Zitat von Salty-Rain:Auf beiden Seiten? Nicht wir haben uns zu integrieren, auch wenn das gerne so gewollt wäre.
Sehe ich exakt genau so.
Mir ist jeder willkommen, der meine Lebensweise genauso zu respektieren und in der Solidargemeinschaft mitzutragen in der Lage oder wenigstens
willens ist, wie ich seine. Aber nicht, wenn das eine Einbahnstraße auf Kosten der Einheimischen ist, als die ich die Zuwanderung mittlerweile flächendeckend erlebe. In meinem städtischen Umfeld geht alles zunehmend vor die Hunde und die Parallelgesellschaft wuchert mit beeindruckender Nehmerqualität. Es ist wohl etwas zu kurz oder aus realitätsfernem Elfenbeinturm heraus gedacht zu glauben, alle Menschen denen
diese Art der Zuwanderung nicht (mehr) gefällt, seien doofe Rechte.
Liebe Lalila3 ihr redet über Heirat und Kinder, was natürlich einerseits recht früh ist für ein Jahr Beziehung, andererseits bist du in einem Alter in dem man sich langsam Gedanken über so eine Zukunft machen sollte.
Jemanden vor eine Entscheidung stellen zu müssen ist immer schwierig. Mein Rat an dich wäre, die Beziehung auf ein unverbindlicheres Level zurück zu fahren, da er bei seiner Familie keine klare Position bezieht und du da einem Leben als ungewollte Schwiegertochter mit dem Rattenschwanz an Problemen, der damit einhergeht, ins Auge siehst: ständige Konflikte mit der Schwiegermutter, unerwünschter Einfluss auf die (Enkel-)kinder, aufreibende Loyalitätskonflikte des Partners der weil er nicht wirklich zu dir stehen wird einerseits dazwischen aufgerieben werden könnte, andererseits in deinen Augen immer mehr an Anziehung und Respekt verlieren wird.
Triff dich seltener mit ihm, lass ihn spüren dass du das Interesse verlierst weil er keine Anstalten macht deinen Platz in seiner Familie zu klären und dir das aber eine Grundvoraussetzung für eine Partnerschaft ist. Du wirst merken, wieviel ihm wirklich an dir liegt, je nachdem wie er darauf reagiert.
Aber auch wenn du verliebt bist und die Hürden am Anfang die Verliebtheit eher verstärken als sie zu reduzieren, sind das auf die lange Sicht doch leider sehr ungünstige Voraussetzungen für eine glückliche gemeinsame Zukunft. Ich sehe das da wohl eher wie deine Mutter, mit ein paar Jahren Erfahrungsvorsprung der gar nicht mal was mit der Herkunft deines Freundes zu tun hat, sondern mit dem Wissen darüber, wie wichtig die Schwiegerfamilien in Partnerschaften sein können.