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Betrug vor Hochzeit - wie kann ich wieder vertrauen?

*Amelie*

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Hallo,
bin das 1.Mal hier. Ich muss meine Geschichte mal irgendwo loswerden. Fühle mich innerlich wie aufgefressen. Vor 2 Jahren habe ich nach 8 Jahren meinen Freund geheiratet. Vor der Hochzeit war er seltsam drauf, aber ich dachte, das sind nur kalte Füße und Stress. Nach einem Jahr erfuhr ich durch Zufall einen Tag vor unserem ersten Hochzeitstag, dass er mich hintergangen hat. Zwei Monate vor unserer damaligen Hochzeit knutschte und fummelte er mit einer fast 10 Jahre jüngeren Studentin und ließ sich auch in die Hose fassen. Kurz nach dem Griff in seine Hose hat er zwar abgebrochen, aber für mich ist es dennoch Betrug (Trockens.). Ich weiß, dass viele das nicht als Fremdgehen werten, aber für mich ist es das. Es ist ein absoluter Vertrauensbruch - so kurz vor der Hochzeit! Ein Jahr später habe ich es wie gesagt herausgefunden. Er hat es mir nicht freiwillig erzählt, ich habe es durch einen verrückten Zufall erfahren - das zu erzählen wäre zu langwierig. Seitdem ich davon weiß, ist in mir etwas zerbrochen. Ich habe das Gefühl, dass ich niemandem vertrauen kann. Meinen Eltern nicht, Freunde haben mich enttäuscht.... und jetzt auch noch mein Mann. Bin ich so blöd? Ich bin eigentlich kein naiver Typ, aber ich habe das Gefühl, dass mich jeder, den ich nahe heranlasse, irgendwann doch hintergeht. Ich habe schon so viel erlebt... Werde ich je vergessen können und wieder vertrauen lernen? Kann man verzeihen lernen? Ich fühle mich so hässlich und alt. Wie kann ich mit 10 Jahre jüngeren Twens mithalten? Vielleicht hat jemand einen Tipp, der ähnliches erlebt hat.

11.07.2012 00:51 • #1


Alena-52


guten morgen

was du erlebst hast ist sicher enttäuschend für dich gewesen - dennoch ist es eine zeit her und du könntest dich fragen weshalb du so nachtragend bist und sein verhalten deinen selbstwert und dein selbstbewusstsein so anfrisst - was läßt dich so an dir selbst zweifeln ?
du empfindest es als persönlichen niedergang - aber das ist es nicht.

er hat eine alte verletzung in dir hochgeholt - schaue sie dir genau an, damit sie heilen kann. anders kann es sein, das eure beziehung den bach herunter geht. warum traust du deinen eltern nicht mehr ? da könnte der ursprung sein .... ?

deine angst vor enttäuschung und es mal wieder mit vertrauen zu probieren ist sehr wahrscheinlich so gross - das du genau das anziehst, was du befürchtest - deine partner/freunde sind dein spiegel schaue ihn dir genau an - was fehlt dir selbst ?

baue dein vertrauen wieder mehr auf, dann kannst du auch verzeihen und damit hast du die besten chancen nicht wieder ent-täuscht zu werden.

alles gute!

11.07.2012 01:11 • x 1 #2


*Amelie*


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Es stimmt schon, dass ich einen Teil meines alten Misstrauens (meinen Eltern gegenüber) auf meinen Mann projiziere. Doch ich schaffe es nicht, ihm von Herzen zu verzeihen. Es kommt immer wieder hoch. Wie konnte dieser Mensch, dem ich 8 Jahre lang blind trauen konnte, mich so hintergehen. Und das ausgrechnet vor der Hochzeit? Wir hatten damals ein Baby und er sagt, dass ihm während der Stillzeit körperliche Nähe gefehlt hat. Das ist aber normal während der ersten Babyzeit (dass man als Mama zunächst eher auf das Kind konzentriert ist). Ich habe sein Gejammer nicht so überbewertet und dachte, das gibt sich, wenn das Kindchen größer ist. Dass er sich dann gleich an einen jungen Hüpfer heranmacht.... Ich weiß nicht, wie ich dieses Kino im Kopf los werden soll. Es stimmt, dass mein Selbstbewusstsein am Boden ist und ich mich selber nieder mache. Und ich weiß auch, dass das Gift für mich ist. Aber es gelingt mir nicht, anders zu sein und zu denken, auch wenn ich gerne möchte. Diese Ängste liegen außerhalb meiner Kontrolle.

11.07.2012 16:01 • #3


Alena-52


Zitat von *Amelie*:
Es stimmt schon, dass ich einen Teil meines alten Misstrauens (meinen Eltern gegenüber) auf meinen Mann projiziere.
Aber es gelingt mir nicht, anders zu sein und zu denken, auch wenn ich gerne möchte. Diese Ängste liegen außerhalb meiner Kontrolle.
das kann dir auch erst aus vollem herzen gelingen - wenn dein herz wirklich frei ist - da sitzt noch die alte angst - vor liebesentzug - im grunde hast du deinen mann auch nie wirklich in dein herz nehmen können - so wie er ist - sondern nur mit bedingungen - die dir früher auch mal "vorgehalten" wurden.

es kann dir gelingen, dich davon zu befreien, sofern du dich selbst annehmen und dir selbst wieder vertrauen lernst - vorher wird das nicht möglich sein.
es gilt sich mit deiner vergangenheit auszusöhnen, sie zu akzeptieren, sie hinter dir zu lassen und neue wege zu gehen.
damit bekommst du auch gleich einen anderen blickwinkel und eine andere einstellung gegenüber des verhalten deines mannes.

du machst es an deinem mann fest - bleibe bei dir - in dir selbst liegt das problem und auch die lösung.

alles gute!

11.07.2012 16:11 • x 1 #4


sanin

sanin


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Siehs mal so....

Leider kann jeder mal in so ein Situation kommen. Warum auch immer.

Aber dein Mann hat es immerhin noch geschafft sich etwas Restblut im Hirn zu behalten und die Stopptaste zu drücken. DAS gelingt allerdings wenigen.

In meinen Augen, macht ihn das lernfähig. So schnell würde er sich nicht mehr in so eine Situation begeben. Demnach hast du anderen Ehefrauen einiges vorraus.

Auch wenn in deinen Augen spät, so hat er doch die Notbremse gezogen.

11.07.2012 22:33 • x 1 #5


Carlson


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Ich gehe davon aus, dass ihm bewusst war, was seine Beziehung zu dir ihm bedeutet.
Ich gehe auch davon aus, dass ihm sein Fehler sehr bewusst ist.
Hat er dir jemals wieder Anlass zu Mißtrauen gegeben?
Aber lass dir diese tiefgreifende Problematik doch mal von einem Psychologen erklären und dir bei der Verarbeitung helfen?!

11.07.2012 22:45 • x 1 #6


*Amelie*


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Lieben Dank für eure Beiträge. Sie helfen mir, meine Fixierung auf bestimmte Gedankengänge loszulassen. Ich kann selbst ja nicht mehr objektiv sein und es ist gut, mich mal durch fremde Augen zu sehen.
Vielleicht fällt mir das Loslassen so schwer, weil ich eine völlig andere Erwartung/ ein anderes Bild von meinem Mann hatte. Und ich dachte, dass ich bei meiner Wahl sicher sein könnte, endlich jemand Aufrichtigen gefunden zu haben. Jemand der ehrlich ist und treu. Nach Jahren zu erkennen, dass es nicht so ist, ist schwierig. Ich liebe meinen Mann noch. Aber so wie ich ihn vorher sah, liebte ich ihn mehr (oder es war einfacher/ leichter ihn zu lieben). Ich habe mich für ihn entschieden, aber der Abschied von diesem "alten Bild" gelingt mir nicht. Ich will es nicht lIch halte noch daran fest und weiß nicht, wie ich es loslassen kann.

11.07.2012 23:41 • #7


sanin

sanin


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Amelie, du kannst daran arbeiten, ihn genau deswegen noch mehr zu lieben.
Du weisst zumindest, dass dein Mann dich so liebt, dass er in der Lage ist, in einer Situation in der die meisten nicht die Notbremse ziehen das zu tun.

Die Verführung kommt bei sehr vielen. Die Umstände, vielleicht ein bisschen Torschlusspanik vor der Hochzeit, was immer der Nährboden dafür waren sich auf diese Situation einzulassen.
Keiner ist wirklich davon frei in so eine Situation zu geraten. Auch du und ich nicht.

Deiner Meinung nach, hat dein Mann die Notbremse zu spät gezogen, aber er HAT sie gezogen. Und glaub mir, das schaffen kaum Männer. Dein Mann muss dich wirklich sehr lieben.

Dein Urvertrauen hat einen Knacks bekommen. Aber das ändert nichts, dass er trotzdem bewiesen hat, dass man ihm vertrauen kann.

Es stellt sich die Frage, ob es für euch beide nicht sinnvoll wäre zu einer Paarberatung zu gehen. Eine Paarberatung ist nicht dazu da, wenn es zu spät ist, sondern eine Paarberatung kann so viel für euch tun, so lange die Liebe da ist.
lg sanin

12.07.2012 07:23 • x 1 #8


*Amelie*


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Danke Sanin! Darüber muss ich nachdenken. Wir haben bereits eine Paarberatung hinter uns, aber sie war enttäuschend. Es war so, dass sich jeder von uns "ausgekotzt" hat und die Beraterin hat lächelnd zugehört. Aber es kam kein wirklicher Input von ihr, der Denkanstöße gegeben hätte. Vielleicht muss man wirklich zu den teuren Paartherapeuten gehen - wir waren vier Sitzungen bei einer kostenlosen Beratungsstelle. Hätten wir uns echt sparen können....
Ich muss darüber nachdenken, was du schreibst. Ihm vertrauen.... oder gerade nicht.... oder gerade deswegen..... Puh.... Ich WILL loslassen und verzeihen! Warum kann ich es dann nicht? Wie kann ich dieses Urvertrauen wieder finden? Das wird mir wohl keiner sagen können. Ich glaube, dass mir da wirklich nur ein Therapeut wird helfen können. Seit ich es weiß ist ein Jahr vergangen und mir geht es immer noch nicht gut. Danke nochmal für alle Beiträge!

12.07.2012 12:23 • #9


Acid


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hallo amelie,

ich hatte mal eine freundin, die ich sehr liebte wie ich glaubte. eines tages erfuhr ich etwas aus ihrer vergangenheit, was mich umhaute.
es gelang mir nie wieder, sie mit den liebenden augen von vorher zu sehen. sie wurde eine fremde. von jetzt auf gleich.
damals versuchte ich noch, das ende aufzuhalten und warf mir selbst oberflächlichkeit vor, aber dann fühlte ich mich wie ein schauspieler...

was ich damit sagen will, entweder du liebst den mann, der vor dir steht, heute oder das bild, das du von ihm hattest.
keine therapie der welt, wird dieses bild wiederherstellen können.

12.07.2012 12:29 • x 1 #10


Alena-52


hallo amelie

aus meiner sicht wurdest du ent-täuscht - also hat deine täuschung ein ende gefunden, du hast jetzt erfahren, dass dein partner, den du vorher idealisierst hast auch nur ein mensch ist mit seinen ecken und kanten.

toll war es nicht, was da gelaufen war. es nützt dir aber gar nichts wenn du aus erletztem ego dich daran festbeisst. eine paartherapie könnte deine eigenen probleme nicht wirklich aufgreifen, dazu stecken sie wohl zu tief. an dir selbst kannst du arbeiten.

wer liebt ist auch in der lage zu verzeihen.
kannst du das nicht - bleibt ihr auf der stelle stehen und die chance, die du vielleicht noch hast deine ehe zu retten bleibt ungenutzt.

entweder entscheide ich mich für meinen partner oder ich entscheide mich gegen ihn. dein verhalten hat auch nichts mit liebe zu tun, sondern mit angst.
liebe verzeiht und liebt einfach nur und du bestrafst dich und ihn auch mit deiner nachtragenden und vorwurfsvollen art.

niemand ist 100 % - auch dein mann nicht und wir alle sind nicht davor gefeit mal in eine verzwickte situation zu kommen.

es kann nicht ungeschehen gemacht werden was damals passierte - du bist dennoch bei deinem mann geblieben, hast dich für ihn entschieden und er sich für dich - er ist doch jetzt auch bei dir.

es liegt allein an dir - fange auch bei dir selbst an - mehr eigenliebe und vertrauen für dich selbst ist dein thema - solange du dich selbst mit all deinen ecken und kanten nicht lieben und annehmen kannst - wird es dir auch nicht bei deinem mann gelingen.
irgendwann kann dadurch deine ehe den bach ganz runter gehen ... lasse es nicht soweit kommen und tue etwas dagegen.

12.07.2012 19:36 • x 1 #11


sanin

sanin


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Zitat von *Amelie*:
Ich muss darüber nachdenken, was du schreibst. Ihm vertrauen.... oder gerade nicht.... oder gerade deswegen..... Puh.... Ich WILL loslassen und verzeihen! Warum kann ich es dann nicht? Wie kann ich dieses Urvertrauen wieder finden? Das wird mir wohl keiner sagen können. Ich glaube, dass mir da wirklich nur ein Therapeut wird helfen können. Seit ich es weiß ist ein Jahr vergangen und mir geht es immer noch nicht gut. Danke nochmal für alle Beiträge!


Um dein Urvertrauen zu erlangen musst du deine Sichtweise ändern.
Das Hauptproblem ist, dass deine Erwartungshaltung enttäuscht worden ist.
Aber das ist nur ein Teil des ganzen.
Eure Beziehung hat mehr zu bieten, als bedingungslose Treue. Wobei ich natürlich nicht den fast Seitensprung gut heisse.
Ja er hat schei. gebaut, da sind wir uns alle einig.

Aber, er ist sich auch darüber im Klaren. Das ist wichtig.
Viele Männer gehen ihren Frauen fremd und haben nicht mal ein Unrechstempfinden.

Anderseits, kannst du das Urvertrauen zurückgewinnen, wenn du wirklich verstehst, dass du wenigstens einen Mann hast, der in der Lage war gerade noch einen Rückzieher zu machen.
Glaub mir das können sehr sehr wenige Männer.

Die meisten Frauen wissen gar nicht wie ihre Männer in so einer Situation handeln würden. Du weisst es, und komplett durchgefallen ist er wirklich nicht.

Ich sehe dich nicht so weit, dass du psychologische Beratung brauchst. Ich denke bei dir reichen ein paar gute Freunde, keine Kopftätschler.
Jemanden der dir auch die Welt deines Mannes nahebringen kann.

Daher denke ich schon eine gute Paartherapie wäre angebracht. Ich kenne auch so eine dämlich lächelnde Paartherapeutin, die ich in qualifikation hinter gute Freunde stellen kann. Vielleicht liegt es an den kostenlosen Diensten.
Aber nicht jeder Therapeut ist gleich.

Zu Acid:
Das tut mir leid. Da kannst du dich mühen wie du willst, aber in deinem Fall ist es leider so, dass du mit dem was du erfahren hast nicht klarkommst.
Das zeigt, dass für dich von dem Moment an wo du es erfahren hast, sie nicht mehr die passende Partnerin war.
Es war bei dir aus und vorbei.

Vielleicht wäre deine toleranz eine andere gewesen, wenn du vorher Bescheid gewusst hättest. Daher finde ich es sehr wichtig auch unangenehme Dinge zu erzählen, bevor man sich in das "Scheinbild" verliebt.

lg sanin

13.07.2012 11:54 • x 1 #12


*Amelie*


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Ich schaue erst heute wieder rein, weil ich die Zeit zum Nachdenken brauchte. Sanin und Alena-52 - ich glaube, ihr habt schon Nerven getroffen. Ich stelle mir nun die Frage: wenn ich es schaffe - irgendwie, irgendwann - mich selbst zu akzeptieren/ zu lieben - wie soll dann die Angst verschwinden? Die Angst, wieder angelogen zu werden? Ich weiß, dass kein Mensch perfekt ist. Liebe beginnt da, wo man die Fehler des anderen erkennt und man sie akzeptiert. Ich glaubte mich jahrelang an diesem Punkt. Dann wurde ich mit der Täuschung konfrontiert. Was, wenn ich es akzeptiere und wieder hinterrücks überfallen werde?( Klar -eine Garantie gibt es nie. Doch ich muss doch zumindest daran glauben können!) Wie kann Selbstliebe mir diese Angst nehmen? Mir ist auch nicht klar, wie ich diese Selbstliebe finden soll. Eine neue Frisur, ein Wellness-Wochenende, ein neues Hobby (das ich schon lange machen wollte) - diese Dinge helfen nicht. Ich verstricke mich in meinem Pessimismus und Schwarz-Weißdenken. Das Tragische ist, dass ich mir dessen bewusst bin, aber dennoch nicht den Weg heraus finde. Meine Angst geht einfach nicht weg. Alena-52, du hast ja Recht, dass ich was tun muss. Aber ich weiß einfach nicht was!

Vielen lieben Dank für eure Hilfe!

15.07.2012 00:33 • #13


Alena-52


Zitat von *Amelie*:
Ich stelle mir nun die Frage: wenn ich es schaffe - irgendwie, irgendwann - mich selbst zu akzeptieren/ zu lieben - wie soll dann die Angst verschwinden? Die Angst, wieder angelogen zu werden? Meine Angst geht einfach nicht weg. Alena-52, du hast ja Recht, dass ich was tun muss. Aber ich weiß einfach nicht was!
guten morgen amelie

aus den grundgefühlen liebe und angst entstehen alle anderen emotionen.
angst ist urspünglich mal aus einem mangel-gefühl an liebe entstanden. diese frühe erfahrung haben wir in uns gespeichert, und sie wirkt sich bei jedem anders aus, jenachdem wieviel selbstliebe man später wieder aufbauen konnte.

wenn du dich lieben und annehmen kannst wie du bist, weicht die angst - weil du in der eigenliebe bist.

liebe hat eine höhere energie als angst und deshalb hat dann die angst keine chance.
liebe und angst passen nicht zusammen.
entweder liebe ich - oder ich bleibe in meiner angst und damit in einer abhängigkeit vom anderen.
das bedeutet ich mache ihn, vielleicht auch unbewusst, für mein glück oder unglück verantwortlich, ER soll mir geben, was mir fehlt - das funktioniert aber nicht!
kein anderer kann mir geben, was selbst nicht genügend in mir ist.
ich kann nur soviel liebe vom anderen annehmen wie ich selbst in mir habe.
was ich selbst von mir glaube, meine überzeugung, mein denken, meine vorstellung wie und was ich bin ist dafür entscheidend.

selbstliebe kannst du lernen indem du bewusster wirst - was du für dich alles tust und wie du über dich und andere denkst. kritisierst du andere ? diese kritik ist auch in dir selbst - du projezierst diese kritik nur auf den anderen !
all das was du gutes für dich machst muss du auch fühlen können. es fängt schon morgens beim zähneputzen an: das machst du für dich - für dein wohlgefühl - zur erhaltung deiner gesundheit - aus eigenliebe !
um dich in deinem körper wohler zu fühlen, deinen körper zu pflegen und zu achten, gesund zu erhalten.
wie fühlt sich das für dich an - wenn du das unbewusst machst ? gar nicht - weil es gewohnheit, alltag geworden, ist ganz selbstverständlich.
dennoch ist das auch ein akt der eigenliebe.

oder wenn du dir ein gutes, gesundes essen kochst. wie fühlt es sich an wenn dir bewusst ist, dass du es für dich machst, um dich gut zu versorgen und dir gutes zu tun ? auch das ist eigenliebe!
ein buch lesen ?
wenn dein mann oder ein freud dir etwas nettes schreibt oder sagt ?
wie fühlt sich das an ? ist dir die liebe und zuwendung bewusst, die damit zum ausdruck gebracht wird ?
kannst du dich darüber freuen? liebe und dank empfinden für diesen menschen ?

du kannst es üben, bei der nahrungsaufnahme, körperpflege, wenn du sport für dich machst, ein buch liest, musik hörst, dir zeit für einen kaffee oder spaziergang, den besuch bei freunden oder mit aktivitäten, die du mit deinem mann unternimmst - mache es dir immer wieder bewusst und verbinde dich mit dem gefühl was dadurch in dir selbst entsteht ...

du kannst es dir auch innerlich immer wieder vorsagen : ich mache das alles für mich weil ich es mir wert bin, weil es mir gut tut, weil ich mich darüber freue und dankbar bin.
deine sinne wahrnehmen, sie verschärfen.
schaue dich im spiegel an - vielleicht sogar *beep* - das bist du - kannst du dich so wie du bist lieben, annehmen ?
oder kommen da gleich negative, abschätzende gedanken ? hier eine delle, die dich stört ? vielleicht findest du dich zu dünn ? oder zu dick ? deine nase zu kurz ? deinem po zu rund ? oder die haare findest nicht so toll ? kritisierst du dich - oder kannst du dich annehmen, dich an deinem körper erfreuen ? dankbar dafür sein ? dich geniessen ?

wenn nicht, übe das - immer wieder - - lasse das zur gewohnheit werden. denn es sind alles akte der selbstannahme und eigenliebe und des selbst-bewusstseins!
entwickel dafür affirmationen und sage sie dir oft innerlich vor - z.b. ich bin vollkommen und ich liebe und akzeptiere mich - genauso wie ich bin ... fühle dabei in dich hinein - fühlt sich das gut an ? wenn nicht bist du selbst noch nicht überzeugt - du glaubst noch anderes von dir. übe weiter - solange bis deine gedanken (dein kopf) mit diesem gefühl übereinstimmt - dann hast du dein ziel erreicht.

je mehr eigenliebe und wertschätzung du für dich selbst entwickelst, jemehr selbstvertrauen kannst du entwickeln und damit verschwindet deine angst.
wo liebe ist - hat angst keine chance und keinen platz.

komme raus aus dem be-werten und/oder be-urteilen!
nehme es so an wie es ist - versuche die dinge zu beobachten, nehme sie wahr - aber bewerte nichts ...

bewusst SEIN ist die lösung.

15.07.2012 01:43 • x 1 #14




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