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Bekomme ich jemals eine 2 Chance?

fräuleinMond

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Hallo ihr Lieben,

Ich habe meinen Exfreund Ende 2019 kennen und lieben gelernt, wir hatte eine sehr intensive Zeit, wir haben von Familiengründung gesprochen und geträumt, er meinte ich wäre die erste Frau mit der er sich das vorstellen könnte, mit der er zusammenziehen möchte, in den Urlaub fahren. All das wollte er wohl in seiner vergangenen Beziehung nicht.

Wir wurden beide von unseren vorherigen Partnern nach jeweils 5 Jahren Beziehung für einen neuen Partner verlassen und haben viel darüber geredet was uns sehr wichtig ist und wo wir nie hinkommen wollen.

Dann kam meinen Bachelorzeit, Corona, Depressionen, ich hab ihn gebeten das zusammenziehen zu vertagen, da ich einfach meine Ruhe und Zeit gebraucht habe. Er war so glücklich damals und hat sich sehr abgelehnt gefühlt, ich hab nicht klar meine Grenzen gesetzt und ausgesprochen und das hat ihn noch mehr verletzt. Seitdem haben wir unsere Vergangenheit wiederholt, uns beide total verloren in dem "umeinander kämpfen".

Er hat mich verlassen, aufgegeben und gemeint trotz liebe es passt nicht und Liebe und S. reiche nicht aus. Er hat ganz klar gesagt es gäbe keine Zukunft und er will mir keine Hoffnungen machen wie mein Ex, am Ende des Gespräches kam aber ein "Du sagtest doch, um liebe zu kämpfen sei egoistisch, dann lass mich doch los, damit ich selbst entscheiden kann, ob ich zurück komme." Er meinte er will jetzt mindestens einen Monat nichts von mir hören.

Ich gehe durch die Hölle und weiß nicht wo oben und unten ist, aber ich weiß, wieviele Fehler ich gemacht habe, wie wenig Liebe und Wertschätzung und Dankbarkeit ich gegeben habe. Ich war wie in einem Film, aus den ich gerade aufwache. Ich habe meine ganze Verlustangst, mein Trauma wieder durchgespielt, und wieder keine Kontrolle darüber gehabt, meistens muss was schlimmes passieren, damit ich diesen Effekt habe und aus der Spirale endlich mal von außen drauf schauen kann.

Er sagte anfangs, er glaub meine Krankheit wäre nicht so schlimm und er würde immer für mich da sein und nicht mich aufgrund dessen verlassen. Dennoch ist er gegangen wie jeder andere, nicht primär deswegen aber wegen den Symptomen meinerseits.

Ich wünsche mir so sehr eine Chance, da wir jetzt viele äußere Umstände nicht mehr haben, die so oft zum Streit geführt haben. Anderseits versteh ich ja, wenn's Zuviel ist, ist es zuviel. Aber ich denke Partnerschaft/Zusammenhalt in schwierigen Momente/es durchzuhalten gemeinsam schweißt sehr zusammen. Anderseits ging es so mit uns auf keinen Fall weiter ohne Verletzungen, deswegen könnte ein längerer Abstand auch wirklich uns mal den Kopf waschen.

Ich habe Angst, dass er schon lange aufgegeben hat, nicht selbst reflektiert und denkt, mit einer anderen wird es besser passen. In meinen Augen hat noch nie ein Mann so gut zu mir gepasst von allen Gemeinsamkeiten und Zukunftsplänen. Das er wirklich eigentlich nur seine Liebe verloren hat und das "Ich werde dich für immer lieben" nur leere Worte waren. Anderseits kann ich die Hoffnung nicht loslassen, dass wir nochmal eine Chance bekommen.

Ich bin so verzweifelt, 10. Tag Kontaktsperre und er ist noch zwei Wochen im Urlaub.

Ich weiß nicht was ich tun soll

06.07.2021 10:00 • #1


Fischbrötchen

Fischbrötchen


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Wahre Liebe zeigt sich in Krisen,
Vermutlich wirst du durch die Kontaktsperre durch müssen ... Aber du könntest die Zeit für dich nutzen und überlegen, ob das tatsächlich der richtige ist , der dich mit Liebesentzug bestraft , nur weil du gerade nicht funktionierst.
Meiner Meinung nach lässt sich über alles reden und alles klären, wenn beide bereit sind und die Kommunikation passt.
Zu so was gehören immer zwei. Gib dir nicht die ganze Schuld für diese Situation. Er trägt mindestens genauso viel Verantwortung dafür

06.07.2021 11:25 • x 4 #2



Bekomme ich jemals eine 2 Chance?

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Nemaj

Nemaj


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Zitat von fräuleinMond:
.. Er hat mich verlassen, aufgegeben und gemeint trotz liebe es passt nicht und Liebe und S. reiche nicht aus.
10. Tag Kontaktsperre und er ist noch zwei Wochen im Urlaub.

Hallo Mondfräulein,

es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht.
Vielleicht solltest du die Gelegenheit nutzen, die Zeit nutzen, dir darüber klar zu werden, ob eine 2.Chance erstrebenswert ist.
Seine Aussage fand ich eindeutig.
Zitat:
damit ich selbst entscheiden kann, ob ich zurück komme."


Und das finde ich unfair! Er überlässt dich deiner Hoffnungen, lässt dich in der Luft hängen und steht nicht zu seiner Aussage.
Da will dich jemand als Option behalten, falls sich nichts besseres findet.
Sei dir mehr wert! Stell dich nicht zur Verfügung! Das ist unsexY und du wirst dann als Gegenstand betrachtet, den man jederzeit wieder aus dem Weg räumen kann, wenn´s gerade nicht in den Kram passt.

Überlege, ob es wirklich sinnvoll ist, um eine Chance zu bitten. Irgendwann steht ihr am selben Punkt. Und dann? Noch mal von vorn? Und täglich grüßt das Murmeltier?

Aber zum besseren Verständnis: Was genau ist eigentlich vorgefallen?

06.07.2021 11:29 • x 2 #3


fräuleinMond


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Es war die Kommunikation. Wir sind aus der vorwurfsflut nicht herausgekommen. Dachten immer wir sind nicht gut genug für den jeweils anderen, dachten alles was wir tun, ist nicht genug. Wir haben beide eine extrem schwierige Kindheit und haben die Rollen reproduziert, er die seines Vaters: der seine Mutter angeschrieen und gewaltsam gehandelt hat (Gewalt ging nie gegen mich aber gegen die Wand zb) und ich die des verlassenen Säuglings, wurde als Baby stark vernachlässigt, innerhalb meiner Pflegefamilie im Grundschulalter missbraucht, mein erster richtiger Partner ist vor 7 Jahren nach nur 1 Jahr wundervoller Beziehung gestorben. Mein Ex danach hat mich für eine 14 Jahre jüngere dann ein halbes Jahr in unsere gemeinsamen Wohnung betrogen, ich konnte nichtmal zurück. Ich bin immer und immer wieder aufgestanden und hab weiter gemacht. Nur dieses Mal war es anders. Dieses Mal hat ich ihn diese Worte geglaubt am Anfang der Beziehung und an die Kraft.

Meine alte (Kinder) Therapeutin meint dass ich immer mich stark zurück ziehe wenn es zu eng wird (Bachelorzeit, wo er mit mir zusammen ziehen wollte) und kaum Liebe empfinden kann, zweifle an der ganzen Beziehung und rede mir krampfhaft ein, dass es Probleme gibt (gibt es die überhaupt wirklich?) und dass ich dann alles mache, um den Mensch von mir weg zu treiben, er dann geht, ich total unglücklich dann bin, dass der Verlust erst die richtige Liebe zum Vorschein bringt. Quasi, dass ich es mir jedes Mal selbst madig mache, wahrscheinlich um diesen tiefen Schmerz in mir zu sagen "schau, keiner bleibt, keiner liebt dich". Sie meint, dass dieser Abstand von mir und die Kälte kaum aushaltbar sei für eine Beziehung. Dass ich nicht erwarten kann, dass jemand so viel trägt...

Ich hab vor allem nie zugehört. Ich konnte nicht. Wenn die Depressionen ganz schlimm sind, geht nichts mehr in meinen Kopf rein, da ist auch nur leere. Ich hab selbst oft gedacht, er ist es nicht. Aber ich bemerke erst wieviel er für mich getan hat und wie wenig ich zurück geben konnte, weil so in meinem Film. Ich erstarre, ich komm nicht vom Fleck. Der Selbsthass hat mich so tief runtergezogen, ich hab alles bei ihm immer nur abgeladen, ich bin immer Zuviel. Zu anstrengend, zu bedürftig, zu viel Liebe in mir, ich arbeite so hart an einem Leben was ein bisschen Normalität bedeutet. Ich habe auch jetzt nach 2 Jahren suche nach einem Therapieplatz vielleicht eine neue Chance in ein paar Monaten. Aber gerade ist einfach alles so so schwarz. Danke, dass ich hier schreiben kann, leider hab ich keine so guten Freunde hier in der Stadt, denen man sein Herz ausschütten kann. Ich fühle mich so alleine

06.07.2021 12:49 • x 1 #4


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von fräuleinMond:
und hat sich sehr abgelehnt gefühlt, ich hab nicht klar meine Grenzen gesetzt und ausgesprochen und das hat ihn noch mehr verletzt.

hat nicht ohne Grund die Folge
Zitat von fräuleinMond:
Er meinte er will jetzt mindestens einen Monat nichts von mir hören.


Zitat von fräuleinMond:
In meinen Augen hat noch nie ein Mann so gut zu mir gepasst von allen

Warum denn hast du ihn abgelehnt, Grenzen gezogen, wenig Wertschätzung gegeben? Irgendwie scheint mir in eurer Beziehung ein starkes Ungleichgewicht bestanden zu haben, dem er jetzt entkommen will.

Zitat von Nemaj:
Aber zum besseren Verständnis: Was genau ist eigentlich vorgefallen?

Wäre vielleicht hilfreich, genaueres zu wissen, wenn du darüber schreiben willst.

06.07.2021 12:56 • x 1 #5


fräuleinMond


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Ich verstehe seinen Rückzug auch. Wir können wirklich so nicht weiter machen, dazu hab ich auch zugestimmt. Was halt das Problem ist: er meinte, also aus seiner Sicht haben wir alles probiert und es passt für ihn nicht. Deswegen bezweifle ich so sehr, dass sich das noch ändert. Es wird viel Arbeit und selbstreflexion bedeuten, er meinte, er wolle gar keine Beziehung mit jemanden, er will an sich und seinen Dämonen arbeiten. Ich denke, dass die Worte sehr eindeutig sind und ich jetzt massiv reininterpretiere... und einfach nicht verstehe, es ist schon ganz und gar vorbei.

Die Trennung war verwirrend, er hat mir mir gesprochen, danach waren wir essen gemeinsam, haben miteinander geschlafen, er hat noch hier übernachtet, ich hab ihn zum Zug gebracht, wir haben uns so innig geküsst und verabschiedet. Ich hab es nichtmal verstanden, ich dachte wir haben uns vertragen. Das ist so verwirrend.

06.07.2021 12:59 • #6


Sonnenblume53


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Zitat von fräuleinMond:
Die Trennung war verwirrend, er hat mir mir gesprochen, danach waren wir essen gemeinsam, haben miteinander geschlafen, er hat noch hier übernachtet, ich hab ihn zum Zug gebracht, wir haben uns so innig geküsst und verabschiedet. Ich hab es nichtmal verstanden, ich dachte wir haben uns vertragen. Das ist so verwirrend.

Liebes fräuleinMond,

verständlich!

Es liest sich für mich so, als habe er im Guten mit Dir auseinandergehen gewollt. Ich weiss, das klingt nicht gerade tröstlich.

Du wirst Dich nun wohl oder übel an seine Bitte halten müssen, 4 Wochen nichts von Dir zu hören.
Bitte, fräuleinMond, nutze diese Zeit, um Dich nicht nur in Selbstzerfleischung bezüglich aller angeblichen Fehler, die Du gemacht hast, zu ergehen, sondern, um zu Dir zu finden. Momentan wärst Du viel zu emotional, um ihm gegenübertreten zu können.

Er wird durch seinen jetzigen Urlaub schon ein bisschen Abstand gewinnen. Wäre es für Dich möglich, auch durch z.B. zur Freundin fahren auch Abstand zu gewinnen?

06.07.2021 13:05 • #7


Nemaj

Nemaj


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Zitat von fräuleinMond:
.. "schau, keiner bleibt, keiner liebt dich"

Das ist (leider) eine Urerfahrung, die du machen musstest und die du nun jedesmal, wenn du in Beziehungen steckst (und ich meine nicht nur die zu einem Partner) bestätigt bekommen willst. (unbewusst)
Ich arbeite in der Jugendhilfe und weiß, wie sich frühkindliche Erfahrungen auf das gesamte Leben auswirken können. Das ist ein Trauma. Man kann daran arbeiten, aber es wird nie ganz verschwinden.
Zitat:
Selbsthass

Auch der hängt mit deiner Geschichte zusammen. Das Verhalten der Erwachsenen aus deinem Umfeld hat dir ja schließlich signalisiert, dass es nichts Liebenswertes an dir gibt. Diese Informationen haben sich tief in deinem Denken und Fühlen verankert.
Es tut mir wirklich sehr leid, was du alles erleiden musstest.
Und ich weiß, es sagt sich leicht: Du hast es jetzt in deiner Hand. Mit einer beginnenden Therapie machst du den Anfang, gut so. Du kannst es für dich ändern.
Zitat:
ich bin immer Zuviel. Zu anstrengend, zu bedürftig

Auch etwas, was man dir übermittelt hat. Aber das ist Quatsch! Jeder kann für den anderen zu anstrengend werden, wenn der andere gerade seine Ruhe will oder was anderes im Kopf hat.
Und bedürftig sind wir doch alle! Jeder von uns braucht Anerkennung, Liebe, Fürsorge... Und Menschen wie du eben besonders, denn da existiert ein Defizit in dir. Du musst nur lernen, diese Bedürftigkeit abzulegen und nicht anderen diese Aufgabe zu übertragen. Aber das ist ein laaaanger Weg. Denn Urerfahrungen kann man nicht löschen.
Ich drück dich ganz fest!

06.07.2021 13:07 • x 8 #8


Unterwegs

Unterwegs


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Macht dein Ex auch eine Therapie?

Ihr beide braucht psychologische Hilfe, sonst werdet ihr aus euren Verhaltens- und Beziehungsmustern nicht rauskommen. Das macht eine gesunde, lange Beziehung unmöglich.

Seine Aggressionen (auch wenn sie nicht gegen dich gerichtet sind) gehen gar nicht.

Und solch eine Beziehung/Verhaltensweisen sollte man auch nicht seinen Kindern vorleben (falls welche für die Zukunft geplant waren etc).

06.07.2021 14:31 • #9


fräuleinMond


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Dankeschön ich danke für die lieben Worte und ich Versuch die Umarmungen zu spüren und mir vorzustellen. Ich versuche es ganz feste dieses Mal nachhaltiger anzugehen.

Nein, er macht keine Therapie. Ich glaub, er denkt, er braucht sowas nicht (die Erwähnung hat sehr viel in ihm ausgelöst). Er ist halt selbst im sozialen Bereich tätig. Vielleicht hängt das damit zusammen?! Er meinte auch oft zuletzt "ihr" also hat mich mit deiner "nervenden" Arbeit auf eine Stufe gestellt. Er muss dort halt schon immer stark sein und viele Probleme anhören. Also kamen öfter Sätze in die Richtung "ihr seit nie zufrieden, egal wie sehr ich mich anstrenge"

06.07.2021 14:36 • #10


Sonnenblume53


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Zitat von fräuleinMond:
schau, keiner bleibt, keiner liebt dich"


Zitat von fräuleinMond:
Ihr seit nie zufrieden, egal wie sehr ich mich anstrenge"

Ihr spiegelt Euch. Denkt beide, Ihr seid nicht gut genug, was Ihr auch tut. Ihr versucht, das Loch im jeweils Anderen aufzufüllen.
Leider ist sowas nicht von Dauer.

Schön wäre es, wenn das Jeder von Euch für sich allein macht. Und Ihr Euch dann vielleicht irgendwie und irgendwann als Menschen wiedertrefft, die hart an sich gearbeitet haben. Ich wünsche es Euch.

06.07.2021 14:42 • x 2 #11


fräuleinMond


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Leider kann ich zu keiner Freundin fahren, ich hab kaum Freunde, paar Studienkollegen mit den ich aber grad erst am "aufbauen" bin. Durch Corona und Homeoffice kenn ich keinen meiner neuen Kollegen persönlich meine beste Freundin ist grad mit dem dritten Kind schwanger, die hab ich seit Anfang Corona nicht mehr gesehen diese Freundschaft zerbricht auch gerade vor meinen Augen nach 12jahren. Weiß manchmal gar nicht, welcher Liebeskummer dieser beiden wichtigen Menschen überwiegt... ich hab vor ca. 4 Monaten meinen Job begonnen und hab noch Schulden vom Studium, mein Ex hat Verwandtschaft im Ausland, ich hätte so nur den Flug bezahlen müssen. Aber ja! Hab oft gelesen, Reisen tut gut. Vielleicht schaff ich es zu meinen Bruder in den Norden zu fahren. Leider triggert mich dieses "Happy Family" aber auch sehr und ich weiß nicht wie gut es dann wirklich für mich wird...

Zitat:
Schön wäre es, wenn das Jeder von Euch für sich allein macht. Und Ihr Euch dann vielleicht irgendwie und irgendwann als Menschen wiedertrefft, die hart an sich gearbeitet haben.


Das beschreibt genau meine Hoffnung!

06.07.2021 20:55 • #12


fräuleinMond


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Hello ihr lieben,

Ich hab mit seinem Bruder geschrieben (ja dumm, aber besser als ihm selbst zu schreiben dachte ich mir ), er meinte, er habe gar nicht viel erwähnt und auch, dass er einen großen Streit mit seinem Vater hatte, er wäre jetzt von dem Haus (im Urlaub seiner Verwandten) ausgezogen, weil sein Vater ihn mitten in der Nacht rausgeschmissen habe. Er tut mir so unendlich leid. Der Bruder meinte, er sage mir das alles im Vertrauen und ich soll ihn darauf nicht ansprechen. Ich hab natürlich ein großes Bedürfnis ihn irgendwie irgendeine mini Stütze zu sein. Würde ihm gern sowas schreiben wie: "egal wo du bist, was ist, ich bin für dich da und höre dir zu". Ich weiß nicht, ob ich das machen soll. Ob es sinnvoll ist oder ne total doofe Idee...

09.07.2021 15:41 • #13


Nemaj

Nemaj


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Hallo FräuleinMond,
der Bruder deines Ex hat dir doch alles im Vertrauen erzählt.

Du kannst ihm keine Stütze sein und er will es ja auch nicht. Schließlich hat er sich doch getrennt. Und du hast genug eigene Baustellen, um die du dich kümmern musst.

Er muss da allein durch. Er hat diese Weg gewählt, nun muss er ihn auch allein gehen.

09.07.2021 16:22 • x 2 #14


fräuleinMond


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Oh man ja @Nemaj du hast so recht. Ich war trotzdem schwach und hab geschrieben. Ich hab 14 Tage geschafft gehabt aber ja, ich denke immer öfter, dass es sehr unrealistisch ist, dass er zurück kommen will, wo er doch so klar seinen Weg jetzt geht ohne mich. Ich versuche an meinen Baustellen zu arbeiten, ich fühle so viel Selbsthass und versuche das irgendwie zu verstehen und lieb zu mir zu sein.

Ich verstehe einfach nicht, wieso ich immer, wenn mir jemand nah ist (wie ich es mir so so wünsche) dann so auf Distanz gehe und wenn er dann geht/weg ist, so verletzt bin und mir Nähe wünsche (die dann unerreichbar ist) ... so viele Jahre Psychoanalyse und ich weiß ja ganz genau was passiert ist und warum das immer wieder abläuft. Aber wenn es passiert, dann bin ich nicht ich selbst, dann ist alles außer Kontrolle, ich sabotiere mich und alles um mich herum so abgefahren durchtrieben, dass ich es nicht realisiere. Erst mit einem tief einschneidenden Erlebnis "wache" ich gefühlt dann auf, nach der ersten Trauer dämmert mir dann immer was dann eigentlich alles passiert ist. Wie ich einfach dieses nähe-Distanz Drama wieder durch hab...

Und dann ist es aber auch wieder "ganz normal" im Liebeskummer diese Phase zu haben, die ganze Schuld auf sich zu nehmen. Ich hab eh zu wenig Selbstvertrauen und bin ein Meister darin die Schuld bei mir zu suchen -> Gefühl der vermeintlichen Kontrolle -> weil wenn ich es falsch gemacht hab -> kann ich es lösen. Dabei ist so oft im Leben was passiert was weder meine Schuld war, was mir eigentlich zeigen sollte: Ich kann es nicht kontrollieren. Nur meine Gedanken.

Ich möchte halt wirklich dieses Mal alles richtig reflektieren. Vielleicht bin ich auch einfach total die Furie und unaushaltbare Person und mach Menschen kaputt und merk es nichtmal. Ich merke grad beim schreiben wie sehr ich an dieser "Schuldfrage" klebe. Keiner ist schuld, wenn er nicht mehr mag. Ich vermiss ihn sehr. Ich versteh manchmal auch, dass er gegangen ist. Zumindest kann ich ihn nicht mehr wehtun.

12.07.2021 00:17 • #15



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