhause aufgeben und künftig auf engstem Raum in einem Wohnmobil leben sollst, während für sie möglichst alles beim Alten bleibt. Sie darf sich für ein anderes Leben entscheiden, aber du musst dafür nicht sämtliche Nachteile auf dich nehmen. Bitte denke deshalb nicht nur daran, wie du deine Frau zurückgewinnen kannst, sondern auch daran, wie du dir selbst eine gute und sichere Zukunft ermöglichen kannst.
Ob deine Frau einen neuen Partner hat oder nicht, ist letztlich zweitrangig. Entscheidend ist, dass sie momentan nicht mehr mit dir als Partner zusammenleben möchte. So schmerzhaft das ist, musst du diese Entscheidung zunächst akzeptieren. Du kannst niemanden dazu bringen, zurückzukommen, indem du dich selbst immer weiter zurücknimmst.
Ich weiß noch, wie es bei mir war. Anfangs habe ich nach der Trennung sehr gehofft, dass meine Partnerin zurückkommt. Doch nach einigen Monaten habe ich mich irgendwann gefragt, ob ich sie überhaupt noch zurücknehmen würde, wenn sie plötzlich vor der Tür stünde. Und meine Antwort darauf war irgendwann klar. Vielleicht verändert sich auch bei dir mit der Zeit der Blick auf die Situation. Im Moment ist vermutlich alles noch sehr frisch, und es ist völlig verständlich, dass du an eurer Beziehung festhalten möchtest. Aber du weißt heute noch nicht, wie du in einigen Monaten darüber denken wirst.
Auch der Altersunterschied von 16 Jahren muss nicht zwangsläufig ein Problem sein. Natürlich verändern sich mit den Jahren die Interessen und vielleicht auch die körperlichen Möglichkeiten. Entscheidend ist für mich aber, ob man respektvoll miteinander umgeht und bereit ist, gemeinsame Wege zu finden. Man muss schließlich nicht alles gemeinsam machen. Ich finde es sogar schön, wenn jeder auch eigene Interessen verfolgt und eigene Erlebnisse sammelt, von denen man sich anschließend erzählen kann. Meine Partnerin und ich machen ebenfalls Dinge alleine, und das funktioniert gut. Es kommt darauf an, dass man sich gegenseitig Freiraum lässt und sich trotzdem gerne miteinander verbunden fühlt.
Mein wichtigster Rat an dich ist deshalb: Nimm dir Zeit, deine Gefühle zu sortieren, und triff keine weitreichenden Entscheidungen, die dein ganzes Leben verändern, nur aus der Hoffnung heraus, dass deine Frau vielleicht zurückkommt. Du darfst sie lieben und vermissen. Du darfst hoffen. Aber verliere dich dabei bitte nicht selbst aus den Augen. Auch dein Leben, deine Wünsche und deine Zukunft sind wichtig.

• x 9 #26


alleswirdbesser
@ManfredausEssen magst du nochmal etwas schreiben?

• #27


A


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